Mal was Reelles bei ebay(.com) ???

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habakuk

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Hier im Amiland versteigert jemand ein neues Trinovid 8x42BN
mit "Sofort Kaufen"-Option für 790 US-$, was nach aktuellem
Kurs 675 EUs ergibt und auf den (aller-)ersten Blick
doch recht wohlfeil anmutet.

Mit welchem Endpreis (inkl. Zoll, MWSt) muß man da wohl
rechnen ? Hat schon mal jemand von euch in Übersee
mitgesteigert ?

alteuropäische Grüße

Uwe
 
Hallo..

Du müßtest mit Import-Kosten von ca. 20-25% rechnen, also Versand, Zoll (4,2%) sowie
Mehrwertsteuer (16%).

Das Problem ist aber meist, das du einem amerikanischen Privatmenschen kein Geld zukommen lassen kannst...bei
Firmen kannst du über die Kreditkarte einiges machen, bei Privatpersonen bleiben nur Sachen wie PayPal oder
irgendwelche Scheck-Sendungen, das ist daber meist mit horrenden Gebühren auf deutscher Seite verbunden...daher hab
ich das bisher gelassen...
 
Hallo!
Ist zwar off topic - aber was kostet denn so eine paypal Zahlung in die USA? Ich dachte immer, das wäre wesentlich günstiger, als eine Banküberweisung.

Gruß
Andreas
 
Paypal kostet den Zahlenden nichts, nur den Empfänger( ich glaub 3%), wenn nicht der Empfänger dem Zahlenden diese Kosten aufbürdet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Gruß Jochen
 
Hallo...

Innerhalb der USA kostets wirklich wenig, außerhalb aber nicht:

Ich hab mal auf paypal.com nachgesehen, und damals hieß es, bis PayPal.de aufgebaut ist, fallen
die normalen Auslandsgebühren an...also 11.- Euro pro Überweisung plus noch was prozentuales...

Kannst aber mal auf paypal.de nachsehen, vielleicht sind die mit dem Aufbau schon fertig und es ist günstiger...

 
Guten Tag,

weil ich schon mindestens zwei Dutzend Einkäufe bei eBay oder Astromart (so etwas wie Astronomie.de in den USA) aus den USA und Kanada über PayPal abgewickelt habe, kann ich ein paar Infos und Tipps geben. Eigentlich sollte man das an anderer Stelle in diesem Forum mal so publizieren, daß es auch die finden, die nicht unter "Ferngläser" nachsehen.

1. Die Versandkosten sind äußerst unterschiedlich. Ich habe für jeweils etwa gleich große und schwere Teile (Größenordnung eines Fotoobjektivs, Okulars oder Zenitspiegels unter 1000 g) schon äußerst günstige 9,90$ bis zu teuren 59$ bezahlt (jeweils Air Mail). Es gibt mehrere Unternehmen in den USA wie US Postal Service (enstpr. der Post in Deutschland), UPS, Fedex oder andere, die sehr unterschiedliche Tarife haben. Offenbar hat im großflächigen Land der in diesem Falle eher beschränkten Möglichkeiten aber nicht jeder Zugang zu allen Unternehmen, sondern viele sagen, Sie könnten nur über Firma A oder B versenden. Übrigens verlangt mancher Verkäufer in den USA außer den Kosten fürs "shipping" auch noch solche fürs "handling" (Abwicklung und Verpackung), die nach meinen Erfahrungen 10 bis 20$ zusätzlich betragen können.

2. Der Zoll beträgt. wie schon weiter oben in einer anderen Antwort richtig genannt, für optische Teile (Objektive, Okulare, Binos, Prismen, Spiegel usw.) 4,2% und wird auf den Gesamtbetrag aus Kaufbetrag plus Versandkosten erhoben (genau genommen auf den Teil der Versandkosten, die bis an die deutsche Grenze anfallen, aber in der Praxis wurde das bei mir fast nie so genau gemacht).

3. Die MwSt. beträgt 16% und wird wiederum auf den Gesamtbetrag zuzüglich Zoll erhoben. Man kann einfacher für Zoll und MwSt. zusammen auf den Gesamtbetrag (Kaufpreis + Versandkosten) 20,872% aufschlagen (1,042 x 1,16 = 1,20872).

4. In vielen Fällen (hängt davon ab, über welches Unternehmen in den USA die Ware verschickt wurde und ob sie über den Flughafen Frankfurt/M eintrifft) wird die Ware dann in Deutschland nicht über die Post ausgeliefert, sondern z.B. über UPS (United Parcel Service), GLS (General Logistic Systems, hat einen Exklusivvertrag bei Luftftracht über Ffm) usw. Die Post berechnet keine zusätzlichen Kosten, aber UPS verlangt 5,93 Euro Vorlageprovision inkl. MwSt., und GLS gar 11,02 Euro, wenn man selbst beim Zollamt die Abwicklung erledigt und ca. 17 Euro (ich finde den Beleg im Moment nicht, daher keine genauere Angabe), wenn die Aufschrift SELBSTVERZOLLER auf dem Paket ignoriert und die Zollformalitäten durch GLS erledigt wurden. Die Rechnung von GLS kommt meistens erst nach 2 bis 3 Monaten und ist so "kundenfreundlich" formuliert, daß man erst lange suchen muß, bis man herausfindet, zu welchem Vorgang sie gehört (typisches Beispiel, wie miserabler Service und Wucherpreise oft zusammengehören). Ich muß gestehen, daß ich noch keine Möglichkeit herausfinden konnte, wie man GLS als Zusteller von vornherein ausschließen könnte.

Summa summarum also fürs erste: (Kaufpreis + Verandkosten) x 1,20872 + Gebühren des zustellenden Transportunternehmens.

5. Nun kommen noch die Kosten für die Währungskonvertierung und den Geldtransfer dazu. Bei der Währungskonvertierung darf man nicht vom aktuellen Wechselkurs aus den Nachrichten (Radio, TV, Zeitung) ausgehen, nach dem die Euro-Anzeige des deutschen eBay zusätzlich zum Dollarpreis berechnet zu werden scheint, denn die Banken, Kreditkartenunternehmen, PayPal usw. legen einen etwa 3% bis 5% ungünstigeren Kurs zugrunde. Es kann leider sogar zu mehrfacher Umrechnung ($ in Euro, wieder zurück in $ und erneut in Euro) kommen, wie es mir einmal bei einer Zahlung über PayPal passiert ist (siehe weiter unten), wobei jedesmal erneut ein Verlust in dieser Größenordnung eintritt.

6. Wenn man über PayPal zahlt, kommt es darauf an, ob man einen Private Account (Zahlung nur bei vorheriger Überweisung vom Bankkonto aufs PayPal-Konto möglich) oder einen Premium Account hat (höhere Gebühr, aber Abrechnung über Kreditkarte wird einfacher und vor allem schneller). Manche Verkäufer haben nur einen Private Accout, so daß dann keine Abrechnung über Kreditkarte möglich ist, auch wenn der Zahlende einen Premium Account hat (er muß in diesem Falle erst einen entsprechenden Betrag + Gebühren von seinem Bankkonto auf sein PayPal-Konto überweisen, sofern er dort nicht aufgrund zuvor erhaltener Zahlungen ein Guthaben hat). Einfacher ist es, wenn der Verkäufer einen Premium Account hat, was aber bei Privatleuten eher selten ist. Deshalb mein Tip: Unter einer zweiten eMail-Adresse einen Private Account zusätzlich zum Premium Account einrichten, der keine zusätzlichen Kosten verursacht und bei solchen Zahlungen Gebühren spart.

Ich hatte mal bei einem Kauf von jemandem, der nur einen Private Account bei PayPal hatte, einen $-Betrag von der Bank aufs PayPal-Konto überweisen, wobei die Bank erhebliche Gebühren berechnete (ich weiß es nicht mehr ganau, aber sicher um ca. 15 Euro inkl. Kursverlust). Dann hat PayPal den Geldeingang trotzdem als Euro-Betrag auf meinem Konto gutgeschrieben, was erneut einen Umrechnungsverlust brachte. Und schließlich hat PayPal den Betrag wieder als $-Betrag an den Verkäufer geschickt, was ein drittes Mal einen Umrechnungsverlust brachte. Mich hatte damals allein dieser Geldtransfer in der Größenordnung von 900 $ fast 60 Euro Gebühren und Kursverluste gekostet. PayPal hat allerdings inzwischen einige Änderungen im Zahlungsverkehr vorgenommen und akzeptiert inzwischen auch Einzahlungen durch Banklüberweisung in Euro, so daß möglicherweise jetzt etwas geringere Kosten anfallen.

Daher kann ich PayPal nur empfehlen, wenn der Verkäufer einen Premium Account hat (also Zahlungen über PayPal mit Kreditkartenabrechnung erlaubt). Die Kosten liegen dann in der Größenordnung von 3% bis 5%, was günstiger als jede Banküberweisung oder Zahlung durch Scheck ist.

Soviel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, aber es war zur vollständigen Klärung nötig. Ich kann nur abschließend noch als Faustregel sagen, daß man unter Berücksichtigung aller genannnten Kosten (Versand, Zoll, MwSt., Vorlageprovision oder ähnliche Gebühren und Geldtransferkosten) bei einem Kaufpreis von 500$ bis 1000$ zwischen 25% und 32% an zusätzlichen Gesamtkosten rechnen muß. Da wird manches vermeintliche Schnäppchen doch recht teuer. Und man darf auch das Risiko nicht übersehen, daß die Ware nicht einwandfrei ist. Ich habe neulich ein als in gutem Zustand beschriebenes Stereomikroskop in den USA gekauft, das sich dann als stark beschädigt erwies: Beulen im Gehäuse, die Vergütungen beider Okulare außen wie sogar innen von unsachgemäßem Putzen zerkratzt, die Dioptrienkorrektur eingerostet, der Trafo der Ringlicht-Stromversorgung nicht verschraubt, sondern lose im Gehäuse, Stecker und Buchse der Verbindungskabel unerschiedlich, so daß sie nicht zusammenpaßten). Als ich reklamiert, schickte mir der Verkäufer als bescheidenen "refund" einen Scheck über 60$, von dem nach Abzug der Bankgebühren 38 Euro übrig blieben. Sollte ich vor Gericht klagen und mir in den USA einen Anwalt nehmen? Das hieße, noch viel mehr Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Und ein andermal hatte ich als Geschenk eine Kinder-Uhr über eBay gekauft, die sich als total verrostet erwies. Da erhielt ich am Ende zwar alle Kosten zurück, aber der Zeitverlust für das Schreiben mehrerer eMails sowie das Fotografieren der Schäden und der Ärger waren doch sehr groß und wurmen mich noch heute.

Fazit: Manches kann man sehr günstig aus den USA erwerben, aber 25% bis 32% Zusatzkosten sollte man einkalkulieren und auch das Risiko nicht unterschätzen.

Mit besten Grüßen

Walter E. Schön
 
Hallo Uwe,

weil es nicht zu meinen Ausführungen zu Kosten und Gebühren paßte, mache ich Ihnen hier separat ein Alternativangebot zum Leica-Glas bei eBay: Ich habe ein nagelneues Swarovski SLC 10x50WB (schwarz) in Originalverpackung mit beidseitigen Schutzkappen und Trageriemen für 990 Euro inkl. Versandkosten (kein Zoll, keine MwSt., keine Vorlageprovision und ablsolut kein Risiko!) anzubieten. Es würde unterm Strich also nicht mehr als das Leica 8x42 BN kosten. Ich habe es nur einige wenige Male im Garten zur Vogelbeobachtung benutzt, es ist wirklich absolut wie neu! Ich habe insgesamt vier Ferngläser (1x Nikon, 2x Leica, 1x Swarovski) und habe auf der letzten "photokina" in Köln alle einschlägigen Ferngläser von Leica, Nikon, Swarovski und Zeiss (alphabetische Reihenfolge, keine Wertung!) verglichen, so daß ich aus eigener Erfahrung sagen kann, daß es ein Topglas ist, das in seiner Klasse (10x50) hinsichtlich Schärfe, Helligkeit, Farbneutralität, Gesichtsfeld und Handlichkeit von keinem anderen übertroffen wird. Ich will mich davon trennen, weil ich es nicht benutze. Ich bin bandscheibengeschädigt und ziehe daher beim Wandern das viel leichtere Leica 10x32 BN vor und benutze dann, wenn ich stärkste Leistung brauche, mein neues Apo-Televid 77.

Gegenüber dem Leica 10x50 BN ist ein kleiner Nachteil bei der Vogelbeobachtung, daß die Fokussierung des Swarovski etwas langsamer ist (dafür feinfühliger, wenn es nicht auf Schnelligkeit ankommt). Dagegen ist ein wichtiger Vorteil gegenüber dem Leica 10x50 BN, daß das Material der Gehäuseummantelung griffiger und erheblich unempfindlicher ist (das optisch ebenfalls erstklassige Leica-Glas sieht weichen der vergleichsweise weichen Gummiarmnierung schon nach kurzem Gebrauch stark abgegriffen aus!).

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bei mir unter mail@WESchoen.de oder telefonisch unter 089/4362231.

Mit besten Grüßen

Walter E. Schön
 
Hallo Walter,

vielen Dank für die erschöpfende Auskunft.
Soooo kompliziert hatte ich mir das allerdings nicht vorgestellt.
Und von dem (optischen) Preisvorteil bleibt auch nix übrig,
vom Verlust an Zeit & Nerven mal abgesehen.
Wegen des Angebotes schick ich eine mail, damit dieser
Faden nicht off-off-topic wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Eigentlich sollte man das an anderer Stelle in diesem Forum mal so publizieren, daß es auch die finden, die nicht unter "Ferngläser" nachsehen

@BM: Sollte man Walters Beitrag über "ebay in Übersee" wg. allgemeinen Interesse nicht irgendwo archivieren, wo er nicht nach 14 Tagen gelöscht wird ?

Grüße

Uwe
 
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