Meade ETX-70 AT-S bei Lidl!

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janku

Neues Mitglied
Hallo Freunde,
habe gerade erfahren, dass es beim Lidl hier in BaWu anscheinend ab dem 02.12. das Meade ETX-70 AT-S zu kaufen gibt. Dabei handelt es sich um einen kleinen Refraktor 70/350 mit autom. Steuerung. Das ganze fuer 179 Steine, also viel billiger als im normalen Handel.
Ist zwar nicht das legendaere Skylux, das zur selben Zeit im Norden angeboten wird, aber ist doch auch nicht uebel.
Was denkt Ihr?

Jan
 
Genau deswegen kann mann auch im normalen Astrohandel das Gerät nicht mehr kaufen!Der gesamte Bestand wurde an Lidl verramscht!
Natürlich gibs bei Lidl auch die kompetente Beratung..;)

Beachten Sie auch unsere Weihnachsangebote.
Immer erst zu FOTO-QUELLE!
Wir beraten sie gerne!

Fotoquelle
Alexanderplatz 6
10178 Berlin
030 2438 22 23
Fotoquelleamalex@T-Online.de
www.astrozentrumamalex.de

Herr Wolarz
 
Hi Jan,

ich denke darüber: 70/350 Für Planeten zu wenig Brennweite, für Deepsky zu wenig Öffnung. Man bezahlt im Grunde nur die Computersteuerung und da wo die Optik beginnt, ist das Geld zu Ende.
In meinen Augen ein schlechter Einstieg.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Allerseits,

das gleiche gilt übrigens auch für Österreich, wo Lidl
das ETX70 für 189,- Euronen zum Verkauf anbietet.

Naja, wenn's wem gefällt. Ich würde das Geld auf jeden
Fall anders investieren. Andererseits muß man ja wohl
eines gegenüber stellen. So kompakt war der Einstieg ins
GoTo glaub ich noch nicht und das wird wahrscheinlich den
ein oder anderen Neueinsteiger dazu verleiten, sich so ein
Gürkchen oder Röhrchen zu kaufen. (Fällt einem ne brauch-
barere Verniedlichung ein?)

mit freundlichen grüßen UND mit klarem Himmel über Wien

Alp Tau

P.S.: Als neu registrierter User grüße ich alle Alteingesessenen herzlich! Mitlesen tu ich ja nun schon etwas länger. Aber zum registrieren hats erst jetzt gereicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,

ich habe seit einigen Monaten so ein Gürkchen als Reiseteleskop. Ich hatte es unter anderem mit auf die Kanaren genommen, und da hat es schlicht und ergreifend überzeugt!
Vorher hatte ich einen SkyWatcher mit 80mm Öffnung welches optisch schlechter war, und im endeffekt auch viel zu unhandlich und zu schwer mit Montierung und Stativ.
Das ETX ist sehr kompackt, bei geringem Gewicht und überraschen guter Optik! Im Bedarfsfall kann sogar auf ein Stativ verzichtet werden.
Wer also noch ein nettes kleines Reisetelskop sucht, dem kann ich nur empfehlen: Zuschlagen

Gruss, Nepomuk
 
Moin!

Also - ich kann über das ETX-70 auch nichts negatives sagen. Man muß sich natürlich über die Leistung eines 70/350-Refraktors im klaren sein: Das ist kein DeepSky-Hammer und auch kein Planetenjäger. Es ist einfach ein kleines kompaktes Reiseteleskop mit einer ziemlich lauten aber funktionierenden Goto-Steuerung.

a) Sieht man damit im Urlaub unter zappendusterem und lichtunverseuchtem Himmel mehr, als mitten im Ruhrgebiet mit einem 8Zöller

b) Höre ich auch keine abfälligen Bemerkungen, wenn jemand mit einem 77/480-Takahashi-Apo in Urlaub zieht. Ausser dem Farbfehler sehe ich da kaum einen Unterschied....

Ich habe mein ETX-70 mittlerweile weitergegeben. Für 179,- EUR denke ich aber durchaus darüber nach, mir nochmal eins zu kaufen - für alle Fälle...

Gruß
Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Klaus,

Punkt a) ist leider glatt gelogen. Was die Planetenbeobachtung angeht sowieso, da stört das Licht kaum und die verstärkte Luftunruhe in der Stadt kann den Auflösungsvorteil hier bei weitem nicht ankratzen.
Deepskybeobachtung leidet unter Stadtlicht, aber dem 8-Zöller kann ein OIII bei vielen Objekten derart auf die Sprünge helfen, daß die Aussage auch hier nicht zu halten ist.

Man sollte auch einsehen, daß das ETX-70 beim Lidl von Leuten gekauft wird, die damit vom Balkon aus beobachten werden - mit Lichterkette in den Blumenkästen. Wer von der Käuferschicht wird dieses Gerät als Reiseteleskop nutzen?

Ich finde es also eher realitätsfern, wenn Du das Gerät auf diese Weise verteidigst. Als Reiseteleskop wäre mir ein ETX-90 lieber, und das hat wenigstens eine planetentaugliche Brennweite. Preislich deutlich günstigere Alternativen für einen 90mm Mak gibt es auch, je nachdem, welche Steuerung und Montierung man wünscht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ich glaube nicht das wir uns einen Kopf darüber machen sollten, wer das ETX zu welchem Zweck bei Lidl kaufen wird. Zumal die Problematik bei meisten Teleskopkäufern beim Diskounter o. Tchibo ähnlich sein wird.
Fakt ist, das ETX 70 hat als Reiseteleskop durchaus seine Berechtigung.
Zu dem selben Schluss ist im übrigen auch "Interstelarum" in einer der letzten Ausgaben gekommen.
Natürlich sehe ich in meinem 10" mehr, und natürlich ist das ETX90 die bessere Lösung, aber das ETX90 kostet 799,- Euro!

Also nicht zu vergleichen!

Gruss, Nepomuk
 
Hallo Sven,

das Gerät fällt sicher aus dem üblichen Rahmen, aber Du übertreibst. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Anzweifeln einer anderen Meinung, und einer versuchten Irreführung. Der Ausdruck "glatt gelogen" impliziert das zweite, und das ist eigentlich nicht der Stil den wir von Dir gewohnt sind. Auch halte ich es nicht für sinnvoll, wenn jemand, der nicht durch das Gerät beobachtet hat, jemanden der das Gerät kennt Realitätsferne unterstellt. Ich war mit dem Gerät draussen, und fand z.b. M31, Helix, M33 und M101 ausserordentlich hübsch (bei dreien dieser vier Objekte hilft Dir kein OIII). Das ETX 70 kann überall dort punkten, wo man sonst mit einem guten Feldstecher arbeitet, und das sind bei dunklem Himmel doch einige Objekte. Der nächste Einwand wird jetzt sein, "Dann kaufe ich mir gleich einen großen astrotauglichen Feldstecher". Das ist richtig, aber der kostet mehr und findet die Objekte nicht selber.
Fazit: Der Himmel und der verfügbare Astrogerätepark sind groß genug für uns alle. Lasst euch doch vom schlechten Wetter nicht so die Laune verderben und jeden nach seiner Facon glücklich werden.

Clear Skies

Tassilo
 
Hallo zusammen,

auch ich möchte diesbezüglich meine Meinung äußern. Konnte vor geraumer Zeit das ETX-70 AT-S für einige Monate ausprobieren. Ich denke die grundsätzliche Frage stellt sich eher um das Einsatzgebiet, was in den Postings bereits angeklungen ist.

1. Die Optik meines Instrumentes war gut und nicht zu beanstanden.

2. Mit 70mm Öffnung und 350mm Brennweite ist das Gerät keine "Deep Sky Kanone" und kein "Planetenkiller", wenn mir diese Schlagwörter erlaubt sind.

=> Erstes Fazit: Das Gerät eignet sich meines Erachtens für die Fernreise. Hier kann gestritten werden, ob nicht das ETX 90 (als Beispiel) sinnvoller wäre.

=> Problem: Das ETX-70 wird höchstwahrscheinlich (vor allem wenn der Verkauf jetzt noch über Lidl geht) nicht dieses Publikum ansprechen. Meine subjektive Einschätzung ist, dass ich dieses Gerät für den speziellen Einsatz gut finde (vor allem für diesen Preis -> würde aber auch eher zum ETX-90 oder ETX-105 greifen), es zum Einstieg aber nicht empfehlen! Und hier haben wir uns im Kreis gedreht, weil das Teleskop ab Anfang Dezember bei Lidl über die Theke äh Kasse geht.

Diese Stellungnahme bezog sich detailliert auf das ETX-70. Auch andere Instrumente könnten in diesem Kontext genannt werden. Wir Amateure dürfen aber nicht vergessen, dass die allerwenigsten! Teleskope für die Amateurastronomie (nach unserer Auffassung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) eingekauft werden. Ich denke der große Markt findet sich im Billigpreissektor wieder und vegitiert dann auf dem Dachboden herum. Aber das ist eine alte Kamelle.

Endgültiges Fazit zum ETX-70

-> Kein Einsteigerteleskop!
-> Aus meiner Sicht allein für Fernreisen zu empfehlen

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

3. Praktischer astronomischer Samstag am 16. April 2005 in Neuenhaus.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure
Sternwarte Neuenhaus
 
Hallo zusammen,

also ich denke es wäre für Jan hilfreicher gewesen einen Tip zu bekommen, was sich gut mit dem Teleskop beobachten lässt und was nicht. Würde mich nämlich auch interessieren.
Was ich ganz bescheiden finde ist, wenn Leute, die an Super-Geräte herankommen, die "Billigprodukte" und ihre Käufer pauschal runterputzen. Nicht jeder hat nen Geldbaum als Familie und nicht jeder kommt jederzeit an Profigeräte ran. Gerade von engagierten Sternwartennutzern (sei es Amateur-oder Profi)erhoffe ich objektive statt arrogante Kommentare.

Danke an die, die hilfreiche Hinweise gegeben haben.

Den Tip mit Ebay fand ich auch gut, da sind ein paar nette Angebote dabei, auch für das Lidlscope :-) Ist dort noch günstiger, wenn sichs als Fehlkauf rausstellt, wars nicht so teuer.

Grüsschen
Sanne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Hallo Sanne,

Was ich ganz bescheiden finde ist, wenn Leute, die an Super-Geräte herankommen, die "Billigprodukte" und ihre Käufer pauschal runterputzen.

Worauf möchtest Du hinaus? Ich kann mich nicht erinnern irgendwen runtergeputzt zu haben. Ganz im Gegenteil, ich glaube ich habe dem ETX durchaus eine Art Empfehlung gegeben. Und da ich selber ein ETX als Reiseteleskop mein Eigen nenne bin ich bei konkreter Nachfrage natürlich zu Entsprechenden Auskünften oder auch Hilfestellung bereit!

Interressant währe evtl. auch die Verfolgung der entsprechenden Diskussion im Forum für Einsteiger Teleskope.

Gruss, Nepomuk
 
Hi Nepomuk,


ich glaube der Beitrag von Sanne bezog sich auf Svens Posting. Passiert halt manchmal dass eine Antwort falsch am Baum haengt.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo Sanne,

> also ich denke es wäre für Jan hilfreicher gewesen einen Tip zu bekommen, was sich gut mit dem
> Teleskop beobachten lässt und was nicht. Würde mich nämlich auch interessieren.

Aber das kam doch mehrfach heraus, für jeden der beiden großen Gebiete ein bischen was, jedoch wird man selbst als Einsteiger schnell an die Grenzen stoßen.

> Was ich ganz bescheiden finde ist, wenn Leute, die an Super-Geräte herankommen,
> die "Billigprodukte" und ihre Käufer pauschal runterputzen.

Das konnte ich nun wirklich nicht so entdecken. Ich denke, die User die hier schreiben wissen sehr wohl, daß das Klientel hier zumeist Einsteiger sind die Rat suchen und dabei nicht gleich über eine üppig gefüllte Schatzkiste im Keller verfügen bzw sich eine persönliche Grenze gesetzt haben wieviel sie in ein neues Hobby zu Anfangs investieren möchten.

> Nicht jeder hat nen Geldbaum als Familie
Ich glaube das haben die meisten hier nicht.

> und nicht jeder kommt jederzeit an Profigeräte ran.
Wieso nicht? Profigeräte werden doch bei vielen Händlern in Deutschland feilgeboten. gut, das Händlernetz für Teleskope lässt sich nicht messen mit der Filialdichte von Lidl, aber immerhin gibts ja einige 10 Händler, die sich zudem auf dem Gebiet recht gut auskennen.

> Gerade von engagierten Sternwartennutzern (sei es Amateur-oder Profi)erhoffe ich objektive statt > arrogante Kommentare.
Stimme ich Dir zu, überwiegend gibts aber auch gute Antworten und Beratung, oder nicht?
Es ist doch aber nicht arrogant zu sagen, daß Teleskope kleiner Öffnung, die sich zumeist über die elektronische Steuerung am Preis definieren nicht der beste Einstieg in das Hobby sind.
 
Was ist eigentlich die höchstmögliche und vernünftige Vergrößerung bei diesem Gerät mit hochwertigen Okularen (nicht mit den beiliegenden!)? Funktioniert dann die Go-To-Steuerung immer noch befriedigend und steht das Gerät dann noch ausreichend stabil?
Kann man das abschätzen oder weiß es jemand aus der Praxis?
 
Hallo Chipsy,

theoretisch wäre ca. 150-fach als höchste Sinnvolle Vergrößerung zu nennen. Aus der praktischen Erfahrung heraus setze ich persönlich 120-fach an.
Für Deep Sky ist das auch völlig ausreichend, am Planeten darf es durchaus schon mal mehr sein.
Was das Goto angeht, werden die Objekte es bei niedriger Vergrößerung angefahren, damit sie sicher im Gesichtsfeld stehen. Dann wird mit dem Autostar etwas korrigiert wenn nötig und auf eine höhere Vergößerung gewechselt.
Das Original Stativ ist nicht besonders Stabil, reicht aber für Visuelle Zwecke.
Bei 179,-€ sind aber auch irgendwo grenzen gesetzt. Ursprünglich lag der Händlerpreis immerhin bei 349,- €.

Gruss, Ingo
 
Hallo,
eine Frage an Nepomuk bzw. andere ETX-70 User.
Ist es möglich eine andere Optik "irgendwie" in die Montierung einzuhängen?
Hat das schon mal jemand versucht?
(Klar muss auch eine kleine kompakte sein)
Gruß HJD
 
Ch. Lohuis schrieb:
>2. Mit 70mm Öffnung und 350mm Brennweite ist das Gerät
>keine "Deep Sky Kanone" und kein "Planetenkiller", wenn mir >diese Schlagwörter erlaubt sind.

Auf den ersten Blick vielleicht. Aber auf den 2. Blick
spielt bei Deep Sky Beobachtungen von Nebeln nur die
Grösse der Austrittspupille=70mm/Vergrösserung eine
Rolle und so kann man bei grossen Nebeln mit niedriger
Vergrösserung und richtig dunklem Himmel unter Umständen weit mehr sehen, als mit einem viel grösseren Dobson in der Nähe von Städten mit oder ohne Nebelfilter. So sind zumindest meine Erfahrungen bei M8 und M20, wo
die Lichtverschmutzung in meiner Gegend besonders stört.

Mit 70 mm sind übrigens auch schon hübsche Planetenbeobachtungen möglich. Allerdings dürfte
bei diesem f/5 Fraunhofer-Achromaten das sekundäre Spektrum
stören.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Ingo,
welches DSObjekt möchtest Du denn mit dem 70mm Refraktor bei 120fach beobachten? Das sind 0,58mm Austrittpupille!
Nichts für ungut aber ich glaube, so weckst Du Erwartungen die mit 70mm kaum zu realisieren sind, wenn man keinen 7,5 mag Himmel hat.
Mit 70 mm sind m.E. eher große OH und ein paar andere Standartobjekte (M31, M13, M57 , M27 etc ) machbar/sichtbar.
I.d.R. wird man dafür zwischen 20 und 60 fach vergrößern, kaum mehr.
CS
 
Hallo Amateurastronom,

> "Aber auf den 2. Blick spielt bei Deep Sky Beobachtungen von Nebeln nur die Grösse der Austrittspupille=70mm/Vergrösserung eine Rolle..."

wenn man Deep Sky auf große Objekte beschränkt, stimme ich Dir zu und kann diese Aussage auch unterstützen. Ich denke in dieser Diskussion darf aber nicht der Gesamtkontext eines "Einsteigerteleskopes" vergessen.

Wie Du schon richtig schreibst kann eine AP von 5mm bis 7mm aber nur unter wirklich gutem Himmel ausgenuzt werden. Ob der "typische Lidleinkäufer" die Kriterien große Nebel (mit geringer Flächenhelligkeit) als Zielobjekte definiert und für einen dunklen Himmel rausfährt, wage ich zu bezweifeln.

> "...als mit einem viel grösseren Dobson in der Nähe von Städten..."

Das kann man so nicht sagen, denn es kommt auf das Öffnungsverhältnis an.

> "Mit 70 mm sind übrigens auch schon hübsche Planetenbeobachtungen möglich."

Ich bin der Letzte der einem Größenwahn verfallen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Mit jedem Fernrohr kann alles beobachtet werden. In einer detaillierten Betrachtung sollte man aber Vor- und Nachteile skizzieren. Ich würde auch niemanden ein Teleskop "mardig" machen (speziell wenn er dieses bereits sein eigen nennt). Wenn ich bei der Beratung aber informiere, nenne ich schon Vorzüge und Nachteile eines Gerätes.

Selbstverständlich können mit 70mm Planeten beobachtet werden, wobei es meines Erachtens für 179 Euro bessere Alternativen gibt und hierzu kein "GoTo" nötig ist. Auch hier ein kleiner Einschub: Ich nutze "GoTo" sehr gerne und würde, obwohl ich häufig auch "starhoppe", dieses nie "verteufeln". Man darf aber nicht vergessen, dass in GoTo viel Geld investiert werden muss.

Nun speziell zum ETX-70. Mit 70mm Öffnung sind mit Sicherheit Planetenbeobachtungen möglich. Was ich viel kritischer sehe ist die Brennweite und das daraus resultierende Öffnungsverhältnis. Welches Okular möchtest Du mit 350mm Brennweite einsetzen, um eine adäquate Vergrößerung zu erzielen? Mit doppelt Barlow und einem 5mm wären wir bei 140fach. Damit können wir beginnen. Ich wiederhole mich an dieser Stelle, natürlich ist Planetenbeobachtung möglich aber es gibt auch in diesem Preissegement "bessere" Systeme. Von f/5 und dem bereits von Dir angesprochenen Sekundärspektrum mal abgesehen (wobei ich mir an dieser Stelle kein Urteil zum ETX-70 erlauben kann).

Meine Zusammenfassung: Natürlich sind Beobachtungen jeder Art möglich und das ETX-70 ist ein gutes Teleskop, doch gibt es für den Einsteiger in diesem Preissegment "bessere" Alternativen. Wobei man an dieser Stelle wieder über Subjektivität sprechen könnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

 
Hi Armin!
In einem geb ich dir Recht: bei solchen kleineren Öffnungen wird man bei DS-Beobachtungen in der Regel wirklich nicht höher als ca. 60fach vergrößern. Bei Nebeln und Galaxien zumindest. Bei PN und Doppelsternen schauts schon anders aus. Da kann man bei den hellen Objekten schon auch rauf auf 100-120fach vergrößern. Die nötige Brennweite vorausgesetzt.
Aber dass man mit 70mm Öffnung "nur" Standardobjekte beobachten kann würde ich nicht unterschreiben. Ich beobachte mit einem 60/700mm FH und habe, zugegebenermaßen, einen sehr guten Himmel. Und ich beobachte mit dem Röhrchen hauptsächlich DS-Objekte und da auch mal schwierigere Objekte wie z.B. M1 oder NGC 2169 (XY-Haufen). Die kann man für ein Instrument dieser Größenklasse wohl kaum als Standardobjekte bezeichnen. Ist aber mit gutem Himmel alles machbar bzw. erahnbar <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Ich will aber freilich auch nicht verschweigen, dass die ganzen DS-Objekte in meinem Teleskop mehr oder weniger ohne Strukturen erscheinen (no nit na). Doch trotzdem ist es immer wieder ein schöner und aufregender Augenblick wenn man mal nach langem Suchen endlich ein neues Objekt entdeckt - selbst wenns nur mit indirektem Sehen ist.

MfG Michael (der trotz allem schon lange überlegt welche DS-Kanone er sich zulegen wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
 
Ch. Lohuis schrieb:

>Wie Du schon richtig schreibst kann eine AP von 5mm bis 7mm
>aber nur unter wirklich gutem Himmel ausgenuzt werden. Ob
>der "typische Lidleinkäufer" die Kriterien große Nebel (mit
>geringer Flächenhelligkeit) als Zielobjekte definiert und
>für einen dunklen Himmel rausfährt, wage ich zu bezweifeln.

Immerhin sind das die bekanntesten Objekte. Möglichst dunklen Himmel sollte ein Käufer jedes Teleskops
aber dazu immer aufsuchen.

>Das kann man so nicht sagen, denn es kommt auf das
>Öffnungsverhältnis an.

Ich kann hier nur meine eigenen Erfahrungen schildern.
M8 und M20 kann ich selbst auf dem Land in der Nähe
von Städten (ca. gut 3-fache künstliche Himmelshelligkeit
im Vergleich zu natürl. Himmelshelligkeit) in jedem
Teleskop kaum sinnvoll beobachten. Selbst an einem 12.5"
Dobson nutzt da ein Nebelfilter wenig. Der Himmel ist
in Horizontnähe einfach zu hell.
In den Alpen hingegen konnte ich mit einem 70 mm Refraktor
in einer besonders klaren Nacht hingegen M8 etwa so gut
sehen, wie ich ihn sonst nur von Fotos kenne. M8/M20 sind
bei uns in der Gegend photographisch ebenfalls eine
Katastrophe.
In wenigen Minuten Belichtungszeit bekommt man mit
einer lichtstarken Optik ein Foto, das so schwarz ist, dass es als Sonnenfilter geeignet wäre. Ich muss weit fahren,
um überhaupt ein halbwegs sinnvolles Bild machen zu können und das ist sogar noch kaum zu vergössern und eher zu scannen (z.B. in Schwarz-Weiss -übrigens mit einem
150 mm-Teleskop aufgenommen: http://www.geocities.com/amateurastronom/tmp/m8_m20.jpg ), weil es selbst ca. 100 km entfernt von grösseren Orten noch so dunkel wird.

>Ich bin der Letzte der einem Größenwahn verfallen ist . Mit
>jedem Fernrohr kann alles beobachtet werden. In einer
>detaillierten Betrachtung sollte man aber Vor- und
>Nachteile skizzieren. Ich würde auch niemanden ein Teleskop
>"mardig" machen (speziell wenn er dieses bereits sein eigen
>nennt). Wenn ich bei der Beratung aber informiere, nenne
>ich schon Vorzüge und Nachteile eines Gerätes.
>
>Selbstverständlich können mit 70mm Planeten beobachtet
>werden, wobei es meines Erachtens für 179 Euro bessere
>Alternativen gibt und hierzu kein "GoTo" nötig ist.

Für 179 Euro wird man angesichts der Preisgestaltung in
Deutschland vermutlich zur Zeit keine bessere Optik
finden. Man darf nicht vergessen: Dieses Fernrohr ist
regulär wesentlich teurer. Lidl verkauft hier scheinbar
etwa zum Selbstkostenpreis.

Ich will auch hier anfügen, dass ich gerne mit meinem
70 mm Refraktor (allerdings von Televue) Planeten beobachte,
da dieser im Unterschied zu einem SCT konsistent nach
kurzer Auskühlzeit eine vernünftige Bildqualität liefert,
die das 200mm-SCT leider nicht garantiert. So wenig sieht
man mit 70 mm gar nicht. Man darf nicht vergessen, dass
bei durchschnittlichem Seeing nach wissenschaftlichen
Untersuchungen meist nur 70-100 mm, ab und zu 150 mm Öffnung, sehr selten mehr nutzbar sind.

Problem bei dem ETX 70 ist jedoch das sekundäre Spektrum.

>Nun speziell zum ETX-70. Mit 70mm Öffnung sind mit
>Sicherheit Planetenbeobachtungen möglich. Was ich viel
>kritischer sehe ist die Brennweite und das daraus
>resultierende Öffnungsverhältnis. Welches Okular möchtest
>Du mit 350mm Brennweite einsetzen, um eine adäquate
>Vergrößerung zu erzielen? Mit doppelt Barlow und einem 5mm
>wären wir bei 140fach. Damit können wir beginnen.

Beim Televue-Ranger mit 480 mm Brennweite benutze ich meist
ein 7.5 mm und 6 mm Okular mit einer 2-fach Barlowlinse.
Das ist also kein Problem. Als grosses Problem bei dem ETX
70 sehe ich jedoch das vermutlich zu grosse sekundäre
Spektrum an. Das behindert Planetenbeobachtungen vermutlich erheblich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Michael,
sicher kann man da rauf vergrößern, aber es bringt keinen Gewinn mehr.
Und meist sind die Objekte zu dunkel. Ich habe hier in der Gegend sehr viel mit dem LIDL beobachtet, der ja auch 70mm Öffnung hat, allerdings 700 Brennweite, aber schon M1 war allerbestenfalls mit viel viel goodwill erahnbar, wenn man weiß daß da was ist. Und mein LIDL war wirklich ein guter. Das sage ich nicht weil es meiner war, sondern weil es so war und mir auch von vielen Sternfreunden u.a. auch hier vom Forum, die da mal durchgesehen haben bestätigt.
Auch am M13 z.B. war bei knapp 80fach Feierabend. 120fach - das war für Mond, Planeten und Doppelsterne verwendbar, aber nie für DS.
Und genau das "erahnbar" ist es, worauf ich hinaus wollte. Du bist offensichtlich geübt im Umgang mit dem Scope und hast möglicherweise richtig gute Bedingungen. Hier reden wir aber mit Einsteigern die das teleskopische Sehen erlernen müssen und die oft nicht wirklich wissen welcher Anblick sie im Teleskop erwartet. Genau deshalb halte ich es an dieser Stelle für besser, wenn ich sehr vorsichtig formuliere. Nicht selten, um nicht zu sagen meist, sind die Erwartungen grade am Anfang zu hoch. Genau die werden dann enttäuscht sein, wenn Sie "nichts" sehen, wenn man hier von zahllosen DSObjekten spricht, die man sieht. Ich bin sicher ein unbedarfter Einsteiger wird die wenigsten Objekte sehen. Auch nicht beim 2.oder 3. gucken. Dann ist der Frust da und das Gerät verstaubt, wird verkauft und ggf. wird die Astronomie gleich wieder ad acta gelegt. Das möchte ich gerne vermeiden.
Hinzukommt der Farbfehler beim f/5 und die Okularfrage. Es bedürfte schon eines 3mm Okus um rd 120 zu erreichen. Und die Beobachtungsbedingungen - ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wer einen 6er Himmel hat kann sich inzwischen in D ja schon fast "von und zu" schreiben. Dann hat man natürlich mehr Erfolgschancen als unter einem deutschen Standarthimmel mit 4,5 - 5mag.
Daher kann ich einem Einsteiger nicht wirklich empfehlen mit 70mm Öffnung DS Beobachtungen zu machen. Es wird sich kaum ein Aha-Erlebnis einstellen. Und das denke ich brauchts irgenwo um dabei zu bleiben.
CS
 
Hallo Amateurastronom,

wie skizziert stimme ich Deinen Aussage zu. Ich denke aber eine differenzierte Betrachtung ist notwendig, vor allem im Kontext eines Einsteigerteleskopes. Und in diesem Zusammenhang sehe ich einige Aspekte anders.

> Immerhin sind das die bekanntesten Objekte.

Diese Aussage halte ich nicht für richtig. Natürlich gehören M8, M20, NGC7000, NGC1396, Californianebel, M31 und Weitere zu bekannten Objekten. Einsteiger beobachten im Deep Sky Bereich aber auch andere Objekte M27, M57, M81, M82 und Weitere. Weiterhin stehen zu Beginn vor allem helle Objekte auf dem Programm. Ich werde einem Einsteiger nie, trotz seiner Größe, NGC7000 zum Einstieg empfehlen. Weiterhin sind ist es zu Beginn die Planeten und der Mond welche Programm sind. Und wenn nicht die geringste Vergrößerung gefragt ist, wird es bei 70mm Öffnung schnell dunkel. Bei 70facher Vergrößerung liegen wir schon bei einer AP von 1mm! Jetzt noch einen Interferenzfilter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

> Möglichst dunklen Himmel sollte ein Käufer jedes
> Teleskops aber dazu immer aufsuchen.

Auch hier muss ich Dir leider wiedersprechen, da meine Praxis (ich arbeite seit vielen Jahren in einer Volkssternwarte und anderen Institutionen, wo die Beratung (für Laien aber auch Amateurastronomen stattfindet) etwas Anderes zeigt. Wir reden nicht vom ambitionierten, beginnenden Amateurastronom, sondern um den "Weihnachtsteleskopgucker"! Ich denke Du wirst mir nicht wiedersprechen wenn dieser grundsätzlich zu Beginn nicht dunkle Orte aufsucht und vom eigenen Haus beobachtet.

> "In den Alpen hingegen..."

Völlige Zustimmung. Hier kann sogar ein gutes Fernglas mehr bringen als ein Teleskop in der Stadt. Es ging beim Vergleich um identische Bedingungen. Das ein kleines Fernrohr transportabel ist, war auch mein Pluspunkt für das ETX -> siehe Reisetelekop.

> Für 179 Euro wird man angesichts der Preisgestaltung in
> Deutschland vermutlich zur Zeit keine bessere Optik
> finden.

Warum nicht? Ich halte in diesem Preissegment einen 114mm f/7,6 Newton für die bessere Wahl (sowohl am Planeten, als auch im Deep Sky Bereich). Weiterhin würde ich jedem empfehlen, der bereit ist 180 Euro auszugeben, noch 100 Euro mehr zu sparen, und dann zu einem 150mm Dobson oder gebraucht an einen 8Zoll Dobson zu kommen. Das ist aber eine andere Diskussion, soller aber nur im Kontext von ambitionierten Einsteiger Erwähnung finden.

> "...(allerdings von Televue)..."

Diese Einschränkung möchte ich nochmals untermauern. Ich rede im gesamtem Posting vom Lidlkäufer und dort wird fast niemand ein Televue-Okular sein Eigen nennen.

Zum Schluss nochmals meine Zusammenfassung:

-> Selbstverständlich haben kleinere Teleskope ihre Berechtigung (wäre auch schlimm, wenn jemand ewas anderes behauptet)!

-> Das ETX hatte bei mir eine gute optische Qualität

-> Aus den von Dir und mir genannten Aspekten, halte ich es nicht für die erste Wahl beim "Laien".

-> Auch dem ambitionierten Einsteiger würde ich zu einem anderen Gerät raten (subjektiv)

-> Das ETX-70 ist ein sehr gutes Reiseteleskop.

-> 179 Euro sind "wenig" Geld für dieses Teleskop. Dennoch zahlt man beim ETX-70 primär das "GoTo" und nicht die Öffnung. Wer das möchte, für den kann die Entscheidung richtig sein. Dieser Aspekt ist aber ebenfalls für den Lidlkäufer nicht einsichtig.

Ich unterstreiche nochmals, es geht um die Diskussion des Teleskop bei Lidl und dem "typischen" Käufer und nicht um einen beginnenden Amateur (wobei dieses natürlich nicht auszuschließen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

P.S. Sehr schönes Foto!




 
Hallo Antares,

ich beobachte zwar in der Regel Deep Sky bei Vergrößerungen bis ca. 60-fach mit 5,7mm Oku,
aber auch ich schwenke Natürlich mal auf einen Planeten.
Dazu füge ich dann noch eine 2-fach Barlow hinzu.
Und das geht durchaus. Natürlich ist das ETX nicht besonders Planetentauglich, aber es geht.

Gruss, Nepomuk
 
Hallo HJD,

das ist nicht möglich! Das Teleskop & die Montierung bilden beim ETX eine feste Einheit.

Gruss, Nepomuk
 
Hallo!

Ch. Lohuis schrieb:
>Diese Aussage halte ich nicht für richtig. Natürlich
>gehören M8, M20, NGC7000, NGC1396, Californianebel, M31 und
>Weitere zu bekannten Objekten.

M8 ist immerhin neben M31 und M42 auch eines der hellsten
Objekte. Bei NGC7000 oder dem Californianebel sieht das
natürlich leider anders aus und hier braucht man besonders
dunklen Himmel. Jedoch macht sich die leidige
Lichtverschmutzung wie gesagt gerade bei dem in unseren
Breiten horizontnahen Lagunennebel M8 ziemlich störend
bemerkbar. In diesem Jahr wurde die Lichtverschmutzung in
unserer Gegend leider spürbar stärker und bei M8 in einer
Lichtglocke waren auch mit einem 12.5" Dobson und
Nebelfilter gerade mal die allerhellsten Partien zu sehen.
Der Anblick war entsetzlich.

>Einsteiger beobachten im Deep Sky Bereich aber auch andere
>Objekte M27, M57, M81, M82 und Weitere. Weiterhin stehen zu
>Beginn vor allem helle Objekte auf dem Programm.

M27, M57 und M81/82 sind auch in einem guten 70 mm Refraktor
auszumachen. Allerdings im Vergleich zum Dobson relativ
mickrig in winziger Grösse als wenig strukturierte
Fleckchen, aber der wäre auch wesentlich teurer. Bereits
der Spiegelrohling des Dobson für einen Selbstbau kostete
etwas mehr als das komplette Meade-Teleskop. Trotzdem habe
ich oft mit einem solchen Refraktor beobachtet.

>Ich werde einem Einsteiger nie, trotz seiner Größe, NGC7000
>zum Einstieg empfehlen.

Der ist sicherlich auch nur dort sinnvoll zu beobachten,
wo der Himmel ausgesprochen dunkel ist.

>Weiterhin sind ist es zu Beginn die Planeten und der Mond
>welche Programm sind. Und wenn nicht die geringste
>Vergrößerung gefragt ist, wird es bei 70mm Öffnung schnell
>dunkel.

Natürlich ist das Bild in einem 70 mm Refraktor nicht
so hell. Wenn es sich jedoch um einen hochwertigen
Refraktor handelt, kann man trotzdem unter Umständen
(leider) mehr sehen als in einem grösseren Gerät von
minderer Qualität. Auch das habe ich leider schon
erlebt... :-( Das bezieht sich allerdings auf einen
hervorragenden Refraktor, der wesentlich teurer ist.
Man muss stark einschränken, dass das bei Lidl offerierte
Fernrohr aufgrund der extrem kurzen Brennweite
ein sehr kräftiges sekundäres Spektrum besitzt und
dies die Bildqualität für solche Zwecke spürbar
beeinträchtigen wird.

>Bei 70facher Vergrößerung liegen wir schon bei >einer AP
>von 1mm! Jetzt noch einen Interferenzfilter .

So habe ich lange Zeit beobachtet, da ich bei
mir im Garten dank starker Lichtverschmutzung gerade mal die
hellsten Objekte sehen kann und für fast jede
Deep-Sky-Beobachtung aufs Land fahren muss und das Teleskop
deshalb möglichst transportabel sein muss.

>Auch hier muss ich Dir leider wiedersprechen, da meine
>Praxis (ich arbeite seit vielen Jahren in einer
>Volkssternwarte und anderen Institutionen, wo die Beratung
>(für Laien aber auch Amateurastronomen stattfindet) etwas
>Anderes zeigt. Wir reden nicht vom ambitionierten,
>beginnenden Amateurastronom, sondern um den
>"Weihnachtsteleskopgucker"! Ich denke Du wirst mir nicht
>wiedersprechen wenn dieser grundsätzlich zu Beginn nicht
>dunkle Orte aufsucht und vom eigenen Haus beobachtet.

Das hängt sicherlich davon ab, wo der Käufer wohnt. Da
jedoch das Teleskop nur in Süddeutschland angeboten wird,
ist tendentiell eher von einem dunkleren Himmel etwa
in Bayern auszugehen, wo es sogar noch Siedlungen ohne
Laternen gibt, während in NRW z.T. sogar abgelegene
Parkplätze von Skigebieten und unwichtige Nebenstrassen im
Wald mit Laternen ganzjährig beleuchtet werden.

>Warum nicht? Ich halte in diesem Preissegment einen 114mm
>f/7,6 Newton für die bessere Wahl (sowohl am Planeten, als
>auch im Deep Sky Bereich).

Mit so einem hatte ich auch mal angefangen.
Vor Jahrzehnten kostete er DM 500.
Allerdings war ich mit dem 114 mm Reflektor nach kurzer
Zeit unzufrieden, da die Bildqualität zu wünschen übrig
liess. Dass der mehr an Planeten zeigt, ist leider insofern
keineswegs garantiert. Ein mir vorliegendes Exemplar zeigte
gravierende Fehler. Allerdings bleibt dem Käufer des
Reflektors zumindest Ärger mit Farbfehlern erspart.

>Diese Einschränkung möchte ich nochmals untermauern. Ich
>rede im gesamtem Posting vom Lidlkäufer und dort wird fast
>niemand ein Televue-Okular sein Eigen nennen.

Diesen Punkt möchte ich einmal unterstreichen. Hier wurde
von vielen Leuten gegen die geringe Öffnung von 70 mm
oder die kurze Brennweite argumentiert. Das ist aber gar
nicht so problematisch, wenn es sich um einen sehr
hochwertigen Qualitätsrefraktor (etwa von TeleVue) handelt.
Die Argumente waren insofern nicht sehr glücklich.

Das Hauptproblem bei der von Lidl angebotenen Optik dürfte
das ausgeprägte sekundäre Spektrum sein, das hier den
Unterschied ausmacht. Denn der Hersteller gibt an,
es bestehe aus BK7- und F2-Glas. Da liegt im Grunde das
Problem für den Käufer und das reduziert die Nutzbarkeit
des Fernrohrs ganz erheblich. Hätte sich der Hersteller
entschliessen können, wenigstens das sekundäre Spektrum
zu reduzieren, indem er die Brennweite etwas (um 200 mm
also 550 mm Brennweite) verlängert und andere Gläser (KzF2-Glas anstelle von F2) einsetzt, dann wäre der Verkaufspreis zwar etwas höher, das
Teleskop aber vermutlich uneingeschränkt zu empfehlen.
 
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N´Abend Armin
Von der Warte aus betrachtet hast du freilich Recht. Es ist schon gut möglich, dass man als Einsteiger in dieses Hobby zu viel erwartet und dann schnell resigniert wenn sich "Beobachtungserfolge" nicht gleich ruck-zuck einstellen. Die Werbung bzw. Bedienungsanleitungen zu den Teleskopen (in welchen man nachlesen kann was man alles mit seinem Teleskop sehen kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) tut ja auch ihr Übriges, damit man seine Erwartungen möglichst hoch schraubt. Hab das ja selber erlebt. Trotzdem hab ich (und warscheinlich auch viele von euch die mit einem kleinen Röhrechen angefangen haben) nicht das Handtuch geworfen und habe mich einfach in Geduld geübt. Und Geduld und Zeit braucht man einfach bei diesem Hobby (nebst warmer Bekleidung, aber das ist ein anderes Thema <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) damit man diese Aha-Erlebnisse erlebt, aber da erzähl ich dir ja nix neues ...
Gut, das war jetzt das Wort zum Sonntag und da ich jetzt den roten Faden in meiner Geschichte verloren habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> , komme ich jetzt einfach ohne geschickte Überleitung zu dem was ich zum eigentlichen Thema beitragen möchte. Und da geb ich dir wiederrum Recht -> wenn ein Einsteiger hier im Forum anfragt welches Teleskop er sich zulegen soll und er bereits weiß, dass er DS beobachten möchte, fände ich es auch irgendwie logisch, dass man ihm dann ein Teleskop mit einer größeren Öffnung empfehlen würde. Und zu denen gehört ein 70mm Refraktor nicht gerade dazu.

MfG Michael
 
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