Mal was anderes - Solargraphie

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UwePilz

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Solargraphie ist die Aufzeichnung der jährlichen Sonnenbahn. Am besten geht dies mit einer Lochkamera auf Schwarzweiß-Fotopapier. Das Bild wird trotzdem farbig. Entwickelt werden muss es nicht.

Ich habe mal Negativ und Positiv eines der Bilder gegenübergestellt. Lief von Ende Dezember bis heute.
 

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Klasse Projekt!!!
Werde ich mit meinem Sohn jetzt auch mal in Angriff nehmen...

Super vielen Dank, Uwe, dass Du uns das hier zeigst!!

Gruß aus dem Norden,
Ernie
 
Wenn ihr das nachmachen wollt, ein paar Hinweise:
- Die klassische Methode ist die Verwendung von schwarzen Filmdosen. Ein größeres Negativ ist aber viel besser. Ich habe eine Blech-Kaffeedose genommen, mit einem Deckel mit Schnappverschluss. Zum Deckel muss schwarze Folie mit eingeklemmt werden, damit er lichtdicht wird.
- Ob wohl das etwas obszön klingt: Man braucht ein "schönes" Loch. Wenigstens ungefähr sollte man den optimalen Lochdurchmesser einhalten: Für Filmdosen 1/10 mm, für Kaffeedosen 3/10 mm. Noch wichtiger: Die Löcher müssen schön rund sein. Ich verwende Teelicht-Alu als Material, steche mit eine Nähnadel durch, mache mit Schleifpapier glatt. Aus mehreren Versuchen wähle ich das beste unter dem Mikroskop aus, eine starke Lupe tut’s auch.
- Kaffedosen glänzen innen. Es ist zweckmäßig, sie innen schwarz zu lackieren oder mit schwarzem Papier auszukleiden.
- Start der Aktion ist nur z den Sonnenwenden sinnvoll, also ranhalten!
- Das fertige Bild ist sensibel: Es verändert sich am Licht und lässt sich auch nicht sinnvll fixieren. Schon ein einziger Scanversuch kann das Bild merklich verschlechtern. Es sollte also beim Scannen gleich klappen, die Scanparameter muss man vorher an einer anderen Vorlage ausprobieren.

Ansonsten ist alles ganz einfach. Die Dose muss man gegen Verrutschen sichern: Klebeband oder auf der Unterlage festkleben.

Viel Erfolg!
 
Hallo Uwe,

es ist das erste Mal, dass ich sowas sehe. Einfach toll!
Habe ich es richtig verstanden, dass das Fotopapier in einer Dunkelkammer in die Lochkamera eingelegt werden muss und dann ein halbes Jahr lang belichtet werden kann? Hast Du schonmal versucht das Ergebnis zu fixieren? Ich weiß leider nicht, ob das gehen würde, wenn das Entwicklerbad weggelassen wird ... ist vielleicht einen Versuch wert?
 
Das Fotopapier kann wahscheinlich auch im Hellen eingelegt werden, wenn man sich dazu nicht allzuviel Zeit lässt. Allerdings ist dann der Rest der Packung nur noch zu Solargraphien zu gebrauchen :) . Ich mache das bei Rotlicht.

Wenn man fixiert, verblasst das Bild erheblich. Ich habe auch versucht, es direkt in Selentoner zu geben, da verblasst es etwas weniger, aber immer noch genuch.
 
Könmnte man statt Einscannen nicht auch Abfotografieren? Also unter Rotlicht die Kamera ausrichten, scharfstellen und zum Fotografieren kurz Licht anmachen?
 
Hallo,
was übrigens auch sehr gut geht sind Blechbüchsen von z.B. Kidneybohnen. Da passt sehr gut das 10x15 cm Papier rein. Und beim scannen unbedingt auf die Ausgabegrösse achten!
Schöne Grüße
Martin
 
Hallo Uwe,

tolle Sache.

Welcher Brennweite entspricht denn deine Lochkamera in etwa, oder anders gefragt, wie groß ist der abbildbare Bereich des Tagbogens?

Viele Grüße

Karsten
 
Lieber Karsten,

eine Kaffebüchse hat etwa 12 cm Durchmesser, das ist ~ die Brennweite. Das Blatt Fotopapier ist etwa 20x20 cm² groß. Bei Filmdosen ist alles viel kleiner, 3x4 cm².

Wie ihr ja seht, kann die Mittagshöhe der Sommersonne nicht abgebildet werden. Hierzu braucht man längere Büchsen. Oder man versetzt das Loch (derzeit mittig).
 
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