Meade Europe sieht schwarz

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Re: Patent

Hallo,

ich finde die neuen LBs zu sehr auf Show getrimmt.
Die mögen ja schön im Schaufenster oder Wohnzimmer aussehen, aber nachts sind nun mal alle Katzen grau.

CS
Chris
 
Re: Patent

Hallo zusammen,

genauso sehe ich das auch: Es scheint eine Parallelentwicklung zu sein. Wie blöd müsste man bei Fernrohrloand sein, eine in einem Forum veröffentliche Erfindung, in genau demselben Forum als eigene Erfindung vorzustellen. Soviel Frechheit traue ich selbst keinem, wie sagte Sven, der "Händler (mit voller Negativbetonung!)", zu.
Da das Kind jetzt nun mal in den Brunnen gefallen ist, kann bei Fernrohrland eigentlich nur noch, wenn man schlau ist, hingegehen und dem (Mit-)Erfinder einen guten Obolus zukommen lassen, schon allein wegen der schlechten Publicity und dem guten Ton.
Sollte sich aber, durch Fakten untermauert, herausstellen, dass man bei Fernrohrland wirklich nur abgekupfert hat, so hoffe ich doch, dass das dann auch ein juristisches Nachspiel hat.

CS
Christian

 
Re: Patent

Hallo Christian,

ohne Günther vorgreifen zu wollen: Ich glaube nicht, dass es ihm um einen Obulus geht. Für ihn wird wohl im Vordergrund stehen, dass jeder sich dies nachbauen kann, ohne dabei mit Patenten ins geheddere zu kommen. Eben weil es eine frei verfügbare Idee ist.
Das heißt: Wenn jemand zum Selbstkostenpreis oder für 50 Cent mehr auf einer Astrobörse oder hier im Biete-Forum einen Stapel davon verhökert, gibt es keinen rechtlichen Ärger.

Über eine professionelle Umsetzung wird sich auch Günther freuen für all diejenigen, die sich das als Bastelprojekt nicht zutrauen oder es aus anderen Gründen nicht realisieren können.

Fernrohrland hat sich im anderen Thread entschuldigt der Antwort glaube ich auch wirklich, dass dort die Sache so nicht bekannt war, und daher ist eine Entschuldigung nichtmal so nötig.

Was meine "Negativbetonung" angeht: Das erhalte ich in vollem Maße aufrecht.
Man sieht ja, dass selbst ein kundennaher Händler wie Fernrohrland nicht mitbekommt, was Sternfreunde an den Geräten verbessern. Man hört leider zu oft von Händlerseite, dass man an den Produkten nicht verändern könne, es werde nunmal so geliefert. Meade scheint hier in der Position zu sein, zunächst mal vom Team her sinnvolle Verbesserungen zu kennen und dann vom Absatz her auch Verbesserungen bei Hersteller (und der Konzernmutter) durchdrücken zu können. Mag aber sein, dass bei vielen Händlern, Herstellern und Importeuren jede Ausrede recht ist, sich nicht mit solchen Bastelansätzen befassen zu müssen. Es kostet ja sicher auch Nerven und Zeit, wenn man allein die Sprachbarriere zum Fernost-Hersteller bedenkt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Patent

Hallo

Ich würde Fernrohrland jetzt auch nicht unterstellen hier etwas wissentlich kopiert zu haben.
Keiner kann ausschließen das seine Idee nicht schon ein Anderer irgendwo vorher hatte.

Mir zb. war die Idee von Günther bis jetzt auch nicht bekannt gewesen, und auch er ist sicher nicht der Erste der so eine Idee hatte.
Ist ja schließlich ne sehr simple Sache und naheliegend.

Für mich deshalb auch nicht eines Patentes würdig.

Auch dürfe das zugrundeliegende Prinzip bereits zig tausendfach Anwendung gefunden haben.
Selbst die alten Römer werden schon eine Welle auf so eine Weise abgebremst haben, ok die Höhenräder eines Dobsons natürlich nicht.

Es ist schon eine blöde Unsitte wenn jeder meint mit simplen Ideen das große Geld machen zu können.
Realistisch betrachtet wird das Fernrohrland nicht mal die ja nicht unerheblichen Kosten eines Patentes wieder einbringen, so die für sowas überhaut ein Patent bekommen.
Also Günther da mach dir mal keine Sorgen das dir da Geld entgeht.

Grüße Gerd
 
Re: Patent

Nun auch mal mein Kommentar zu dieser Sache.

Fernrohrland muß sich vorwerfen lassen, sich nicht ausreichend genug darum gekümmert zu haben, ob eine Idee, die sie hatten, nicht doch schon existiert. So etwas kann, gerade in unserem Hobby mit vielen Selbstbauern, einmal passieren.

Nicht produktiv finde ich, wenn nun einige über diese Firma herfallen wie die Geier. Da fand ich Andreas` Vorschlag schon besser. Zudem hat sich Fernrohrland ja bereits dafür entschuldigt und man sollte es den beiden Beteiligten selbst überlassen, darüber nun zu verhandeln. Das steht uns Außenstehenden nicht zu.

Warum schimpfen nur die wenigsten hier über die vielen Plagiate aus China und aus anderen Ländern? Da kommen MN`s auf den Markt, neue SC`s u.v.m.
Alles Nachbauten, zum größten Teil auch ungeschützter Systeme. Nur akkurat nachempfunden, im Preis jedoch erheblich billiger, aber allemal Nachbauten. Und kein Mensch regt sich auf.

Lassen wir es Fernrohrland und *entfernt*, sich über die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Viele Grüße
Winfried
 
Re: Patent

Hi Winfried

Warum schimpfen nur die wenigsten hier über die vielen Plagiate aus China und aus anderen Ländern? Da kommen MN`s auf den Markt, neue SC`s u.v.m.
Alles Nachbauten, zum größten Teil auch ungeschützter Systeme. Nur akkurat nachempfunden, im Preis jedoch erheblich billiger, aber allemal Nachbauten. Und kein Mensch regt sich auf.

Antwort:
1. Der Weg nach China ist lang, im Ausland jemand zu
verklagen (und einen Prozeß durchzudrücken) übersteigt bei weitem die Patentierungskosten.
2. Der Weg nach "Fernrohrland" ist kurz, es reicht eine Tankfüllung :/ und man prozessiert im Inland. (Billiger, aber immer noch extrem teuer)
3. Der Konsument kauft dort wo es (gut und) billig ist. Plagiat? Na und?, wenn der Geldbeutel nicht mehr hergibt, aber das Produkt ins Haus (oder in die Sternwarte) soll.
Mal ehrlich, Welcher Konsument sagt sich: Bei meiner Ehre ich kaufe keine Plagiate nur Originale, mir ist der (patentierte) Schriftzug auf dem Produkt soooooo wichtig. Mein Auto, mein Haus, mein Teleskop mit "Z-Schriftzug" und der Nachbar windet sich vor Neid....

4. Patente sind ja sehr nette Papiere, eignen sich gut als Werbung bzw. Dekoration an der Wand und zum füllen dicker Gerichtsordner, wozu sie sonst noch dienen ... nun ja.

Über die Zukunft von Patenten habe ich mich auch schonmal ausgelassen, wer mag kann ja gerne mal in A.de danach suchen Eine gründliche Vorrecherche vor dem Gang zum Patentanwalt ist allerdings Voraussetzung (eine juristische Ausbildung wäre auch nicht schlecht :/ )

Fazit für die Atm-Szene (und nicht nur diese): Wer begabter Atm-ler ist, im Nebenberuf noch Jurist ist und zusäztlich eine gut gefüllte Kriegskasse hat, der sollte (könnte) anmelden...

Gruß Alex (VSU)

P.S Weils grade so gut zum Thema passt, es gibt schon so manche "kleine" Firma die sich über China-Plagiate aufregt.
Man beobachte mal Microsofts "Office" Feldzug gegen die Office-Plagiat bzw. Raubkopierwelle :/
 
Hallo,
ein paar Anmerkungen aus meiner (z.T. berufsbedingten) Sicht:

Eine Erfindung ist patentwürdig, wenn sie für den einschlägigen Fachmann nicht naheliegend ist. Nur weil eine technische Lösung z.B. an einem Fahrzeug verwendet wird, ist es keineswegs naheliegend, dieses Prinzip z.B. auch bei Fernrohren zu verwenden. Von da her hat die Dobson-Bremse durchaus die geforderte Erfindungshöhe um als Patent angemeldet werden zu können.

Wird nach Prüfung ein Patent erteilt (also i.A. >1 Jahr nach Anmeldung), so ist erst dann tatsächlich von einem Patent die Rede und es kann jedermann einen Einspruch vorbringen. Im Falle einer erwiesenen Vorveröffentlichung wird das Patent i.A. sehr rasch aberkannt. Die nicht unbeträchtlichen Kosten für die Patenterteilung (für Deutschland, andere Staaten, "weltweit"; je nachdem sehr sehr hohe Kosten!!) sind in diesem Fall ersatzlos verloren.

Ein Patent wird normalerweise nur zur Anmeldung gebracht, wenn es sich wirtschaftlich auszahlt. Sei es als Behinderung des Mitbewerbs, Verkauf von Lizenzen, Wertsteigerung des eigenen Unternehmens oder um nach einiger Zeit den Mitbewerb zu verklagen, um unerlaubt in Verkehr gebrachte Güter nachträglich (per Gerichtsurteil) mit einer "Lizenzgebühr" zu beaufschlagen und diese vom Mitbewerb zu kassieren.

Da Patente sich immer auf einen bestimmten Zeitraum (üblicherweise 20 Jahre ab Anmeldung) und auf bestimmte Länder beziehen (jährlich pro Land zu zahlende Patentgebühr), darf jeder außerhalb dieser Länder oder nach Ablauf des Patents die patentierte Lösung verwenden.
Das selbe gilt für sogenannte Gebrauchsmuster (z.B. Ware mit einem besonderem Design od. dgl.) - wenn dieses z.B. für ein Land angemeldet wurde (und die Gebühr bezahlt wurde).

Die Dobsonbremse ist für ein neues Patent somit ohnehin keinesfalls ein Thema..
Die "Chinesen" dürfen entsprechend oben gesagtem natürlich alles nachbauen, was nicht in China zum Patent gemeldet ist.

Strafbar macht sich derjenige, der z.B. in Deutschland patentrechtlich / oder durch Gebrausmuster geschützte Waren, in Deutschland in Verkehr bringt. Das wäre im Allgemeinen der (deutsche) Importeur und nicht unbedingt der (chinesische) Produzent!
Aber ernsthaft (weil wirtschaftlich relevant) geschützt sind heutzutage eher z.B. Softwarelösungen wie z.B. 1-Star-Alignment (siehe Rechtsstreit Maede / Celestron)..

Die ursprüngliche Vorgehensweise von Fernrohrland war daher tatsächlich entweder äußerst ungeschickt (d...) oder (es wäre zu unterstellen) zum Schaden (Kosten erhöhend) der Amateurastronomen. :teufelgrr:

... dies alles ist natürlich nur meine ganz persönliche und private Sichtweise ... ;)

cs
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andreas,

sehr informatives Posting, das direkt aus dem Lehrbuch stammen könnte :)
Es zeigt sehr schön den "Beginn des Patentweges" :/

Aber ernsthaft (weil wirtschaftlich relevant) geschützt sind heutzutage eher z.B. Softwarelösungen wie z.B. 1-Star-Alignment (siehe Rechtsstreit Maede / Celestron)..
Grmpppfff, Softwarepatente, mein Lieblingsthema :mauer:

Gruß Alex (VSU)

 
Hallo Andreas

Eine treffende und umfassende Erläuterung der Problematik.

Ein Patent wird normalerweise nur zur Anmeldung gebracht, wenn es sich wirtschaftlich auszahlt.

Das ist der Punkt und deshalb ist es von Fernrohrland auch äußerst unklug diesen Schritt zu gehen. hinzu kommt der Ärger zb. auch hier im Forum und den man dann mit der Durchsetzung des Patentes hat.

Und das ist auch gut so denn sonst würde jeder die Banalsten dinge Patentieren lassen und wir würden uns dann gegenseitig mit Lizenzgebühren abzocken.

Keiner könnte mehr etwas einfaches wie diese Bremse zb. anbieten ohne befürchten zu müssen das irgendeiner kommt und Gebühren möchte.

Gerade wir ATM ler sollten uns doch gegenseitig mit Tipps Ideen und Lösungen für Probleme unterstützen und das kostenlos!
Bei Software heißt sowas Open Source und ist sehr erfolgreich.

Bei echten Entwicklungen die viel Zeit und Geld gekostet haben sind Patente ja gut und notwendig.
Aber wenn einer mal schnell zwischen Frühstück und Gänsebraten einen Blechbügel für 50 Cent an einen Dob schraubt und meint jetzt andere kräftig zur Kasse bitten zu müssen nicht zuletzt weil er haufen Geld für die Patentierung rausgeschmissen hat finde ich einfach daneben.

Grüße Gerd
 
Hallo Leute,

nun packen wir aber die Kanonen Mal wieder ein. Die beschossenen Felder sind umgepflügt, die Spatzen und Krähen leben immer noch. :/

Die Idee zu diesem Friktionsbügel ist gut und praxistauglich, wirklich angepackt hat das aber auch noch niemand und ich persönlich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn so eine gute Idee dann auch einem breiten Nutzerkreis und nicht nur dem findigen ATMler zugänglich gemacht wird.
Da muss dann wohl ein kommerzieller Anbieter ran.

Wie das dann läuft ist eine andere Sache.
Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und ich kann mir nicht vorstellen, dass Fernrohrland sich gegen die ATMler stellt.
Wer wäre nicht schon Mal über das Ziel hinausgeschossen?

Andererseits denke ich schon, dass z.B. das von Skywatcher verwendete und von mir optimierte Höhenlagerprinzip in irgendeiner Form zumindest gegen kommerziellen Nachbau abgesichert ist. GSO rückt derzeit mit einem ähnlich funktionierenden und dennoch nicht vergleichbaren System nach und Meade hat bisher....nix.

Derweil baut sich ein Kontakt von Fernrohrland zu mir auf.
Der ersten Überraschung und dem ersten Ärger seht also ein Dialog an.

Gruß und CS
*entfernt*
 
hallo Günther, hallo Fernrohrland,

schön das zu lesen! Einigt euch und bringt was Neues auf den Markt!

In der gegenwärtigen Situation am Astromarkt kann ein Händler mit echtem Laden und Mitarbeitern hauptsächlich durch Beratung, Service und auch Innovation samt Produktverbesserung gegen die reinen Billig-Webshops punkten und bestehen - so glaube ich.

Warum nicht auch freie Ideen aus der ATM Szene aufgreifen, solange es freie Ideen bleiben - die Kunden können sich entscheiden verbesserte Produkte zu kaufen, und ihr habt ein dickes Plus den reinen Katalogverkäufern gegenüber.

Hoffen wir dass es sich auch rechnet!

lg Tommy
 
Sag`ich`s doch!

Lasst das doch mal Günther und Fernrohrland machen. Der Thread hat gezeigt, daß man auf solche Dinge aufmerksam machen muß, eben, damit niemand über den Tisch gezogen wird. Ist das gemacht, dann tauschen sich die entsprechenden privat aus, so wie es nun geschieht.

Ich hoffe, Günther hat etwas davon, dann hat Fernrohrland auch etwas davon. - So sollte es doch sein. Es war ein Missverständnis oder einfach zu wenig Recherche, die dazu geführt hat, nun scheint alles wieder in richtigen Bahnen zu laufen. Macht einfach aus einer Maus keinen Elefanten, noch ist die Maus ja nicht auf den Elefanten getreten...

CS
Winfried
 
Re: Was hat dass mit MEADE zu tun ?

Hallo Jadran,

wenn das auf mich bezogen ist: lies mal weiter oben nach, das Thema hat sich mal wieder etwas verschoben, war aber trotzdem sinnvoll, man kann ja nich wegen allem einen neuen Thread aufmachen.

CS
Winfried
 
Re: Was hat dass mit MEADE zu tun ?

Tach Winfried,
nee das war nicht auf dich oder jemand spezielles bezogen sondern auf die Tatsache das ich den Thread mit einem anderen bezüglich Meade verwechselt habe :Trost:

Nix für ungut

Jadran
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Was hat dass mit MEADE zu tun ?

Hallo Jadran,

"...Ich bin in der Lage nach angemessener Zeit selbst einfachste Zusammenhänge zu verstehen !....

...Stimmt also doch!(grins)

CS
Winfried
 
Re: Was hat dass mit MEADE zu tun ?

Hallo Günther,

es freut mich, dass Du dafür plädierst, die Kanonen wieder einzupacken.

Hallo Mitleser,

dieses Funktionsprinzip nennt man "Bandbremse".
Der eigentliche Erfinder ist vermutlich schon seit Jahrhunderten (Jahrtausenden??) verstorben.

Diese Bremse für die Verwendung an einem Teleskop patentieren zu lassen ist trotzdem prinzipiell möglich.

Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass Fernrohrland wissentlich eine Idee aus dem Forum abgekupfert hat, und diese dann als eigene Idee verkauft.

"Doppelerfindungen" kommen einfach (versehentlich) vor.

Meine Idee einer deutschen Montierung, etwas anders, als allgemein üblich:

http://www.deepsky.de/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&tid=7363

Mit Sicherheit gibt es an der Monti Details, die bereits von jemand anderem "erfunden" wurden.

"Ironie AN"
Ich denke dabei zum Beispiel an Gewinde, vorgespannte Wälzlager oder Wellen in "T"-Anordnung, die in einem einteiligen Gehäuse gelagert sind.
"Ironie AUS"

Wenn jemand die Monti nachbauen möchte: GERNE
Dafür sind die Foren ja auch da.
Ideenaustausch hilft uns allen.

Klar würde ich mich auch ärgern, wenn derjenige das Teil dann als eigene Idee vorstellt.

Aber, wie bereits gesagt:
Ich glaube nicht, dass Fernrohrland bewusst abgekupfert hat.

In diesem Sinne:
Liebe Grüße und einen regen Ideenaustausch
Uli
 
Re: Patent

Hallo Winfried,

(wer gestaffelt liest, auf das RE achten)

das ist ja völlig daneben, eine totale Verkehrung des geschilderten Anliegens, geradezu unglaublich.

Hier geht es darum, dass eine freie Idee auch frei bleibt! So wie die Artikel meiner Homepage kostenlos zu lesen sind und ohne meine Genehmigung nicht in kostenpflichtigen Zeitschriften abzudrucken sind!

Genauso darf sich jemand anderer nicht eine solche Entwicklung patentieren lassen, um damit mehr Geld zu verdienen, als der Markt für eine von jedermann umsetzbare Idee hergäbe.

Dieser China-Vergleich, Winfried, ist also etwas völlig anderes, und eine ungeheure Dreistigkeit. Er hat nichts mit der Intention vieler ATM-ler zu tun, freie Ideen frei verfügbar zu machen! Und niemand, der solche freien Ideen befürwortet, hat die moralische Verantwortung, Patentinhabern etablierter Produkte ihren Patentschutz abzunehmen. Dafür gibt es übrigens in Deutschland für deutsche Unternehmen staatliche Stellen, so dass es der Unternehmer so schwer gar nicht hat. Es ist natürlich wieder Händlerinteresse, die Welt der armen Händler so düster als Möglich zu schildern. Bestimmt verwickelt sich gleich noch die Finanzkriese in diese Geschichte!

CS
Sven
 
Re: Was hat dass mit MEADE zu tun ?

Hallo Uli,

die Anordnung der Lager auf der kurzen Welle ist interessant :super:


Viele Grüße Felix
 
Re: Patent

Hallo Sven,

ich meine, Du siehst das irgendwie zu eng. Die ganze ATM Szene geht doch mehr in Richtung handwerklicher Möglichmachung dessen, was industriell gefertigt entweder keinen Markt finden würde, oder einfach in Kleinserie zu teuer wäre. In Serie gefertigte ATM-Produkte würden vermutlich auch einen Großteil ihres Reizes verlieren, weil der Hauch des Individuellen weg wäre.

Viele Grüße
Andreas

 
Re: Patent

hallo ihr patenten Leut,

nur ein Beispiel: Wenn jemand bloss GSO dazu bringen könnte die Konterschrauben für die Dobs nicht um 60° gegen die Justierschrauben zu versetzen, sondern schlicht daneben zu platzieren, würde das einigen Leuten das Bohren und Gewinde schneiden ersparen.

Oft produzieren die Hersteller trotz vielfacher Hinweise unbeirrt Schrott, und ein wenig Hellhörigkeit was ATM Ideen betrifft würde den Reiz ihrer Produkte ohne Aufwand erhöhen.

lg Tommy
 
Re: Patent

Hallo Sven,

"völlig daneben" u.s.w. würde ich mal an Deiner Stelle weglassen. Die restlichen wiederholten Anschuldigungen auch.

Die von *entfernt* eingesetzte Bremse ist seit jahrhunderten bekannt und wurde lange nach der Erfindung des Rades im Mittelatler bereits an Pferde- und Ochsenkarren eingesetzt, wenn es bergab, aber auch bergauf (zum Verschnaufen der Pferde) ging. Dieses System an einem Dobson einzusetzen ist zwar ganz nett, aber keineswegs eine neue Erfindung.

Es gibt genug Bücher aus dem Mittelalter, in denen Anleitungen zum Bau solcher Teile ausführlich dargestellt sind. Leider kann ich dazu die Bilder hier nicht reinstellen.

Nachzulesen z.B. bei Hans Sachs und anderen. In einigen Passagen meines Buches "Altes Handwerk in Vergangenheit und Gegenwart" wird beim Beruf des Wagners explizid darauf hingewiesen. Das Funktionsprinzip gleicht dem von *entfernt* eingesetzten wie ein Ei dem anderen.

Ohne seine Leistung schmälern zu wollen, aber es ist die Umsetzung einer alt bekannten "Erfindung", für die niemels ein Patent angemeldet wurde.

Auch Fernrohrland würde mit der Anmeldung als Patent ganz schön baden gehen, man wird es also lassen.

Übrigens gibt es (in den USA) recht windige Geschäftsleute, die sich solche Dinge im Nachhinein patentieren lassen, um damit nahezu die ganze Welt mit allbekannten Dingen abzocken zu können. Einige Prozesse laufen da bereits und sogar Staaten müssen sich dagegen heftigst wehren.

Also lasse bitte Deine Unverschämtheiten mir gegenüber.

CS
Winfried

...und ab Sonntag weg und auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 3.1, Stand H-147 zu finden.
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Derweil baut sich ein Kontakt von Fernrohrland zu mir auf.
Der ersten Überraschung und dem ersten Ärger seht also ein Dialog an.

Hallo Günther,

das hört sich doch vernünftig an. Mein Vorschlag: teilt den Markt für Bremsbügel untereinander auf. Fernrohrland spart sich das Patent und verkauft die Dinger offiziell. Du hättest die Möglichkeit sie unter der Hand über das Forum zu verkaufen. Mit den Speers Verlängerungshülsen klappt das doch auch.

Grüße

Gerrit
 
Hallo Gerrit,

eigentlich wollte ich mich zu dem auf den Kanonendonner folgenden Theaterdonner nicht mehr äußern, zumindest bis Fernrohrland auch Mal was "gesagt" hat.

Diese Hülsen für die Speers, also Brennweitenverkürzung und Fokallagenanpassung und 2" Steck....., das sind ganz spezielle Sachen für ganz wenige Leute denen man damit helfen kann und da helfe ich auch durch Vermittlung gerne weiter, wenn die Leute keinen Dreher an der Hand haben der das kann.
Damit ist nichts zu verdienen, außer die Freude eines Anwenders über eine gelungene Lösung für die Praxis.
Frag Mal den Wolfi wie fett die Geschäfte damit laufen. :/
Da kräht kein Hahn nach.
Ein anderes Ding ist die lange nach der Idee mit den Hülsen für die Speers angelaufene Geschichte mit den "Brennweitenveränderungshülsen" für die Hyperions (Baader). Hier wurde mit dieser neuen(?) Möglichkeit eine ganze Okularserie werbetechnisch angeschoben.
Das Prinzip einer durch Abstanddverschiebung der Barlowlinse veränderbaren Brennweite ist von externen Barlows her schon lange bekannt, neu ist die Verwendung "im Okular". Schwamm drüber, Thema erledigt.

Dieser Friktionsbügel mit dosierbarer Wirkung auf die Höhenlager ist aber an jedem Dobson anwendbar der ein Höhenrad hat und sein Nutzen für den Anwender ist enorm wenn das Teil Kopf- oder Hecklastigkeit aufweist.
Sei es nun durch Zusatzgeräte (Richfielder/Binoansatz pp) verursacht oder eine im Originalzustand schon vorgegebene Ballanceschwäche, dieser Bügel verhilft zu einer wesentlich höheren Stabilität des Systems bei gleichzeitiger Verbesserung der Nachführqualität.

Wer nun meint, da gäbe es nichts zu erfinden, der soll sich Mal fragen, warum seit den Anfängen von John Dobson niemand diese simple Lösung benutzt hat. Er soll sich fragen, waum ich Sternenfreunden unter Zuhilfenahme von zufällig vorhandenen Teilen zeigen musste, dass so etweas an ihrem Dobson funktioniert und warum man Skizzen zeichnen muss, damit sich die Leute etwas darunter vorstellen können.
Die Leute schauen meine Skywatcherbaustelle (8" F/6 Newton + 4" F/5 Richfielder gemeinsam auf Dobsonmonti) an und staunen, dass so etwas funktioniert. Erst wenn ich ihnen das Prinzip zeige, kommt die Logik und das Prinzip dahinter ins Bewusstsein.
Die Mehrheit der Leute sind halt "Konsumenten" und Anwender vorgegebener Ideen.

Ich will das Ding nicht selbst auf den Markt bringen.
Ich will nicht, dass es niemand mehr für sich bauen darf.
Ich will einer Verbreitung dieser guten Sache durch einen kommerziellen Anbieter nicht grundsätzlich im Wege stehen.

Ich warte auf eine Stellungnahme von Fernrohrland, alles andere ist doch nur Kaffeesatzleserei.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Ich will das Ding nicht selbst auf den Markt bringen.
Ich will nicht, dass es niemand mehr für sich bauen darf.
Ich will einer Verbreitung dieser guten Sache durch einen kommerziellen Anbieter nicht grundsätzlich im Wege stehen.

:super:

Andererseits - ist ein Patent nicht so zu verstehen daß man das Produkt zwar nicht gewerblich herstellen und vertreiben darf, der Nachbau für "sich selbst" aber erlaubt bleibt???
Also, zieh Dir einen schönen Obulus an Land, Fernrohrland baut die Teile (sieht ja optisch schön aus) und verkauft sie an "Nicht ATMler" und die anderen basteln sich die Teile selbst...wie bisher auch

Denke ihr werdet euch einigen können!

Viele Grüße Felix




 
Denke ich auch, Felix,

es musste ja nicht wieder eine Schlammschlacht werden, aber es war richtig, daß Fernrohrland auf seinen Fehler hingewiesen wurde. Ich hoffe, daß beide Seiten zu einem für alle guten Ergebnis kommen.

CS
Winfried

...ab Montag auf der Buchmesse Frankfurt, Halle 3.1, Stand H-147
 
Re: Patent

Hallo Günther

Deine Einstellung zu der Sache ist echt in Ordnung, meine volle Zustimmung.

Hallo Dagoberts

Leider trifft das für einige Andere hier nicht zu, da scheint nach wie vor die Meinung zu bestehen das hier Geld rauszuschlagen ist.
Einige Zitate

„zieh Dir einen schönen Obulus an Land“
„teilt den Markt für Bremsbügel untereinander auf“
„vielleicht kann Fernrohrland dem lieben Günther ein kleines Nagler zukommen lassen“

Wenn diese Einstellung unter den ATM lern herrscht wird sich wohl jeder Händler in Zukunft zwei mal überlegen ob er noch mal eine Verbesserung wie diese auf dem Markt bringt.
Denn er muss immer damit rechnen das irgendeiner kommt und abkassieren möchte der diese Idee auch schon mal hatte.

Und wo bitteschön würde das Geld herkommen, natürlich von uns Kunden die einen überhöhten Preis zahlen müssten.

Fakt ist doch das der Astromarkt ein recht kleiner ist erst recht der für Verbesserrungen wie dieser Bügel.
Überlegt doch mal realistisch welche Stückzahlen davon abgesetzt werden können und was maximal daran zu verdienen ist.
Schließlich kann es jeder halbwegs begabte Bastler auch für wenig Geld selbst bauen, was den erzielbaren Preis bzw. den Kreis der Potentiellen Kunden deutlich einschränkt.

Nach Abzug von Mehrwertsteuer, Herstellungskosten, und der Üblichen Händlermarge die er auch bei jedem anderem Artikel draufschlägt und die auch zur Deckung der laufenden Kosten erforderlich ist wird wohl kaum mehr was extra übrig bleiben.

Fernrohrland hat hier offensichtlich ein Paar anfertigen lassen, hat Zeit und Geld Investiert und trägt das volle Unternehmerische Risiko um uns hier eine feine Sache anbieten zu können.

Deshalb haben Sie es auch verdient wenn tatsächlich etwas mehr übrig bleiben sollte.
Sie sollten allerdings nicht versuchen hier durch ein Patent es anderen zu untersagen ebenfalls so etwas anzubieten bzw. Lizenzgebühren zu Vordern.
Es würde sich ja ohnehin nicht rechnen, die Gebühren für die Patentierung und die Jährlichen Beiträge würden die zu erwartenden Einnahmen deutlich übersteigen.
Seit auch Ihr bitte realistisch.

Unser Aller Interesse sollte doch sein das möglichst viele verbesserrungen wie diese zu einem möglichst günstigen Preis zu haben sind.
Da passt diese Mentalität des abkassieren wirklich nicht rein.

Grüße Gerd
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben