Linsenteleskop für Anfänger

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Hallo. Ich sag ja ich bin Anfänger lach. Man sieht im net ja suuuper Teleskop. Da denkt man halt das muss es sein^^. Genau deswegen habe ich mich ja hier an euch gewandt. Ich hatte schonmal ein Teleskop vor keine Ahnung 15 Jahren oder sowas. es war ein Omegon Spiegelteleskop ( Astroshop) ca. 450 Euro mit Ständer.... und war fürchterlich endtäuscht. Saturn war ca. breite 2 Millimeter zu sehen. ( Mir ist schon klar das ich kein wunder erwarten kann) den Ring habe ich mit viel Kraftanstrengung erahnen können.
Wenn man bei zb. Youtube schaut sieht das alles von Privat viel Größer aus.
Ok ich muss anscheinend doch meinen gehofften Anspruch zurück setzten. Auf Fotos kann ich verzichten. Ein wenig kenne ich mich mit Richtungen usw. dank Apps und Sternenkarte schon aus.
Im Grunde genommen soll es ein Teleskop werden an dem ich Spaß habe. Planeten sehen kann ( gemeinsam mit meinem Sohn.) Er ist in einer Astrologie AG Gymnasium.
Und danke für die vielen Antworten
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon drei Teleskope vermittelt. Da habe ich ihnen an hand von meinem Teleskoppark vermittelt was die vor und nach Teile der Systeme sind.

Dabei ist ein 8" F6 Newton, 7" Cassegrain, 5" Maksutov und ein 3" Refraktor. Wahlweise kombiniert mit einer Alt/AZ oder Paralaktischen Montierung.
Ich habe dann immer alles aufgebaut und ihnen die vor und Nachteile erklärt.

Der 8" Newton wurde für den Anfang als zu groß empfunden, "man will ja nur mal da ob schauen". Auch das justieren bzw überprüfen der Justage und sich damit beschäftigen wurde nicht positiv aufgenommen.

Der 7" Cassegrain ist immer noch Recht groß, aber um einiges kompakter, nicht so schwer, nicht so Justage anfällig aber sehr viel Brennweite.
Als ich dann erklärt habe dass man damit nur sehr kleine Himmelsausschnitte sieht und bei der Okular wahl beschränkt ist, da es nicht viele lang Brennweite Okulare gibt, war er auch raus.
Auch die Montierung muss noch Recht stabil sein = schwer = teuer.

Der 5" Maksutov war dann schon nahe dran an dem was man tragen und bezahlen wollte, nur die Thermischen Probleme die er hat waren nicht so der Bringer. Vor allem als ich erklärte das man ihn 30 bis 60min vor der Beobachtung zum auskühlen nach draußen legen muss.

Dann kam der 3" Refraktor, kompakt, leicht, schnell aufgebaut, brauch keine Auskühlzeit, keine Justage. Als Montierung habe ich eine einfache Alt/AZ Montierung dazu genommen.
Das hat alle begeistert weil es unkompliziert ist, hinstellen und beobachten.
Ja man sieht bei Planeten nicht viel damit. Bei Saturn die Cassini Teilung, Jupiter die zwei Hauptbänder und "Großen Roten Fleck" (GRF), Mars Polkappe. Der Mond ist aber sehr lohnend mit vielen Kratern und Rillen. Auch sehr viele Deep Sky Objekte gehen damit.

hier noch 2 Empfehlungen für das Teleskop:


hier noch 2 Empfehlungen für die Montierung:


Oder noch als Gesamtpaket:

Die Teleskope und Montierung sind dann schon der "gehobene Anspruch". Vor allem die Mechanik ist gut und das Teleskop ist kein Farbwerfer.
Das ganze gibt es auch immer wieder gebraucht auf den üblichen Anzeigeportalen.

Gruß und CS
Thomas
Danke schön. Das habe ich mir gleich mal abgespeichert^^
 
Hallo Andreas,

bitte such Dir unbedingt jemanden, dem Du mal über die Schulter gucken kannst und der gutes Equipment hat. Ich fürchte Du wirst immernoch enttäuscht sein... Die bunten Bilder gibt es halt nur mit viel Aufwand und teurem Equipment. Etwas eingeschränkt mit EAA, auch etwas günstiger.

Die visuelle Astronomie hat viele Facetten. Gefragt ist aber ein dunkler Himmel, Kenntnis des Himmels, einiges Know-How, Übung und viel Geduld. Am einfachsten ist noch der Mond, mit dem man sich sehr ausführlich beschäftigen kann, dann kommen die beiden großen Gasplaneten, der Mars und schließlich DeepSky, was halt visuell sehr anspruchsvoll ist.

Da muss man sich aber komplett von der Vorstellung bunter Bilder verabschieden. Da geht es erstmal darum, überhaupt was zu entdecken und dann mit viel Erfahrung und Übung vielleicht auch ein paar Strukturen zu sehen. Das kann sehr reizvoll sein, muss einem aber auch liegen.

Deshalb unbedingt probegucken!!!

CS.Oli
 
Hi.

Obwohl das visuelle Erlebnis bei weitem nicht den tollen Bildern hier im Forum entspricht, ist es doch großartig, die Planeten mal mit eigenen Augen zu sehen, wenn man sich zudem ins Bewusstsein ruft, wie weit die Kollegen weg sind. Großartig fand ich auch die Andromedagalaxie oder den Orionnebel. Letzteren findet man im Winter sehr einfach und man muss sich nicht die Nacht um die Ohren schlagen, weil der schon am frühen Abend im Orion auftaucht.

Wenn du mit dem Spiegelteleskop (ich vermute mal, der "Ständer" war eine Dobson-Montierung) den Saturn nur 2mm groß gesehen hast, dann hattest du nicht das richtige Okular im Auszug. Die Okulare werden - abgesehen von der Größe der Okularaufnahme 1,25" und 2" - uunter anderem mit einer Millimeter-Angabe versehen. Je kleiner die mm, desto höher die Vergrößerung. Um Saturn einigermaßen groß sehen zu können, empfiehlt sich meiner Erfahrung nach etwas unter 10mm. Oder du verwendest eine sogenannte Barlow-Linse, die das Bild doppelt oder auch dreifach so groß machen. Dann muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass das Objekt schnell aus dem Okular wandert und man nachführen muss. Das kann bei einem Spiegelteleskop echt nervig sein, weil man da in zwei Richtungen korrigieren muss und das Ganze auch noch spiegelverkehrt! Braucht viel Übung, aber auch das geht ganz gut, wenn man nicht gerade eine Zeichn ung anfertigen will ;-)


Gruß
Thorsten
 
mir blieb fast die Luft weg, als ich Jupiter mit den 4 Monden zum ersten mal durch mein 1000 mm Mak gesehen habe! Dieses Gefühl, verschiedene Himmelskörper live umeinander rotieren zu sehen, das war einfach der Hammer!

Ein bißchen konnte ich mir vorstellen wie sich Galilei gefühlt haben muss, als er begriff was er da sah.

Auch die Saturnringe oder die Polkappe von Mars waren solche Highlights.

M31 visuell durch mein 80/400 Refraktor war hingegen eher eine Enttäuschung. Bis ich geblickt hatte, dass dieses trübe Fleckchen M 31 sein soll, hat es eine ganze Weile gedauert. Heute kann ich auch M 31 oder M 51 in meinem 100/600 Refraktor genießen, wenn die Bedingungen gut sind.

Astronomie ist ja ein weites Feld an Möglichkeiten und mit der Zeit entwickelt man seinen eigenen Weg, den Nachthimmel zu erleben.

Meiner ist definitiv EAA.

CS.Oli
 
Ja im Grunde genommen war das Gefühl berauschend, alles Live ( Vergangenheit ) zu sehen^^. Hätte fast geheult......Ich hatte halt die 2 Standard Okulare die halt dabei sind. Eine Barlow war auch dabei. Und ein Mondfilter. Gehen wir mal davon aus das ich zb. das Vixen Teleskop AP 80/600 ED80Sf Porta-II
kaufe wie oben empfohlen. Was brauche ich für Okulare. Bitte genaue Bezeichnung
 
Hallo,

Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon drei Teleskope vermittelt. Da habe ich ihnen an hand von meinem Teleskoppark vermittelt was die vor und nach Teile der Systeme sind.

Dabei ist ein 8" F6 Newton, 7" Cassegrain, 5" Maksutov und ein 3" Refraktor. Wahlweise kombiniert mit einer Alt/AZ oder Paralaktischen Montierung.
Ich habe dann immer alles aufgebaut und ihnen die vor und Nachteile erklärt.

Der 8" Newton wurde für den Anfang als zu groß empfunden, "man will ja nur mal da ob schauen". Auch das justieren bzw überprüfen der Justage und sich damit beschäftigen wurde nicht positiv aufgenommen.

Der 7" Cassegrain ist immer noch Recht groß, aber um einiges kompakter, nicht so schwer, nicht so Justage anfällig aber sehr viel Brennweite.
Als ich dann erklärt habe dass man damit nur sehr kleine Himmelsausschnitte sieht und bei der Okular wahl beschränkt ist, da es nicht viele lang Brennweite Okulare gibt, war er auch raus.
Auch die Montierung muss noch Recht stabil sein = schwer = teuer.

Der 5" Maksutov war dann schon nahe dran an dem was man tragen und bezahlen wollte, nur die Thermischen Probleme die er hat waren nicht so der Bringer. Vor allem als ich erklärte das man ihn 30 bis 60min vor der Beobachtung zum auskühlen nach draußen legen muss.

Dann kam der 3" Refraktor, kompakt, leicht, schnell aufgebaut, brauch keine Auskühlzeit, keine Justage. Als Montierung habe ich eine einfache Alt/AZ Montierung dazu genommen.
Das hat alle begeistert weil es unkompliziert ist, hinstellen und beobachten.
Ja man sieht bei Planeten nicht viel damit. Bei Saturn die Cassini Teilung, Jupiter die zwei Hauptbänder und "Großen Roten Fleck" (GRF), Mars Polkappe. Der Mond ist aber sehr lohnend mit vielen Kratern und Rillen. Auch sehr viele Deep Sky Objekte gehen damit.

hier noch 2 Empfehlungen für das Teleskop:


hier noch 2 Empfehlungen für die Montierung:


Oder noch als Gesamtpaket:

Die Teleskope und Montierung sind dann schon der "gehobene Anspruch". Vor allem die Mechanik ist gut und das Teleskop ist kein Farbwerfer.
Das ganze gibt es auch immer wieder gebraucht auf den üblichen Anzeigeportalen.

Gruß und CS
Thomas
Hi Thomas. Hast du da mal ein Anzeigen Portal. Würde es sonst einfach googeln
 
Funktionieren tut da erstmal jedes Okular.
Sinnvoller Brennweitenbereich 50mm bis 4mm, sinnvolle Abstufung ca 1,4x von Brennweite zu Brennweite.
Gesichtsfeld nach Geschmack, Qualität nach Geldbeutel.

LG
Olli
 
Hi,

ich gebe jetzt auch noch einen Senf dazu. ;)
Der aber keine konkreten Vorschläge beinhaltet, sondern ein allgemeiner, mM nach wichtiger Hinweis ist.

Die Beiträge hier gehen von sehr unterschiedlichen Ansprüchen aus.
Das ist eigentlich immer so. Das muss man leider auch als Anfänger versuchen zu bewerten.
Als Anfänger muss man nicht gleich in die Liga der mittleren und höchsten Ansprüche einsteigen auch wenn man selber von hohen Ansprüchen schreibt, ohne zu wissen was das bedeutet.

4000€ als echtes Anfängerset ist natürlich Quatsch ausser man hat das Geld. Dann warum nicht. Es geht ja immer darum, dass man in ein Hobby einsteigt und sich dann verbessert.

Für 700€ bekommt man schon etwas passendes für einen Anfänger. Leider muss man auch hierbei aufpassen, da es doch Preis/Leistungsunterschiede gibt.
Zweitens muss man sich als Anfänger vor dem Kauf mit der Materie (Teleskope, Montierungen, Okulare, Sucher, ..) befassen.
Mit 700€ wird es kein alles abdeckendes Setup geben, das bedeutet man muss sich zB zwischen visueller Beobachtung oder einfacher Astrofotografie/EAA entscheiden.

Bei visueller Beobachtung, was ich für den Anfang empfehlen würde, ist der wichtigste Parameter die Grösse der Öffnung und je nach persönlicher Umstände die Transportabilität. Beides führt eigentlich zu einem Dobson Teleskop mit 200mm Spiegel oder mehr.

Gruß
Peter
 
Hallo und erstmal Willkommen hier...:)

also erster Tipp wenn möglich irgendwo Sternwarte und sich vielleicht mal die verschiedenen Teleskoparten in "Live" anschauen, da bekommt man ein besseres Bild, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn das nicht geht und visuell Priorität hat Allzweckwaffe 8 Zoll Dobson, da bin ich bei Peter, obwohl Refraktorliebhaber.
Es sind halt die günstigsten Geräte mit denen man am meisten sieht, außerdem sind sie intuitiv bedienbar und schnell aufgebaut, dass gelegentliche Justieren ist schnell und einfach.
Zwar ein Langweilertipp aber m.E. kein schlechter...

Andreas
 
Erstmal möchte ich mich für die Vielen Beiträge und Tipps bedanken. Ein wenig hat es mir die Augen geöffnet das günstig in diesem Bereich nicht gut ist. Ich habe mich für das auf der ersten Seite genannte Teleskop endschieden. Das erscheint mir der Mittelweg zwischen ja man kann gut was sehen aber noch nicht Perfekt, endschieden. Auch ich möchte meine Erfahrung steigern dürfen^^. Da mir als Anfänger Preise von 4000 Euro oder ähnlich einfach jetzt im Moment, auch finanziell Zuviel sind, erscheint es mir eher ein nachfolgendes Ziel zu sein sich zu verbessern.
Der Rest ist für mich eine lernkurve.
Auf jeden Fall haben mir die Antworten viel gegeben. Und wahrscheinlich komme ich irgendwann dann zum nächsten Punkt was brauche ich noch....
da weiß ich, ich bin hier Richtig.
Danke
 
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