Mak127/1500 oder Mak150/1800?

Tortuga

Aktives Mitglied
Hallo an alle
Ich bin neu in diesem Forum und auch Anfänger in Sachen Beobachtung
Zu mir: Ich heiße Karl, bin 54 Jahre alt und komme aus Köln.
Habe mal vor ein paar Monaten in ein Teleskop (Newton 150er) von einem Kollegen geschaut und konnte den Jupiter beobachten. Seitdem lässt es mich nicht los und ich werde mir demnächst was anschaffen. Und seit dem bin ich auf diversen Foren und Seiten unterwegs und hab mich schon mal "schlau" gemacht
Ich werde überwiegend auf meinem kleinen (2m x 1,5m) Balkon der Stadtwohnung beobachten. Überwiegend Planeten und Mond und rein visuell.
Budget liegt bei ca.1500€ +/-
Als Teleskop dachte ich mir, ich hole ein Mak, weil diese schön handlich sind und sich angeblich gut eignen für helle Objekte.
Montierung soll eine AZ Montierung werden und da habe ich mich schon festgelegt. Skytee 2 mit Stahlstativ.
Und dann noch zwei bis drei Okulare (keine Pentax oder Televue für 500€ das Stück)
Bei dem Teleskop schwanke ich noch zwischen dem 127er und dem 150er
Ich denke, dass man beim 127er schon bis 200 fach vergrößern könnte, gutes Seeing vorausgesetzt und mit dem 150er bis vielleicht 250 fach? Wäre der Unterschied eigentlich den doppelten Preis wert? Anders gefragt, zeigt mir der 150er vielleicht außer der Vergrößerung mehr an Auflösung?
Auskühlzeit wird kein Problem sein, da ich das Teleskop auf dem Balkon in einer Box aufbewahren werde.
Hat jemand schon Erfahrungen mit beiden Maks gemacht?
 
Hi Karl

für Planeten brauchst Du Öffnung und hohe Vergrößerungsfähigkeit für Auflösungsvermögen, Farbfehlerfreiheit und Kontrast.
Der Vorteil der Maks sind die geringen Dimensionen des Gerätes selbst und vllt noch die hohe Brennweite die für höhere Vergrößerung hilfreich ist.
Was ein Mak nicht so gut hat ist Kontrast weil die Obstruktion meist recht hoch ist. Er ist anders als der Newton des Kollegen weniger vielseitig in der Auslegung und Verwendung und meist auch deutlich teurer.
Wo wir bei den Nebenkosten sind. Für den Mak brauchst Du i.d.R. einen Zenitspiegel.
Hier ist genauso wie bei den Okularen zu sparen, kein idealer Ansatz.
Die Skytee und ein Stahlrohrstativ würde die vorgestellten Geräte gut tragen. Das könnte preiswerter aber ohne Feinverstellung auch eine große Giro. Insgesamt würde er 127iger auf jeden Fall auch von einer Vixen Porta 2 gut getragen werden, was in Summe preiswerter und deutlich leichter wäre, wenn das Equipment transportiert werden muss.
Und da sind wir nun: Dem Transport.
Das Auskühlen ist eines und wird auch auf einem Balkon nur bedingt klappen.
Größtes Thema wird m.E. das Seeing. Balkon und Stadtwohnung schreien förmlich schon: Hier ist Luftunruhe!!!
Das wird über die Umgebung und durchaus auch über die Tuben Seeing im Strahlengang produzieren, was die sinnvoll nutzbare Vergrößerung so stark einschränken kann, dass eine Diskussion über eine physikalisch leistbare Vergrößerung obsolet wird.
Wenn Du wirklich was sehen willst, ist die Standortfrage und damit der Transport elementar und vor allem anderen zu prüfen.
CS
B
 
Hallo @Tortuga ,

willkommen im Forum.

Katadiopter, also MCs und SCs, sind schon was trickreich.
Wie @Antares schon schreibt, die Obstruktion, die Abschattung durch den Sekundärspiegel, ist bei den meisten Teilen schon recht hoch.
Was die Auskühlzeit angeht, da wirst nicht drumherum kommen. Die Dinger brauchen ihre Zeit, bis man ihre Leistung abrufen kann. Selbst bei dem kleinen 127-er bist Du mit einer Stunde dabei.
Mein C8 (SC) kommt da auf zwei Stunden.

Grundsätzlich ist die Idee auf so einem Balkon Alt/AZ zu beobachten richtig. Ich beobachte oder besser betreibe EAA auf dem Balkon, zu 100%.
Und die Wahl eines Teleskop mit rückwärtigem Einblick ebenfalls.
Da sitzt man bequem dahinter und kann dass Teleskop über die Brüstung schauen lassen.
Da ist der Newton, auch mit Alt/AZ nicht wirklich hilfreich. Bei 1,50 m Tiefe wird das eng. Du musst ja von der Brüstung weg, da der Einblick beim Newton vorne liegt. Somit wirst Du automatisch in der Größe des Teleskop limitiert. Mal so grob geschätzt, wird bei der Tiefe von 1,50 m nicht mehr als ein 130/650 Newton drin sein.

Tja, und dann der weitere Fallstrick den @Antares aufgeführt hat, Wärmeabstrahlung vom Haus, Balkon. Das kann Dir das Vergnügen des Beobachten schon verleiden, speziell im Sommer, wenn die Sonne den ganzen Tag auf den Balkon ballert.
Im Herbst, Winter, Frühjahr empfinde ich das nicht als so schlimm.

Balkonbeobachtung funktioniert, wenn man das ein oder andere beachtet.
Aus meiner Erfahrung heraus:
Alt/AZ Montierung mit Teleskopen die einen rückwärtigen Einblick haben, bei der visuellen Beobachtung.
Wenn geknipst werden soll, geht auch ein Newton. Der Kamera ist es wurscht wenn so in der Luft außerhalb des Balkons hängt. Da geht dann sogar parallaktisch.
Je tiefer der Balkon ist, um so mehr geht. Der meine ist 1,8 bis knapp 2,00 m. Da geht auch ein aufgebockter 200/1200 Dobson. Oder ein 120/1000- Refraktor auf Alt/AZ. Auch ein 150/750-er Newton parallaktisch und ich denke auch ein 1000-er Newton würde noch gehen, visuelle und Alt/AZ.
Bei EAA so wie so. Da schiebe ich meine Alt/AZ Montierung bis an die Brüstung ran und sämtlich Teleskope schauen drüber (außer der C8 ;)). Wie geschrieben, der Kamera ist es wurscht.

Schau mal in diesen Thread hier im Forum:
Bresser 90/1250 Mak. vs Skywatcher 127/1500 Mak. Erfahrungsberichte gesucht
da wird ein ähnliches Thema diskutiert.
 
Und wieder was gelernt. Der Einblick von hinten wäre ja in meinem Fall (kleiner Balkon) ja ein Vorteil gegenüber einem Newton. Dass ich durch meine Gegebenheiten Abstriche machen muss, ist mir klar. Und, dass ich noch viel lernen muss und Übung brauche, ist mir auch klar. Das mit der Auskühlzeit stört mich nicht so und die Obstruktion muss ich ja hinnehmen, egal ob 127er oder 150er. Was die Vergrößerung angeht, da denke ich, dass der 127er bei großen Vergrößerungen an seine Grenzen kommt, unabhängig von den äußeren Bedingungen. Was die Montierung angeht, ich habe mich bewusst für die "stärkere" Montierung entschieden, da ich oft gelesen habe, dass es nicht selten vorkommt, dass die Einsteiger nach einer gewissen Zeit, wenn sie Blut geleckt haben, Ausschau nach was größerem halten. Und mit der Montierung wäre noch Luft nach oben. Deswegen tendiere ich eher zum 150er, damit ich nicht schon nach kurzer Zeit was größeres will. Und ich spiele schon mit dem Gedanken einen Binokularansatz dazu zu holen, weil ich mir das Beobachten mit beiden Augen entspannter vorstelle. Mir ist natürlich bewusst, dass ich mein Budget aufstocken muss dann, ich habe etwas Geld übrig und das will ich nicht für sinnloses Zeug wie Essen ausgeben.
 
Dass ich durch meine Gegebenheiten Abstriche machen muss, ist mir klar.
schon mal gut das das so gesehen wird :y:.
Was nutzt das tollste Teleskop wenn es nicht in meine Beobachtungsumgebung passt.

Die Erkenntnis mit der Montierung ist auch richtig.
Nach wie vor ist die Montierung das A&O. Aber da gilt auch, an die Beobachtungsumgebung und -situation anpassen.
Ich hatte mal ein EQ6-R. Tolle Montierung :y:. Aber damals aus der dritten Etage zum Auto und des Nächtens wieder zurück, nööö.
Was man sich halt so einbildet ;).
Aber schon richtig zu überlegen was zukünftig eventuell noch angeschafft wird.

Was die Vergrößerung angeht, die ist nicht das Maß aller Dinge.
Vergrößerung kann man über die Okulare steuern.
Vergrößerung = Brennweite Teleskop / Brennweite Okular
150/750 Newton : 750mm / z.B. 7,5mm = 100-fach
127/1500 MC : 1500mm / 15mm = 100-fach

Jetzt kommt allerdings die Pi mal Daumen Regel : Maximale Vergrößerung = 2 x Öffnung:
Newton 150 x 2 = 300-fach
MC 127 x 2 = 254-fach
und dann das Seeing, die Transparenz und z.B. auch die Wärmeabstrahlung zum tragen.
Diese rein rechnerisch möglichen Vergrößerungen sind in D'land in den seltensten Fällen zu erreichen.
M.E. realistisch in D'land 200 bis 250-fach.

Dann der nächste Mitspieler, die Austrittspupille AP.
Das ist der helle Punkt wenn Du in das Okular schaust. Da gilt alles was so unter 0,7 oder 0,6 ist, ist nicht mehr der Knaller.
AP = Durchmesser Öffnung in mm / Vergrößerung
Bei max Vergrößerung Newton 300-fach brauchst ein 2,5mm Okular und hast dann eine AP von 0,5. Das Bild wird dunkel und Kontrastarm.
Bei max Vergrößerung MC 254-fach ein ~4,7mm Okular und hast ebenfalls eine AP von 0,5.
Lies Dich da mal ein, was es so alles mit er Vergrößerung auf sich hat. Stichworte Maximale, Minimale und Förderliche Vergrößerung.

Ausschlaggebender ist die Öffnung, ohne jetzt in den Öffnungswahn zu verfallen, da halt wieder auf Situation und Umgebung achten.
Größere Öffnung sammelt mehr Licht/Photonen. Helleres Bild und mehr Details.
Newton und Katadiopter haben halt das schon erwähnte "Problem" mit der Obstruktion durch den Sekundärspiegel. Kann man auch ausrechnen wieviel von der Öffnung dadurch verloren geht. Katadiopter haben meist eine größere Obstruktion als Newton.
Linse, also Refraktor, hat gar keine.

Also alles nicht ganz so einfach. Es gilt einige Faktoren zu beachten.
Das ganze nicht falsch verstehen, ich will Dir den MC nicht ausreden. Hatte selbst lange den Kleinen und habe immer noch einen C8 und bin nach wie vor begeistert von dem Teil.
Man muss sich halt mit den Teilen auseinandersetzen. Vor- und Nachteile. Das gilt für alle Teleskope.
ich weiß, am Anfang reichlich Info's und Wissen das man sich zu legen muss. Aber das wird :y:.
 
Danke für die Infos. Dann kann und sollte ich die AP in die Berechnungen mit einbeziehen um ein besseres "Bild" zu sehen, anstatt die reine Vergrößerung als Maßstab zu nehmen.
 
Es geht nicht nur um das besser Bild. Das beobachten an sich wird anstrengend bei kleiner AP. Wie das jetzt für Deinen angedachten Bino ist kann ich nicht beurteilen.

Hier mal Durchnittsberechnungen. Nich zu 100% genau. Das muss ich noch anpassen.

Bildschirmfoto_2025-06-20_22-14-58.png


Bildschirmfoto_2025-06-20_22-16-24.png
 
Vielen Dank. Das ist sehr aufschlussreich. Ich dachte dabei auch als kleinste Brennweite an ein 8mm Okular
 
Beim MC weiß ich das nicht mehr so genau.
Beim C8 war für mich bei einem 8mm 68° Hyperion Schluß. Noch drunter hat nichts gebracht. Das Bild wurde flau und mehr Auflösung war auch nicht wirklich.
Das so aus der Erinnerung, da ich seit gut zwei Jahren kaum noch bis gar nicht mehr durch ein Okular schaue.
EAA ist jetzt meins und da bin ich voll und ganz mit zufrieden was ich erreiche.
 
Dass ich durch meine Gegebenheiten Abstriche machen muss, ist mir klar.
Hi,
den Eindruck habe ich nicht. Als Beginner kann man kaum Seeing beurteilen, schon gar nicht wenn man es noch nicht erlebt hat.
Das mit der Auskühlzeit stört mich nicht so und die Obstruktion muss ich ja hinnehmen, egal ob 127er oder 150er. Was die Vergrößerung angeht, da denke ich, dass der 127er bei großen Vergrößerungen an seine Grenzen kommt, unabhängig von den äußeren Bedingungen. Deswegen tendiere ich eher zum 150er, damit ich nicht schon nach kurzer Zeit was größeres will.
Auch hier vermutest Du wie Du die Auskühlzeit erleben wirst. Besser wäre es zu wissen.
Ich bin sicher Du wirst neu bewerten, wenn Du mal 2 Stunden warten mußt oder gar die ganze Nacht das Seeing nicht los wirst.

Daher sind Überlegungen, die sich um die V max der Geräte drehen aktuell bestenfalls nett aber letztlich noch nicht zielführend, da Dein Standort mit hoher Wahrscheinlichkeit die V max deutlich verfehlen wird. Insofern wäre Öffnung sogar kontraproduktiv, weil sie mehr Auflösungsvermögen hat und damit die Luftunruhe früher auflöst, also noch geringere Vergrößerungen ermöglicht.
Und ich spiele schon mit dem Gedanken einen Binokularansatz dazu zu holen, weil ich mir das Beobachten mit beiden Augen entspannter vorstelle.
Langsam, .. natürlich ist es grundsätzlich klug vorausschauend zu kaufen. Was ist denn wenn der Balkon nur max 100fach erlaubt?

So lange elementare Dinge wie das Seeing am Balkon unklar sind - nach meiner Erfahrung ist davon auszugehen, dass der Standort die hohen Planetenvergrößerungen nicht zulassen wird - bringt es nichts über die Theorie Entscheidungen zu treffen und Planungen anzustellen.
Ich vermute, dass das Thema Transport sehr viel wesentlicher für den Entscheidungsprozess wird, als Du glaubst.
Und dann kommen wir zu dem was Matthias schon berichtet:
Equipment schleppen hat bei vielen zu einer größeren Veränderung im Equipment geführt.
In Köln gibts doch den Köln Bonner Stammtisch. Da könnte man Dir vllt praktisch helfen und auch zum Thema Stadt und Seeing mit lokalen Erfahrungen aufwarten.
cs
 
Vielen Dank für deine Ausführungen Antares. Ja, das hört und liest man oft mit dem Seeing. Aber wie du richtig vermutest kann ich mir die Auswirkungen nicht so richtig vorstellen. Ich denke mal das Objekt wird dann unscharf und konturlos sein, was mich als Anfänger dann das Problem teleskop seitig suchen lassen würde. Du hast Recht. Mit dem Binoansatz sollte ich auf jeden Fall warten und erst mal Erfahrungen sammeln und schauen was man so rausholen kann. Das mit der Auskühlzeit meinte ich ja so, da ich das Teleskop sowieso auf dem Balkon lagern werde. Ich denke halt, dass sich dadurch die Auskühlzeit wesentlich reduziert.
 
Als Teleskop dachte ich mir, ich hole ein Mak, weil diese schön handlich sind und sich angeblich gut eignen für helle Objekte.
Montierung soll eine AZ Montierung werden und da habe ich mich schon festgelegt. Skytee 2 mit Stahlstativ.
Ja, das stimmt, handlich sind die Maks, ich selbst hab einen Orion OMC 140, also so ein Zwischending zwischen den beiden von Dir genannten Größen.
Auskühlzeit ist definitiv ein Punkt, der ja auch schon genannt wurde, aber sich doch relativieren kann, wenn das Gerät schon annähernd Außentemperatur hat. Im Sommer, aus eine angenehm temperierten Wohnung raus aus den Balkon wäre es sogar eher eine Aufwärmzeit :)
Ich nehme ja an, Du hast einen Balkon in Richtung Süden (oder Südost/Südwest), sonst macht Mond/Planetenbeobachtung ja keinen Sinn weil die ja nie im Norden stehen. Aber ein Südbalkon heizt sich eben auch am meisten auf.

Was ich aber noch anfügen möchte, die Maks bis 127mm Öffnung kommen meistens (immer?) mit einem Visual Back in 1,25" Steckdurchmesser daher. Das schränkt die Okularauswahl bei den hohen Okularbrennweiten mächtig ein. Klar, das ist bei Planeten nicht von Belang und auch der Standort Stadt gibt ja niedrige Vergrößerungen, respektive höhere APs nicht her. Aber, nur Planeten gucken kann mit der Zeit und Dauer auch mal fade werden und dann ist der Wunsch nach ein paar Deepskyobjekten nicht mehr weit. Maks sind zwar keine ausgesprochenen Großfeldgeräte, trotzdem gäbe es so einiges an Deepsky, was man auch mit dem Mak gucken kann, Ausflug auf einen dunklen Acker voraus gesetzt.

Weiterhin, ich habe ebenfalls (u.a.) den Mak auf der Skytee, die trägt das Teleskop absolut klaglos. Wissen solltest Du aber, dass man bei einer manuellen Alt-Az Montierung dann auch immer an beiden Achsen herum kurbeln muss und, je höher die Vergrößerung und einhergehend je kleiner das wahre Gesichtsfeld, umso öfter musst Du kurbeln. Für mich kein Ausschlusskriterium, ich mache das ja genauso, mag aber nicht jeder.
 
Guten Morgen zusammen,

Equipment schleppen hat bei vielen zu einer größeren Veränderung im Equipment geführt.
:y:
so ist es (leider). Meine damalige EQ6-R habe ich nicht wirklich oft in der damaligen Wohnung die drei Etagen rauf und runter geschleppt. Der Balkon in dieser Wohnung war passabel groß. Aber dennoch, EQ Montierung und Newton auf dem Balkon, auch nicht so der Knaller. Wie EQ und Newton so wie so im visuellen Bereich nicht, zumindest für mich, der Bringer sind. Abenteuerliche Einblick Situationen.
Da fing es dann an mit den "Veränderung im Equipment". Die EQ6 wurde mit einer iOptron Alt/AZ Pro GoTo ersetzt und erledigt seit dem klaglos ihre Aufgaben. Es kam ein SC dazu und ein FH Refraktor. Newton und EQ verschwanden in ihren Taschen und fristeten ab da, wenn auch da klaglos, ein Schattendasein. Zu dem damaligen Balkon muss ich auch ergänzend hinzu füge, der war nach oben hin offen, letzte Etage halt und so ein halb um die Ecke Balkon und nach SW - W.

Das mit der Auskühlzeit meinte ich ja so, da ich das Teleskop sowieso auf dem Balkon lagern werde. Ich denke halt, dass sich dadurch die Auskühlzeit wesentlich reduziert.
unterschätze das nicht.
Die Katadiopter können da richtig zickig werden. Am Abend und in der Nacht kühlte es ja auch im Sommer ab. Da kommt so ein Teil nicht immer so hinter her. Oben kühlt der Tubus aus, im Inneren muss auch ein Ausgleich her und von unten kommt die Wärme die der Balkonboden abstrahlt.
Und dann passiert das:
oder gar die ganze Nacht das Seeing nicht los wirst.
Such mal hier im Forum nach den (reichlichen) Thread's in denen dieses Thema diskutiert wird und was da so alles unternommen wird, um dem entgegen zu wirken. Die "normale" Auskühlzeit von 1 bis 2 Stunden im Herbst/Winter sind planbar.

Vergrößerung ist nicht alles und m.E. auch nicht das Wichtigste.
Weil:
Wissen solltest Du aber, dass man bei einer manuellen Alt-Az Montierung dann auch immer an beiden Achsen herum kurbeln muss und, je höher die Vergrößerung und einhergehend je kleiner das wahre Gesichtsfeld, umso öfter musst Du kurbeln. Für mich kein Ausschlusskriterium, ich mache das ja genauso, mag aber nicht jeder.
Du glaubst gar nicht wie schnell so ein Planet durch Dein Okular wandert. Bei hohen Vergrößerungen bist Du tatsächlich nur am Kurbeln oder beim Dobson beim "Nachschubsen" und das eben in zwei Achsen. Mit ein Grund warum ich eine Alt/AZ GoTo habe.

Auch wenn Theorie wichtig ist, ist sie nicht alles.
Problem, Praxis und Erfahrung kommen halt erst wenn das Setup auf dem Balkon oder dem Acker steht. Da vielleicht etwas moderater anfangen, nicht gleich mit Spezialisten wie MCs.
Du musst Deine Gegebenheiten/Beobachtungssituation, Stadtwohnung, Balkon und (vor erst) Planeten/Mond mit der Theorie in Einklang bringen. Da dann auch den Gedankenschubs von @Antares mal überdenken, vielleicht doch raus auf den Acker zu gehen. Ist ja nicht jeder so eine faule S** wie ich ;).
Du bist auf dem richtigen Weg, hier im Forum zu fragen und Informationen zu bekommen, bevor die Euro's über die Theke gewandert sind.
 
Hallo,
Habe auch einen als Zusatzgerät, so ein OMC140 Deluxe Carbon Version.
Für Anfänger kann ich dieses Teleskop wirklich absolut nicht empfehlen da es fast jedes Mal vor Gebrauch justiert werden muss.
Manuell mit einem Okular auf einer AZ sehe ich das nur als sehr schwer halbwegs machbar, auch am künstlichen Stern der erstmal von einem Balkon aus aufgestellt werden muss(!).
Um den OMC wie sämtliche Maks zu justieren das sie leisten können am Planeten oder Mond braucht man eine sehr gut eingeordnete wie stabile EQ Montierung. Die Justierung findet statt über einen etwas grösseren Sensor, ab dem 533 aufwärts ist das gut machbar in kleinen Schritten recht rasch, jegliche Gedanken mit einem kleineren Sensor vom Typ ASI120 z. B. kann ich absolut nicht empfehlen da der Stern viel zu schnell aus dem Bildfeld wandert.
Mechanisch hat man den auch erstmal abzurollen, musste meinen erstmal zusammenbauen/justieren den Meniscus Korrektor auf einer grösseren Drehbank.
Wenn der Korrektor nur minimal verkippt ist, oder deren Fassung gegenüber dem Tubus aufsitzend, muss man mit locker +35% Einbuße in der Abbildungsleistung rechnen.
Justiert wird obligatorisch ohne Umlenkoptik. Unter dem Teleskop kriechen, um an einem Stern nahe am Zenit zu justieren mit Okular, außerhalb des Bereiches der Atmosphärischen Dispersion lass ich mal den Jüngsten sportlichsten Astronomen. Für mich in meinem Alter geht das überhaupt nicht. Noooo way!!
Im Sommer/Winter(>eher schlimmer und deutlicher Merkbar) vom Balkon aus hängt der kräftig nach mit dem auskühlen. Muss man im Schnitt 1,5 Stunden rechnen.
Ist nicht so schlimm wie ein 105mm Fluorit sehr kurzer f2.6 Refraktor selbstverständlich, der hängt wirklich die ganze Nacht nach im ~5Min takt.
Anhand der Fahne am Sternenbild sieht man sofort ob er ausgekühlt ist oder nicht(der Mak).

Beobachten mit einer AZ mit manuellen Schneckengetrieben war für mich persönlich noch nie der Hit, außer man spricht von einer größeren höher qualitativen Montierung die gleich mal bis zu das fünffache kostet.
Selber habe ich eine zum "Schubsen", nach einer kleinen Eingewöhnung Phase funktioniert bestens im Excess bei 200x bequem. Eine modifizierte, die allgemein eher bekannt ist als die erste Skytee die jemals auf dem Markt erschienen ist. Heutzutage gibt es noch Kopien von denen auf dem Markt erhältlich neu.

Mit dem Binoansatz sollte ich auf jeden Fall warten
Am kleineren>mittleren Mak macht der nicht so viel Spaß.
Grosser Nachteil ist das du effektiv an Öffnung verlieren wirst, wenn der HS nach vorne geschoben wird um den Bino ohne GWK in Fokus zu kommen. Ungefähr +100mm im Schnitt wo der Brennpunkt rauswandern muss.
Auch die Obstruktion wird effektiv grösser wenn man Extrafokal über die/den geeignete nominale Brennweite/Brennpunkt geht.
Wenn man jetzt noch einen GWK dazwischen macht wird es noch dunkler. Aceptable sehe ich fast noch einen 1.6x GWK, bei 2x GWK wird es definitiv zu dunkel für den Nachthimmel. f20 bis f30 oder gar noch mehr mag zwar Ok Limit sein an der Sonne, aber nicht mit einem kleinem/mittleren Mak.

Dafür ziehe ich klar vor meinen 4Zoll Refraktor der eine 120mm abnehmbare Teleskop Tubus Hülse hat für den Bino und ohne jeglichen GWK bei f11 auskommt.

Mit diesem und einem normalen abgewinkelten 80mm Astrobino nebendran mache auf der manuellen AZ zum Schubsen 90% aller visuellen Beobachtungen recht sehr zufrieden. Die restlichen 10% verteilen sich zwischen dem 140ziger Mak und einem kurzen Refraktor fifty-fifty.

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo an alle
Ich werde überwiegend auf meinem kleinen (2m x 1,5m) Balkon der Stadtwohnung beobachten. Überwiegend Planeten und Mond und rein visuell.
Budget liegt bei ca.1500€ +/-
Als Teleskop dachte ich mir, ich hole ein Mak, weil diese schön handlich sind und sich angeblich gut eignen für helle Objekte.
Montierung soll eine AZ Montierung werden und da habe ich mich schon festgelegt. Skytee 2 mit Stahlstativ.

Ich will dich nicht vom Mak abbringen, aber eine gute Alternative für Stadtbalkon, helle Objekte und dein Budget wäre ein 4" ~F7 Apo auf AZ Montierung.
Sinnvolle Vergößerung bis 200, in der Praxis bei deinen Bedingungen wahrscheinlich eh oft weniger,
wenig Auskühlzeit wenn man mal schnell nach dem Abendessen beobachtet,
grab and go rauszustellen,
von hinten reinschauen,
keine Justierprobleme,
und wenn nötig noch einfach mit dem Auto aufs Feld zu bringen.

Am Planeten wird so ein 4" ED fast die Leistungsfähigkeit des 150er Mak haben, diese Leistung aber im Gegensatz zum Mak konsistenter & schneller abrufen können.

Hab schon einige für ~400-500€ hier gebraucht für den Tubus gesehen. Noch eine AZ Montierung, da bleibt noch was für ein Übersichtsokular und 1-2 Planetenokulare.
Neu so ab 600.

Von deinen ursprünglichen 2 würde ich bei Stadtbalkon für gelegentliches Planetenschauen den 5" Mak nehmen. Welchen Hersteller, soweit ich mich erinnere (man möge mich ggf korrigieren) haben speziell die Skywatcher ein Designproblem das nicht die ganze Öffnung nutzt, also eine andere Marke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe auch einen als Zusatzgerät, so ein OMC140 Deluxe Carbon Version.
Für Anfänger kann ich dieses Teleskop wirklich absolut nicht empfehlen da es fast jedes Mal vor Gebrauch justiert werden muss.
[...]
Hui, wenn ein Einsteiger das liest versteckt er sich ja fast wirklich unter der Decke. Also, richtig verstehen, ich falle auf die Knie, dass Du das kannst, ich wüsste nicht, wo ich beim Mak hingreifen müsste und würde ihn wohl eher verschlimmbessern. (Ich habe noch die alte Version vom OMC 140, ich wüsste gar nicht, ob der mit einfachen Mitteln überhaupt justierbar ist). Aber, das ist nun mein zweiter Mak, ich habe mit denen bisher einfach nur beobachtet und hatte immer den Eindruck, sie tun, was sie können.
 
Hallo,
Hui, wenn ein Einsteiger das liest versteckt er sich ja fast wirklich unter der Decke. Also, richtig verstehen, ich falle auf die Knie, dass Du das kannst, ich wüsste nicht, wo ich beim Mak hingreifen müsste und würde ihn wohl eher verschlimmbessern. (Ich habe noch die alte Version vom OMC 140, ich wüsste gar nicht, ob der mit einfachen Mitteln überhaupt justierbar ist). Aber, das ist nun mein zweiter Mak, ich habe mit denen bisher einfach nur beobachtet und hatte immer den Eindruck, sie tun, was sie können.
Niemals justiert, da bin ich platt.
Im Prinzip sollte das Instrument einmal eingestellt werden, und nur wenn es einen Bumps abgekriegt hat, prüfen und nachstellen. Oder bei einem härteren Transport im Koffer nach der Autofahrt nachprüfen auf die schnelle.
Da sollten Federn an den Schrauben sein mit Konterschrauben am HS, ist doch recht gängig so was ich habe. Nur bei OMC ist das halt nicht der Fall, keine einzige Konterschrauben. Die darf man selber reinschneiden, wenn doch nur genügend Wandstärke da wäre bei den Carbon Tubus Versionen. _jungeschlagen: Mit dreieinhalb Umdrehungen gebe ich mich nicht zufrieden bei M4. Anstelle Federn, O-Rings, What on Earth!
Auch hätte man es konzipieren können bei der Materialwahl und Fertigung das beim abrollen nichts eiert nirgends. _affeaugen:
Ältere non Carbon Tubus Modelle mögen besser sein, die gibt es aber auch nur Second hand heutzutage.

Das ist mein sechster Mak, und zwei (mal zweifach), genau die oben erwähnten gingen gleich zurück. Darum der ganze Aufwand noch ein anderes zu erstehen, wie immer Neu, und dann kam noch so ne Nummer auf die ich niemals vorbereitet war.
Es scheint mir regelrecht bei den tragbaren Geräten einer Lotterie ausgesetzt zu sein.
Glaube mir, das ist der Punkt der genau keinen Spaß mehr macht.
Ein gekochtes Ei läuft runder. :LOL:

OMC hat von bekannter Hand ein großzügiges realtiv gemütiges Gregory-Maksutov Design.

Einfachstes Mittel Maks zu justieren ist mit einem Ortho und Auszughülse gerade aus auf einem künstlichen Stern, nicht ideal von der Lage her(waagerecht), kann aber gut funktionieren wenn der HS auf seinem Gleitrohr sehr wenig Spiel hat.
Persönlich habe ich gerne das zähe braune Fett von Baader auf dieser Gleitfläche. Gut sicher befinde ich mich trivial in einem anderen Temperaturbereich regelmäßig als in meist kühleren DE.

Die Skywatcher Maks können gut sein, müssen aber geprüft werden. Kenne jemanden der das persöhnlich machte am Abend mit dem Sackarren schon gut geladen. Egal ob 120/150 oder 180ziger.
Es gab auch einige die nicht passten, da war nichts zu tun, müssen andere Komponeten rein.

Ein nettes Schlamassel indeed.

Persönlich hätte gerne ein par Infos vorher gelesen.

Clear skies,
- Martin
 
Guten Morgen zusammen,

ich habe da ein leichtes Verständnis Problem :unsure:.
Man möge mich bei Bedarf mit Wissen füttern.

MC Justage und somit m.E. auch SC Justage geht, so weit ich es weiß, systembedingt über den Sekundärspiegel. Deshalb hat ein SC vorne die drei Schrauben unter einer Abdeckung. Beim MC geht das, wiederum so weit ich weiß, über Schrauben an der Meniskuslinse oder in deren Nähe.

Am Hauptspiegel gibt es doch keine Schrauben um diesen irgendwie zu anzugehen.
MC so wie auch SC werden ja über den Hauptspiegel fokussiert. Somit wird der Hauptspiegel bei jedem fokussieren minimal vor oder zurück bewegt.
Deshalb auch bei manchen SCs die Problematik des Spiegelshifting, leichtes verkippen des Hauptspiegels. Der Hauptsiegel ist gar nicht justierbar.
Beim MC sieht es genauso aus. Da ist der Hauptspiegel auch nicht einstellbar. Wie auch, der muss beweglich sein.

Korrektur:
Bei den Sky Watchern MCs scheint das doch möglich zu sein.
Justage SkyWatcher Maksutov SkyMax 150 oder 180: Über drei Schraubenpaare!
Kollimation des Teleskopes
scheint dann eine andere Vorgehensweise zu sein, als allgemein üblich.
Wie es anscheinend tatsächlich verschiedene Konstruktionen gibt. Eine allgemeine Aussage kann man da nicht machen, da Hersteller abhängig.

Again what lernt ;) und eines besseren belehrt worden.

Dennoch:
MCs und SCs sind sehr justagestabil. OK, auf den Boden schmeißen darf man das Teil nicht.
Und ich persönlich würde die Finger von der Kollimation bei MC und SC lassen.
 
Hallo,

Nicht alle sind schlecht von den Compound Teleskopen.

Aber in dieser Preisklasse wirklich zu prüfen.
Was recht schwer ist für einen Einsteiger/Anfänger, der keine Möglichkeiten hat so ein Teleskop mal schnell abzurollen in den meisten Fällen.
Auch meistens hat man keine Referenz zu was Ausreichend/Mangelhaft ist oder im besten Falle Sehr Gut/Gut.
Sehr oft kommt es vor das nicht einmal der HS im Tubus mittig liegt oder gar der FS auf dem Korrektor mittig sitzt. Man kriegt sie trotzdem "ausreichend" kollimiert, aber werden weniger leisten, was man dann weit später sieht, außer das Instrument ist schwer dejustiert eingetroffen.

Ein Händler der solchen Service anbietet für 50 zu 150Euro oder gar Gratis, kann bei diesem Preis auch keinen Mitarbeiter über einen halben Tag beschäftigen um das Teleskop im Falle das es notwendig wäre und advantage point das Instrument korrektiv zu zerlegen und richten. Wenn überhaupt möglich.
Auch meistens sind die Möglichkeiten beschränkt, ein par wenige Justierschrauben an ein-zwei Komponenten und das wars. Man kann versuchen auch einen verspannten Korrektor zu lockern, da er halt einen Tick krumm sitzt und man regulären Astigmatismus sehen kann. Kann aber auch am HS liegen. Der kann von seiner Seite aus schief hängenden auf dem Gleitrohr sitzen, oder nicht mittig. Nichts seltenes. Verklemmt verspannt schief sitzend war meiner.
Spiegelshifting beim Fokussieren kommt jetzt auch noch dazu. Noch ein allgemein bekanntes Zusatz Thema bei Mak's wie SC's und weiteren Derivaten.
Der SC verträgt gelegentlich ein winzig wenig mehr eine Fehlplatzierung des Korrektors als der Mak, es ist nicht sofort so offensichtlich wie beim Mak in der Sternabbildung.
Nur sehr wenige von den Compound, von den Kleinen - Mittleren lässt sich OAZ, HS wie FS separat einstellen. Und die einzelnen Komponenten sitzen zufälligerweise auf einer Achse.

Persönlich habe ich ein voll verstelltes Mak(nie richtig zusammengebautes von Fabrik aus) behalten von den ganzen die mir geliefert wurden, aber auch nur da ich erkennen konnte das es Möglich ist anhand der Konstruktion es zu richten. Und das hat einiges gedauert bis ich alles notwendige zusammen hatte.
Auch bei dieser Aktion wurde die Fassung des Korrektors auf den Tubus auf einer Drehbank gerade angebaut, wie den Korrektor zentriert.
Kein, oder nur sehr wenige Dienstleistungsanbieter können sich solche Witze erlauben, wenn erkennbar mittels eines Standes bei präliminären Abrollen.

Vom Einsteiger/Anfänger kann man nicht erwarten das er ein Teleskop zu prüfen wie zu richten hat.
Aber ratsam ist es das Teleskop aufrecht zu stellen auf einer harten glatten geraden Fläche(in der Küche z.B.) und mit einem Qualitätswinkel mal kurz dranzugehen.
Gegebenen Falles rate ich auch schwer sich einen kleinen Stand aus Holz schnell zusammen zu zimmern um das mal rudimentary abrollen zu können wenn oft offensichtlich ist dass die Leistung nicht so überzeugend ist.

Persönlich habe ich daheim über die Jahre einige Teleskope abgerollt. Resultate was man so an Fehlern einfach findet ist recht abschreckend in diesem Sortiment/Angebot wie Preisklasse.

Komischerweise treten bei mir auch bei nicht Astro Sachen Korrektur notwendige Schemen auf, bei neuen modernen PC's die nicht ausreichend gekühlt oder von Fabrik aus zu stark Overclocked/Boost sind oder Gaming Konsolen additionale Kühlungen eingebaut brauchen. Habe gerade bei zwei Kandidaten die Kühlung 30Grad Celsius korrigiert. Bis zu 115Grad Celsius für so einen kleinen Chip sah ich doch wirklich zu viel(Throttle und OFF). Einem muste ich limitieren wie frühzeitig zerlegen und nachprüfen, anderer als geschlossenes System hat zwei interne Lüfter mit Filter eingebaut gekriegt.

Laut Spezifikationen seitens Fabrikanten sollte es niemals notwendig sein dass ich da selber eingreifen muss.

Clear skies,
- Martin
 
MC Justage und somit m.E. auch SC Justage geht, so weit ich es weiß, systembedingt über den Sekundärspiegel.

Nein Systembedingt ist das nicht, es ist nur bei Systemen mit extra Sekundärspiegel
einfacher über diesen die Justage zu realisieren weshalb man das hier dann eben oft so macht.

Anders sieht es bei Gregory Maks mit auf den Meniskus aufgedampften Sekundärspiegel aus.
Hier geht es Systembedingt nur über den HS und deshalb werden die ganzen Gregory Maks zb. von Skywatcher oder Bresser über den HS justiert.

Beim Rumak Design mit extra Sekundärspiegel gibt es aber genau wie beim SCT die Variante der Justage nur über den Sekundärspiegel.
Das ist zb. beim gerade ganz neu rausgekommenen SVBONY MK127 so.



Bei teuren Rumaks wie zb. von Intes kann aber auch beides also sowohl HS als auch Sekundärspiegel justiert werden.
Pauschal kann man da also nichts sagen, sondern es kommt drauf an wie es der Hersteller gemacht hat.

Grüße Gerd
 
Also ich zumindest danke euch ja für diesen (wirklich, ernstgemeinten) lehrreichen Input zum Thema Mak-Justage, aber glaubt ihr, dass diese Themenentwicklung hier bei einer Einsteigerfrage nach einem Erstteleskop noch sinnvoll ist?
 
Katadiopter haben meist eine größere Obstruktion als Newton.

Nein, mit Katadiopter hat das nichts zu tun sondern mit dem Fokus.
Die Katadiopter welche du meinst haben einen Cassegrain Fokus und ja da ist tendenziell die Obstruktion höher als mit Newton Fokus.
Das trifft aber auch auf reine Spiegelsysteme wie klassisches Cassegrain, Dall-Kirkham oder RC zu weil auch die alle einen Cassegrain Fokus haben.

Anders rum gibt es auch Katadiopter mit Newton Fokus die bezüglich Obstruktion eben mit dem klassischen Newton vergleichbar sind weil diese Katadiopter eben einen Newton Fokus haben.
Der berüchtigte Seben Big Boss 150/1400 ist zb. so ein Katadiopter mit Newton Fokus.

Aber es gibt analog zu den Cassegrain Systemen auch MAK Newton und Schmidt Newton.
Die eben einen Newton Fokus haben.
Die Intes MAK Planeten Newton sind zb. bekannt für ihre besonders geringe Obstruktion.


Es macht also bezüglich Obstruktion keinerlei Sinn darauf rumzureiten ob ein System ein Katadiopter ist oder nicht sondern es kommt auf die Art des Fokus an.

Grüße Gerd
 
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Also ich zumindest danke euch ja für diesen (wirklich, ernstgemeinten) lehrreichen Input zum Thema Mak-Justage, aber glaubt ihr, dass diese Themenentwicklung hier bei einer Einsteigerfrage nach einem Erstteleskop noch sinnvoll ist?

Ich denke das ist hier eher OT der hier nicht wirklich hilfreich ist und nur verwirrt.
Wer bedarf hat sich mit unterschiedlichen Systemen der Justage im Detail zu befassen sollte dafür extra einen Thread aufmachen.

Grüße Gerd
 
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