Herzliche Neujahrsgrüße in die Runde der Grossfernglas-Liebhaber!
Lieber Antonio, die Nagler T5 20mm Okulare haben eine herrliche Abbildungsqualität, sind sehr immersiv (teilweise wegen des engen Pupillenabstands - nicht für Brille tauglich), angenehm am Bino (wenn man keine Probleme mit engem Pupillenabstand hat) und passen vom Gewichtsausgleich her gut zu den APM/Docter 12,5. Die T5 20 sind nicht die billigste Lösung, aber wenn wir über das APM 150mm Bino reden sind Finanzfragen ohnehin sekundär.
Ich habe sie mit den Nagler T4 22mm an meinen Doppelteleskopen mit 2-Zoll Anschluss verglichen und bin schliesslich bei den T4 22 geblieben - aber nur weil ich mit der gegebenen Austrittspupille im Bereich 3 bis 4mm meine Brille tragen muss und das grosse Gewicht der T4 22 eins meiner Geräte, ein umgebautes Flakglas 80/550, sauber austariert. Ich lasse die T4 22 fest in jenem Glas für 25x und geniesse es ohne Okularwechsel. Am 125/800 Doppelteleskop lasse ich genauso die Docter 12,5 drin für 64x.
Vom Okularwechsel am Doppelteleskop bin ich ganz abgekommen. 64x mit den Docter am 5-Zoll Doppelrefraktor ist so göttlich und so gut geeignet für alle Objekttypen, dass ich viele Jahre brauchen würde, um alles am Himmel zu tun, was damit geht. Wenn man die Sache vom Himmel her und nicht vom Gerät her denkt, sine für grossflächige galaktische Nebel >2° grosse Handferngläser im Vorteil, und für Hochvergrößerung ist ein größeres Teleskop im Vorteil. Aber das ist ein spezieller Ansatz zum Umgang mit Doppelteleskope und setzt einen gewissen Fuhrpark voraus. Ich verstehe den Ansatz, sich ganz auf ein einziges Grossfernglas zu konzentrieren, voll und ganz - hallo Jochen!
Wenn man wechseln will, ist der Balanceausgleich gerade am Grossfernglas oder Doppelteleskop wichtig. Dann passen die T5 20 als Wechselokulare in Verbindung mit den APM/Docter 12,5 gut. Mit 27mm Feldblende zeigen die T5 20 ein wesentlich größeres Feld als die Morpheus 17,5, der Effekt überwiegt für mein Gefühl den kleinen Vergrößerungsverlust im Vergleich zum Morpheus 17,5.
Gruß, Christopher