Meade LX850 - StarLock - erste Erfahrungen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Horst0552

Aktives Mitglied
Hallo,

Von Beginn an ( Seit 2012 ) bin ich an die "All-In-One-Lösung" von Meade interessiert.
Von der zunächst angekündigten LX800, dann die erste Version der LX 850, die es aber nicht über den
"großen Teich" geschafft hat ( vielleicht auch gut so ), bis hin zur heute zu erwebenen Ausführung.

Im Spätsommer 2014 konnte ich dann endlich bestellen. Musste jedoch eine Warte- und Lieferzeit von fast einem
halben Jahr in Kauf nehmen. Gut war zumindest, dass ich sie noch zu dem anfänglich angebotenen Preis bekommen
habe.

Nun gut, einige Mutige müssen ja den Anfang machen !

Zu meiner Person möchte ich sagen, dass ich seit Nov. 2011 das Hobby der Astrofotagrafie habe. Anfänglich mit
einer LS 6 - ACF-SC 152/1524 - GoTo von Meade, ein paar Beobachtungsnächte mit der AZ EQ6 GT und jetzt seit
Mitte Januar mit der LX 850.

Hier im Forum habe ich die ersten Berührungspunkte mit der LX 850 beschrieben.

Seit Anfang März ist sie nun in meiner Sternwarte aufgebaut, wie hier zu sehen ist.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/LX850%20in%20der%20Sternwarte.jpg

Thema Bedienungsanleitung.

Natürlich ist eine Bedienungsanleitung dabei, doch vermisse ich eine in deutscher Sprache.

Ob nun die mitgelieferte Bedienungsanleitung eine Anleitung zur Bedienung der LX 850 ist, kann ich noch nicht
beurteilen. Da ich die enlische Sprache nicht gut beherrsche, muss das Wörterbuch immer dabei liegen. Und das
draußen in der Kälte und Dämmrigkeit der Sternwarte. Immer wieder muss ich die Tätigkeit an der Montierung
einstellen, und mir mühseligt mit Computer und Wörterbuch eine Übersetzung erstellen.

Zum Beispiel ist beim Amateurfunk CW die Betriebsart Morsetelegrafie. Doch hier musste ich erst lernen
das CW = clockwise, also im Uhrzeigersinn ( rechts herum ) bedeutet.

Hier jetzt mal den Eischaltvorgang der Steuerung.

Dazu habe ich allerdings schon den Startvorgang ( Getting Started ) wie in der Bedienungsanleitung ab Seite 21
beschrieben durchgeführt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Eischalten%201.jpg

Mitunter will man Beobachtungen auch am Tag durchführen. Mit dem Einschalten, egal wann, ist die StarLock
immer scharf geschaltet. Das ist am Tag ungünstig, weil die Starlock auch zum präziesen Ausrichten benutzt
wird. Sie sucht dann die Ausrichtsterne am Himmel, die aber natürlich nicht zu sehen sind.

Deshalb ist es sinvoll, am Tage, wie auch bei teilbewölktem Himmel in der Nacht die Starlock zu deaktivieren.

Sie erfüllt zwei Funktionen, einmal das Guiding, und zum Anderen aber auch das präziese Ausrichten mit Hilfe
bekannter Sterne.

Dazu wird ein, dem Beobachtungsobjekt nahe liegender Stern angefahren, und mit der Starlock ins Fadenkreuz
gefahren. Diese Position wird dann gespeichert, und das Beobachtungsobjekt mit hoher Genauigkeit angefahren.

Mit der Taste 7 "RET" an der AutoStar II kommt man direkt in das StarLock Menu.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/StarLock%20ausschalten.jpg

Hier lässt sich dann das Guiden ( Starlock on/off ) , und auch das präziese Ausrichten ( High Precision ),
Aus- und Einschalten.

Jedoch ist nach jeder Inbetriebnahme ( Hauptschalter Ein ) die Starlock immer scharf geschaltet.

Fortsetzung folgt

CS Horst








 
Hallo,

einige brauchbare Nächte liegen hinter mir.

Brauchbar, um mit der Montierung technisch zu arbeiten.

Nachdem nun alles montiert war, und mit dem aufgesetzten Teleskop nach Norden ausgericht,
ging es an die Feinarbeit.

Die LX850 bietet die Möglichkeit ein automatisches Drift-Alignment ( Einscheinern ) auszuführen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/1-IMG_4711.JPG


Dazu werden im Süden und Osten entsprechende Sterne angefahren.


Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Suchen%20und%20Anfahren.jpg

Wird ein Stern gefunden, dann wird dieser 200 Sekunden mit der Starlock beobachtet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/1-IMG_4716.JPG

Anschließend wird mitgeteilt, wieviel Umdrehungen im, oder gegen den Uhrzeigersinn die Einstellschrauben
für Azimut und Elevation verstellt werden müssen.

Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis keine Verstellung mehr nötig ist.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/1-IMG_4718.JPG

Jedoch erschien mir eine Beobachtungszeit von 200 Sekunden bei mittelmäßigen Seeing nicht ausreichend.

In der darauf folgenden Nacht habe ich dann noch manuell jeweils 10 Minuten gescheinert.

Hier habe ich dazu etwas gefunden.

Und in einer weiteren Nacht nochmal je 20 Minuten, bis am Monitor der EOS 60Da kein Driften mehr erkennbar war.

Wie oben schon mal gezeigt, bietet die LX850 mit der Starlock ein präzieses Anfahren von Objekten.

Dazu wird ein heller Stern in der Nähe des Objektes angefahren, und ins Fadenkreuz gebracht.
Mit den dadurch gewonnenen Positionsdaten wird dann das Objekt angefahren.

Das habe ich mal mit M81 gemacht. Hierzu wurde der Stern Dubhe angefahren. er liegt etwa 10 Winkelgrade entfernt von M81.

Anschließen wurde M81 angefahren. Hier das Ergebnis.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/M81%2B82_8.jpg

Das Gleiche habe ich dann auch mit M3 gemacht.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/M3%20-%20Summe_5.jpg

Beide Objekte waren auf dem Monitor der Kamera nicht sichtbar. Ein Nachjustieren war nicht erforderlich.

Beide Aufnahmen habe ich mit 600 mm Brennweite gemacht. Die oben gezeigten Fotos zeigen das volle
Format der Kamera.

Zum Scheinern habe ich die Brennweite mit der FFC von Baader nahezu verdoppelt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/1-IMG_4708.JPG

LG und CS
Horst
















 
Zitat von Horst0552:
Hallo,

einige brauchbare Nächte liegen hinter mir.

Wie oben schon mal gezeigt, bietet die LX850 mit der Starlock ein präzieses Anfahren von Objekten.

Dazu wird ein heller Stern in der Nähe des Objektes angefahren, und ins Fadenkreuz gebracht.
Mit den dadurch gewonnenen Positionsdaten wird dann das Objekt angefahren.

Hallo,

dieses feature hatte bereits die LX200 Steuerung, die 1992 eingeführt wurde - also vor 23 Jahren... .

CS
Bernd
 
Hallo Bernd,

Wie mir die Autostar II zu Anfang mitteilt, liegt der Ursprung der Software der LX850 ja auch bei der LX200.

Hat denn die LX200 ein eingebautes "Guidingsystem", oder muss dafür ein zusätzliches Guidingrohr mit Kamera
und Computer mit Software eigesetzt werden?

Ansonsten habe ich von Meade die LS6 mit GPS und Goto-Steuerung gehabt. Doch da musste ich immer durch
mehrfache Probeaufnahmen das Objekt mühsam zentrieren.

LG und CS
Horst



 
Hi Horst,

ich denke jede Monti schafft ein präzises Anfahren der Objekte, wenn man einen Stern in der Nähe des Objektes als "Referenzpunkt" nimmt.

Nun.....600 mm BW sind aber nicht DIE große Herausforderung für eine stationär betriebene Monti. Ich denke es wird spannend für das "Starlock", wenn Du dann mit 1000 mm und mehr fotografierst.

Beste Grüße,

Wolfgang

 
Hallo Wolfgang,

wie ich das so sehe, fährt die LX 850 das Objekt selbsttätig an. Dazu muss ich die nahen hellen Sterne nicht kennen.

Wie ich oben schon beschrieben habe, gebe ich das Objekt ( z.B. M81 ) ein, und alles läuft automatisch ab. Da muss
ich keinen Ausrichtstern zentrieren. Das geht automatisch mit der StarLock.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

damit das Objekt dann aber auch mittig in der Primäroptik erscheint (auf dem Kamrasensor) muss aber auch gewährleistet sein, dass Starlock und Primäroptik absolut Parallel in allen Achsen ausgerichtet sind.

Aber wie schon weiter oben geschrieben, bei der momentan verwendeten Brennweite ist das alles gut beherrschbar, anders wird das aber wenn du mal ein 10" ACF o.ä. montierst, denn 2,5m Brennweite und der damit verbundene viel engere Bildwinkel stellen da andere Ansprüche.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

viel konnte ich nicht machen, mangels guter Sicht.

Doch am 15.04. konnte ich M51 aufnehmen. Die LX850 sagte mit beim Ausrichten eine Abweichung von < 5' .

Das ist etwa die Hälfte der Ausdehnung von M51.

Hier mal das Ergebnis von 20 x 180 sec bei ISO1250.


Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/M51%20640x480.jpg

Doch plötzlich bemerkte ich ein Flackern der Anzeige vom Handgerät der LX850.

Und dann war auch die Hintergrundbeleuchtung auf der linken Seite ausgefallen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Foto%201.jpg

Die Betriebszeit ist erst 3 Monate, und sichelich ein Garantiefall.

Aber soll das jemand in USA, oder beim Händler in Ordnung bringen ?

Nun habe ich mal die LED im Internet gesucht, und bin bei Conrad fündig geworden.

Mit einem passenden Schraubendreher PH 0 habe ich dann das Handgerät geöffnet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Zusammenstellung%201.jpg

Durch Messen konnte ich feststellen, das die rechte LED defekt war.

Nun habe ich sie ausgelötet, und die Lötflächen mit Sauglitze vom Restzinn befreit. Anschließend Alles mit Spiritus gereinigt.

Ein zwischengeschobenen Blatt Papier schützt die darunter liegenden Anzeige.

Dann habe ich auf eine Lötfläche leicht Lötzinn aufgebracht, und anschließend die neue LED auf der rechten Lötfläche nur
durch Erhitzen angelötet.

Dabei mit einer Pinzette die LED gehalten, und ausgerichtet.

Erst danach habe ich die linke Kontaktierung verlötet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Zusammenstellung%202.jpg

Nun noch einmal die rechte Kontaktierung nachgelötet.

Danach Alles wieder zusammengebaut und mit der LX850 verbunden.

Eine freundliche Begrüßung zeigte mir, dass nun wieder alles ok ist.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Foto%209.jpg

Es gibt noch viel zu entdecken.
Ich mache weiter.

LG und CS
Horst




 
Hallo Horst,
Respekt vor deiner Arbeit und deinem Willen alles wirklich mindestes 100% zu halten, aber kann es sein, dass du einfach gerne bastelst?
Jetzt hast du so viel Zeit und Geld in deine Sternwarte gesteckt, alles scheint bis aufs kleinste perfekt abgestimmt.
Aber die Belichtungszeit zieht nicht mit.
Eine Stunde ist so gut wie nichts.
Die Sterne schauen super rund aus, könnten nur etwas kleiner sein und dort ist schon einiges vom Schweif zu sehen, aber das Objekt geht im Rauschen unter.
Stecke deinen bewundernswerten Ehrgeiz mal ins Bild. ;)


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Horst,

dein Setup scheint ja wirklich rund zu laufen, daher mal die Frage, warum nur so kurze Subframes?

So wie das Equipment augenscheinlich läuft, würde ich min. 600s Subframes machen und die ISO auf 200 runter nehmen. Damit hast du deutlich weniger Rauschen im Bild und wenn du dann auch noch min. 12 (mehr sind immer besser) Subframes aufnimmst, dann kommt M51 auch besser zur Geltung.
 
Hallo Mark, hallo Markus,
und alle Leser.

Ich habe in letzter Nacht noch einmal M51 aufgenommen.

Insgesamt 29 Aufmahmen mit je 3 Minuten Belichtung.

Die Optik war 90 mm x 600 mm und die Kamera EOS 60 Da

Hier habe ich jetzt mal die erste Aufnahme mit der Letzten nach 88 Minuten übereinander gelegt.

Bildausschnitt 2°7,7' x 1°25,3'

Hier das Ergebnis:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Drift%20%C3%BCber%2088%20Minuten/IMG_5834_Addition_2.jpg

Und noch mal die Ecken und Bildmitte vergrößert:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Drift%20%C3%BCber%2088%20Minuten/Zusammenstellung%201.jpg

Da ist natürlich zunächst nichts mit längerer Belichtungszeit.

Leider war ich bei diesen Aufnahmen nicht in der Sternwarte, um zu sehen ob die Starlock immer eingelockt war.

Das werde ich aber bei nächster Gelegenheit wiederholen.

Dann werde ich mir auch mal das Starlock-Signal am PC ansehen.

Der Bildausschnitt ist: 2°7,7' x 1°25,3',
und die Starlock hat: 57,2' x 45,8'

Da um M51 herum nicht gerade besonders helle Sterne sind, muss ich mal sehen, ob die Optik der Starlock
auch richtig scharf gestellt ist.

CS und LG
Horst


 
Hey Horst,
Warum den nicht?

Wenn du die Bilder jetzt vernünftig zusammenfügt und bearbeitest dann passt es doch.

Verstehe gerade den Fehler nicht.
 
Hallo Horst,

wo genau siehst du denn jetzt das Problem?

Wenn ich das richtig sehe, hast du bei 88min einen kleinen Drift im Bild, der bei der Betrachtung vom ersten zum letzten Bild halt ein Doppelbild erzeugt.

Da die Sterne als solche rund sind, wird der "Drift" beim Stacken aller Bilder idR. herausgerechnet, so dass du nach dem Stacken eben dieses Doppelbild nicht hast.
 
Hallo Mark, hallo Markus,

letzte Nacht war das Wetter gut brauchbar für weitere Experimente, wie ich oben beschrieben habe.

Ich habe dabei festgestellt, dass das Guiding bei den 29 Aufnahmen über 88 Minuten nicht funktioniert hat.

Darum das Driften der Sterne. ( Und nur je 3 Minuten bei ISO1250 belichtet )

Vielleicht muss ich noch mal scheinern, mit einer Beobachtungszeit von mehr als einer Stunde.
Bisher habe ich bis zu einer Zeit von 1/2 Stunde gescheinert.

Hier die Ausrüstung die ich verwendet habe:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Ausr%C3%BCstung%201.jpg

Leider gibt es keine Justagemöglichkeit der Paralaxe des Teleskopes und dem Guidingrohr.

Meade sagt, das die StarLock noch Sterne mit einer Helligkeit bis zu 11mag verarbeiten kann.

Der nächst helle Stern bei M51 ist HIP66004 mit einer Helligkeit von 7,07m .

Dieser hat aber einen Abstand von 21 Bogenminuten vom M51. Das ist fast die Hälfte von der Erfassungsgröße
der StarLock mit 57,2' x 45,8' .

Der Stern HIP 66004 ist der Autostar II bekannt, so dass ich dann die Montierung auf diesen Stern
ausgerichtet habe.

Die Belichtungszeit habe ich dann mit 600s bei ISO 250 gewählt.

Hier das Ergebnis einer Einzelaufnahme: ( HIP66004 ist in Bildmitte )

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/M51-ISO250-600s%20Einzelfoto.jpg

Und noch mal einen Ausschnitt vom Foto: ( Der helle Stern ist der Guidingstern HIP66004 )

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Ausschnitt%20M51%20mit%20HIP66004.jpg

Nun habe ich mal zusätzlich die StarLock mit dem PC verbunden.

Benutzt habe ich die mitgelieferte Software StarLock Utility, und damit wollte ich die
Starlock-Tracking-Performance beobachten.

Das Ergebnis war unbefriedigend. Ich konnte lange Zeit nichts gescheites auf dem Bildschirm sehen. Auch hat
das präziese Anfahren von Himmelsobjekten nicht mehr richtig funktioniert.

Somit habe ich die StarLock wieder vom PC getrennt.

Das Teleskop in Park-Position gebracht, und die LX850 ausgeschaltet. Dann wieder eingeschaltet.
Nun hat es aber fast 15 Minuten gedauert bis die Montierung GPS-Daten laden konnte. Wie es auch ohne GPS
geht, habe ich noch nicht herausgefunden.

Dann habe ich mal einen sehr hellen Stern ( Arktur -0,04m ) angefahren, und die Funktion der StarLock auf
der Autostar II angesehen ( Verstellung RA - DEC ).

Anschließend die StarLock wieder mit dem PC verbunden

Plötzlich war auch auf dem Bildschirm vom PC etwas zu sehen ( PSF-button und auch das Histogram von RA und DEC ).

Sollte hier irgendwann eine Software abgestürzt sein.

Ich habe das Gefühl, dass die Software nur richtig funktioniert, wenn man auch das Richtige
tut, und das Fehlbedienungen nicht immer abgefangen werden.

Leider gibt es auch keine Resetmöglichkeit für die Autostar II.
Oder wenn, dann so versteckt, dass ich sie bisher nicht gefunden habe.

Anschließend war die Nacht vorbei, und schlafen musste ich ja auch mal.

LG und CS
Horst







 
Zitat von Horst0552:
Leider gibt es auch keine Resetmöglichkeit für die Autostar II.
Oder wenn, dann so versteckt, dass ich sie bisher nicht gefunden habe.

Anschließend war die Nacht vorbei, und schlafen musste ich ja auch mal.

LG und CS
Horst


Hallo Horst,

1. Gib in google ein: "autostar II manual reset"
2. Dann den 7. Eintrag lesen.

Viel Erfolg!
CS
Bernd

P.S.
In der Menueübersicht des Autostar ist es der letzte Eintrag rechts (>) unten (V).


 
Hi Horst,

da lobe ich mir die Nachführung meiner wesentlich günstigere, veralteten G41 bei 2,8 m Brennweite und als Leitrohr ein 127er Mak.
Das was ich hier sehe ist insgesamt kein Aushängeschild für Meade.
Und rechtfertigt den Aufwand (Materiell und Zeit) nicht.
Grüße,
Gerrit
 
Zitat von MountyPython:
Hi Horst,

da lobe ich mir die Nachführung meiner wesentlich günstigere, veralteten G41 bei 2,8 m Brennweite und als Leitrohr ein 127er Mak.
Das was ich hier sehe ist insgesamt kein Aushängeschild für Meade.
Und rechtfertigt den Aufwand (Materiell und Zeit) nicht.
Grüße,
Gerrit

Hi Gerrit
Ich denke, man kann von den Bedienversuchen eines Einsteigers nicht gleich auf die Leistungsfähigkeit oder Qualität eines solch komplexes System schließen (und weiter auf die Qualität einer Marke.) Ich meine nicht ETX70-Meade, sondern ACF-Meade oder LX200 Meade oder Starfinder Pyrex-Meade ... .
Gruß
Bernd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

Bernd -, danke für den Hinweis. Habe ich natürlich auch gleich gefunden. Im Handbuch ist auch dieser
Reset auf Seite 35 beschrieben. Habe ich wohl auch in meiner Verzweifelung schon mal vor ein paar Wochen
gemacht. Wenn ich mich noch recht erinnere, war die LX850 - Software dann im " factory default".

Nichts stimmte mehr. Wie auch geschrieben steht muss neu Initialisiert werden. Doch wie das geht,
schreiben Sie in der Anleitung nicht. Zumindest gibt es dafür kein Punkt im Inhaltsverzeichnis. Nach
mühevollem hin- und herklickern in der Software der Autostar II, habe ich dann festgestellt, das dort
eine amerikanische Stadt eingetragen war. Ich habe in diesem Menüpunkt die Stadt Hamburg gewählt,
und dann funktionierte es. Alleiniger GPS-Empfang des Standortes hat dabei wohl nicht ausgereich.

So habe ich mir immer eine ausgereifte Software vorgestell.

Zum Gerrit kann ich sagen, dass ich mal die Zeit gestoppt habe, wie lange es dauert, bis ich das erste
Foto am Himmel gemacht habe.

Es hat ganze 10 Minuten gedauert.

Der Ablauf:

Sternwarte Strom einschalten und aufschließen, dann den Schieber öffnen und nach Norden ausrichten.
Die LX 850 einschalten, und die Kamera montieren. Anschließend GPS-Daten empfangen ( Hat diesesmal
nur wenige Sekunden gedauer ). Danach das gewünschte Objekt eingegeben, und in weniger als einer
Minute war es präziese ausgerichtet, und auch in Bildmitte. Etwa 10 Minuten waren nun vergangen, und ich
konnte das erste Foto machen.

Es geht also auch schnell und gut, wenn man in der Bedienung der Autostar II alles richtig macht. Aber wehe,
mann drückt in der Dunkelheit mal die falsche Taste.

So langsam weis ich allerdings nicht was mir mehr Spaß macht. Mich mit dieser Technik auseinandersetzen,
oder die Fotos am Himmel zu machen.

LG und CS
Horst
 
Hallo zusammen,

in der Abenddämmerung habe ich noch mal einen Geschwindigkeitstest gemacht. 12 Minuten habe ich vom
verlassen meiner Wohnung bis zum ersten Bild gebraucht. Dabei hat allerdings die LX850 ganze 5 Minuten
benötigt um ein GPS-Signal zu empfangen.

Als erstes habe ich die StarLock ausgeschaltet. Danach die Venus eingegeben und angefahren. Und auch
noch den Mond.

Hier das Ergebnis:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Anfahrgenauigkeit%20ohne%20Pr%C3%A4zision/1-Venus%20und%20Mond.jpg

Alle einzelnen Fotos haben ein Abbildungsmaß von 127,7' x 85,3' ( Gradminuten ).

Danach habe ich mal den Jupiter und Beteigeuze angefahren.
Beteigeuze war natürlich zunächst auch etwa 3,5 Gradminuten aus dem Zentrum.

Ich habe dann die Prozedur, wie auf Seite 23 vom Handbuch beschrieben, entsprechend den Stern auf Bildmitte
gezogen und dort synchronisiert.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Anfahrgenauigkeit%20ohne%20Pr%C3%A4zision/1-Juppi%20und%20Beteigeuze.jpg

Danach habe ich Nair al Saif und Sirius angefahren.
Alles mit ausgeschalteter StarLock.

Erwartungsgemäß waren die Sterne auch in Bildmitte.

Hier die Fotos:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Anfahrgenauigkeit%20ohne%20Pr%C3%A4zision/1-Nair%20al%20Saif%20und%20Sirius.jpg

Für mich ein sehr befriedigendes Ergebnis.

Was mir zeigt, dass wenn man alles richtig macht die LX850 gut funktioniert.

LG und CS
Horst




 
Zitat von Bernd62:
Zitat von MountyPython:
Hi Horst,

da lobe ich mir die Nachführung meiner wesentlich günstigere, veralteten G41 bei 2,8 m Brennweite und als Leitrohr ein 127er Mak.
Das was ich hier sehe ist insgesamt kein Aushängeschild für Meade.
Und rechtfertigt den Aufwand (Materiell und Zeit) nicht.
Grüße,
Gerrit

Hi Gerrit
Ich denke, man kann von den Bedienversuchen eines Einsteigers nicht gleich auf die Leistungsfähigkeit oder Qualität eines solch komplexes System schließen (und weiter auf die Qualität einer Marke.) Ich meine nicht ETX70-Meade, sondern ACF-Meade oder LX200 Meade oder Starfinder Pyrex-Meade ... .
Gruß
Bernd

Hi Bernd,
ich möchte Horsts Thread nicht mit weiteren Details hijacken. Aber: Doch kann man, siehste ja ;). Ich bin selbst Nutzer von Meade-Zeugs. Ich spreche aber nicht nur die Bedienversuche an. Horst hat jetzt noch einiges auf dem Schirm. Meade suggeriert aber was anderes.
Ich finds aber gut, daß Horst seine Ergebnisse hier vorstellt. Immerhin zeigt es dem Anwender, was er wirklich erwarten kann. Schonmal nicht: Plug N Play
Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

in dieser Nacht habe ich einen weiteren Test unternommen.

Ausgerichtet habe ich noch mal auf HIP6604 ( M51 ) und 12 mal 8 Minuten bei ISO320 belichtet.

Das Ganze dauerte so etwa 96 Minuten.

Während dieser Zeit bin ich meinem 2ten Hobby nachgegangen, und habe auf Kurzwelle gefunkt.

Wie auch hier zu sehen . Die Sendeleistung war etwa 100 Watt auf einer Frequenz bei 3,7 MHz.
Kurz vor Aufnahmeende bin ich dann raus zur Sternwarte, und habe nachgesehen, ob alles gut
gelaufen ist.

Nun ist die LX850 ja CE-gekennzeichnet, was aber nicht unbedingt heißen muss, das mein Amateur-
funksignal dann keinen Einfluss hat. Zumal beides in unmittelbarer Nachbarschaft läuft.

Das Gesetzt über die elektromagnetische Verträglichkeit verlangt, das beides nebeneinander her
funktioniert.

Ich konnte an der LX850, und meinen Aufnahmen keine negative Beobachtung machen.

Im Augenblick laufen noch die Dark, und ich werde dann mal zeigen was daraus geworden ist.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

kleiner Hinweis: Du meinst vermutlich Bogenminuten, wenn Du "Gradminuten" schreibst. ;)

Und nun eine Verständnisfrage zur LX 850 und anderen, ähnlichen modernen Sternwartenmontierungen, mit denen ich keine Erfahrung habe.

Wozu benötigt man denn ein GPS-Signal zu deren Betrieb? Die Geschwindigkeit, mit der Europa auf dem Erdmantel "schwimmt", ist doch vernachlässigbar klein gegenüber der Lebensdauer einer solchen Montierung. ;)

Bei meinen "popeligen" Montierungen (Sphinx, NEQ-3) gebe ich einmalig beim Aufstellen/Einrichten die Koordinaten des Standorts (mein Balkon) ein und gut ists. Will ich fotografieren, kommt die ALCCD5L-IIc mit Barlow dazwischen in das Hauptinstrument und nach der groben Polausrichtung über ein Polsucherfernrohr wird noch etwa 15 Minuten gescheinert, bis der Stern sich in 5 Minuten nicht mehr merklich vom virtuellen Fadenkreuz wegdriftet. Den Rest macht dann der Autoguider und diese Polausrichtung bleibt erhalten, bis ich vor dem nächsten Sturm die Montierung(en) ins Wohnzimmer reinwuchte. :)

Gehen die Hersteller davon aus, daß man als Beobachter eine solche schwere Montierung jeden Abend an einem anderen, unbekannten Ort neu aufstellt und einrichtet?

Wie gesagt, das sind Verständnisfragen und keine prinzipielle Kritik. Ich bin da einfach blos neugierig. :D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

ich kenne keine einzige parallaktische PlugNPlay Montierung.
Im Verein verwenden wir eine Azimutale von MEADE mit GPS und weiteren eingebauten Sensoren. Diese ist allerdings stationär aufgebaut.
Wenn wieder jemand den Strom vor dem parken ausgeschaltet hat kann man eine PlugNPlay Prozedur starten.
Diese führt dazu das die Montierung dann schon zu 95% Betriebsbereit ist.
Danach nur noch 1-2 Objekte matchen und alles ist gut.
Wie gesagt aber Azimutal.
 
Hallo Fee,

du hast natürlich recht, Gradminuten ist falsch und Bogenminuten oder Winkelminuten müsste man sagen.

Das man Montierungen mit GPS verkauft soll wohl die Inbetriebnahme vereinfachen, oder als
Verkaufsargument dienen, um den Preis nach oben zu setzen.

Meine AZ EQ6 hat das auch nicht, und da muss ich nur Datum und Uhrzeit eingeben, wenn ich die Montierung
immer am gleichen Standort betreibe.

Ansonsten noch den Standort mit Längen- und Breitengrad, wenn man meint man muss das tun.

LG und CS
Horst



 
Hallo Jadran,

mir gehts darum, was Meade verkauft und was tatsächlich ankommt.
Man kommt günstiger zum Ziel. Und eine Diskussion über Plug N Play im Bereich einer paralaktischen Montierung möchte ich hier in Horsts Thread nicht führen (mit den richtigen Zutaten, Multi-Vendor, möglich. Ich nutze sowas).
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Fee,

"benötigen" ist relativ... Ein gutes eingebautes GPS-Modul hat so ein, zwei Vorteile. Zum einen kannst du den Standort deutlich genauer systemintern verarbeiten, als bei der doch recht groben Eingabemöglichkeit z.B. der Synscan-Handbox, was der Positionierungsgenauigkeit des Goto natürlich entgegen kommt und bei den häufig recht langbrennweitigen Optiken in Sternwarten auch zwingend erforderlich ist. Darüber hinaus bekommt die Montierung einen präzisen "Zeitstempel", was iVm. der genaueren GPS-Position auch wieder ein Plus an Positionierungsgenauigkeit mit sich bringt. Das ganze Mehr an Informationen bringt natürlich nur dann etwas, wenn die Montierung selbst auch hinreichend genau positionieren kann.

Natürlich kann man diese Daten ebenso gut per Hand eingeben, aber wenn ich schon 10 Steine für ne Montierung auf den Tisch lege, dann kommt es auf ein paar Euro für ein GPS-Modul auch nicht an.


Hallo Gerrit,

was würdest du denn unter Plug´n´Play verstehen? Im Gegensatz zu meinem "üblichen" herangehen mit Goto-Alignment, Leitsternsuche und Guiderausrichtung (den Aufbau der Montierung lasse ich bewusst weg) finde ich den Starlock schon echt Plug´n´Play und das ist es auch, was Meade mir suggeriert... Und das man auch günstiger zum Ziel kommen kann, steht auch auf nem ganz anderen Blatt Papier!


Hallo Horst,

Zitat von Horst0552:
So langsam weis ich allerdings nicht was mir mehr Spaß macht. Mich mit dieser Technik auseinandersetzen,
oder die Fotos am Himmel zu machen.

ich weiss ja nicht wie es dir so geht, ich bin selbst auch so ein kleines Spielkind (behaupten Menschen in meinem näheren Umfeld) und "bastel" auch sehr gern, mittlerweile bin ich aber sehr froh darüber eben nicht mehr "basteln" zu müssen, sondern mein System so gut zu kennen, dass es zum einen sehr schnell Einsatzbereit ist und zum anderen auch nicht mehr dauernd konrollieren muss, was das ganze System so treibt, sondern einfach die Ruhe unter einem sternklaren Himmel genießen kann (im Winter hock ich mich auch gern wieder in die warme Stube ...).

Und was die Bedienung als solches betrifft, einer meiner Pauker hat immer gesagt: "Kaum macht man es richtig, funktioniert es auch!".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,


ich bin gerne dazu bereit via PN die Diskussion zu diesem Thema fortzusetzen. Möchte Horts-Beträge jedoch nicht mit einer Diskussion zur Meade Qualität verwenden. Und dabei möchte ich es auch belassen.
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

warum nicht hier? Es geht um erste Erfahrungen mit der LX850 und dem Starlock und ureigenster Sinn eines Forums ist der Gedankenaustausch. Warum also sollte man Horsts Erfahrungen nicht kommentieren, bzw. diskutieren? Damit meine ich kein "Phrasendreschen" und pauschalierte Qualitätsurteile über eine ganze Marke fällen, sondern ein konstruktives Herangehen an das Thema.

Gerade den Vergleich von Horsts Erfahrungen am Meade-System mit denen anderer Interessierter und vor allem auch Nutzern anderer Systeme finde ich in diesem Kontext sehr gewinnbringend, vor allem wenn man selbst vor der Wahl steht, welche Montierung man denn in Zukunft erwerben möchte.

Das auch eine LX850 keine eierlegende Wollmilchsau ist, dürfte jedem klar sein, ebenso daß die Montierung über den "kleinen" ED nur lachen dürfte, aber alles andere fand ich pers. durchaus interessant zu lesen, vor allem würde mich interessieren wie´s mit nem 12"-14" ACF ausschaut...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

die letzte Nacht war wieder sehr erlebnisreich.

Ich habe die LX850 in der Abenddämmerung eingeschaltet, und mal die Venus eingegeben. Zu meiner Freude
hat es mit den GPS-Daten nur wenige Sekunden gedauert. Warum das mal mehr, oder weniger gut geht,
wird natürlich auch nirgendwo in der Bedienungsanleitung beschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass
das Programm wohl GPS-Favoriten-Frequenzen hat, die nicht nicht immer zu empfangen sind. Dann muss natürlich
erst einmal mühevoll gesucht werden. Doch auch hier im Handbuch keine Angabe, wie lange das dauert
und wann der Vorgang abgebrochen wird. Oder auch, wie man den Suchvorgang manuell abbrechen kann, und
wie man dann manuell vorgeht.

Kann natürlich auch sein, dass ich mit meinen wenigen Englischkenntnissen etwas übersehen habe.

Wie ist das bei der LX200, zumal sich die Autostar II mit LX200 GPS meldet?

Nach dem GPS-Empfang wurden dann die Positionsdaten von der Venus errechnet, und mit GoTo ist die LX850
dann zur Venus gefahren. Sie war erfreulicherweise mitten im Leuchtpunktsucher.

Inzwischen war es 22:30 Uhr und ich wollte mich mal NGC4565 zuwenden. Zum präziesen Anfahren hat sich die
Montierung zunächst den Stern Vindemiatrix zugewand. Der wurde in der Bildmitte zentriert, und dann die
Galaxie angefahren.

Die Differenz zwischen den beiden Objekten ist etwa 16°22'.

Vorher hatte ich natürlich auch die StarLock eingeschaltet. Sie hat in der Lichschwachen Umgebung um NGC4565
dann auch tatsächlich einen Leitstern gefunden. Ich konnte am Handgerät ( Atostar II ) auch Verstellwerte
Für die RA- und DEC-Achse beobachten.

Dann habe ich den RS232-Port der StarLock mit dem PC verbunden, und Anschließend das StarLock-Utility-
Programm gestartet. Nun habe ich mit dem Program ein wenig gespielt, und alles mal ausprobiert. Dabei bin
ich wohl nicht so vorgegangen, wie sich das der Softwareentwickler vorgestellt hat.

Ich schaute auf das Handgerät ( Autostar II ) und bemerkte, dass bei den RA- und DEC-Werten keine Veränderung
mehr zu beobachten war.

Das Program stand. Oder man kann auch sagen es ist mal wieder abgestürzt. Das es ein Reset gibt, haben wir
ja nun festgestellt, aber was man anschließend tun muss damit es an meinem Standort wieder Funktioniert,
auch unter der Bedingung, dass die Montierung schon gut zum Himmelspol ausgerichtet ist, wird nicht beschrieben.

Mehrere Versuche durch Ein- und Ausschalten, Ausrichten und Parkposition anfahren habe ich unternommen.

Dieses dauerte so etwa 20 Minuten. 20 Minuten Angst, ob ich die Montierung jemals wieder zum Laufen bringe.
Auch hier gibt es keinen Hinweis, wie man sich zum Beispiel bei einem Ausfall der Spannungsversorgung
verhalten soll.

Doch irgendwann, ich weis nicht mehr, wie oder warum, konnte ich wieder eine Ausrichtprozedur durchführen.
Nach meinem Plan mit etwas Verspätung habe ich dann noch mal NGC4565 angefahren. Habe dann die StarLock
wieder mit dem PC verbunden und das Program gestartet.

Im Histogram auf dem Bildschirm beobachtete ich dann die Verstellwerte für die RA- und DEC-Achse.

Anschließend habe ich 7 x 6 Min. bei ISO400 belichtet.
Darks habe ich auch verarbeitet.

Hier mal das Ergebnis:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Summe%20NGC4565_Zusammenstellung.jpg

Erfreulich für mich ist wieder mal die genaue Positionierung, zumal ich auf dem Monitor der EOS60Da absolut
nichts von der Galaxie sehen konnte. Verwendet habe ich den oben gezeigten Refraktor mit einer Brennweite
von 600 mm. Bei einer Öffnung von nur 3,5 Zoll ist sicherlich auch nicht viel mehr Schärfe zu erwarten.

Einmal an der Stelle am Himmel, habe ich dann auch wieder M51 versucht. Diesmal 9 Fotos mit gleichen
Daten wie bei NGC4565.

Fitswork und Registax hat bei der Bearbeitung geholfen. Wobei ich von Registax 6 gerne die Wavelet-Schärfung
verwende.

Hier M51 auch wieder schön in der Mitte von Foto.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Zusammenstellung.jpg

All diese Experimente dienen für mich zunächst dazu, mich mit der Bedienung der LX 850 vertraut zu machen.

LG und CS
Horst

 
Guten Morgen allen Lesern,

gestern Abend habe ich mal meinen 6Zoll-f/5 - Newton auf der Montierung angebracht.

Zunächt musste ich erst einmal überlegen, wie denn montieren. Da wo ich den Auszug haben wollte war die
StarLock im wege. Also alles ein bischen gedreht. Aber der Sucher muss noch freie Sicht haben.

Ausgleichsgewichte justiert, und dann mal sehen was die Nacht gebracht hat.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/6%20Zoll%20650%20mm%20FFC%20x2%2C5.jpg

Es ist Freitag Morgen 01:00 Uhr, und 2 Fotos und noch einige Darks müssen gemacht werden.

LG und CS
Horst
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben