Mehr Transparenz im Suche-Board: Bitte nennt doch euer Budget oder eine Preisspanne !

virgo60

Aktives Mitglied
Hallo Sternfreunde,
ich bin selbst regelmäßig hier im „Suche-Board“ aktiv und habe auf diesem Weg auch schon das eine oder andere Ausrüstungsteil, was es z. B. im Handel nicht mehr gibt gefunden.
Aus der Perspektive eines Anbieters fällt mir in letzter Zeit jedoch vermehrt ein Problem auf: Wenn ich auf Suchanzeigen reagiere und den Suchenden anschreibe, kommen nach dem ersten Austausch oft Gegenargumente wie: „Habe ich mir preislich anders vorgestellt“ oder „Das übersteigt leider mein Budget“ und so weiter.
Es wäre doch im Sinne einer fairen, transparenten und vor allem schnellen Abwicklung für uns alle der beste Weg, wenn der Suchende von Anfang an einen ungefähren Preis oder eine klare Preispanne (von/bis) in seiner Anzeige nennen würde.
So wissen beide Seiten sofort, ob man sich im selben Rahmen bewegt. Vor allem der Anbieter könnte dadurch eine Menge Zeit für das Heraussuchen von Ausrüstung, das Erstellen von Detailfotos und die darauffolgende Kommunikation sparen, wenn es am Ende ohnehin am Budget scheitert.
Diese Zeilen dienen als Denkanstoß – wie seht ihr das ?

Grüße & CS
Frank
 
Hallo,
...oder eine klare Preispanne (von/bis) ...
ein sehr guter Vorschlag, nur bei der Preisspanne habe ich meine Bedenken. Da würde ich als Anbieter selbstverständlich nur den „bis“-Preis anbieten, wenn der Interessent schon sagt, dass er so viel ausgeben kann. :)
Ich denke, eine Preisvorstellung, die verhandelbar ist, genügt vollkommen!

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,
häufiger Satz in der Suchanzeige ist immer wieder: Angebote mit Preisvorstellung bitte per PN oder Mail ....
Habe nun öfter darauf reagiert, was ich mir oft hätte sparen können, wenn vom Suchenden gleich in der Anzeige schon eine Preisvorstellung oder ein maximal Preis stehen würde.
Es könnte z. B. auch stehen: Je nach Zustand des Artikels zahle ich einen fairen Preis oder einen maximal Preis von bis zu Summe X €.

Grüße & CS
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
ein sehr guter Vorschlag, nur bei der Preisspanne habe ich meine Bedenken. Da würde ich als Anbieter selbstverständlich nur den „bis“-Preis anbieten, wenn der Interessent schon sagt, dass er so viel ausgeben kann. :)
Naja wieso nicht? Bei einer "Biete" Anzeige schreibt man seinen Mindest-Preis rein, wäre der Käufer bereit gewesen mehr zu zahlen, hat er eben Glück. Spricht doch nix dagegen, zu sagen "bei einwandfreiem Zustand liegt mein Budget bei X", dann hat eben da mal der Verkäufer Glück wenn er weniger verlangt hätte. Meist sind doch eh die Käufer hier im Vorteil wenn ich so sehe, dass für neuwertige Sachen nicht mal die Hälfte vom NP gezahlt wird.
 
Wie schon anfangs erwähnt, spart eine Preisvofstellung des Suchenden viel Zeit .....
Der Suchende kann ja z. B. mit der Preisvorstellung im Keller beginnen und kann dann höher gehen, wenn die Suche nicht fruchtet, ähnlich wie im Biete Board, eben nur umgekehrt.

Vielleicht lässt sie die Administration dazu was einfallen
:)

CS
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Horst,
danke für den Hinweis, dann kommt es da auch noch rein .... :)

CS
Frank
 
Hi zusammen,
meiner Meinung nach kann es schon sinnvoll sein, keinen Preis reinzuschreiben. Falls man keine Anfragen bekommt, weiß man im Zweifel sonst nicht, woran es liegt: hat das Teil einfach niemand oder ist meine Preisvorstellung vielleicht einfach quatsch?

Nur vielleicht als andere Perspektive :) Ich verstehe aber natürlich trotzdem, dass man sich ärgert, falls man jemanden umsonst extra anschreibt.

CS
Robin
 
Bei einer "Biete" Anzeige schreibt man seinen Mindest-Preis rein, wäre der Käufer bereit gewesen mehr zu zahlen, hat er eben Glück.
Moin,

machen ja auch längst nicht alle!

Dann heißt das VHB. oder macht mir ein Angebot, Preisvorschläge.

Der Verkäufer sollte m.E. auch Wissen was ihm der Artikel noch Wert ist, hat sonst was von Basar, feilschen oder Ebay, wer bietet am meisten.:(
Selbst bei latenten Interesse meide ich solche Anzeigen.

Andreas
 
Hallo zusammen,

ich halte es mit dem Threadersteller. Wenn kein Preis genannt wird, reagiere ich nicht. Der Grund ist einfach: Meine Nachricht ist nach einer von mir abgegebenen Preisvorstellung (es handelte sich um einen Preis, den bereits jemand anderes für das identische Instrument wenige Wochen zuvor verlangt hatte, also kein unrealistisch tiefer Preis) äußerst unflätig und mit Schimpfworten versehen beantwortet worden.

Beste Grüße
Christian
 
Hallo
i
ich halte es mit dem Threadersteller. Wenn kein Preis genannt wird, reagiere ich nicht.
Ich halte es ebenso- wenn kein Preis genannt wird, reagiere ich nicht.
Von VHB halte ich ebenfalls nichts.

meiner Meinung nach kann es schon sinnvoll sein, keinen Preis reinzuschreiben. Falls man keine Anfragen bekommt, weiß man im Zweifel sonst nicht, woran es liegt: hat das Teil einfach niemand oder ist meine Preisvorstellung vielleicht einfach quatsch?

Wer was veräußert, sollte sich schon ein klein wenig damit beschäftigen, was so ein Teil/Ding Wert ist, oder
besser ausgedrückt: Welchen Preis er - für sich persönlich- erzielen möchte.
Das selbe gilt für den Suchenden, denn der sollte sich ebenfalls kundig gemacht haben, wie viel so ein Teil
real+fair wert sein kann - bzw. wie viel er maximal bereit ist - dafür auszugeben.


Der Suchende kann ja z. B. mit der Preisvorstellung im Keller beginnen und kann dann höher gehen, wenn die Suche nicht fruchtet, ähnlich wie im Biete Board, eben nur umgekehrt.
Vielleicht lässt sie die Administration dazu was einfallen
Eine administrative Regelung findet ich persönlich - brauch es nicht.

CS Dieter
 
Hallo!
Ich schon, aber nur dann, wenn da nicht nur Buchstaben stehen („VHB“ oder „VB“ = Verhandlungsbasis), sondern auch eine Zahl, die diese Basis darstellt. Ohne eine solche Zahl kann es keine Verhandlungsbasis geben. Das werden manche/viele aber nie verstehen. Das Problem besteht schon so lange, wie es Verkaufsanzeigen in Zeitungen gibt (300 Jahre vielleicht?).

Grüße
Maximilian
 
Wenn ich einen Artikel anbiete, kenne ich Zustand, Alter, vorhandene OVP, etc. und kann dementsprechend bei Angeboten eine recht klare Preisvorstellung angeben.

Bei einem Gegenstand den ich nicht kenne ist das schon deutlich schwerer, zumal wenn es um die (persönliche) Bewertung etwaiger Mängel oder Abweichungen vom Urzustand geht.

Klar kann man sowas angeben wie max. 75% vom Neupreis im Bestzustand. Aber meldet sich dann auch jemand, der in zwar deutlich günstiger, dafür aber mit einem Mangel verkauft? Oder impliziert das Wort "Neuzustand" schon die Absicht kein "Mangelexemplar" überhaupt in Betracht zu ziehen?

Oder ich suche wirklich sehr dringend einen Gegenstand der nur alle Jubeljahre für um 500 Euro verkauft wird.
Lege ich 'meine Verzweiflung" offen und schreibe bis 1500 Euro in die Anzeige?
Oder doch nicht lieber "bitte alles anbieten" ?

Ich weiß nicht ob ich mir in einem Gesuch mit der Angabe einer Preisvorstellung einen Gefallen tun würde...

Gruß Horst
 
Hallo,

ich kann die Problematik und den Ärger, der entstehen kann, verstehen. Aber im Grunde ist es doch einfach nur eine Frage der Kommunikation. Ich schaue viel zu selten mal ins Suche-Forum. Wenn ich was zu verkaufen habe, biete ich es direkt im Biete-Forum an. Aber wenn ich mal auf eine Suchanfrage reagiere, dann nenne ich meine Preisvorstellung, die ich auch im Biete-Forum nennen würde und entweder einigt man sich dann, oder nicht. Diskussionen über die Angemessenheit von Preisen finde ich wiederum unangemessen. Ich kann verlangen was ich will, der Kaufinteressent kann bieten, was er will. Entweder kommt man schnell auf einen Nenner oder eben gar nicht. So viel Zeit geht da doch nicht drauf. Ich verhandele da nicht mehrere Runden lang. Ärgerlich und völlig daneben sind natürlich unflätige Beschimpfungen. Habe ich hier noch nie erlebt und würde bei mir auch zum sofortigen Blockieren desjenigen führen.

LG Olaf
 
Wenn ich einen Artikel anbiete, kenne ich Zustand, Alter, vorhandene OVP, etc. und kann dementsprechend bei Angeboten eine recht klare Preisvorstellung angeben.

Bei einem Gegenstand den ich nicht kenne ist das schon deutlich schwerer, zumal wenn es um die (persönliche) Bewertung etwaiger Mängel oder Abweichungen vom Urzustand geht.

Klar kann man sowas angeben wie max. 75% vom Neupreis im Bestzustand. Aber meldet sich dann auch jemand, der in zwar deutlich günstiger, dafür aber mit einem Mangel verkauft? Oder impliziert das Wort "Neuzustand" schon die Absicht kein "Mangelexemplar" überhaupt in Betracht zu ziehen?

Oder ich suche wirklich sehr dringend einen Gegenstand der nur alle Jubeljahre für um 500 Euro verkauft wird.
Lege ich 'meine Verzweiflung" offen und schreibe bis 1500 Euro in die Anzeige?
Oder doch nicht lieber "bitte alles anbieten" ?

Ich weiß nicht ob ich mir in einem Gesuch mit der Angabe einer Preisvorstellung einen Gefallen tun würde...

Hallo
i

Ich halte es ebenso- wenn kein Preis genannt wird, reagiere ich nicht.
Von VHB halte ich ebenfalls nichts.



Wer was veräußert, sollte sich schon ein klein wenig damit beschäftigen, was so ein Teil/Ding Wert ist, oder
besser ausgedrückt: Welchen Preis er - für sich persönlich- erzielen möchte.
Das selbe gilt für den Suchenden, denn der sollte sich ebenfalls kundig gemacht haben, wie viel so ein Teil
real+fair wert sein kann - bzw. wie viel er maximal bereit ist - dafür auszugeben.



Eine administrative Regelung findet ich persönlich - brauch es nicht.

CS Dieter
Hallo Dieter,
die Forenleitung ist in diesem Fall schon sehr wichtig, man könnte doch im Suche Board die Maske so anpassen, dass gleich ein Preis mit eingetragen werden kann, macht aus meiner Sicht viel Sinn .....
Im Biete Board ist es ja auch so und das funktioniert wunderbar !

Grüße & CS
Frank
 
Hallo,

ich kann die Problematik und den Ärger, der entstehen kann, verstehen. Aber im Grunde ist es doch einfach nur eine Frage der Kommunikation. Ich schaue viel zu selten mal ins Suche-Forum. Wenn ich was zu verkaufen habe, biete ich es direkt im Biete-Forum an. Aber wenn ich mal auf eine Suchanfrage reagiere, dann nenne ich meine Preisvorstellung, die ich auch im Biete-Forum nennen würde und entweder einigt man sich dann, oder nicht. Diskussionen über die Angemessenheit von Preisen finde ich wiederum unangemessen. Ich kann verlangen was ich will, der Kaufinteressent kann bieten, was er will. Entweder kommt man schnell auf einen Nenner oder eben gar nicht. So viel Zeit geht da doch nicht drauf. Ich verhandele da nicht mehrere Runden lang. Ärgerlich und völlig daneben sind natürlich unflätige Beschimpfungen. Habe ich hier noch nie erlebt und würde bei mir auch zum sofortigen Blockieren desjenigen führen.

LG Olaf
Hallo Olaf,
genau das ist der Punkt.
Wenn Suchende seine Preisvorstellung direkt nennt, spart das – wie anfangs erwähnt – beiden Seiten viel Zeit für unnötige Kommunikation und das Erstellen von Fotos. Ich habe das hier leider schon sehr oft erlebt.
Grüße & CS
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank,

wir sind auf Deinen Wunsch eingegangen und nennen im Suche-Forum nun ansetzbare Preisangaben. Bei Durchsicht der letzten etwa dreissig, vierzig Suche-Anzeigen war das nicht der Fall, statistisch betrachtet befinden wir uns in deutlichster Minderheit... Sollen wir Deine vorgeschlagene Strategie beibehalten, oder wie alle anderen auch ohne Preisangabe fortfahren?

Viele Grüsse, schönes Wochenende

Markus
 
Hallo Frank,

wir sind auf Deinen Wunsch eingegangen und nennen im Suche-Forum nun ansetzbare Preisangaben. Bei Durchsicht der letzten etwa dreissig, vierzig Suche-Anzeigen war das nicht der Fall, statistisch betrachtet befinden wir uns in deutlichster Minderheit... Sollen wir Deine vorgeschlagene Strategie beibehalten, oder wie alle anderen auch ohne Preisangabe fortfahren?

Viele Grüsse, schönes Wochenende

Markus
Hallo Markus,
diesen Wunsch habe ich ja nicht alleine, ich denke mal, es sind eine ganze Menge Sternfreunde die so denken ....
Und ja, ich persönlich würde es sehr begrüßen und schätzen, wenn das viele Suchende machen.
Ich zum Beispiel habe relativ lange ein Okular gesucht und habe bei perfekten Zustand doppelten Neupreis zugesagt und siehe da, es hat geklappt, ich wollte dieses Okular unbedingt haben.

Grüße & CS
Frank
 
Freunde der Nacht,

ein kleiner Einwurf von der Seitenlinie. Astronomie ist, wie viele Hobbys, eine Freizeitbeschäftigung in der Hauptsache betrieben von Männern. Ich möchte nicht den hervorragenden Beitrag der weiblichen Fraktion schmälern, aber numerisch sind die Herren in der Überzahl. Auch die Altersstruktur zeigt eine deutliche Tendenz in die zweite Lebenshälfte. Und auch hier ist die Astronomie oder die Astrofotografie keine Ausnahmeerscheinung im breiten Feld der Freizeitinteressen. Dieser soziologische Rahmen bleibt nicht ohne Folgen auf kommunikative Muster.

Anekdotisch kann ich meine Erfahrung aus drei Hobbys zusammentragen. Alle drei sind eher Männerdomänen, alle haben mit Ausrüstung zu tun. Astrofotografie, Fotografie (mit Licht und ohne Stunden Belichtungszeit) und HiFi. Und obwohl sich das Klientel äußerlich sehr ähnelt, unterscheiden sich die Umgangsformen signifikant.

Am wenigsten bei Rat und Tat. Da sind die Gleichgesinnten gerne hilfsbereit und großzügig. Auch bei der Präsentation von Ergebnissen wird viel gelobt. Aber die Luft ist schon dünner. Analog vs. digital, Handarbeit vs. KI-Unterstützung, Moderne vs. Klassiker… Da quietscht schnell die vorbereitete Schublade. Menschlich spannend wird es, wenn es um den Austausch von Equipment gegen Geld geht. An- und Verkauf wird dann gerne zum Showdown.

Am freundlichsten geht der Handel unter (Hobby)Fotografen. Das mag auch daran liegen, dass dort vieles was schon altes Eisen war, wieder eine Renaissance erlebt. Auch ist der Markt größer und vor allem, es gibt echte Berufsfotografen. Deren Equipment geht mit im allgemeinen Angebot auf. Und deren Verhalten färbt auf die Community ab. Dieser wohltuende Einfluss der „Erwachsenen“ fehlt den nächsten Fraktionen.

Die Kinder des Wohlklanges sind da schon eher vom Testosteron gesteuert. Damit sind wir bei den alten, weißen Männern (nicht aufregen, bin selber einer). Irgendetwas scheint kompensiert werden zu müssen. Da wird die Aushandlung des Preises gerne mal zu einer Frage der Ehre, und falsch verstandene Spieltheorie trifft auf Aldi-Mentalität. Nicht selten wird das Ganze kompetitiv aufgeladen, das Equipment zum Statusobjekt und die Verhandlung zur Bühne fürs eigene Ego. Abgemildert werden diese Tendenzen in der HiFi/HighEnd Szene allerdings durch den alle verbindenden Rohstoff, die Musik (und die Künstler).

Jetzt sollte man meinen, unter dem Sternenhimmel relativieren sich Sach- und Geldwerte. Weit gefehlt. Ich in den letzten Jahren einiges gekauft und manches verkauft. Im Forum und auf Kleinanzeigen. Und ich möchte hier niemand zu nahe treten, aber An- und Verkauf sind im Bereich Astronomie vergleichsweise zäh. Und damit meine ich nicht die Zeiträume vom Anbieten/Suchen bis zum Abschluss. Das hängt eher an der Preisregion der Ware und der Konjunktur. Nein, ich meine Verkäufer, die ihre Ware für goldgepresstes Latinum halten. Und sei es ein angefressener Abstandsring. Grundsätzlich, schon, weil sie der Vorbesitzer sind. Der Anfragende findet sich schnell in der Rolle des wenig mündigen Kindes wieder, welches paternalistisch abgefertigt wird. Dabei bleiben die Waren über Monate, gar Jahre in der Verkaufswarteschleife. Kein Wunder, wenn der erzielte Preis den Selbstwert mit heben muss. Und wehe es geht Namhaftes. Dann scheint der Ruhm des Gerätes bereits auf den Besitzer übergegangen zu sein. Hallo Meister Takahashi, habe die Ehre Herr 10Mircon.

Genauso spannend ist der Verkauf von Astroware. Klar, das Geld ist knapp. Aber inzwischen entkoppeln sich die Angebote völlig vom Neupreis. Sicher, Computer und elektronische Kameras haben eine Halbwertszeit. Aber Feinmechanik und optische Gerätschaften? Egal. Ist der Kram auch erst drei Jahre alt, ich möchte ihn am liebsten für 40% des Neuwertes. Besser wäre es, wenn noch Garantie drauf wäre. Am liebsten vom deutschen Händler. Und natürlich Fotos, Fotos, Fotos. Und Lights! In allen Spektralbereichen und selbstverständlich als Fits-Datei. Sonst kann man ja nix sehen. Sind alle gewünschten Infos zusammengetragen und abgeliefert, dann geht der Basar los. Festpreis? Egal. Ach ja, der Versand sollte auch für umme sein. Am Ende von zehnmaligen Hin- und Herschreiben steht dann das Nichts. Der Interessen ghosted sich in unendliche Weiten hinweg.

Nein, natürlich laufen nicht alle Deals so ab. Es gibt auch schöne Erfahrungen und sehr nette Kontakte. Aber im Schnitt sind das eher die Ausnahme. Die Begegnungen der dritten Art befinden sich leider in der Überzahl. Und die Tendenz geht spätestens seit Corona beschleunigt in die falsche Richtung.

Und genau in dieses Umfeld passt diese Diskussion. Warum lassen Suchende ihre Preisvorstellung weg (die sie ja haben)? Weil sie hoffen das gute Stück noch viel billiger von irgendeinem Naiven oder Ahnungslosen abgreifen zu können. Einen Wert bezahlen? Ach was. So wenig wie möglich, das zählt. Nur das Schnäppchen macht wirklich Freude. Hallo Aldi. Und auch hier gilt, selbstverständlich gibt es auch Anbieter die den Wert ihrer Ware nicht kennen und ihn deshalb nicht benennen können. Oder es ist ihnen egal. Aber das sind die Ausnahmen.

Das gleiche gilt für die Verkäufertruppe ohne Preisangabe. Natürlich haben die ihre Vorstellungen, inklusive Schmerzgrenze. Aber vielleicht kommt ja ein Träumer und bietet mir freiwillig 25% mehr. Und den kann ich dann ja nochmal 10% hochhandeln. Da wäre ich doch doof, wenn ich mir den Reibbach durch die Lappen gehen lasse.

Nein, so macht das Handeln in der Freizeit keine Freude. Da hilft auch kein Ruf nach der Moderation. Was soll die ändern, außer noch drei Regeln mehr, im schon nicht regelarmen Forum? Es ist nicht eine Frage von Paragrafen. Es ist eine Frage der Einstellung aller Beteiligten. Und da wird sich so schnell nichts ändern, fürchte ich. Gegenseitige Wertschätzung, etwas Empathie und ein gesunder Stoizismus wäre wünschenswert. Aber der fällt nicht vom (Sternen)Himmel.

Beste Grüße und CS
Robert
 
Nein, so macht das Handeln in der Freizeit keine Freude. Da hilft auch kein Ruf nach der Moderation. Was soll die ändern, außer noch drei Regeln mehr, im schon nicht regelarmen Forum? Es ist nicht eine Frage von Paragrafen. Es ist eine Frage der Einstellung aller Beteiligten. Und da wird sich so schnell nichts ändern, fürchte ich. Gegenseitige Wertschätzung, etwas Empathie und ein gesunder Stoizismus wäre wünschenswert. Aber der fällt nicht vom (Sternen)Himmel.
Hallo Robert,
die Moderation kann ganz sicher diesbezüglich eine Menge ändern, früher war das Biete Board (oder Biete-Forum) bei Astronomie.de rein textbasiert, wo jeder Nutzer oder Interessent seine persönliche Meinung zum angebotenen Equipment abgeben konnte ! Dann hat man das geändert und seit einigen Jahren existiert dafür eine Anzeigen bzw. Verkaufs-Maske, ohne die Kommentare anderer und genau so könnte man das doch auch im Suche-Board handhaben.
Es geht ja hier einzig und allein um die Preivorstellung des Suchenden .......

Grüße & CS
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Forum,
sehe ich eine Suche-Anzeige „Suche Teil A“ und ich habe Teil A abzugeben, dann melde ich mich mit einer Biete-Antwort „Habe Teil A und möchte dafür x Euro“.
Dieser kurze Perspektivenwechsel ist doch problemlos. Schließlich habe ich ja das Interese, etwas zu verkaufen.
Für mich ist das völlig problemlos und sorgenfrei.
Viele Grüße
Dirk
 
Ich zum Beispiel habe relativ lange ein Okular gesucht und habe bei perfekten Zustand doppelten Neupreis zugesagt und siehe da, es hat geklappt, ich wollte dieses Okular unbedingt haben.

Gut, wenn ich Sachen hätte, die ich für den doppelten Neupreis (auch wenn dieser vielleicht Jahre oder gar Jahrzehnte zurückliegt) verkaufen könnte, würde ich als Verkäufer auch sofort zusagen, wenn ich so einen Interessenten hätte. Das muss wirklich ein seltenes Okular gewesen sein, das Du für einen ganz besonderen Zweck benötigt hast.

In den meisten Fällen wird dies aber wohl nicht der Fall sein. Die meisten Suche-Anzeigen dürften wohl den Hintergrund haben, daß man günstiger an das begehrte Produkt kommt und weil es eben auch nicht unbedingt Neuware sein muss.

Gruß,
Andreas
 
Das Problem sehe ich darin, dass es bei Gebrauchtware einfach zu viele Variablen gibt, die den Preis beeinflussen, als das ich als Suchender da außer bei ganz simplen Teilen sinnvoll und hinreichend kurz kommunizieren kann, welcher Mangel für mich zu welchem Preisnachlass führen muss.

Ich kann ja schlecht schreiben, in komplett neu, ungeöffnete und versiegelte Originalverpackung und Funktionskontrolle durchgeführt bin ich bereit x € zu zahlen. Für geöffnete Verpackung gehen a € ab, für leicht beschädigte Verpackung b €, für fehlende Verpackung c €; für Kratzer an Klemmungen d €, für Kratzer am Gehäuse e €, für Kratzer an der Optik (außerhalb Sichtfeld) f €, im Sichtfeld (aber nicht störend) g €; pro Tag t fehlender Restgarantie bitte h*t^1,i € abziehen, für Geräte mit Seriennr. von ... bis ... j € abziehen, außer die Seriennr. entspricht meinem Geburtsdatum, dann k € plus, ...

Schreibe ich da einen Maximalpreis, ist der Verkäufer evtl. angepisst, weil ich für sein Teil in dem Zustand nur die Hälfte zahlen möchte (solche Situationen hatte ich an anderer Stelle schon zur Genüge, kann ich gerne drauf verzichten).
Und evtl. bietet mir jemand ein eigentlich leicht über meinem genannten Preis liegendes Teil gar nicht an, das ich aber vielleicht doch genommen hätte, weil es eine spezielle Eigenschaft oder Zubehör dabei hat, die/das mir den Mehrpreis wert gewesen wäre.

Und es verlangt ja auch niemand, dass man nach lesen der Suchanfrage sofort in sein Auto springt, zu seinem alten Elternhaus fährt, dort den Keller durchwühlt, das gesuchte Teil abstaubt und in seinem extra aufgebauten semiprofessionellen Fotostudio von x Seiten Detailaufnahmen macht.
Ein einfaches: "Ich müsste das Teil noch haben. Als ich es vor Jahren weggeräumt habe war es in diesem und jenem Zustand. Ich stelle mir x € vor." reicht doch als erste Antwort völlig aus.
Wenn dann schon klar ist, dass das nichts wird, ist auch kein weiterer Aufwand nötig.
Hat der Suchende dann noch Interesse, sucht man es halt raus und macht ggf. ein paar Fotos.
Wenn man sich dann auf einen Preis einigt, ist alles OK, wenn nicht, kann man es ja immer noch für seinen Wunschpreis im Biete-Bord einstellen.
Verkauft man es dort für seinen Wunschpreis, alles gut.
Falls nicht, kann man ja noch mal über seine eigenen Preisvorstellungen nachdenken. (Und sollte man mit dem ursprünglich Suchendem gegenseitig freundlich und respektvoll umgegangen sein, kann man den ja per PN fragen, ob er evtl. noch Interesse hat...)

CS, Lutz
 
@virgo60
Ja, eine solche Maske könnte den einen oder anderen zu einer etwas strukturierten Anfrage an die Gemeinde inspirieren. Könnte, muss aber nicht. Auch auf der Bieten Seite kommst Du ohne konkrete Zahl durch. Und selbst wenn dort ein Betrag ultimativ gefordert würde, gibt man einfach 1€ oder 1.234.567€ ein. Wenn der Suchende oder der Anbieter als erstes seinen finanziellen Vorteil im Blick hat, findet sich ein Gebüsch.

Es ist diese kleinbürgerliche Kapitalisten Einstellung. Ich sitze in meinem Zuhause und möchte viele tolle Dinge um mich haben und es soll mich so wenig Geld wie möglich gekostet haben. Gier. Und gebe ich was weg, wäre es doch schön, wenn ein Gewinn rausschaut. Diese Einstellung hat nichts mit einer Interessengemeinschaft oder der Förderung dieses schönes Hobbys zu tun.

Und nicht missverstehen. Natürlich kann es Sinn machen, keinen Preis anzugeben. Zum Beispiel auf der Bieterseite. Ich habe gerade ein Teleskop mit mit viel spezifischem Zubehör, zum Teil parallel (drei verschieden Reducer, zwei OAZs). Da ist eine VHB 1€ natürlich keine Verhandlungsbasis, sondern ein Gesprächsangebot. Der Interessent bastelt sich aus den x Möglichkeiten sein Paket und dann spricht man über den Preis. Eine Anzeige mit 20 verschiedenen Preisvarianten würde sicher nicht im Interesse beider Seiten liegen.

Es ist ja auch in Summe nicht das Thema bei Anfragenden oder Anbietern einen Preis anzufragen. Kostet fünf Minuten und ist echt zumutbar. Das Problem ist die Geisteshaltung, die oft dahinter steckt und die sich dann gerne in einer unangemessenen Kommunikation Bahn bricht. Aber wie heißt es so schön: DbddhkP (und auch keine Moderation).

LG&CS
Robert
 
Das Problem sehe ich darin, dass es bei Gebrauchtware einfach zu viele Variablen gibt, die den Preis beeinflussen, als das ich als Suchender da außer bei ganz simplen Teilen sinnvoll und hinreichend kurz kommunizieren kann, welcher Mangel für mich zu welchem Preisnachlass führen muss.

Ich kann ja schlecht schreiben, in komplett neu, ungeöffnete und versiegelte Originalverpackung und Funktionskontrolle durchgeführt bin ich bereit x € zu zahlen. Für geöffnete Verpackung gehen a € ab, für leicht beschädigte Verpackung b €, für fehlende Verpackung c €; für Kratzer an Klemmungen d €, für Kratzer am Gehäuse e €, für Kratzer an der Optik (außerhalb Sichtfeld) f €, im Sichtfeld (aber nicht störend) g €; pro Tag t fehlender Restgarantie bitte h*t^1,i € abziehen, für Geräte mit Seriennr. von ... bis ... j € abziehen, außer die Seriennr. entspricht meinem Geburtsdatum, dann k € plus, ...

Schreibe ich da einen Maximalpreis, ist der Verkäufer evtl. angepisst, weil ich für sein Teil in dem Zustand nur die Hälfte zahlen möchte (solche Situationen hatte ich an anderer Stelle schon zur Genüge, kann ich gerne drauf verzichten).
Und evtl. bietet mir jemand ein eigentlich leicht über meinem genannten Preis liegendes Teil gar nicht an, das ich aber vielleicht doch genommen hätte, weil es eine spezielle Eigenschaft oder Zubehör dabei hat, die/das mir den Mehrpreis wert gewesen wäre.

Und es verlangt ja auch niemand, dass man nach lesen der Suchanfrage sofort in sein Auto springt, zu seinem alten Elternhaus fährt, dort den Keller durchwühlt, das gesuchte Teil abstaubt und in seinem extra aufgebauten semiprofessionellen Fotostudio von x Seiten Detailaufnahmen macht.
Ein einfaches: "Ich müsste das Teil noch haben. Als ich es vor Jahren weggeräumt habe war es in diesem und jenem Zustand. Ich stelle mir x € vor." reicht doch als erste Antwort völlig aus.
Wenn dann schon klar ist, dass das nichts wird, ist auch kein weiterer Aufwand nötig.
Hat der Suchende dann noch Interesse, sucht man es halt raus und macht ggf. ein paar Fotos.
Wenn man sich dann auf einen Preis einigt, ist alles OK, wenn nicht, kann man es ja immer noch für seinen Wunschpreis im Biete-Bord einstellen.
Verkauft man es dort für seinen Wunschpreis, alles gut.
Falls nicht, kann man ja noch mal über seine eigenen Preisvorstellungen nachdenken. (Und sollte man mit dem ursprünglich Suchendem gegenseitig freundlich und respektvoll umgegangen sein, kann man den ja per PN fragen, ob er evtl. noch Interesse hat...)

CS, Lutz
Hallo Lutz,
ers geht hier in erster Linie, um die Preisvostellung und nicht um die Preisgestaltung, der Suchende kann, wie ich es z. B. auch tue, in tadellosem Zustand, oder in OVP , oder Zustand egal schreiben, wäre bereit bis Summe € x zu zahlen, im Vorfeld hätte man dann schon eine Basis ....

Grüße & CS
Frank
 
Hallo zusammen

ich bleibe dabei, sowohl "Ich suche Teil x, macht mir gerne Angebote" und "Ich habe Teil x, macht mir gerne Angebote" werden von mir ignoriert, einfach um Äußerungen wie "Wenn du glaubst, dass ich mein Teleskop für den Preise hergebe/Wenn du glaubst, dass ich für dein Teleskop so viel zahle, hast du einen an der Waffel" von vornherein auszuschließen. Das hab ich einfach nicht mehr nötig und schon zu oft gehört, nicht nur bei ebay und Kleinanzeigen (dort häufig, daher inzwischen beides gelöscht bzw. inaktiviert), sondern leider auch (zwar selten) hier. Die weiter oben beschriebene Haltung mancher Mitmenschen gegenüber eigenen/fremden Werten macht absolut keinen Spaß mehr, ich stimme Robert in seinen Punkten vollkommen zu.

Beste Grüße
Christian
 
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