Meade LX850 - StarLock - erste Erfahrungen

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Hallo zusammen,

alles läuft gut.

Kai kann ich sagen, dass ich die von ihm beschriebenen Probleme bei meiner LX850 mit der Softwareversion 1.1g
nicht beobachten konnte.

Nachdem ich mein 6Zoll-Newton aufgesetzt hatte, habe ich durch verschieben der Prismenplatte und Ausgleichsgewichte
alles ins Gleichgewicht gebracht.

Danach habe ich die Montierung zum Himmelspol ausgerichtet, und als erstes eine Ausrichtung nach einem Stern gemacht.

Hierbei wird der Polarstern angefahren, und man soll ohne Verstellen am Handgerät den Polarstern ins Fadenkreuz
bringen. Natürlich habe ich dann nicht die Montierung verstellt. Denn die RA-Achse ist ja schon eingescheinert.

Durch lösen der Feststellschrauben der RA- und DEC-Achse habe ich dann durch vorsichtiges verstellen der Achsen, den
Polastern ausgerichtet. Dann die Feststellschrauben vorsichtig angezogen. Das Ganze anschließend mit ENTER bestätigt.
Danach sucht sich die LX850 den Aurichtstern ( hier Arktur ), und fährt in an. Etwa Daumenbreit Abstand am gestreckten
Arm. Das Handgerät fordert dann zum Zentrieren des Sternes auf. Bestätigt mit ENTER ist dann diese Ausrichtung beendet.

Darauf folgend habe ich dann eine weitere Ausrichtung nach 2 Sternen durchgeführt. Die Autostar II fordert einen auf,
mit dem Handgerät den Himmelspol anzufahren. Dieses wird wieder mit ENTER bestätigt. Anschließend werden 2 Sterne
zur Ausrichtung angefahren, und nach dem Zentrieren im Fadenkreuz bestätigt. Nach dieser Ausrichtung wird von der
Autostar II die Genauigkeit berechnet. Durch diese Ausrichtung ergibt sich ein neuer Himmelspol, und es wird die Abweichung
zum bisher bekannten Himmelspol in Bogenminuten ( ' ) und Grad (°) für Azimut angegeben.

Diese Ausrichtung habe ich gestern, und auch heute durchgeführt ( habe das 6"-f/4-Nenton demontiert und um 1,5cm gekürzt ).
Die Abweichung war heute < 5'. Ein Winkerl für Azimut wird dann nicht mehr angegeben.

Fortsetzung folgt.

LG und CS
Horst

 
Hallo, bin wieder da.

In der Warte laufen gerade Darks.

Was ich bei dieser Montierung feststellen konnte, das über den Azimut von 180° ( Süden ) kein durchgehender
Betrieb möglich ist. Die Autostar meldet sich mit "AT Mount limit - goto flip ". Kurz danach bleibt sie einfach
stehen.

Das sieht dann so aus:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/AT-Mount-Limit.jpg

Man muss also vorher genau planen, das nicht über die 180° hinaus läuft.

Wenn der Hinweis goto flip kommt, kann man durch Drücken der GOTO-Taste diesen Flip durchführen. Nach dem
Umschlag auf die andere Seite wird das Objekt wieder präzise ausgerichtet. Beim Fotografieren stehen die
nachfolgenden Fotos dann natürlich "Kopf".

Wenn das Objekt angefahren ist, socht sich die StarLock einen Leitstern. Das dauert je nach Sichtbedingungen
zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten. Wird bis dahin kein Stern gefunden, schaltet sich die StarLock aus. Die
LX850 läuft ohne weiter.

Im StarLock-Betrieb kann man sich die Verstellwerte ansehen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/StarLoxk%20Guide.jpg

Je nach Seeing-Bedingungen ist es sinnvoll eine Justierung zu machen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Auto%20Rate%20cal.jpg

Es werden dabei für die RA- und DEC-Verstellung angeblich optimale Werte ermittelt.

Ich habe dann gestern Nacht noch mal NGC4565 angefahren, mit dem oben gezeigten Newton, und mit FFC von
Baader eine Brennweite von 1645 mm.

Das Objekt war recht gut in Bildmitte.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/NGC4565%20zentriert.jpg

Doch bei diesem Foto, das ich 8 Minuten belichtet hatte, bemerkte ich, dass die Sterne nicht Rund waren.

Der Stern unter der Galaxie sieht dabei so aus:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Mechanische%20Verwerfung.jpg

Da kann man schon ins Grübeln kommen.

LG und CS
Horst
 
Hallo Horst,

Wenn der Hinweis goto flip kommt, kann man durch Drücken der GOTO-Taste diesen Flip durchführen. Nach dem
Umschlag auf die andere Seite wird das Objekt wieder präzise ausgerichtet. Beim Fotografieren stehen die
nachfolgenden Fotos dann natürlich "Kopf".

das mit dem Umschlagen ist "normal", sonst würde ein angeschlossenes Teleskop ja irgendwann gegen die Säule gedrückt. "Kopfstehende Bilder" sind überhaupt kein Problem. Die werden schon mit DSS korrekt zueinander alignt, auch Kaufsoftware meckert da net, wenn "richtig rum" und "kopfstehende Bilder" zusammengeworfen werden...

Der Stern unter der Galaxie sieht dabei so aus:

Deine Sterne sehen alle etwas komatös aus. Über das ganze Gesichtsfeld. Das könnte ne leichte Verkippung sein, falsche Justage, Verspannung von irgendwas...

Wird der FFC durch ne Schraube gequetscht? Kontrolliere das mal, der könnte diese leichte Verspannung erzeugen.

1645 mm sind schon ne Hausnummer...

Weiter so, das wird schon noch. :)

 
Zitat von Schlauchboot:
Zitat von Sodiac:
vor allem würde mich interessieren wie´s mit nem 12"-14" ACF ausschaut...

Guten Morgen Gerrit,

im letzten Jahr konnte ich im SaharaSky in Marokko ein paar Nächte Erfahrungen mit dem LX850 mit einem 14" ACF sammeln. Eigentlich wollte ich nur Planeten mit der DMK aufnehmen. Als erstes bemerkte ich, dass die Montierung mit Serienstativ anscheinend mit dem Gewicht des ACF überfordert war – stabil ist was anderes. Problematisch auch, das der Halter für die Handbox an einem langen Hebel sitzt. Dadurch hörte die Montierung gar nicht mehr auf zu schwingen. Erst, nachdem man noch nicht einmal in der Nähe atmete, ging es. Als dann noch Wind aufkam, musste pausiert werden.

Dann gab es ein reproduzierbares Problem mit der Nachführung, dass sich bei der großen Brennweite extrem bemerkbar machten. Es war ein auch hörbares Pulsieren des Motors der DEC-Achse, das den Planeten immer wieder aus dem Bildfeld der Kamera schob. Wir haben dann die Anleitung mehrfach intensiv durchforstet, das System nochmals neu aufgebaut und das Ganze auch mit Guiding an einem Deepsky-Objekt versucht. Leider war alles erfolglos. Unklar ist, ob es ein Defekt oder tatsächlich ein Bedienungsfehler meinerseits war. Ich konnte keine Lösung des Problems finden und kein einziges Bild aufnehmen.

Damals war es ein ganz neues Modell und vielleicht gab es einfach noch Kinderkrankheiten der Software. Was daraus wurde, weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht wirklich. Nach meiner Meinung gibt es für das Geld stabilere und bessere Montierungslösungen.

Grüße, Kai

Guten Morgen Kai,
Du zitierst Sodiac. Sprichst mich aber an. Bestätigst meine Befürchtungen.
Ich hatte das 14" ACF auf einer G41 Observatory+ im Betrieb. Mit einem Skywatcher Mak 127 als Leitrohr und allem fotographischen Krimskrams mit ca. 40..45 kg belastet. Das ganze auf einem Losmandy G11 Stativ. Leitrohr und Nachführkamera kann ich kostenmäßig spiegeln, sowas setze ich auch in anderen Konfigurationen ein.
Nun ist die G41 in die Jahre gekommen, aber sie tut nach 9 Jahren in meinem Besitz tadellos ihren Dienst. Vom Funktions- und Leistungsumfang her ist sie mit einer EQ8 vergleichbar...wir wissen beide, was diese Montierung kostet. Was man noch drauf packen muß kostenmäßig, um den Funktionsumfang der LX850 zu erreichen. Und da ist man mit knapp 5000,- Euro bei ca. 66% der Kosten einer LX850. Und in dieser Kopfiguration her, reduzieren sich die Kosten ein weiteres mal. Das Stativ ist obsolete.

Es gab ja auch mal eine LX800. Diese war so stabil und so gut verarbeitet wie ein 10,- Euro Klappstuhl aus dem Ramschladen. In Youtube sind einige interessante Videos zu dem Thema. Meine Meinung: Meade tut sich recht schwer, Qualität zum geforderten Preis zu verkaufen. Bleiben sich damit aber über Jahrzehnte treu.

Grüße,
Gerrit
 
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Hallo zusammen,

wie oben gezeigt, wollte ich mal testen wie die Positionierung bei längeren Brennweiten funktioniert.

Mangels Vorhandensein eines Teleskopes mit langer Brennweite habe ich dann mein 6 Zoll Newton mit FFC
genommen, wie oben zu sehen ist.

Da bei einem Abstand der FFC zur Bildfeldebene von 80mm ( x 2,7 ) der Teleskopbrennpunkt etwa 14mm
hinter der FFC liegen muss, musste ich sie im Tubus versenken.

Das hat dann so ausgesehen:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/FFC%20im%20Auszug%20geklemmt.jpg

Das ist natürlich, wie Fee schon bemerkt hat eine nicht unbedingt stabile Montage.

Womöglich kann sich die optische Achse während einer Aufnahme über längere Zeit leicht verändern.

Wenn ich die FFC auf den Auszug aufsetze, dann ragt der OAZ bis zu 20mm in den Tubus hinein.

Bei 6 Zoll Öffnung schon eine Menge. Hier habe ich das schon mal für mein 10 Zoll Newton beschrieben.

Also habe ich beschlossen den Tubus um 15mm zu kürzen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/6Zoll-Newton%20eink%C3%BCrzen%20um%2015mm.jpg

Angezeichnet, gebohrt, abgeklebt, gesägt, plan geschliffen, entgratet und Alles wieder zusammengebaut.

Vorher noch mal den Spiegel gereinigt.

Hier die Einzelteile für die Montage:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/FFC%20und%20Teile.jpg

Und so hat das dann montiert ausgesehen:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/FFC%20am%20Auszug%20geschraubt.jpg

Leider war das Wetter in letzter Nacht nicht ausreichend gut für einen Test.

Vom Sternhaufen M3 habe ich 20 Aufnahmen mit zunächst mal 4 Minuten gemach, von denen ich aber nur
zwei gebrauchen konnte. Es zogen immer wieder Wolkenschleier durch, womit sicherlich auch das beste
Guiding so seine Probleme hat.

Heir mal zwei Ausschnitte, die in der Pixelzahl aber nicht reduziert sind.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/IMG_6193_2.jpg
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Experimente%20mit%20dem%20Newton/IMG_6193_3.jpg

Jetzt warte ich auf klares Wetter.

LG und CS
Horst

 
Hallo Horst,

wegen dem FFC und der Klemmung. Ich kann Dir den Octo60 OAZ von
Teleskope-Austria empfehlen. Weiß aber leider nicht, ob Teleskope Austria
da auch eine Basis für Deinen kleinen Newton hat.
Beim Einsatz mit dem großen 10" mußt Du ggf. den Tubus um den OAZ-Bereich verstärken (bei derartigen Hebeln). Ich habe dazu eine Auflage aus 1,5 mm Aluminiumblech gefertigt (für meinen 8" F/6).
Ansonsten ist der Einsatz des FFC eine feine Sache. F/10 und drunter wären mir aber zu langsam. Der Detailgewinn ist aber hier respektive anderer Ausgangskriterien (im Vergleich zur Planetenfotographie) gering.
Ich gehe davon aus, daß Du hier nur einen Showcase für die Nachführgenauigkeit machen möchtest.
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit, und alle Leser,

ein Showcase ist es nicht unbedingt. Es sind für mich u.a. die ersten Erfahrungen mit einem derartigen Guiding.

Bisher habe ich nur mit der LS6 von Meade, und mit der AZEQ6 GT( ungeguidet ) gearbeitet.

Natürlich möchte ich auch ermitteln, was die LX850 kann, und was eventuell dem optischen Aufbau zugeordnet
werden muss.

Das möchte ich so präziese wie möglich, oder für mich vertretbar, machen.

Es ist schon mal nicht gut, dass man den Guidingstern der StarLock nicht wählen kann. Je weiter dieser vom
Objekt entfernt ist, um so größer kann das Problem der Rotation bei Langzeitbelichtungen sein.

Natürlich kann bei der LX850 auch extern geguidet werden.
Was ich aber weitgehend vermeiden möchte.

LG und CS
Horst

 
Hallo allen interessierten Lesern,

letzte Nacht war mal wieder ein einigermaßen brauchbarer Himmel. Angeschlossen an das letzte Experiment,
habe ich wieder M3 aufnehmen wollen. Mit der Kenntniss, dass das aufzunehmende Objekt nicht über 180° Azimut
während der Aufnahmezeit fahren sollte, habe ich erst gestartet, als M3 etwas über Süden hinweggefahren war.

Hier die Situation bei Redshift 8.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/Ausrichtung%20M3%20-1.jpg

Da natürlich M3 für eine direkte Beobachtung am Kameramonitor viel zu dunkel ist, wollte ich das präziese Ausrichten
mit Hilfe der StarLock der LX850 nutzen.

Doch da gab es ein Problem. die LX850 fuhr zum Ausrichtstern, doch auf dem Monitor war nichts zu sehen. Bisher waren
die Ausrichtsterne immer so hell, dass sie auch auf dem Monitor der EOS60Da sichtbar waren.

Kurzzeitig wurde mir am Handsteuergerät noch mitgeteilt, dass der Ausrichtstern Mufrid mit 2,72m sein sollte. Aber
sichtbar war er nicht. Zwischendurch kam noch ein Warnhinweis, dass womöglich Teile des Teleskopes gegen das Stativ
fahren könnten.

Da ich aber bis zu meiner Betonsäule noch eine Menge Luft hatte, habe ich einfach weiter gemacht ( mit GoTo ) . Die Situation
war, das Mufrid vor 180° lag, und M3 darüber.

Irgendwie bei M3 angekommen ( ich habe es nicht kontrolliert ) kam die Aufforderung " Goto flip " , also ein Schwenk um
180° um die RA-Achse. Dieses befolgte ich durch drücken von "Goto". Das Teleskop schwenkte herum, und nun war der
Ausrichtstern Cor Caroli. Den konnte die LX850 aber nicht finden.

Jetzt hat die Lx850 in RA- und DEC-Richtung den Himmel abgefahren. Als nach kurzer Zeit nicht zu finden war, habe ich den
Vorgang abgebrochen.

Danach habe ich das präziese Ausrichten der StarLock ausgeschaltet, und den Stern Cor Caroli angefahren. Ich habe ihn mit
Hilfe des Suchers zentriert, und auch am Kameramonitor ins Fadenkreuz gebracht. Dann diesen Stern synchronisiert.

Anschließend das präziese Ausrichten der StarLock wieder eingeschaltet, und M3 eingegeben. Der nun neue Ausrichtstern blieb
in Bildmitte, und die Montierung ist zu M3 gefahren.

Danach habe ich 15 Aufnahmen mit je 4 Minuten bei ISO400 gemacht.

Hier das Ergebnis:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/M3_2015-05-15%20-%2093%25.jpg

Mir gefallen die Laufgeräusche der Getriebe nicht.

Dazu habe ich vom Fachhändler den Tip bekommen, mir mal von SKF das Niedrigtemperaturfett LGLT2 zu besorgen.

Ich will die Getrieb ( bist auf die Schnecke ) dann auseinanderbauen, mit Petroleum die Einzelteile gut reinigen,
und mit einem Warmluftgebläse alles gut trocknen.

Zum Schluss dann alles gut gefettet wieder zusammenbauen.

Ich berichte weiter.

LG und CS
Horst



 
7500€ für eine Montierung und du zerlegst sie weil dir das Laufgeräusch nicht gefällt ???
Also der Upgrade von der EQ-6 scheint sich gelohnt zu haben...
 
Also Horst,

Dir gefallen die Laufgeräusche der Getriebe nicht.
Also jetzt mal:
Bist Du dir absolut sicher, daß es die Getriebe sind?
Oder sind es vielleicht doch die brushed Servos?
Letzteres wäre für mich wahrscheinlich, denn ein Schneckengetriebe hörst Du so ohne Weiteres nicht. Und im Moment haben wir Temperaturen, die tatsächlich moderat sind.

Ich muß Dich ob Deiner Geduld schon bewundern. Bzw. Deine Leidensfähigkeit. Hier wird an einer 7,5k€ Montierung rumgebastelt.
Noch innerhalb der Garantiezeit.

Da fliegen Späne, da fließt das Lot und am Ende ist die Monti tot.

Aber ich glaube, die Garantie hast Du schon verwirkt. Wenn der Händler, der Dir das Fett empfohlen hat, Dir die Montierung auch verkauft hat. Dann hält er dich aber ganz gut bei Laune.
Anstatt die Montierung zu zerlegen, würde ich eher mal wieder alles in die Kartons assemblieren und das ganze dem lieben Händler wieder auf den Hof stellen.

Was tust Du dir da bloß an? Und vor allem, wo hast Du das Ding jetzt gekauft? Das wäre mal interessant.

Das hier ist leider absoluter Schwachsinn.

Viele Grüße,
Gerrit
 
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Hallo Horst,

ich lese Deinen Beitrag hier schon eine ganze weile interessiert mit...
Einerseits bewundere ich Deine Geduld, Penibilität und Leidensfähigkeit - andererseits beneide ich den Verkäufer der Montierung - solche Kunden wie Dich wünschte er sich vermutlich gaaaaanz viele ;)
Wenn ich aber mir überlege, dass Du 7500€ investiert hast, und
seid mittlerweile 2 Monaten eigentlich kein wirkich vorzeigbares Ergebnis entstanden ist...
Ich habe seinerseit die nahezu identische Summe investiert (AP Mach1GTO), das Ding in der Ersten klaren Nacht nach Erhalt sofort auf den Acker gefahren, hingestellt und per Polsucher eingestellt und geschaut was geht (und zwar mit 1,2m Brennweite und Sucherguiding!). Und es ging einfach nur - meine erste "Plug'nPlay"-Montierung.
Wäre ich an Deiner Stelle, ich hätte das Ding wieder eingetütet und fort... Die Features, welche Du beschreibst sind teilweise Jahrzehnte alt, das Starlock zwängt Dich in ein Korsett und externes Guiding macht es endgültig sinnlos.
Den einzigen Sinn würde ich in einem reinen Remotebetrieb sehen - aber da ist die Zuverlässigkeitsfrage noch offen.

vG - Ronald

PS.: ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Grundkorpus der LX850 eine nehezu 1:1-Kopie der Mach1GTO ist... Selbst die Motorgondeln sind identisch.
 
Hallo Horst,

also ich glaube, du verstrickst dich da in eine endlose Geschichte. Erfreu dich doch an der tollen Montierung und der Sternwarte und fang an zu fotografieren. Dass es geht, beweisen ja deine Testbilder.

Dieter
 
Hallo Horst,

also irgendwie hab ich den Eindruck, das wird hier zu nem "Meade taugt halt nix hab ich immer shon gewußt"-Thread.

Soweit ich den Thread verstanden habe, hast Du einige Probleme mit der Bedienung gehabt die Du gut gelöst hast. Dass Kleinigkeiten kaputt gehen ist ärgerlich. Gibts aber auch bei Astrophysics und anderen Billigheimern ;)

Das als Argument gegen dieses Meade-Produkt aufzubauschen ist in meinen Augen ziemlich unfair.

Dass es andere Lösungen gibt die manchen besser taugen mag sein. Aber können die auch wirklich ein astrophotografisches Setup vollautomatisch verwalten? Ich fands schon sehr beeindruckend, dass dieses Gerät sich selbst das Guiding konfiguriert und dann die entsprechenden Aufnahmen liefert.

Und wie man behaupten kann, dass Du bis jetzt keine verwertbaren Ergebnisse vorzeigen kannst - hallo? Mit Sonnenbrille im Dunklen gelesen?

Ich würde jetzt Erfahrungen sammlen und die letzten 2% erst mal weglassen. Dass der Guidestern etwas vom Objekt weg ist und Bilddrehung veruracht z.B.: Wo war denn bisher Bildfelddrehung zu sehen? Oder willst Du auch analoge 120-min-Frames machen? Im digitalen Bereich ist dieses Thema bei den relativ kurzen Belichtungszeiten doch ziemlich überholt.

Mich würde vielmehr interessieren, wie robust das System arbeitet, sprich, funzt das mit dem Guidingsetup immer gut und wenn nicht warum nicht und gibts dann vielleicht einfache Workarounds?

Bin gespannt weiter von Dir zu hören!

Grüßlis

Klaus
 
Hallo Klaus,

wir hatten ja unlängst einen netten Dialog bezüglich der FS2-Thematik. Daher nimm mein Posting hier nicht ganz so persönlich. Dieser Rat nützt rein garnichts, außer dem Kollegen die Garantiezeit weiter zu verschönern. Es geht hier auch darum, jemanden zu helfen, wenn er sich verstrickt. Und es ist augenscheinlich, daß es hier der Fall ist. Und da erachte ich Dein Posting als wenig hilfreich, sorry.

Ich bin persé ein Freund von offenen Lösungen. Und den Funktionsumfang der LX850 kommt man mit weniger finanziellen Mitteln mit einer EQ8 bei.
Starlock beispielsweise.... das kann man auch mit Astrotortilla umsetzen. Diese Software kostet nichts. Integriert sich in APT, MaximDL und Nebulosity.
PHD Guiding, Metaguide um nur zwei Beispiele sehr guter kostenloser Guidinglösungen zu erwähnen. Natürlich muß man die Kamera noch kaufen und ein Leitrohr. Aber das liegt alles noch innerhalb der 5000 Euro Grenze, sofern man sich für eine EQ8 entscheidet. Selbst eine G53f von Andras Dan inkl. Pulsar zwei ist noch günstiger als die LX850 und dann hat man was richtig feines.
Wenn man schon basteln muß, dann sollte man dem Hersteller die Gelegenheit nicht noch bezahlen. Und danach sieht es bei der LX850 aus. Sie sieht gut aus die Montierung ja. Aber sie steckt noch voller Mängel. Das ist nicht das erste Beispiel, bei dem Meade hoch über das Ziel hinaus schießen will und im Grunde das Thema im Detail verfehlt. Stichwort "RCX". DA wars ja ähnlich.


Grüße,
Gerrit
 
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Hallo zusammen,

danke für Eure zahlreichen Beiträge.

Uff -, kann ich nur sagen. Da macht ihr es mir nicht leicht zu antworten.

Doch will ich es versuchen.

Dieses Hobby betreibe ich nun seit November 2011.
Ich bin derzeit 63 Jahre alt, und noch berufstätig.

Gesundheitliche Probleme hindern mich daran, dieses Hobby außerhalb meines Grundstückes auszuüben.
Einmal bin raugefahren, noch mit der LS6 von Meade. Kaum hatte ich aufgebaut, bekam ich meine
Probleme, und ich musste wieder nach Hause fahren.

Also musste ich mir überlegen, wie ich dieses Hobby so gut wie möglich von zu Hause betreiben kann.
Leider ist in einem für mich erreichbaren Umkreis von ca. 20km, nach meinem Wissen kein Hobbyastronom
tätig. Nun will ich aber auch keine Suchanzeige in der Zeitung aufgeben.

Hätte ich in den Astroforen nach Meinungen der erfahrenden Hobbyastronomen gefragt, hätte ich genauso
viele Antworten bekommen, wie ich Fragen gestellt hätte. Und ich hätte sie auch nicht werten können, weil
ich ja nicht weis, wer erfahren ist oder nicht.

Also musste ich mir selber helfen.

Mit damals 60 Jahren Alter hat man sicherlich den größten Anteil seines Lebens hinter sich.
Und mit zunehmenden Alter wird es gesundheitlich auch nicht besser.

Wie ich hier südlich Hannover, im Weserbergland in den letzten 3 Jahren feststellen konnte,
habe ich nur 1 bis 2 Beobachtungsnächte im Monat.

Es geht ja nur dann, wenn ich am nächsten Tag nicht zur Arbeit muss.

Denn mal bis 3 Uhr am Teleskop hängen, und morgens um 6 Uhr zur Arbeit fahren klappt wohl bei den
wenigsten Leuten jenseits der 60+ nicht mehr.

Warum ich mich genau für diese Sternwarte von ScopeDome und die LX850 von Meade entschieden habe,
habe ich wohl ausreichend genug beschrieben.

Nun mal zum Preis dieser LX850.

Vielleicht kann sich noch jemand erinnern, das diese Montierung Mitte Oktober 2014 ziemlich genau um 2000 € billiger war.

So ca. 5500 € war für mich ein annehmbarer Preis, und ich habe bestellt.
Natürlich keinen Ladenhüter. Sie kam direkt aus USA mit Frachtpapieren und orginal vepackt.

Wie auch hier zu sehen ist.

Angeblich regelt Angebot und Nachfrage den Preis. Da stellt sich die Frage, warum in so kurzer Zeit diese
Montierung so teuer werden konnte. Sicherlich nicht, weil man sie nicht verkaufen möchte.

Jeder der ernsthaft dieses Hobby betreibt, macht hinsichtlich seiner Ausrüstung und Fähigkeiten eine Entwicklung
durch. Vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Hobbyastronom.

Das braucht im Normalfall jedoch Zeit. Wenn man im fortgeschrittenen Alter anfängt, und man es aber doch
noch zu etwas bringen möchte, dann muss man sich den Werdegang genau überlegen.

Wielleicht lieber einmal teuer, als mehrere male billig gekauft. Doch wer konnte mir vor einem Jahr
sagen, wie gut die LX850 ist, und ob sie etwas taugt.

Ich habe weltweit im Internet gesucht, aber nichts gefunden.

Einer muss den Anfang machen, und ich mache auf jeden Fall weiter.

Guten Start in die Woche.
Unter Funkamateuren 55 und 73

Gruß
Horst






 
Hallo Gerrit,

geschenkt. Empathie ist halt nicht jedem in die Wiege gelegt.

Aber: Hier gehts weder um mein Befinden noch um Deine Vorlieben. Du schreibst inhaltlich super Beiträge - warum immer diese Bewertungen?

Ich sehe hier den Horst der mit sagenhaftem Engagement ein Gerät und seine Erfahrungen beschreibt. Das System mag nicht optimal sein, aber der Thread zeigt, dass es grundsätzlich in eine gute Richtung läuft. Die Unterstützung die er erfahren finde ich super, seine Erfolge auch. Und den Galopp in die falsche Richtung - meine Gott, wer macht schon alles immer richtig.

Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen warum das jetzt so madig geredet wird - vermutlich einfach astronomie.de.

Und wie Hortst letztes Posting zeigt: Für ihne IST das System wohl ne richtig gute Lösung - man muss halt immer alle Randbedingungen in Betracht ziehen.

Horst: weiter so! Ich bin gespannt.

Grüßlis

Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Horst,
vieles von dem Du schreibst, kann ich nachvollziehen.
Das die LX850 jetzt keine 7500,- Euro gekostet hat, ok. Das wußte ich nicht.
Wie mein Rat damals ausgefallen wäre, steht oben.
Nun bist Du nunmal an einem Punkt, wo Du weiter machen möchtest.
Und ich habe meinen Anmerkungen auch nichts mehr zu ergänzen. Sie sind auch nicht gegen Dich persönlich gerichtet. Nur frage ich mich, wie weit Du sein könntest, wenn das alles laufen würde (wie beworben).
Die Ergebnisse die Du bis jetzt nachgelegt hast sind gut, da gibts keinen Zweifel.
Um der Sache mal in einen konstruktiven Modus zu lenken: Du kannst Dich gerne mal wegen der Getriebegräusche kontaktieren.
CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von KlausTietzel:
Hi Klaus,
erstmal danke für die Blumen ;)
Mir gehts um folgendes: Meade suggeriert dem Käufer etwas und patzt dann in der Umsetzung im Detail. Vom Anwender teuer erkauft.
Ich finde es prinzipiell gut, wenn hier jemand seine Erfahrungsberichte und seine Workarrounds darstellt. Das bringt anderen Anwendern auch etwas.
Ich gehe auch davon aus, dass Horst sich darüber im Klaren ist, daß selbständige Reparaturen die Garantieleistungen des Herstellers beeinträchtigen.
Was mich letztendlich zum Schreiben bewogen hat, ist der Rat des Händlers, dass SKF Fett zu verwenden um die Getriebegeräusche zu reduzieren.
Das sind aber hoher Wahrscheinlichkeit nach die Servos, die verwendet werden.
Neu fetten schadet natürlich nichts.
Ich biete Horst an, den Kontakt via PN zu suchen. Dann kann er mal ein Video machen von seiner Montierung im Goto-Prinzip und dann hab ich sicherlich eine Antwort, woher das "Gebrüll" kommt.
Viele Grüße,
Gerrit
 
Hallo zusammen,

hinsichtlich der Getriebegeräusche gibt es über den Händler einen Kontakt mit Meade.

Für die weitere Vorgehensweise möchte ich erst die Reaktion vom Hersteller abwarten.

Das was ich an der LX850 getan habe, geschah natürlich alles mit Absprache des Händlers.

Nach meinem Anruf dort kam sofort die richtige Reaktion:

Alles einpacken, und wir lassen es von einer Spedition abholen.

Da habe ich aber erst einmal gebremst. Nachdem ich mühevoll in 3 Nächten die Montierung
eingescheinert habe, hatte ich nicht die richtige Lust alles wieder abzubauen.

Erst einmal hören was Meade dazu sagt, und sehen wie man hier helfen kann.

Ich bleibe am "Ball" und werde wieder berichten wenn es neues gibt.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

wir betrieben im Verein ein 16" RCX400 von MEADE auf einer Gabel Montierung.
Die Schnecke und das Schneckenrad sind massiv und von hoher Qualität.
Die Halterung der Schnecke aus dem vollen gefräst und wirklich wertig.
Nur die Motoren sind gelinde gesagt im unteren Preissegment angesiedelt.
Aaaaaber, sie tun das was sie sollen und haben bisher keine Mucken gemacht.
Sie machen beim Schwenken nur eben Geräusche wie Katze auf Kreissäge (übertrieben :/ ).
Ist für die Funktion aber komplett unerheblich.

 
Korrektur/ Buchstabendreher:
Wie betreiben im Verein ein RCX400.

Ncah enier Sduite enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen. Das eniizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und man knan es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.

In diesem Fall leider ein grosser Unterschied :smiley47:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von yukons:
Hallo Horst,

wir betrieben im Verein ein 16" RCX400 von MEADE auf einer Gabel Montierung.
Die Schnecke und das Schneckenrad sind massiv und von hoher Qualität.
Die Halterung der Schnecke aus dem vollen gefräst und wirklich wertig.
Nur die Motoren sind gelinde gesagt im unteren Preissegment angesiedelt.
Aaaaaber, sie tun das was sie sollen und haben bisher keine Mucken gemacht.
Sie machen beim Schwenken nur eben Geräusche wie Katze auf Kreissäge (übertrieben :/ ).
Ist für die Funktion aber komplett unerheblich.

Hallo Yadran,

selbst bei Brushed-Servos im oberen Preissegment wird man dieses Kreischen hören.
Das täuscht. Bei BLDC-Motoren hört man es nicht.
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Jadran,

Die G11 hat keine Servos, sei denn man betreibt sie mit der Gemini.
Wenn ESCAP Motoren an einer G11 betrieben werden, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Schrittmotoren. Und dann kommt es wieder auf die Ausführung der Wicklung und Magneten an.

In der RXC400 scheinen Pitmans Brushed-Servos in Kombination mit einem Stirnradgetriebe verbaut zu sein (Backlash!!). Muß nichts heißen. Kommt drauf an, wie gut die Backlash-Compensation eingestellt wurde (sollte man an einem stationären Objekt einstellen). Die Pitmans sind solide Arbeitspferde. Das Gekreische tut zwar in der Seele weh, aber heißt nichts. Funktional kann man da nicht meckern. Schrittmotore mit guten Planetengetrieben kosten nun mal wesentlich mehr. Das muß die Steuerung aber auch können.

Ich habe an meiner Sideres 85 auch Pitmann Brushed-Servos mit 75:1 Planetengetriebe. Die Getriebe habe ich nach 25 Jahren nochmal neu gefettet, aber nur weil ich die Montierung generell nochmal neu eingestellt habe als ich sie gebraucht erhalten habe. Mit den Servos hat das nichts zu tun. Die Sideres ist auch ein Beispiel. Lange genug Ausschau gehalten, ein Exemplar günstig ergattert. Eine vernünftige Steuerung rein, Getriebe nochmal einstellen und man hat was fürs ganze Astroleben.

Wenn Euch mal die Steuerung abraucht: -> Sidereal Technologies Servo II! Top Steuerung! Allerdings muß man da am RCX400 schon noch andere elektronische Lücken kompensieren. Sag niemals nie ...sowas geht nicht kaputt. Leider doch.
Ein guter Astrokollege von mir mußte die leidvolle Erfahrung an seiner LX200 machen.
Ersatzteilbeschaffung war schon zu einem nicht beachtlichen Preis möglich. Wirtschaftlich aber fast ein Totalschaden. Weiß auch nicht, was sich Meade dabei denkt. Sein Glück ist aber dann die Sitech II gewesen. Heute hat er hochauflösende Reinshaw-Encoder in der Montierung. Mehr Details dazu-> Sternwarte Nordborchen. Wurde auch mal in der Interstellarum behandelt.

Das ist eine der Hauptprobleme die ich in integrierten Lösungen sehe, die Meade und hier ausnahmsweise mal weniger Celestron auf dem Markt vertreiben. Die Montierungen halten mechanisch ein ganzes Leben. Und wenn dann nach 20 Jahren die Kollimationselektronik des RCX400 im Eimer ist, ist man aufgeschmissen. Muß ggf. sehr tief in die Tasche greifen. Beim Starlock wird man das mit kleineren Mitteln kompensieren können.

Grüße,
Gerrit
 
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Hallo zusammen,

hinsichtlich der Getriebe gibt es von Meade noch nichts neues.

Auch warte ich nun schon 3 Monate auf ein weiteres Ausgleichsgewicht. Das mitgelieferte hat zwar 12 Kg,
reicht aber für mein 10 Zoll Newton nicht aus.

Obwohl dieses nur 15 Kg wiegt. Leider macht Meade keine Angaben, wieviel Ausgleichsgewichte man für
wieviel Last benötigt. Das Eigengewicht von Halteplatte und Starlock mit Gegengewicht ist ja auch noch
zu beachten.

Gestern Nacht beobachtete ich mal die Vega ( Ausrichtstern ).
Die StarLock war dabei augeschaltet. Der Stern war mittig im Monitor der EOS 60Da. Ich hatte noch in der
Wohnung zu tun, und kam etwa nach 45 Minuten wieder in die Sternwarte.

Die Vega stand zu dieser Zeit im Osten, war aber wie am Monitor zu sehen war etwas nach Norden ausgewandert.

Nun wollte ich die Höhenverstellung der RA-Achse noch etwas verstellen ( Einscheinern ).

Ich bemerkte ( nicht zum ersten Mal ) , dass die Feststellschraube irgenwie lose war. Das Handrad war nicht fest
mit der Schraube verbunden. Es war irgendwie ein Spiel drin.

Heute Morgen bin ich dann der Sache auf den Grund gegangen. Mein Sohn und ich haben dann nach Abmontieren
aller Lasten den Haltebolzen gelöst und entfernt.

Dann habe ich einen großen isolierten Schraubendreher in das Loch gesteckt, damit mir nicht alles auseinander fällt.

So hat der Haltebolzen mit Schraubgewinde ausgesehen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/IMG_7365.JPG

Man sieht, dass das Loch in der Welle (für die Madenschraube) mit der Madenschraube nicht fluchtet.

Dann hat man wohl einfach ein weiteres Loch gebohrt und einen Federstift eingeschlagen. Doch da muss irgendwas lose sein.

Also habe ich den Federstift mit einem Seitenschneider entfernt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/IMG_7366.JPG

Der "weiche" Federstift war an der Stelle, wo er in die vergütete Welle ragte einfach abgeschert.

Hier mal ein größere Bild des Federstiftes.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/IMG_7374.JPG

Meine Idee war jetzt, das Loch des Federstiftes Auf 3,2mm auszubohren, Gewinde M4 hinein schneiden
und eine Edelstahlschraube eindrehen.

Doch dabei stellte ich fest, dass der Bolzen so hoch vergütet war, dass ich Schwierigkeit hatte überhaupt
ein Loch hinein zu bohren oder sogar Gewinde zu schneiden.

Meine Entscheidung war dann ein 4mm Loch durch alles zu bohren und eine Schraube hindurchstecken.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/IMG_7369.JPG

Stufenweise ( 2,5 - 3 - 3,2 - 4mm ) habe ich aufgebohrt, dabei die Bohrer etwa 15 mal neu angeschliffen.

Für diese Bohrung habe ich etwa 45 Minuten gebraucht.

Durchgesteckt habe ich dann eine 4mm Edelstahl-Inbusschraube.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Aufbau%20LX%20850/Erste%20Erfahrungen/IMG_7371.JPG

Am Schaft hat die Schraube zwar nur einen Durchmesser von 3,8 mm. Dadurch ergibt sich jetzt
natürlich beim Festziehen und Lösen des Gewindebolzens etwas Spiel.

Doch jetzt muss ich mir keine Sorgen mehr machen, dass etwas abschert.

LG und CS
Horst





 
Hallo Horst,

ich denke, der Bolzen ist aus Edelstahl oder nicht?
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Horst,

dann kleiner Trick aus der Zerspanungsecke:

Langsamere Drehzahl (ca. 20%) als bei Stahl, Öl dazu und mit Druck rein. Sonst brennt Dir jeder HSS Bohrer ab. Besser noch Hartmetallbohrer!
Ich hätte mir aber wenigstens nen 90° Senker besorgt und eine Senkkopfschraube aus Edelstahl. Sieht doch bissi "vermurkst" aus. Ebenso die Bohrung für den Gewindestifft. Da hat Meade nicht mal Zeit zum entgraten gehabt. Die Griffe gibts übrigens auch in "schön" von Ganter. Vergüteter Stahl ist nicht gleich Edelstahl.
42CrMo beispielsweise. Rostet wie Hulle ist aber saufest und zäh.
Grüße,
Gerrit
 
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Hallo Horst,
ich liebäugele auch mit der LX-850. Ich weiß nicht, ob du es noch brauchst, aber ich habe eine deutsche Übersetzung der Bedienungsanleitung.
Gruß
Sven
 
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