Linsenteleskop für Anfänger

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Derwolf72

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Hallo ihr lieben!

Ich möchte mir endlich mal ein Teleskop kaufen. Bin Anfänger aber mit etwas Anspruch. Es soll für den Bereich Planeten sein. Vielleicht sogar ein Alleskönner. Allerdings erschlagen mich die Angebote im Internet.
Deswegen hier meine Frage an alle Erfahrenden Sternen Gucker :). Was für ein Teleskop. Es sollte nicht mehr als 750 Eurokosten Inklusive Sonnenfilter und bessere Objektive. Ich würde auch gerne damit Fotografieren. Gedacht hatte ich an

Teleskop AC 102/1000 Messier Hexafoc EXOS-2 für 679 €​

Das ist aber nur ein Bauch Gefühl, lach da ich wirklich 0 Ahnung habe.

Liebe Grüße
Andreas
 
Also
-Gehobener Anspruch
-Linse
-Planeten
-Alleskönner
-Sonnenfilter inklusive
-Bessere Objektive (du meinst wohl Okulare)

Für 750€?

Sonnenfilter inklusive gibt es de facto nicht, jedenfalls nicht in Seriös und Sicher.
Bei gehobenen Ansprüchen fällt eine Folie als Frontsonnenfilter raus, Herschelkeile kosten aber schon 300-600€

Für Planeten braucht man Qualität und eine Farbreine Abbildung, also einen Apo, und mit 60mm Öffnung will man bei Planeten auch nicht an den Start gehen. Rechne mal 2000€ für 120-125mm Teleskopöffnung ein.
Alleskönner sind solche Teleskope dann schon von allein.

Bessere Okulare, rechne mal 250€ aufwärts pro Stück ein.

Eine parallaktische Montierung mit Nachführung braucht man aber auch noch, es nützt ja nichts wenn das gute Stück dann auf dem Teppich liegt.
Auch hier ist mit 1000-2000€ je nach Modell zu rechnen.

Man kann gebraucht einen ganzen Haufen Geld sparen, aber im Moment passen Budget und Wünsche nicht mal annähernd zusammen.
Will jetzt nicht der Böse sein, aber nützt ja nichts Tagelang um den heißen Brei zu reden.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Andreas,

ich bin auch Anfänger mit etwas Anspruch, und um es vorwegzunehmen, bei dem von dir angegebenen Budget schließt das Eine (Budget) das Andere (Gute Okulare, Astrofotografie, Anspruch) aus.
Was ich mich auch frage: hast du einen der vielen letzten Posts hier im Forum mit ähnlicher Fragestellung gelesen? Ich finde, da kann man vieles draus erlesen, müsste die Frage vermutlich so nicht mehr stellen und könnte in Anschluss konkretere Tips bekommen.

Beste Grüße und viel Erfolg befindet Findung!

Bernd
 
Hallo Andreas,

willkommen im Forum.

Da war Olli schneller :D
und auch Bernd.

Aber dennoch
Es soll für den Bereich Planeten sein. Vielleicht sogar ein Alleskönner.
Ist das mit den Planeten fix?
Alleskönner gibt es näherungsweise.

Es sollte nicht mehr als 750 Eurokosten Inklusive Sonnenfilter und bessere Objektive. Ich würde auch gerne damit Fotografieren.
Das Budget ist zu knapp.
Will jetzt nicht der Böse sein,aber nützt ja nichts Tagelang um den heißen Brei zu reden.
:y:
Objektive = Okulare in einer vernünftigen Qualität gehen bei ca. 150,- € los, obwohl, die Preise haben gut angezogen :unsure:. Dann wohl eher in die Richtung von Olli / @olli.mit.zwei.l.
Für die Astrofotografie im Langzeitbelichtungsbereich braucht es eine parallaktische Montierung, ein Guiding System, eine passende Kamera und je nach dem wo Du Beobachten möchtest eine Stromversorgung.
So mal in groben Zügen, was nicht bedeutet das das alles ist.

Wie schaut es denn mit den Vorkenntnissen aus?
Grundkenntnisse über die verschiedenen Teleskope?
Grundkenntnisse über die verschiedenen Montierungen?
Zurechtfinden am Himmel?
Standort/Beobachtungsort?
Transportabel?
Erfahrung in der Fotografie?
... ... ...

Teleskop kaufen evtl. vorhandene Kamera dran hängen und die hübschen, bunten Bildern purzeln nur so auf die SD-Karte ist nicht.
Ich muss meinen beiden Vorschreibern recht geben.
Das ist zu einfach gedacht, mit dem was Du als Vorgaben machst.

Stöber im Forum und lese die Einsteigerthreads.
 
Haaa... ;)
das obligatorische vergessen.
Suche Kontakt zu anderen in Deiner Nähe.
Volkssternwarte, um sich mal die Teleskope anzuschauen und auch durch schauen. Erklären lassen.
 
Also, nicht falsch verstehen, ein 102/1000 Achromat geht schon ganz gut für einen gelungenen Start in das visuelle Astroleben, aber gehobene Ansprüche sind das noch nicht.
Diese Teleskope haben Farbfehler, und davon auch nicht wenig.
Aber er deckt alle bereiche (außer Fotografie!) für den Anfang ganz gut ab. Man kann damit lange Zeit viel Spaß haben, und er eignet sich aufgrund seiner Bauart für einen Herschelkeil für Sonnenbeobachtung im Weißlicht.
Du musst aber bedenken, Bresser ist DAS BILLIGSTE.
Da bist du von gehobenen Ansprüchen so weit weg wie nur möglich.
Und bei dann nur 100€ Rest vom Budget ist an bessere Okulare erstmal nicht zu denken.
Sonnenfilter im Selbstbau geht für kleines Geld mit der Baader Folie, aber das ist eher die Art Sonnenbeobachtung wo man entweder direkt keine Lust mehr hat oder sofort was Besseres will.

LG
Olli
 
Aber am Triebrad in der RA nachdrehen ist schon deutlich entspannter als beim Dobson zweiachsig nachschubsen mit perfekt dosierter Kraft.
Finde ich jedenfalls.
ebenso jop ;).
Das ist entspannter. Auch wenn ich schon länger nicht mehr manuell aktiv war und ich mich recht erinnere, sind diese Wellennachführungen sehr feinfühlig.
Dobson ist da tatsächlich kniffeliger, aber ist erlernbar.

So, um mal etwas Fahrt aus den doch recht ernüchternden Antworten zu nehmen und Andreas nicht ganz abzuschrecken, vielleicht mal ein paar grundlegende Erklärungen.

Astrofotografie
- für einen Einsteiger m.E. sehr ambitioniert. Ja, es gibt den ein oder anderen Einsteiger der sich da rein fuchst, aber die große Anzahl der FRUST-Einsteigerthreads zu diesem Thema belehren mich eines Anderen.
Astrofotografie ist aufwendig, zeitintensiv und kostspielig. Da rede ich von der klassischen Astrofotografie mit Langzeitbelichtung.

Nach wie vor stehe ich auf dem Standpunkt rein visuell anzufangen.
Den Umgang mit dem Equipment erlernen.
Das Beobachten lernen.
Erfahrungen und Grundkenntnisse sammeln.
Das muss sich nicht über Jahre hinziehen, aber es hilft m.E. sehr sich zurecht zu finden. Auch gibt es einem die Möglichkeit festzustellen, in welche Richtung es dann gehen soll.
Mit den erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen ist es schon leichter eine zielgerichtetere Ausrüstung anzuschaffen.

Es fällt auch leichter zu sagen ob man im rein visuellen Bereich bleiben will oder in die klassische Astrofotografie moderat einsteigen will oder auf EAA umschwenkt.
 
Hallo Andreas,
lass dich nicht entmutigen! Natürlich passen für erfahrene Astrofotografen deine hohen Ansprüche und dein Budget nicht zusammen. Trotzdem findest du mit deinem Budget einen Start.
Der Rat, erstmal eine Volkssternwarte zu besuchen und dort durch verschiedene Fernrohre zu schauen und mit erfahrenen Astronomen zu sprechen, ist pures Gold. Das solltest du unbedingt machen.
Dort oder hier im Forum kannst du Dinge gebraucht erwerben. Die sind normalerweise in Ordnung und so kannst du hochwertige Sachen erstehen, ohne dein Budget zu vergessen. Gerade Anfänger kaufen gerne neu und das bringt keinen Vorteil. Möglichst Gebrauchtkäufe selbst abholen und sich intensiv in das Gerät einweisen lassen ist wichtig. Ich habe selbst eine Exos 2 Goto und den langen 102mm Refraktor. Beide Geräte sind nicht das Gelbe vom Ei, aber funktionieren tadellos. Sie sind aber für einen Anfänger nicht zu beherrschen. Schon gar nicht ohne Goto. Ich würde dir raten, entweder größer einzusteigen (mit einem 200/1000mm Dobson) oder kleiner (mit einer azimutalen Goto Montierung und einem kleinen APO). Der Dobson (gebraucht etwa 400€) ist gut für visuelles Beobachten, das Budget erlaubt noch ein bis zwei gute Okulare (gebraucht. Achtung! Gute Okulare erkennt man nicht unbedingt am Preis, viel lesen). Eine Nachrüstung mit einer Nachführplattform (für einfache Astrofotografie oder EAA) ist möglich. Der kleine APO auf azimutaler Goto Montierung (gebraucht ab 600€) ist mein Weg gewesen, nachdem ich merkte, dass ich die parallaktische Montierung nicht mehr transportieren mag. Ich stellte fest, dass mein innerer Schweinhund mich mehrere Monate von der Astronomie angehalten hat. Da habe ich dann im ersten Schritt ein 70mm APO und die AZ Gti gekauft. Seitdem beobachte und fotografiere ich wieder, auch wenn der APO inzwischen etwas größer geworden ist. Dein Budget erlaubt dann sogar noch die Anschaffung eines ordentlichen 2 Zoll Okulars.
CS Harald
 
Hallo Andreas,
wenn Du auf das Angebot bei Bresser abzielst: Sonnenfilter ist dabei, jedoch nur ein Okular. Die übliche Barlowlinse, mit der man die Vergrößerung doppeln kann, fehlt auch. Ein paar preiswerte Okulare solltest Du zus. einplanen. Gradsicht-Sucher 6x30 naja... "Etwas Anspruch" hin oder her, ob dieser Einstieg der richtige für Dich ist, kannst Du nur selber herausfinden.

CS Robert
 
In den letzten 20 Jahren hab ich jedenfalls keine Barlow gebraucht, ob die zum Lieferumfang gehört wäre für mich nicht kaufentscheidend, vor allem, wo so mitgeliefertes Zeug eigentlich sowieso fast immer aller unterste Schublade ist.
Und ob 6x30 oder 8x50 Sucher ist eigentlich egal, die Frage ist eher, ob man optische Sucher oder Leuchtpunktsucher bevorzugt, aber das muss man selber probieren.

LG und
 
Ganz so grottig liest sich der Vorschlag von @Derwolf72 doch nicht. So ähnlich hatte ich auch mal angefangen. Okay es war ein TS und kein Bresser.
Wackeln wird der lange schwere Refraktor. Das würde mich vermutlich am meisten stören.
Für den Anfang brauchbar. Ich würde jetzt aber eher einen ED Refraktor mit ca. 70mm empfehlen. Wenn man damit Erfahrung gesammelt hat, holt man sich was anderes dazu. Den kleinen Refraktor kann trotzdem immer behalten, der ist immer gut. Der Bresser genügt vermutlich irgendwann nicht mehr.
 
womit wir wieder bei Post #2 wären

:coffee:
 
Da schließt sich der Kreis.:ROFLMAO:
Post 2 ist ja korrekt aber doch schon sehr ambitioniert.
Wie fängt man an? Ohne Erfahrung gleich die beste Ausrüstung, um dann festzustellen, dass die Richtung nicht passt? Billigen Kram der einen das Hobby verleidet?
Mir gefällt der dritte Weg am besten. Etwas brauchbares, bezahlbares zum Anfang. Mit mehr Erfahrung, weiß man dann schon eher, was man will.
Wenn ich als Anfänger die Wahl zwischen dem Bresser und Post 2 hätte, dann würde ich den Bresser nehmen. Aber nur, weil ich nicht unbegrenzt Knete habe. Nach dem Bresser würde ich dann die Teile, welche zu mir passen aus Post 2 kaufen.
 
ist ja oft so

Post 2 ist ja korrekt aber doch schon sehr ambitioniert.
Find ich eigentlich nicht, ist immernoch alles mittelklasse china zeug, nix TeleVue, nix Tak, nix LZOS und wie sie alle heißen.

Wie fängt man an? Ohne Erfahrung gleich die beste Ausrüstung, um dann festzustellen, dass die Richtung nicht passt? Billigen Kram der einen das Hobby verleidet?
Mir gefällt der dritte Weg am besten.
Wäre hier mM ein 4-5" ED bzw SD Doublet.

Etwas brauchbares, bezahlbares zum Anfang.
Deswegen nur ED und nur TS oder Skywatcher

Wenn ich als Anfänger die Wahl zwischen dem Bresser und Post 2 hätte, dann würde ich den Bresser nehmen.
Wie gesagt, was ich in Post 2 beziffert habe, ist Einstiegslevel bis Mittelklasse China Apo, absolut nicht mal annähernd "das Beste" oder teuerste, weit davon weg

Aber nur, weil ich nicht unbegrenzt Knete habe.
Hat doch niemand. Der angebliche deutsche Einkommensdurchschnitt ist auch für mich weit weg, trotzdem kann ich mir das leisten.

So abgehoben wie du es grad darstellst ist das nicht, was ich da beziffert habe ist wie gesagt Einstieg bis Mittelklasse Chinalevel.
Schau doch mal was so ein Evostar ED kostet, oder eine EQ-5 mit GoTo oder eine EQ-6, Baader Morpheus Okulare...
Alles nix dramatisches.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Na okay, also 4000€ für den Anfänger. Na ich glaube, der eine oder andere wird auch mit weniger glücklich ?.
4000€ für einen Anfänger, der neben Planeten auch noch Sonne im Sinn hat, dann auch noch fotografieren will, und dabei explizit höhere Ansprüche anführt, inklusive parallaktischer Nachführung und noch Okulare? Definitiv ein klares JA.
Gerade Planeten, wo es um hohe Vergrößerungen geht, sind die Ansprüche an die Optik ohnehin schon hoch...

LG
Olli
 
Tach zusammen,

grundsätzlich kann man ja mit jedem Teleskop anfangen, so lange das System in sich stimmig ist.
Soll heißen kein Sky Watcher 200/1000 Newton auf eine EQ3-2.
Beides einzeln genommen gute Produkte, aber zusammen :sick:.

Ob jetzt Refraktor, Newton oder ein Katadiopter, jeder hat seine Objekte, die es erst mal gilt abzugrasen.
Da Oben ist so viel Zeugs, das reicht ein Leben lang.

Anfänger, der neben Planeten auch noch Sonne im Sinn hat, dann auch noch fotografieren will, und dabei explizit höhere Ansprüche anführt, inklusive parallaktischer Nachführung und noch Okulare?
Bei dem Budget würde ich mir die Astrofotografie erstmal aus dem Kopf schlagen.
Da muss ordentlich abgespeckt werden, da das mit dem Budget einfach nicht drin ist.
Da muss man einfach die Kirche im Dorf lassen und das machen was mir der Geldbeutel ermöglicht.

Was mir so einfällt, ein N 130/650 Explorer-130PS auf AZ-GTi GoTo WiFi.
Da kann man später eine Astrokamera dran hängen und EAA betreiben.
Ja kein Lichteimer, Vergrößerung ist bei 200 bis 250 Schluß, aber dennoch erreiche ich eine Vielzahl an Objekten. Farbrein, da Spiegel. Mit f/5 nicht so kritisch mit den Okularen.
Mit der erwähnten Option auf EAA sind dann auch Fotos möglich, wenn man das dann immer noch will.

Wenn es dann das Hobby wird, was man länger betreiben möchte, mei, da kommt dann mit der Zeit eh was anderes oder zusätzliches.
 
Ich habe da mit meinem f/5 Newton und den Hyperions nicht die Probleme.
Weiß jetzt aber nicht was die aktuell kosten.
 
160€ kosten die, haben aber auch an F/5 nicht die Schärfe der Morpheus, auch nicht auf der Achse.


LG
Olli
 
Wenn ich sehe, es gibt Teleskope für unter 200 Euro, erwarte ich eigentlich auch für 750 Euro schon etwas "Gehobeneres" zu bekommen. In sofern kann ich das Eingangsposting recht gut nachvollziehen...

Wichtig ist doch am Anfang zu sehen, ob einem die Astronomie auf Dauer fesselt, oder es ein Strohfeuer ist. Und wenn es kein Strohfeuer ist, am besten zu sehen, wohin die Reise geht...

Meine Vorschläge: Vor den Kauf einer Gruppe erfahrener Hobbyastronomen anschließen und da Erfahrungen sammeln.
Und/Oder gebraucht etwas aus nicht gerade der allerbilligsten Kategorie erwerben, wo man meint damit gute Erfahrungen sammeln zu können...

Und noch ein persönlicher Rat von mir: Gesamtgerätschaften (Teleskop/Montierung/Okulare,Kamera und weiteres Zubehör) im 3stelligen Bereich sind immer ein Kompromiss.
Gesamtgerätschaften für visuell und Fotografie sind ebenso immer ein Kompromiss.
Aber beides zusammen sind zu viele Kompromisse...

Gruß Horst
 
Hallo,

Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon drei Teleskope vermittelt. Da habe ich ihnen an hand von meinem Teleskoppark vermittelt was die vor und nach Teile der Systeme sind.

Dabei ist ein 8" F6 Newton, 7" Cassegrain, 5" Maksutov und ein 3" Refraktor. Wahlweise kombiniert mit einer Alt/AZ oder Paralaktischen Montierung.
Ich habe dann immer alles aufgebaut und ihnen die vor und Nachteile erklärt.

Der 8" Newton wurde für den Anfang als zu groß empfunden, "man will ja nur mal da ob schauen". Auch das justieren bzw überprüfen der Justage und sich damit beschäftigen wurde nicht positiv aufgenommen.

Der 7" Cassegrain ist immer noch Recht groß, aber um einiges kompakter, nicht so schwer, nicht so Justage anfällig aber sehr viel Brennweite.
Als ich dann erklärt habe dass man damit nur sehr kleine Himmelsausschnitte sieht und bei der Okular wahl beschränkt ist, da es nicht viele lang Brennweite Okulare gibt, war er auch raus.
Auch die Montierung muss noch Recht stabil sein = schwer = teuer.

Der 5" Maksutov war dann schon nahe dran an dem was man tragen und bezahlen wollte, nur die Thermischen Probleme die er hat waren nicht so der Bringer. Vor allem als ich erklärte das man ihn 30 bis 60min vor der Beobachtung zum auskühlen nach draußen legen muss.

Dann kam der 3" Refraktor, kompakt, leicht, schnell aufgebaut, brauch keine Auskühlzeit, keine Justage. Als Montierung habe ich eine einfache Alt/AZ Montierung dazu genommen.
Das hat alle begeistert weil es unkompliziert ist, hinstellen und beobachten.
Ja man sieht bei Planeten nicht viel damit. Bei Saturn die Cassini Teilung, Jupiter die zwei Hauptbänder und "Großen Roten Fleck" (GRF), Mars Polkappe. Der Mond ist aber sehr lohnend mit vielen Kratern und Rillen. Auch sehr viele Deep Sky Objekte gehen damit.

hier noch 2 Empfehlungen für das Teleskop:


hier noch 2 Empfehlungen für die Montierung:


Oder noch als Gesamtpaket:

Die Teleskope und Montierung sind dann schon der "gehobene Anspruch". Vor allem die Mechanik ist gut und das Teleskop ist kein Farbwerfer.
Das ganze gibt es auch immer wieder gebraucht auf den üblichen Anzeigeportalen.

Gruß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
4000€ für einen Anfänger, der neben Planeten auch noch Sonne im Sinn hat, dann auch noch fotografieren will, und dabei explizit höhere Ansprüche anführt, inklusive parallaktischer Nachführung und noch Okulare? Definitiv ein klares JA.
Gerade Planeten, wo es um hohe Vergrößerungen geht, sind die Ansprüche an die Optik ohnehin schon hoch...

LG
Olli
Bin mir aber nicht sicher, ob der TE genau weis, was er will.
Es besteht die Gefahr, das er denkt, das Pferd muss von hinten aufgesattelt werden.
Bevor ich mit dem Alphabet bei DEF weiter mache, sollte man erstmal das ABC lernen/anschaffen.
 
vielleicht wäre es ja gut, wenn er sich jetzt nochmal äusert...

CS.Oli
 
Tach zusammen. Ich als Immernochanfänger und Laie möchte auch kurz meinen Senf dazu abgeben.
Als ich meinen Dobson gebraucht gekauft habe und das erste Mal zuhause aufgebaut habe, konnte ich kein scharfes Bild kriegen. Mit keinem der Okulare, mit noch so viel Drehen nicht. Ich hab dann mal den Astroshop (ist ein Omegon) kontaktiert und das Problem geschildert. Die Lösung war ganz einfach. Der Verkäufer hatte dem Teleskop einen besseren OAZ spendiert, dabei aber nicht bedacht, dass er dann eine Glaswegkorrektur benötigt. Ich hab auf Anraten vom Astroshop also eine Verlängerungshülse bestellt, eingebaut und tadaa....hatte ein sehr gutes scharfes Bild. Der Verkäufer hatte schlichtweg die Lust verloren.

Daher ja, der TE soll sich unbedingt irgendwo anschauen, was mit den einzelnen Teleskoptypen so möglich ist, damit hinterher nicht die Enttäuschung groß ist, weil vielleicht die Erwartungshaltung eine ganz andere ist. Was man mit einem günstigen Setup sieht, hat meistens nichts mit den teils abartig guten Bildern zu tun, die die User hier mit ihren teilweise sehr kostspieligen Geräten abliefern!! Das Equipment muss aufeinander abgestimmt, das Teleskop richtig eingestellt sein, das Seeing muss passen. Ansonsten könnte es passieren, dass er seine Vorstellungen nicht erfüllt sieht oder denkt, er ist zu doof, das Teleskop richtig einzustellen und wirft das Handtuch, das Equipment verstaubt oder wird mit Geldverlust wieder verkauft.


Gruß
Thorsten
 
Hallo Andreas,
lass dich nicht entmutigen! Natürlich passen für erfahrene Astrofotografen deine hohen Ansprüche und dein Budget nicht zusammen. Trotzdem findest du mit deinem Budget einen Start.
Der Rat, erstmal eine Volkssternwarte zu besuchen und dort durch verschiedene Fernrohre zu schauen und mit erfahrenen Astronomen zu sprechen, ist pures Gold. Das solltest du unbedingt machen.
Dort oder hier im Forum kannst du Dinge gebraucht erwerben. Die sind normalerweise in Ordnung und so kannst du hochwertige Sachen erstehen, ohne dein Budget zu vergessen. Gerade Anfänger kaufen gerne neu und das bringt keinen Vorteil. Möglichst Gebrauchtkäufe selbst abholen und sich intensiv in das Gerät einweisen lassen ist wichtig. Ich habe selbst eine Exos 2 Goto und den langen 102mm Refraktor. Beide Geräte sind nicht das Gelbe vom Ei, aber funktionieren tadellos. Sie sind aber für einen Anfänger nicht zu beherrschen. Schon gar nicht ohne Goto. Ich würde dir raten, entweder größer einzusteigen (mit einem 200/1000mm Dobson) oder kleiner (mit einer azimutalen Goto Montierung und einem kleinen APO). Der Dobson (gebraucht etwa 400€) ist gut für visuelles Beobachten, das Budget erlaubt noch ein bis zwei gute Okulare (gebraucht. Achtung! Gute Okulare erkennt man nicht unbedingt am Preis, viel lesen). Eine Nachrüstung mit einer Nachführplattform (für einfache Astrofotografie oder EAA) ist möglich. Der kleine APO auf azimutaler Goto Montierung (gebraucht ab 600€) ist mein Weg gewesen, nachdem ich merkte, dass ich die parallaktische Montierung nicht mehr transportieren mag. Ich stellte fest, dass mein innerer Schweinhund mich mehrere Monate von der Astronomie angehalten hat. Da habe ich dann im ersten Schritt ein 70mm APO und die AZ Gti gekauft. Seitdem beobachte und fotografiere ich wieder, auch wenn der APO inzwischen etwas größer geworden ist. Dein Budget erlaubt dann sogar noch die Anschaffung eines ordentlichen 2 Zoll Okulars.
CS Harald
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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