Low Budget Deepsky - 76/300 Newton Selbstbau - Bericht

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komposer

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Hallo,

ich möchte hier einmal genauer über meine Low Budget Deepsky Erfahrungen berichten.

Montierung und Stativ stammen von meinem ersten Teleskop, einem 114/900mm Newton über 30 Jahre alt.
Das ist wahrscheinlich eine alte EQ2 und da ich mir nicht sicher war ob neuere Schrittmotoren dazu passen, habe ich aus einem Solarbaukasten ein Getriebe für eine Nachführung gebastelt.
Der Motor stammt aus einem Spielzeugkran und zur Stromversorgung habe ich mir ein kleines Labornetzgerät zugelegt.

So sieht das dan aus:
selbstbau-76-300-motorc.jpg


Als Kamera nutze ich die für Planetenaufahmen angeschaffte Asi120mc. Diese schiebe bzw. drücke ich mit der Hand langsam in die passende Position meines Winkel-OAZ.
Den Fokus treffe ich inzwischen immer besser und schneller. Das geht wirklich besser als man denkt, wenn man die Konstruktion oben sieht.

Ablauf am Beispiel M81/ M82

1. hellen Stern im Süden einstlellen und fokussieren.
2. Einscheinern der Montierung
3. Aufsuchen mit Hilfe von Stellarium:

a) Daten des Zielobjektes ansehen, vor allem Stundenwinkel / Deklination

b) hellen Stern in der Nähe mit ähnlichem Dek-Wert als Ausgangspunkt, hier war es Giausar vom Sternbild Drache
Stundenwinkel ist ca. 1,5 Std. weniger als bei M81/82

c) Die Montiekrung 1,5 Std. vorstellen und schon ist man sehr dicht dran am Zielobjekt und hat es dann bald auf dem Monitor.
Um die Galaxie leichter zu erkennen aktiviere ich meist Binning und stelle die Belichtungszeit auf 1 bis 2 Sekunden.
Das Aussuchen ist eigentlich gar nicht so leicht, gelingt mir inzwischen aber immer schneller, denn bei dem kleinen Sensor der Asi120mc muss ich den Bereich schon sehr genau treffen.


4. Objekt passend auf dem Sensor positionieren, Binnning raus, Belichtungszeit auf 6 Sek. hoch und los geht`s


So sieht dann ein Einzelbild aus:

M81
lights-280222-6sg80b2c0460.jpg


M82
lights-020322-6sg80b2c0298.jpg

Zur Zeit läuft meiner Montierung / Nachführung besser als jemals zuvor. Ich musste kaum zum Korrigieren raus und die Verwendungsrate lag nachher bei über 90% !

Jetzt wundern sich vielleicht einige warum ich oben M81 und M82 auf zwei Bilder verteilt habe. Die liegen doch so eng zusammen ...

Tja eng ja, aber für den kleinen Sensor bzw. der nutzbaren Fläche immer nich zu weit auseinander.
Also waren 2 Nächte mit seperaten Aufnahmen und ein Mosaik aus 2 Teilen nötig.

Hier nun mein Ergebnis aus jeweils über 2000 x 6 Sek. Lights und ca. 30 Darks:
m81u82-2802-020322-300mmbestneu2c.jpg


Für eine 50 Euro Optik mit nur 76mm Öffnung und 300mm Brennweite doch ein erstaunliches Ergebnis. Ich darf halt kein Auflösungs- & Abbildungswunder erwarten ...

Gruß,
Holger
 
Danke Thomas,

Es ist auch Motivation für Astronomie-Begeisterte mit kleinem Geldbeutel.
Das ist auch ein wichtiges Anliegen von mir. Kleinere Optik mit einfacherer Nachführung und schon kann man wichtige Erfahrungen sammeln.
Da merkt man schnell ob einen das Thema reizt ohne gleich den Geldbeutel zu quälen.

Schade finde ich es, dass die günstigen Einsteigersets fast immer aus einem zu goßen Teleskop für die mitgelieferte Montierung bestehen.
Und wird das einzeln sinvoller zusammengestellt wird es gleich wieder teurer.

Google ich: Teleskop Einsteiger Set, dann kommen z.B.130/900 Newton auf EQ2 Montierung

Wie wäre denn z.B. ein schöner 114er F5 Parabol-Newton auf einer EQ3 ? Als günstiges Massenangebot wohl kaum zu finden.
Nein es muss ja mit möglichst viel Brennweite / Vergrößerung geworben werden und schon landet ein zu schweres / großes Teleskop auf eine zu schwache Montierung und meist kommt auch noch unnötiges Zubehör mit ins Set. (z.B 4mm Billig-Okular oder NoName Barlow usw...)
Der Preis ist da manchmal sogar richtig gut aber das nützt ja nichts wenn die Montierung und das Zubehör nicht aufeinander abgestimmt werden.
Ihr seht schon, ich rede mich gerade in Rage aber ich finde das wirklich ärgerlich wenn mögliches Potential dadurch ruiniert wird.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger,

super Ergebnis für so einen geringen Geld-Einsatz.
Da frag ich mich warum ich soviel Geld für meinen 12 Zoll Dobson zur Motorisierung mit Stepper Motoren ausgegeben habe. ;)


Noch ein Hinweis: Falls du den Motor mit dem Netzteil steuerst. DC Motoren steuert man am besten mit einem PWM Motorregler und nicht mit einer regelbaren Spannung.
ZB so was:
Gibt's auch billiger, aber der hat den Vorteil, dass er eine Anzeige hat.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

danke für den Hinweis. Ich bin vorher auch schon einmal über den Begriff PWM Regler gestolpert aber dann hat es mir dieses kleine Labornetzgerät für unter 30 Euro angetan und es läuft richtig gleichmäßig.
Mehr Ungenauigkeiten enstehen bei noch längerer Belichtungszeit wahrscheinlich eher durch die uralte EQ2 Montierung und das Selbstbau Plastikrad Getriebe.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
Schade finde ich es, dass die günstigen Einsteigersets fast immer aus einem zu goßen Teleskop für die mitgelieferte Montierung bestehen.
ich denke das diese "Verkaufsmasche" halt die doch überwiegende Anzahl von männlichen Individuen in unserem Hobby anspricht.... größer, weiter höher, länger...("Sie wissen schon..." ;-))
HG
Thomas
 
Hallo,

es geht weiter !
Am 22.03.2022 habe ich endlich nochmal M101 ausprobiert. Das hatte ich schon länger vor aber aufgrund meines dürftigen Erstversuchs immer nach hinten verschoben. 1611 x 6 Sek. konnte ich sammeln, deutlich mehr als damals aber die Montierung läuft zur Zeit auch viel besser, kaum Ausschuss.
Hier nun mein Ergebnis:
m101-220322-300mmc.jpg

Gruß,
Holger
 
Irgendwie cool. Low Budget heißt hier natürlich auch Much Time, aber die sportliche Herausforderung wurde angenommen.
Ob dann jemand solche vorzeigbaren Resultate einmal zum Anlass nimmt, eine Art Volksrohr zu bauen, mit dem auch nicht-Bastler klarkommen könnten? Kommerzielle Komponenten in Summe für unter 500 Euro? Oder 400? Oder 300? Und wenn es nur ein Bausatz wäre...

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

Low Budget heißt hier natürlich auch Much Time, aber die sportliche Herausforderung wurde angenommen.

Es macht mir zur Zeit immer mehr Spaß das kleine Teil auszureizen. Außerdem erarbeite ich mir immer mehr Erfahrungen in der Nachbearbeitung.
Allein die Vorbereitung einer Aufnahme wird immer besser.
- genaueres Einscheinern
- exaktes Fokussieren

Am 23.03.22 habe ich mich für einen schwierigen Kandidaten für meine Ausrüstung entschieden: M106
1706 x 6 Sek. Lights bei Gain 80 von 100 und Brightness 5
m106-230322-300mmc.jpg


Und am 24.03.22 folgte ein erneuter Versuch von M51.
1561 x 6 Sek.
m51-240322-300mmc.jpg


Gruß,
Holger
 
Hallo,

zum Ende der Schönwetterphase konnte ich am 27.03.22 zum ersten Mal M94 anvisieren. Die Umstände waren an dem Abend aber eher problematisch. Nicht wegen dem Wetter / Einscheinern oder Objekt aufsuchen. Das hat alles geklappt aber als ich loslegen wollte, machte meine Montierung zicken. Genauer gesagt der Motor. Erst löste er sich leicht und die Zahnräder griffen nicht mehr ineinander, dann verabschiedete sich beim Festziehen ein Kabel. Wieder festlöten im Dunkeln ging nicht also notdüftig mit Kreppband wieder festgeklebt. Damit war aber immer noch nicht Ruhe. Das Bild machte andauernd Sprünge, so waren keine 6 Sekunden möglich.
Ursachenforschung zeigte: Das Zahnrad des Motors saß etwas zu dicht am Getrieberad und so war der Druck zu hoch und es kam zu Rucklern.
Hätte nicht gedacht, dass das so empfindlich ist !

Nun ab 22 Uhr konnte ich dann endlich mit der Session beginnen und 1139 x 6 Sek. Lights sind zusammengekommen.
m94-270322_300mmc.jpg


Gruß,
Holger
 
Moin Holger,
meine allergrößte Hochachtung vor deinen Basteleien und den daraus generierten Ergebnissen mit dem 114/900-Newton :y:

Meine letzte und bisher einzige Berührung mit solch einem Spiegel war 1986 bei der Beobachtung des Kometen 1P/Halley :D
 
Hallo,

..und man kann sogar die "Außenarme" erahnen, cool!
Die waren in der Bearbeitung auch wirklich problematisch. Eigentlich kaum zu sehen und beim Stretchen kaum vom Rauschen zu unterscheiden.
Deswegen ist der Bereich auch ewas pixelig obwohl ich da schon viel entrauscht bzw. weichgezeichnet habe.

Inzwischen konzentriere ich mich bei der Bearbeitung erst einmal nur auf das DeepSky Objekt. Dabei blähen dann z.B. die Sterne auf.
Zum Schluss arbeite ich die Galaxie dann über Ebenen in eine weniger gestretchte Vorgängerversion ein.
Habe auch gelesen, dass einige die Sterne vorher ganz rausrechnen und dann die Bearbeitung durchführen. Aber ich komme so inzwischen gut zurecht.

daraus generierten Ergebnissen mit dem 114/900-Newton
Der liegt schon lange nur noch im Regal. Dafür ist die Montierung zu schwach. Der hier verwendetet Newton ist ja ein 76 / 300 mm Selbstbau.
Der Spiegel stammt aus dem Infinity 76p Mini Dobson.

Gruß,
Holger
 
Hallo miteinander,

auch von mir meinen Respekt :y:, ich bin zur Zeit ja auch mit kleiner Öffnung unterwegs und es ist interessant unsere Ergebnisse zu vergleichen. Es fällt oft schwer da Unterschiede zu erkennen. Hier mal meine M51 mit dem 80mm Refraktor und der ASI224mc Planetenkamera in 100% Auflösung bei 4h 15min. Belichtungszeit:

2022-03-22_M51_ED80-600_ASI224mc_3047x5s-lights_1500x5s-darks_wlf_col-150.jpg


Man muss bei der Beurteilung allerdings bedenken, dass meine ASI224mc empfindlicher und rauscharmer ist als die ASI120mc. Umso mehr bin ich von Holgers Ergebnissen beeindruckt. Aber der Hammer ist die Montierung mit dem Lego-Getriebe, das könnte fast von mir sein ;).

So, jetzt erst mal ein paar Nächte Schlaf nachholen und dann ran an die nächsten Objekte, sobald es wieder klare Nächte mit möglichst wenig Mond gibt.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,

das lässt sich ja wirklich gut vergleichen. aber du hast deutlich mehr Brennweite und dein Bild zeigt viel mehr Details z.B die kleinen Sterne in der Galaxie.

So, jetzt erst mal ein paar Nächte Schlaf nachholen
Wie wahr, da muss ich auch einiges nachholen !
und dann ran an die nächsten Objekte, sobald es wieder klare Nächte mit möglichst wenig Mond gibt.
Ich bin da jetzt auch durch die Ergebnisse hoch motiviert. M100 wird wahrscheinlich mein nächstes Ziel werden.

Gruß,
Holger
 
aber du hast deutlich mehr Brennweite und dein Bild zeigt viel mehr Details
Hallo Holger,

das ist ja klar bei mehr Brennweite. Dafür hast Du die "schnellere" Optik, also kämest Du eigentlich mit weniger Belichtungszeit aus als ich. Das wird bei Dir leider durch die geringere Empfindlichkeit der ASI120mc wieder aufgefressen. Aber Du bekommst M101 ganz auf den Chip, das wiederum kann ich mir abschminken.
Es ist halt wie immer: Alles nur Kompromisse und es gibt keine optimale Ausrüstung für alle Zwecke, egal wieviel Kohle man auf den Tisch legt.
Hauptsache ist der Spaß am Hobby und für Dich und mich gehört die Bastelei dazu und das ist gut so :) : https://skyviewer.de/selbstbau/Index.htm

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,

Hauptsache ist der Spaß am Hobby und für Dich und mich gehört die Bastelei dazu
Ja der ist auf jeden Fall da, zum Leidwesen meiner Familie :D

Du hast ja zuletzt die Hamburger Galaxie gezeigt, die hatte ich am 27.02.22 auch aufgenommen:
hamburger-270222c.jpg


Außerdem wurde ich durch eine tolle Aufnahme der Feuerrad-Galaxie in der Bildergalerie motiviert meine oben gezeigte Aufnahme zu verbessern.
Zum Glück speichere ich meine Zwischenergebnisse fortlaufend nummeriert ab und so bin ich ab Schritt 12 neu eingestiegen.
Hier die Neubearbeitung:
m101-220322-300mm-neuc.jpg

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Holger,

Dein "Hamburger" ist ganz gut geworden, die Galaxie hat ja eine relativ geringe Flächenhelligkeit. Zur Einordnung mal ein Bild, das ich 2004 mit meiner selbstgebauten Cookbook-CCD Kamera am C11 gemacht habe:

Cookbook-CCD_2004_04_14_3628.jpg

Siehe auch: https://skyviewer.de/selbstbau/cb245_bau/cb245_bau.htm
Damals war ich über dieses Ergebnis ganz happy. Aber ok, da liegen mittlerweile fast 20 Jahre dazwischen.

Bei Deiner M101 kann ich mich nicht entscheiden, ob ich die erste oder zweite Version besser finde. Ich tendiere meistens zu der etwas dezenteren Bearbeitung.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Einfach nur überragend, Holger! Ich tu mich im Moment noch sehr schwer, außer dem Mond etwas mit meiner Asi120 mc-s aufzunehmen. Mit der Svbony 305 ist es auch nicht besser. Ich komme mit den Einstellungen in Sharpcap noch nicht so klar, weil ich auch keine Ahnung von Fotografie habe. Wann ist Binning sinnvoll, wann nicht, welche Belichtungszeit ist die richtige, Weißabgleich etc... Da ist alles nur Learning by Doing und das dauert. Von Darks und Flats will ich gar nicht anfangen, das mache ich alles später, wenn überhaupt. Lights und EAA reichen mir. Die Schönwetterphase im März habe ich jeden Tag genutzt, aber ich komme nur in Minischritten voran. Dabei muss es doch möglich sein, mit meinen Refraktoren auch annähernd solche Ergebnisse zu erzielen, was mir mir absolut reichen würde. High-End-Fotos sind nicht mein Ziel. Aber Deine Bilder, Holger, machen mir Mut, dass ich im Grunde kein anderes Equipment brauche, ich muss es nur anwenden können bzw. lernen. ;) Aber die einfache Aussage, dass man mit der Asi120 keine Deep Sky Objekte aufnehmen kann, ist offensichlich falsch, was ich super finde.
 
Hallo Olaf,

wie sieht denn dein Setup genau aus ?
Teleskop, Montierung / Nachführung, mögliche Belichtungszeit ?

Auf Flats verzichte ich auch aber ein paar Darks (ca. 30) am Ende der Session sind ja schnell gemacht und helfen bei mir z.B allein schon wegen der vielen Hotpixel der Asi120mc.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger, ich hab die Skywatcher AZ-GTi, darauf nutze ich für die EAA- und Fotoversuche einen Skywatcher 72/420 ED ohne Reducer/Flattener und eben die Asi120 oder die SVBony305. Ich hab auch noch einen 102/1000 Achro, den ich aber für Planeten nutzen will. Als Software Sharpcap. Den Mond habe ich damit bereits erfolgreich aufgenommen, aber bei DeepSky bekomme ich nichts Brauchbares auf den Monitor.

Die visuelle Nachführung klappt mit der AZ Gti gut, am Mond hat sie auch sehr gut funktioniert, daher glaube ich nicht, dass es daran liegt. Ich glaube, dass ich noch nicht die richtige Kombination aus Belichtungszeit, Gain, Gamma und des Histogramms gefunden habe. Wie machst du die Darks? Nach der normalen Aufnahme mit denselben Einstellungen nur mit abgedecktem Objektiv? CS Olaf
 
Hallo Olaf,
Wie machst du die Darks? Nach der normalen Aufnahme mit denselben Einstellungen nur mit abgedecktem Objektiv?
Ja genau.

Also nicht parallaktisch.
Die visuelle Nachführung klappt mit der AZ Gti gut, am Mond hat sie auch sehr gut funktioniert,
Da sind die Ansprüche aber auch deuttlich geringer, Belichtungszeit im ms-Bereich.
Ich glaube, dass ich noch nicht die richtige Kombination aus Belichtungszeit, Gain, Gamma und des Histogramms gefunden habe
Am wichtigsten ist die Belichtungszeit, danach eventuell noch der gain. Den stelle ich auf 80 von 100. Außerdem inzwischen noch Brightness auf 5.
Für mich die passende Einstellung bei meinen 6 Sekunden Aufnahmen.

An deiner Stelle würde ich erst einmal testen, bei wie viel Belichtunsgzeit die Sterne beim Skywatcher 72/420 ED noch punktförmig bleiben.
Ich kenne mich da nicht mit deiner AZ-GTI aus, keine Ahnung was da möglich ist aber die Montierung muss bei Deepsky schon sehr genau nachführen. Je mehr Brennweite desto genauer. Ich musste das bei meiner Baukasten-Nachführung auch erst ausprobieren und 6 Sek. ist ein guter Kompromiss. So habe ich zur Zeit eine Verwendungsrate von ca. 90%.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger, danke für deine Antwort! Deinen Vorschlag, zu testen, bei wieviel Belichtungszeit die Sterne noch punktförmig bleiben, werde ich baldmöglichst umsetzen. Wie gesagt denke ich, dass die AZ Gti gut nachführt, visuell hab ich z.B. Orionnebel mehrere Minuten beobachten können, ohne dass der Nebel rausgewandert ist.
Die Brennweite des 72ED ist ja klein, ich überlege, noch den passenden Reducer zu kaufen, aber den braucht man ja eher bei DSLR oder APS—C, wenn ich das richtig verstanden habe. Oder würde der auch bei kleinen Sensoren was bringen? Viele Grüße, Olaf
 
Habe noch nie so viele "likes" in einem thread geben "müssen". Klasse!!!
danke Christian, freut mich, dass diese Low Budget Ergebnisse begeistern können.

ich überlege, noch den passenden Reducer zu kaufen,
Ok, der verkürzt ja auch noch etwas die Brennweite und macht es noch lichtstärker. Aber ich würde damit erst einmal warten und die anderen Baustellen angehen.
visuell hab ich z.B. Orionnebel mehrere Minuten beobachten können, ohne dass der Nebel rausgewandert ist.
Ja aber visuell hat viel weniger Ansprüche. das kann man nicht so einfach auf Astrofotografie übertragen.
Die Pixel der Asi120mc sind ja auch ziemlich klein, so dass kleinste Abweichungen schnell sichtbar werden.

Ohne das mit Formeln zu erklären ist ja das Deepsky-Objekt visuell mit dem Auge durch das Okular eher klein. Da fallen kleine Abweichungen bei der Nachführung gar nicht so auf. Mit der Astrokamera erhalte ich ja direkt auf dem Monitor ein riesiges Livebild und da merkt man viel schneller eine Abweichung.

Gruß,
Holger
 
Hallo miteinander,

auch von mir meinen Respekt :y:, ich bin zur Zeit ja auch mit kleiner Öffnung unterwegs und es ist interessant unsere Ergebnisse zu vergleichen. Es fällt oft schwer da Unterschiede zu erkennen. Hier mal meine M51 mit dem 80mm Refraktor und der ASI224mc Planetenkamera in 100% Auflösung bei 4h 15min. Belichtungszeit:

Den Anhang 250310 betrachten

Man muss bei der Beurteilung allerdings bedenken, dass meine ASI224mc empfindlicher und rauscharmer ist als die ASI120mc. Umso mehr bin ich von Holgers Ergebnissen beeindruckt. Aber der Hammer ist die Montierung mit dem Lego-Getriebe, das könnte fast von mir sein ;).

So, jetzt erst mal ein paar Nächte Schlaf nachholen und dann ran an die nächsten Objekte, sobald es wieder klare Nächte mit möglichst wenig Mond gibt.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
Hallo Reinhard, auch dein Bild ist der Hammer! Die Asi224 hat ja zunächst mal fast dieselben Parameter wie die 120, sie ist aber wohl deutlich sensibler, wie man immer liest, Sie hat aber keinen IR-Filter verbaut, oder? Für welche Objekte braucht man den IR-Filter denn zwingend? LG Olaf
 
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