Mainsequencesoftware

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robse

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Hallo Forenfreunde

da ich mich demnaechst wohl als waschechten "Nerd" bezeichnen darf (hole mir wenn nichts mehr schief geht eine Atik 383L+ mit 7x Starlight Filterrad und Baader-Filtern), frage ich mich natuerlich welche Aufnahmesoftware ich nehmen soll.

Ich guide gerne mit PHD und Dithern moechte ich auch. In die engere Auswahl der Steuersoftware kommen nun Nebulosity und Mainsequencesoftware. Letztere scheint so eine Art EiWoMiSa zu sein und der Preis ist vernuenftig.

Ich wuerde mich freuen, wenn Nutzer dieser Software ein bisschen was zur Bedienung und Stabiitaet schreiben koennte. Als PC kommt ein Netbook zum Einsatz (kleines Display mit 1024x600 Aufloesung). Ich finde die Moeglichkeiten zur Sequenzprogrammierung recht interessant. Zudem laesst sich PHD mit Dithering weiter verwenden.

Was ich von Plate-Solve halten soll, weiss ich noch nicht genau. Es gibt die Moeglichkeit mit einer weiteren Software/Datenbank zu arbeiten (einmal Freeware, einmal kostenpflichtig glaube ich). Funktioniert das auch ohne Internetanbindung? Was genau bringt es mir wenn ich die Bildmitte pixelgenau treffe aber die Kamera im OAZ nach wie vor "nach Gefuehl" von mir ausgerichtet wird?

Oder ist die Software eher ein schlechter Versuch eine Art "Maxim" fuer Arme darzustellen? Ich gebe nur ungern Geld fuer eine Software aus, die ich spaeter nicht nutze. Maxim ist mir leider zu teuer! mit der Canon nutze ich Backyard EOS was eine tolle Software ist.

CS (kommt bestimmt wenn ich die CCD habe)
Robse

 
Hallo Robse,
vielleicht wären die AstroPhotografieTools etwas für Dich.
APT unterstützt in der neuen Version auch CCD Kameras,allerdings wird da ein Ascom Treiber für die Kamera benötigt.
APT unterstützt außerdem das Dithern mit PHD und Ascom Filterrad sowie Motorfokuskontrolle.

VG Cl.-D.
 
Hallo Joschi,

Danke fuer den Hinweis! Da lese ich mich dann mal etwas ein. Wahrscheinlich sogar recht gut um anzufangen ohne mich in Unkosten zu stuerzen und evtl. bleibe ich sogar dabei :-)

Dennoch waere ich sehr an Feedback zu Mainsequencersoftware interessiert.

VG,
Robse
 
Hallo Robse,
ich stelle gerade fest, dass eine vergleichbare Diskussion unter "Montierung, Steuerung ..." von mir läuft.

Link:
Motorfokussierung

Dort werden noch weitere Softwareprodukte genannt, die für Dich von Interesse sein könnten.
Andererseits erfahre ich in Deinem Beitrag auch noch die Möglichkeit von "APT".
Schaue ich mir auch mal an - habe aber ungefähr die gleichen Vorstellungen wie Du.
Würde da gerne weiter das Thema verfolgen.

Besten Gruß, Moonwise
 
Hi Robse,

ich verwende nun seit einiger Zeit SGPro und bin recht zufrieden damit. Viele Nächte war das alles noch nicht im Einsatz weil das Wetter ja überall spinnt aber ich hatte meine Ausrüstung gerade erst in Afrika dabei und SGPro hat mir dort gute Dienste geleistet.

Mein System läuft komplett auf einem Barebone-PC mit Intel Atom, 4GB RAM, 128GB SSD und es steckt in einem Koffer. Bedient wird es via WiFi und Windows RDP oder VNC. Ich denke das entspricht von der Systemleistung etwa einem Netbook.

Gesteuert werden die ATIK320, ein ATIK EFW2 7-fach, die CAM oder CGEM und bald auch ein Motorfokus.

Als PlateSolver setze ich Elbrus mit der lokalen Datenbank ein und es gibt einige nützliche Funktionen damit. So kann man Objekte via Mausklick auf die Stelle im Bild zentrieren. Bei wiederholten Aufnahmen des gleichen Objektes wird über den PlateSolver der Bildausschnit wieder entsprechend der vorherigen Session eingestellt. Je genauer das funktioniert desto mehr Bildausschnitt hat man hinterher nach dem Stacken übrig. Sicher kann man auch via GoTo oder mit manuellen Korrekturen positionieren aber die Automatik macht das gut und genau. Man kann maximale Toleranzen angeben und bei Überschreitung wird ein weiterer Anlauf gemacht bis es passt.

Elbrus zu konfigurieren kann etwas zickig sein. Wenn aber einmal die Teleskop- und Kameraparameter stimmen dann sind die Solves recht zuverlässig und schnell. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man am besten nach dem Aufbauen (oder nach Änderungen am System) einmal einen BlindSolve bei astrometry.net aus SGPro heraus macht. Mit dem Ergebnis wird dann Elbrus kalibriert und alle folgenden Anläufe klappen prima. Es geht aber auch mit Elbrus allein sofern man sich um die Konfiguration kümmert.

Über die Stabilität von SGPro kann ich auch nichts negatives sagen. Auch auf dem kleinen Atom ist es flüssig zu bedienen. PHD, CdC, ASCOM laufen parallel im Hintergrund.
 
Hallo Peter,
kannst Du vielleicht mal kurz beschreiben, wie so eine Sequenz abläuft? Unterbricht das Programm wirklich die Belichtungsreihe und kümmert sich dann gesondert um den Fokus, ohne die Bilder zu speichern?
Muss man den Stern zur Fokusbestimmung vorher auswählen?
Sind diese Anforderungen an die Software (bei mir speziell: Filterrad auf R-Filter -> Fokus -> R-Image -> Filterrad auf G-Filter -> Fokus -> G-Image, usw.) bereits mit der "Lite"-Version zu erledigen und alle Steuerungen freigegeben oder ist hierfür bereits die Pro-Variante erforderlich?

Danke und Grüße,
Moonwise
 
Hallo Moonwise,

dazu muss ich zunächst erwähnen, dass ich Autofokus derzeit noch nicht verwende und somit nur vom Programmaufbau dazu kommentieren kann. Mir fehlt zum Gesamtsystem noch der Fokusmotor mit USB.

In SGPro gibt es verschiedene Funktionen die mit dem Fokus zu tun haben. Zunächst teilst du dem Programm mit, wie es deinen Fokussierer ansprechen soll und gibst grundlegende Parameter dazu an. SGPro kann danach sowohl an einem Fokus-Stern als auch am aktuellen Bildausschnitt arbeiten. Wenn du keinen Stern vorgibst dann wird nach HFR am aktuellen Bild fokussiert. Dazu gibt man für jeden Filter die Belichtungszeit für die Fokusbilder an. Besonders bei schmalbandigen Filtern wie H-alpha dürfte das hilfreich sein.

In den Grundeinstellungen oder getrennt für die aktuelle Sequenz wird dann definiert, wann SGPro fokussieren soll, also nach Zeit, bei Temperaturänderung oder bei Filterwechsel... auch nach jedem Bild ist möglich. Vor dem Start der Sequenz, oder auch während sie läuft, kann man den Filterwechsel festlegen. So ergibt sich dann der genaue Ablauf.

Edit: Die Light-Version ist relativ neu und als ich SGPro gekauft hatte gab es die noch nicht. Ich hatte eine Testversion mit vollem Umfang die ich danach lizensiert habe. Aber die Feature-Matrix von Pro und Light zeigt, dass Autofokus während der Sequenz ein Feature der Pro-Version ist: http://www.mainsequencesoftware.com/store.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

heisst das, dass bei der Light-Version stets von Neuem angegeben werden muss welche Kamera und Filterrad ich eben nutze und wo welcher Filter (Position) steckt? Oder merkt sich die Software zumindest das letzte Setting? Nun, es kommt wahrscheinlich einfach mal auf einen Versuch an... der automatische Meridianflip waere bspw. schon sehr genial in der Vollversion!

Ich weiss aber wirklich noch nicht was ich von Plate-Solve halten soll. Wie gesagt: Die Zentrierung ist zwar sehr genau, aber die Ausrichtung der Kameraachse erfolgt dennoch manuell. Ob sich da der Aufwand lohnt mit der extra Datenbank und der Verbindung Laptop/Montierung? Ein Plate-Solve gepaart mit einem motorisiertem Kamerarotator waere natuerlich ein Traum :-)

CS,
Robse
 
Hallo Robse,
Nun ich mache mal den Vorschlag in der Mitte zwischen kostet Nix und Maxim zu bleiben.
Nimm erst einmal astroart, weil du da alles hast:
A) bildaufnahme
B) gleichzeitig guiding im gleichen Programm
C) teleskopsteuerung
D) fokussteuerung
Usw.
Dazu kommt die Komplette Bildverarbeitung, mit einer Ausnahme: Masken.

Vorteil ist, das man sich hier von unten leicht heraufarbeiten kann bis zur script automatisierung für die aufnahme.

Allderdings kostet es etwas, aber ziehst du die vertane Zeit für das probieren und stochern in anderer Software ab, die dann doch nicht so einfach ist, bist du mit knapp 170 euro wirklich gut bedient.

Der sequence generator ist schon recht gut, aber du musst halt Komponenten haben oder noch erwerben, die passen. Beispiel Fokussier.

Gruss
Peter

 
Hallo,

ich habe mich jetzt erstmal fuer die 45-Tage Testversion von SequencerGeneratorPro entschieden. Noch kann ich nur im Wohnzimmer testen. (Das Wetter ist ja unglaublich... evtl. werde ich zur Rente spaeter mal doch noch auswandern, das koennte einen Astrostressherzinfarkt vorbeugen. Ich konnte das letzte Mal vor !!!3Monaten!!! dem Hobby nachgehen).

Ich brauche auch bzgl. Fokusser nichts, geschieht ja noch manuell. Optional laesst der sich spaeter per Ascom einbinden. Plate Solve brauche ich auch erstmal nicht. Aber ein paar Dinge werde ich wohl in der Yahoo-Group erfragen muessen. Gerade was ich meinte mit Bildfelddrehung beim Solven. Ich vermisse eine Art "Ueberblendfunktion" um das Bild exakt nach einer Aufnahme einer anderen Nacht ausrichten zu koennen.

Die Anleitung auf der Homepage sieht zwar recht knapp aus, aber ich glaube ich muss da mehrmals durch. Gerade das mit den Sequenzen und den Profilen verwirrt mich doch noch etwas.

CS,
Robse
 
Hi,

ich kram den Beitrag mal wieder raus. Wollte nachfragen, ob es schon weitere Erfahrungen gibt.

@Peter mit Komponenten erweben meinst die Hardware?

Grüße
Marcel
 
Nun die Fokusroutine war seinerzeit nicht kompatibel mit meinem Ascom Fokussierer, genauso war nicht jedes FR ansteuerbar.
Das sind dann Punkte, die zu beachten sind, wenn alles automatisch laufen soll.
a) Kamera
b) Teleskop, Zusammenarbeit Flip bei Meridiandurchgang
c) Filterrad
d) Fokusser
e) Guiding(Zusammenarbeit mit PHD incl. Dithering)
f) Rotator

Da sind viele Fallstricke, die man lösen muss, geht aber gut Schritt für Schritt.
In meinem Fall hat der Entwickler bei Mainsequenssoftware den Ascom Treiber für das FR gemacht.
Der Focusser ging seinerzeit noch nicht, weil der nicht unterstützt wurde (Obwohl ASCOM).
Gruß
Peter
 
Hallo Robse,

schlechter Versuch ist gut, nein die Software ist in der Tat gut, kann aber nicht so viel wie Maxim und hat auch einen ganz anderen Ansatz.
Über teuer und nicht teuer kann man streiten, diese Software tut was sie tun soll, der Support ist gut, was will man mehr?

Bedenke bei teuer und billig immer, was du willst. Ein Porsche zum Brötchen holen ist ziemlich teuer, mein alter Drahtesel ist viel billiger und die Brötchen schmecken genauso.

Nur mit dem Drahtesel kann ich nicht über die Autobahn brettern...

Nun zum Plate solving:
Es dient dazu, wenn man bei einem Objekt ist, nochmal nachzusehen ob man wirklich genau da ist. Dann sind Objekte zentrierter.
In meinem Fall war es so das ich immer etwas daneben lag, Plate solving ermöglicht die wahre Position zu bestimmen und dann das Objekt genauer anzufahren.

Gruß
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe mir nach der Testphase die Software gekauft, da ich sie für eine preisgünstige und sehr brauchbare Aufnahmesoftware halte. Das passt zu meinem Konzept einen Laptop nur für Astroaufnahmen - und nichts weiter - zu nutzen. So läuft bisher alles stabil ohne Macken.

Ich nutze noch kein Platesolve, treffe aber auch so recht genau. Viel hilfreicher als Platesolve ist eine Winkelskala, welche ich am Fernrohr habe und mithilfe eines "Zeigers", der am Kameragewinde der CCD beim Aufbau kurz festgemacht wird, treffe ich den Aufnahmewinkel recht genau.

Den Rest mache ich mit visuellem Vergleich in der Bildvorschau in SGP (Aufnahme) und Fitswork (ältere Aufnahmen). Ich denke mir, was nutzt mir Platesolve, wenn ich zwar die Bildmitte genau treffe, dafür aber den Winkel um sagen wir mal 20 Grad nicht! Das neue Zusatzmodul zum Ausrichten habe ich mir noch gar nicht angesehen, da ich auch so ganz glücklich bin.

Als Ascom-Devices habe ich also bisher nur die Atik 383L und ein StarlighXpress Filterrad. Das funktioniert sehr gut. Eine Synscan Montierung sollte auch kein Problem darstellen. Mit dimmbaren Lighboxen per Ascom habe ich keine Erfahrung, da ich eine einfache Folie nutze. Der Flatswizard von SGP ist übrigens super und schnell zu bedienen. Toll ist es auch, dass die Zeiten im Equipmentprofil enthalten sind.

Als nächstes (und das dauert noch länger) möchte ich dann Richtung Motorfokus gehen. Am liebsten mit Focuser Boss. Aber dazu muss ich erst noch in der Yahoo-Group lesen. Diese gefällt mir übrigens nicht so wirklich, denn in diesen Groups finde ich mich überhaupt nicht zurecht. Ein Forum wäre weitaus besser gewesen.

Was aber super ist, ist der Kontakt zu den Entwicklern. Schnell bekommt man eine Antwort.

Ich finde die Kombination SGP und PHD also sehr gut um im Feld schnell loslegen zu können. Dazu noch PI (kommt demnächst) und ich habe gerade mal 300 Euro in Astrosoftware investiert. Das geht doch!

CS,
Robse
 
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