Mars mit 6 Zoll

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Frabo

Aktives Mitglied
Liebe Forenkollegen,
anbei ein Marsbild vom 12. Oktober, aufgenommen mit dem 6-Zoll SW-Newton (f8) und der Asi 120mc. Für sechs Zoll ganz in Ordnung. Der Kreis da oben gegen 12 Uhr ist wohl Olympus Mons.
Liebe Grüße,
Frank
Mars.jpg
 
Dankeschön! Die Luft war bei uns aber auch sehr schön ruhig bis etwa 2.00 Uhr. Man konnte auf dem Monitorbild bereits schon einige Details erkennen. Der 6-Zöller hat, da er ein f8-System ist, einen vergleichsweise kleinen Fangspiegel und daher etwas weniger Obstruktion.

Liebe Grüße
Frank
 
Heißt das je kleiner das Öffnungsverhältnis, desto kleiner kann der Fangspiegel gebaut werden und daraus folgt geringere Obstruktion? UNd gilt das für alle Bauarten?
Die Sache ist die, Je weniger Obstruktion bei einem Newton, SC desto Kontrastreicher das Bild! Die Russki bauten Planetennewton zwischen 12-15% Obstruktion.... ein SC z.B hat in der Regel 33-35%. ;) Aber, die Planeten-Kübel wurden dadurch auch laaaaange und schwer. So ein INTES MN78 (Russland) hatte gerade mal 13,4% Abschattung also 7" f8..... das wog aber auch eine gefühlte Tonne :p
Heutzutage sind die Planetennewton aus der Mode gekommen, denn jeder will schnelle Systeme. Es gibt aber noch kleine Betriebe, die solche Spiegel-Spezialisten für Planeten immer noch herstellen..... über die Preise muss man nicht nachdenken.
CS Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei meiner ein "ganz normaler" von SW ist, halt der 150PL. dennoch ist er im Vergleich mit einem 8-Zoll-f5-Newton schon sehr lang (ich glaub', der Tubus ist ca. 1100mm lang....Der Fangspiegel hat einen Durchmesser von 37mm, also immerhin noch 25%Obstruktion.
CS, Frank
 
Hallo Jozef,
prima. Da sieht man allerdings den Unterschied zwischen Apo (=keine Obstruktion) und Obstruktion (= mein Newton). Was sagst du zu den aufgehellten Bereichen auf 9.00 und 12.00 Uhr? Die kann ich bei mir auch in anderen Bearbeitungen erkennen, habe sie jedoch für Schärfungsartefakte gehalten.
CS in die schweiz,
Frank
 
Schau hier, unter anderen sind auch die "Utopia Gebiete" eingetragen. Sind keine Artefakte, sondern geologische Regionen.

Mars 12.10.2020.png


Beste Grüsse nach Drüben... Jozef
 
Übrigens, ein tolles Bild! Ich meine jedoch die weiß-bläulichen Aufhellungen. Man könnte diese für atmosphärische Erscheinungen halten oder halt für Artefakte...

LG
Frank
 
Ach das, verstehe.... ja definitiv richtig "Atmosphärische Erscheinung". Am Nordpol wird dieses durch den Stickstoff über dem Pol erzeugt. Bei der Drehung des Planeten, also anderer Position der Oberfläche verändert sich diese bläuliche Schicht ebenfalls am NP. Und unterhalb Tharsis Montes ist ein weisses Wolkenband auf dieser Aufnahme sichtbar.
Übrigens, Deine Aufnahme mit dem 6" Newton ist schon Referenz! Das kriegen die meisten Kollegen mit C8 nicht so hin!
Beste Grüsse aus der Schweiz, Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
...wurden in der Sowjetunion die alten T34 Panzer...

Es gab sogar einen T34-LZOS-Kit für die Nacht, da konnten wartende Soldaten in der Nacht Astronomie im Feld betreiben, indem man eine LZOS-Linse in militärgrüner Fassung auf die 76,2-mm-Kanone L-11 mit 30 Kaliberlängen aufsetzte. Das ergab also ein Teleskop mit 2.286 mm Brennweite. In den geöffneten Verschluss wurde ein Adapter mit Zenitspiegel und Okular eingesetzt.

Zahlreiche hervorragende Planetenbeobachtungen wurde so während der Kriegsnächte gemacht. Nach dem Krieg wurden viele LZOS-Rohre samt Panzertürmen (zwecks Nachführung) an Amateurastronomen verkauft, was hohe Anforderungen an die Fundamente ihrer Gartenhütten stellte. Dank guter Pflege sind mache der 76/2280 Teleskope jedoch bis heute im Einsatz.

_affeaugen:

lg
Niki
 
Es gab sogar einen T34-LZOS-Kit für die Nacht, da konnten wartende Soldaten in der Nacht Astronomie im Feld betreiben, indem man eine LZOS-Linse in militärgrüner Fassung auf die 76,2-mm-Kanone L-11 mit 30 Kaliberlängen aufsetzte. Das ergab also ein Teleskop mit 2.286 mm Brennweite. In den geöffneten Verschluss wurde ein Adapter mit Zenitspiegel und Okular eingesetzt.

Zahlreiche hervorragende Planetenbeobachtungen wurde so während der Kriegsnächte gemacht. Nach dem Krieg wurden viele LZOS-Rohre samt Panzertürmen (zwecks Nachführung) an Amateurastronomen verkauft, was hohe Anforderungen an die Fundamente ihrer Gartenhütten stellte. Dank guter Pflege sind mache der 76/2280 Teleskope jedoch bis heute im Einsatz.

_affeaugen:

lg
Niki
Hallo Niki
In Wien regnet es ohne Unterbruch, stimmts? :giggle::coffee:
CS Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach allen Panzerrohr-Tubusschlachten hier noch einmal eine etwas veränderte Bearbeitung. Mehr lässt sich wahrscheinlich aus den sechs Zoll wohl kaum noch rausholen.
LG
Frank
Mars_000042_sunn1_lapl3_ap170_Drizzle15-1gimp-regi_3 (2)farbe.jpg
 
Hmm, die allererste Version ganz oben hat mir persönlich etwas besser gefallen. Da ist zwar noch ein bisschen der Randartefakt drin, aber dafür mehr (od. prägnanter sichtbare) Details, auch farblich (Dunst etc..). Die letzte Version ist in sich homogener, aber ld. auch etwas flauer.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben