komposer
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Hallo,
ich möchte hier einmal genauer über meine Low Budget Deepsky Erfahrungen berichten.
Montierung und Stativ stammen von meinem ersten Teleskop, einem 114/900mm Newton über 30 Jahre alt.
Das ist wahrscheinlich eine alte EQ2 und da ich mir nicht sicher war ob neuere Schrittmotoren dazu passen, habe ich aus einem Solarbaukasten ein Getriebe für eine Nachführung gebastelt.
Der Motor stammt aus einem Spielzeugkran und zur Stromversorgung habe ich mir ein kleines Labornetzgerät zugelegt.
So sieht das dan aus:
Als Kamera nutze ich die für Planetenaufahmen angeschaffte Asi120mc. Diese schiebe bzw. drücke ich mit der Hand langsam in die passende Position meines Winkel-OAZ.
Den Fokus treffe ich inzwischen immer besser und schneller. Das geht wirklich besser als man denkt, wenn man die Konstruktion oben sieht.
Ablauf am Beispiel M81/ M82
1. hellen Stern im Süden einstlellen und fokussieren.
2. Einscheinern der Montierung
3. Aufsuchen mit Hilfe von Stellarium:
a) Daten des Zielobjektes ansehen, vor allem Stundenwinkel / Deklination
b) hellen Stern in der Nähe mit ähnlichem Dek-Wert als Ausgangspunkt, hier war es Giausar vom Sternbild Drache
Stundenwinkel ist ca. 1,5 Std. weniger als bei M81/82
c) Die Montiekrung 1,5 Std. vorstellen und schon ist man sehr dicht dran am Zielobjekt und hat es dann bald auf dem Monitor.
Um die Galaxie leichter zu erkennen aktiviere ich meist Binning und stelle die Belichtungszeit auf 1 bis 2 Sekunden.
Das Aussuchen ist eigentlich gar nicht so leicht, gelingt mir inzwischen aber immer schneller, denn bei dem kleinen Sensor der Asi120mc muss ich den Bereich schon sehr genau treffen.
4. Objekt passend auf dem Sensor positionieren, Binnning raus, Belichtungszeit auf 6 Sek. hoch und los geht`s
So sieht dann ein Einzelbild aus:
M81
M82
Zur Zeit läuft meiner Montierung / Nachführung besser als jemals zuvor. Ich musste kaum zum Korrigieren raus und die Verwendungsrate lag nachher bei über 90% !
Jetzt wundern sich vielleicht einige warum ich oben M81 und M82 auf zwei Bilder verteilt habe. Die liegen doch so eng zusammen ...
Tja eng ja, aber für den kleinen Sensor bzw. der nutzbaren Fläche immer nich zu weit auseinander.
Also waren 2 Nächte mit seperaten Aufnahmen und ein Mosaik aus 2 Teilen nötig.
Hier nun mein Ergebnis aus jeweils über 2000 x 6 Sek. Lights und ca. 30 Darks:
Für eine 50 Euro Optik mit nur 76mm Öffnung und 300mm Brennweite doch ein erstaunliches Ergebnis. Ich darf halt kein Auflösungs- & Abbildungswunder erwarten ...
Gruß,
Holger
ich möchte hier einmal genauer über meine Low Budget Deepsky Erfahrungen berichten.
Montierung und Stativ stammen von meinem ersten Teleskop, einem 114/900mm Newton über 30 Jahre alt.
Das ist wahrscheinlich eine alte EQ2 und da ich mir nicht sicher war ob neuere Schrittmotoren dazu passen, habe ich aus einem Solarbaukasten ein Getriebe für eine Nachführung gebastelt.
Der Motor stammt aus einem Spielzeugkran und zur Stromversorgung habe ich mir ein kleines Labornetzgerät zugelegt.
So sieht das dan aus:
Als Kamera nutze ich die für Planetenaufahmen angeschaffte Asi120mc. Diese schiebe bzw. drücke ich mit der Hand langsam in die passende Position meines Winkel-OAZ.
Den Fokus treffe ich inzwischen immer besser und schneller. Das geht wirklich besser als man denkt, wenn man die Konstruktion oben sieht.
Ablauf am Beispiel M81/ M82
1. hellen Stern im Süden einstlellen und fokussieren.
2. Einscheinern der Montierung
3. Aufsuchen mit Hilfe von Stellarium:
a) Daten des Zielobjektes ansehen, vor allem Stundenwinkel / Deklination
b) hellen Stern in der Nähe mit ähnlichem Dek-Wert als Ausgangspunkt, hier war es Giausar vom Sternbild Drache
Stundenwinkel ist ca. 1,5 Std. weniger als bei M81/82
c) Die Montiekrung 1,5 Std. vorstellen und schon ist man sehr dicht dran am Zielobjekt und hat es dann bald auf dem Monitor.
Um die Galaxie leichter zu erkennen aktiviere ich meist Binning und stelle die Belichtungszeit auf 1 bis 2 Sekunden.
Das Aussuchen ist eigentlich gar nicht so leicht, gelingt mir inzwischen aber immer schneller, denn bei dem kleinen Sensor der Asi120mc muss ich den Bereich schon sehr genau treffen.
4. Objekt passend auf dem Sensor positionieren, Binnning raus, Belichtungszeit auf 6 Sek. hoch und los geht`s
So sieht dann ein Einzelbild aus:
M81
M82
Zur Zeit läuft meiner Montierung / Nachführung besser als jemals zuvor. Ich musste kaum zum Korrigieren raus und die Verwendungsrate lag nachher bei über 90% !
Jetzt wundern sich vielleicht einige warum ich oben M81 und M82 auf zwei Bilder verteilt habe. Die liegen doch so eng zusammen ...
Tja eng ja, aber für den kleinen Sensor bzw. der nutzbaren Fläche immer nich zu weit auseinander.
Also waren 2 Nächte mit seperaten Aufnahmen und ein Mosaik aus 2 Teilen nötig.
Hier nun mein Ergebnis aus jeweils über 2000 x 6 Sek. Lights und ca. 30 Darks:
Für eine 50 Euro Optik mit nur 76mm Öffnung und 300mm Brennweite doch ein erstaunliches Ergebnis. Ich darf halt kein Auflösungs- & Abbildungswunder erwarten ...
Gruß,
Holger