Meine ASI 1600 ist da -> Hilfe!

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Marty_McFly

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Hallo zusammen,

Meine erste Astrocam samt Filter und Filterrad ist zwei Wochen früher angekommen als erwartet. Aufgeregt versuche ich die Kamera kennenzulernen. Und habe prompt die ersten Probleme. Also Treiber sind installiert. APT erkennt die Kamera aber:

1. nach einigen Testschüssen (mit Deckel) kommt jetzt dauernd die Fehlermeldung: „Please input Exposure Duration between 0 and 0s, and restart exposure!”. Also erstens habe ich eine normale Duration von mehreren Sekunden und zweitens macht die Fehlermeldung an sich ja keinen Sinn.

2. wenn ich nun doch paar Bilder schießen konnte, hat es immer eine Ewigkeit gedauert bis APT das Bild abgespeichert hat. Es steht dann auf „Busy“ und es dauert 1-2 Minuten bis das Bild gespeichert ist. Die Kamera ist per USB3.0 Kabel direkt an den NUC mit USB3.0-Port angeschlossen.

Kennt jemand diese Probleme und kann mir helfen?
Sollte ich vielleicht ein anderes Programm verwenden?
 
Es ist das mitgelieferte Originalkabel. Aber nein, ein anderes Kabel habe ich nicht ausprobiert. Aber daran sollte es ja dann nicht liegen. :confused:
 
Da ich die gleichen Probleme auch am normalen Laptop habe, werde ich mir mal ein Highspeed-Kabel mit 5 GB/s und Goldverzierungen und was weiß ich zulegen. Fängt ja gut an... :coffee:
 
War nur so eine Idee, weil manchmal wurde ein Kamera-Problem mit einem anderen USB 3 Kabel gelöst. Kann natürlich ebenso irgendeine Einstellung der Software sein, ein Bug, oder schlicht ein Fehler der Kamera. Aber mir passiert das auch dauernd, dass das neue Zeug bei allen geht, nur bei mir nicht. :oops:

Nachdem ich dann viel Geld augegeben habe, um alle möglichen Fehlerquellen zu eliminieren, sagt dann jemand, ich solle die USB-Traffic Einstellung in Firecapture anders einstellen und... tadaaaaa... :eek::rolleyes:

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hmmm... Klingt für mich fast nach "zurück nach China".

Habe mit meiner kleinen, aber rel. schnellen ASI 290 MC weder in SharpCap noch in FireCapture Probleme mit dem USB 3.0 Traffic, weder mit Original-Kabel noch mit dem und einer 5 m Verlängerung.

Dass das ganze in APT rel. lange dauert, kann auch daran liegen, dass APT noch nicht nativ ZWO unterstützt; das soll angeblich irgendwann nach 3.70 kommen. Im APT Forum gibt es zur langsamen Übertragung - insbesondere auch bei LiveView - ein paar Threads.
 
2. wenn ich nun doch paar Bilder schießen konnte, hat es immer eine Ewigkeit gedauert bis APT das Bild abgespeichert hat. Es steht dann auf „Busy“ und es dauert 1-2 Minuten bis das Bild gespeichert ist. Die Kamera ist per USB3.0 Kabel direkt an den NUC mit USB3.0-Port angeschlossen.

Kennt jemand diese Probleme und kann mir helfen?
Sollte ich vielleicht ein anderes Programm verwenden?

Ich arbeit auch mit einer ASI1600Pro und APT. Das klappt mittlerweile sehr gut. Anfangs hatte ich arge Probleme, die Daten von der Kamera direkt auf einen USB3-Stick zu schreiben. Das dauerte ewig. Nach Rücksprache mit dem Entwickler von APT habe ich den DebugMode eingeschaltet. Da gab es dann Timeouts zu sehen. Er benutzt die CFITSIO Library zum herausschreiben und hat es darauf geschoben.

Mittlerweile schreibe ich die Daten direkt auf die interne SSD-Platte. Das geht nun sehr schnell (1-2 sec). Ich musste übrigens noch das Virencheck-Programm abschalten. Dann erst funktioniert der ImageSolver schnell. Der braucht mit aktivem Vierencheck auch ein paar Minuten.
 
Glückwunsch Eichi :)

Stell bitte als erstes sicher, dass du den ASCOM und den Windows Treiber von der ZWO Homepage installiert hast.
Native und Ascom "ASI Cameras". Für das Wheel brauchst du nur den ASCOM Treiber.

Wenn du die Fehlermeldung googlest "Waiting for Camera APT" wirst du relativ junge Einträge finden, z.B. im APT Forum.
Hier im Forum hab ich das zwischen den Zeilen auch gelesen; ich glaube das war der BIAS Video Thread von Frank..
Ich habe das gleiche Problem bei APT seit Mitte Februar. Mit SGPRO gibt es keine Probleme.

Ich habe den USB Traffic auf 40 gestellt, was bei USB3.0 und 30s Frames auch locker ausreicht. Jetzt ist Ruhe (obwohl es vorher null Probleme gab mit USB Traffic 80+).

Im Kamera Tab (APT) ganz unten Rechts kommst du in die Settings wenn die Kamera bereits verbunden ist und NICHT im LiveView.

Leg dir am Besten auch gleich verschiedene Gain/Offset Einstellungen an, denn UNITY Gain 139 wird evtl. bei LRGB zuviel sein.
Ich ergänze die passenden Werte wenn ich daheim bin.

Im Kamera Tab kannst du ja feste Zeiten einstellen. Wenn du auf Bulb stellst musst du z.B. 0.1 einstellen. Das wäre dann auch die Zeit um BIAS zu machen.

Gruß
Dennis
 
Hi Eichi,

das Geld für Super-Duper-HighSpeed Kabel in Gold kannst Dir sparen, da kriegst evtl. sogar neue Probleme.
Ich habe mittlerweile zwei davon gekauft weil mir das Originalkabel zu lang war, eins bei Amazon und eins Industriekabel mit extra doppelten Versorgungsleitungen.
Der Effekt war, dass die ASI1600MM schon unter Windows nicht erkannt wird, nur der daran angeschlossene USB2 Host.
Mit Originalkabel gab es keine Probleme, da wurde die Kamera sofort erkannt. (Ach ja, die ASI290MM funktioniert mit allen Kabeln problemlos).

Das konnte ich bisher nur lösen, indem ich einen passiven Hub dazwischen gehängt habe, dann wird die Kamera wieder einwandfrei erkannt.

Hatte beim ersten Mini-PC auch das Problem mit dem Minutenlangen Warten in APT. Mittlerweile hab ich einen anderen Mini-PC gekauft. Da funktioniert es. Wobei als ich den Beitrag von pem.bn gelesen habe könnte es auch daran liegen, dass ich beim ersten PC die Bilder auf eine SD-Karte speichern wollte. Beim zweiten speicher ich nun auf eine SSD. Muß ich mal ausprobieren.

CS
Volker
 
Hui... jetzt kommt ihr ja mit Informationen!

Hm ja, den USB Traffic Regler habe ich erst mal so belassen, da ich keine Ahnung hatte/habe was das bedeutet. Ich glaub der war auf 40 und ganz "links". Ich schiebe mal weiter nach rechts und schaue was passiert.

So wie ihr euch anhört, liegt es nicht am Kabel. Damit warte ich erst mal. Wobei meine gesamte Gerätschaft in einem kleinen Briefkasten steckt und so ein Kabel ja gerne gut abgeschirmt sein sollte. So ganz ist das also nicht abgehakt für mich. Aber heute probiere ich mal als erstes den USB-Traffic Regler sowie eine andere Software.

Ich bin eigentlich nicht sehr zufrieden mit APT. Wenn ich schon lese, dass APT ZWO nicht unterstützt. APT stürzt bei mir zB ab, wenn ich "Settings" vom Motorfokus betätige. Aber ich mache bisher alles damit, also das Platesolving, Sync mit CdC etc. Lohnt es auf etwas anderes mit gleichen Funktionalitäten umzusteigen? Wenn ja, auf was?

Ich schreibe die Daten auch direkt auf einen USB-Stick. Aber ich hatte mit der Canon 1000D bisher keine Probleme (wobei paar Sekunden dauerte es schon). Direkt auf Festplatte ging nicht, warum auch immer. Und eine SSD habe ich nicht in meinem Astro-NUC. Virenprogramm werde ich mal ausschalten. Guter Tipp!

Alle Treiber sind installiert. Die Kamera wird ja erst mal erkannt und bleibt verbunden. Nur will er keine Fotos schießen und wenn dann dauert es ewig bis er es abspeichert. Egal ob über einen Plan und direkt über "Shoot". Es gibt ja drei Voreinstellungen: Highest Dynamic Range, Unity Gain und noch etwas. Jon Rista empfiehlt wohl noch 75/15 oder so, aber so weit bin ich noch nicht.

Ok wie gesagt, heute Abend probiere ich neu aus. Hoffe ich brauche keinen neuen PC oder so. Ich bin mit euren Tipps aber erst mal guter Hoffnung, dass das schon was wird. Ich melde mich!
 
Hi Marty,

ich hatte ebenfalls lange Probleme mit Timeouts. Seit ich einen gepowerten USB-Hub benutze, sind die Probleme weg. Allerdings hatte ich diese Probleme nicht, wenn nur die Kamera an der USB-Buchse hing.
Ansonsten würde ich vielleicht vermuten, dass möglicherweise irgendwelche Treiber nicht richtig installiert sind, oder du einen falschen oder veralteten Treiber verwendest. Ging mir bei QHY-Kameras unter Nebulosity schon so, da gab's immer mehrere Treiber zur auswahl.

Probier's mal aus!
Hoschie
 
Hallo Marty,
ich bin schon seit 2 Jahren stolzer Besitzer einer ASI 1600 MMC.
Ich nutze ausschliesslich "Nebulosity", da diese Software die Kamera nicht über ASCOM ansteuert, sondern direkt über den ZWO- Treiber läuft.
ASCOM unterstützt meiner Kenntnis nach auch kein USB 3.
Schau Dir hierzu mal Dein ASI - Handbuch an ("ASI camera software manual") , gleich auf Seite 4 siehst Du, dass für USB 3 entweder der SDK - Treiber oder "direct show" benötigt wird.
Somit sollte Deine Kamera laufen. Und glaub mir: Du hast eine excellente Wahl getroffen. Der kleinen Pixelgröße zum Trotz glänzt die ASI einfach mit super Bildern. Einzig das Verstärkerglühen bei der Version ohne Puffer ist etwas störend, aber mit geeigneten Flats in den Griff zu bekommen.
Mein Problem ist nur noch, dass ein einziges Rohbild ca. 3,0 Sekunden zum Download auf die interne SSD meines Acer-Notebooks benötigt. Trotz USB 3 Kabel, aktivem USB 3 - HUB (also einer mit Netzteil).
Und das selbst bei Belichtungszeiten von < 0,1 Sekunden. Würde mich mal interessieren, ob das bei Dir auch so ist.
Zunächst mal würde ich aber Nebulosity testen - Die Trial ist kostenlos - erst wenn's flutscht kannst Du ja die Vollversion kaufen. Die ist leider nicht ganz billig, da sie auch einen dicken Stapel Bildbearbeitung mitbringt.....

Und nun viel Spaß mit Deiner neuen Cam!
 
Hallo Hoschie,
einen gepowerten USB-Hub habe ich im Einsatz. Wobei ich daran die unwichtigeren Dinge und die wichtigen (Kameras, Montierung, Motorfokus) direkt an an die USB3-Ports des NUC anschließe. Keine Ahnung, ob das besser ist.
Den Treibercheck werde ich angehen. Die ASCOM Plattform ist zum Beispiel noch bei 6.3 bei mir. Der Rest dürfte eigentlich aktuell sein.

Hallo Martin,
danke, werde ich hoffentlich haben!
FireCapture, SharpCap, SGPRO und Nebulosity. Ich werde mal alle testen und genauer anschauen. SharpCap zumindest scheint auch die Schnittstelle zu ASPS zu haben, die mir wichtig wäre.

ASCOM unterstützt meiner Kenntnis nach auch kein USB 3.
Schau Dir hierzu mal Dein ASI - Handbuch an ("ASI camera software manual") , gleich auf Seite 4 siehst Du, dass für USB 3 entweder der SDK - Treiber oder "direct show" benötigt wird.

Sehr sehr interessant! Danke! "Poor performance" wenn man über ASCOM geht. :censored:

Ich habe mir jetzt eine SSD-Platte ausgeliehen und noch einen USB3-Kabel für die Kamera besorgt zum Testen. Aber 3s Datendownload wäre grauenhaft für die derzeit diskutierte Kurzzeitbelichtungsserie, die ich ausprobieren möchte. Naja mal schauen, ich melde mich mit meinen Erkenntnissen.
 
Hallo Marty,
wir sollten uns unbedingt gegenseitig auf dem Laufenden halten, da wir beide exakt dasselbe erreichen wollen (möglichst kurze Downloadzeiten). Auch ich werde noch weitere Tests machen und Dir Bescheid geben!
Ganz wichtig: Bitte bedenke, dass bei kurzen Belichtungszeiten mehr Bilder notwendig sind.
Ich selbst fand bei M 31 "Andromeda" Belichtungszeiten von 10 Sekunden pro Frame gerade noch tragbar (mit Celestron Hyperstar und Lichtstärke 2,0).
Da kommt man aber schnell zu 800 oder mehr Bildern pro Serie, jedes Bild dabei ca. 35 MB. Macht schon fast 30 GB. Jetzt nochmal dasselbe für Darkframes, Flats und Flatdarks. Das Debayern, Alignment, Registrieren und Integrieren in Pixinsight dauert dann selbst auf einem I7 4790 mit SSD und 16 GB RAM schon gut 4 Stunden. Die Zwischenresultate (Kalibriert, debayert, registriert) belegen pro Frame ca. 190 MB. Da kommt man mit einer 1.000 GB Festplatte sofort an die Grenze. Willst Du nun wirklich lucky Imaging betreiben und gehst in Richtung 1 Sekunde pro Frame, dann brauchst Du definitiv die beste Hardware, die am Markt ist (z.B. AMD Threadripper 2950 mit 16 Kernen, 64 GB RAM und ner M2-SSD).......
 
Hallo Martin,
bin sofort und sehr gerne dabei! Ich werde ebenfalls berichten.
Ja, ich habe schon bemerkt, dass ein einzelnes Frame knapp 35Mb groß ist. Ist alles richtig. Nur mich würde es nicht stören, wenn der Rechner mal 2-3 Tage läuft. Klar, absolut neues Terrain für mich. Der Doc macht es ja ähnlich mit SharpCap und stackt während der Aufnahme bereits jedes x-te Bild. Dann reduziert sich die Datenmenge etwas. Aber keine Ahnung, bin gespannt. Erst mal die Kamera zum Laufen bringen. Schau ma moi! (y)
 
Moin,

bei den gigantischen Datenmengen muss man noch an was anderes denken, archivieren und sichern. Da ist man definitiv in einem Bereich, den man früher mal "mittlere Datentechnik" nannte - zu dem Rechner kämen m.E. die passenden Raids für die Sicherung und Archivierung, ich würde da sogar an einen Glasfaserlink zur Anbindung denken. Selbst wenn man einen MaxiTower nutzt kriegt man bei dem Durchsatz kaum ausreichend Kapazität ins Gehäuse. Da ist man schon beim 19''-Rack und entsprechender Technik aus dem Rechenzentrum ...

Was nützt die beste Rechentechnik wenn nach 5 Bildern die Platten voll sind und man praktisch keine Chance hat, die Bilder von letztem Monat nochmal zu überarbeiten weil man sie hat löschen müssen ...


CS
Jörg
 
Ich habe ehrlich gesagt den Sinn dahinter noch nicht ganz verstanden, warum man 10s Belichtungen macht statt 60s oder 300s. Wenn man Autoguiding macht, sollte das doch kein Problem auch mit "einfachen" Montierungen sein, das Tracking sauber hinzubekommen. Und das Seeing kann ja auch nicht das reine Argument sein.

Ich werde doch von Daten erschlagen, wenn ich 10s oder sogar nur 1s belichte. Auch wenn ich online stacke, muss ich ja Dark und Flat pro Einzelbild abziehen.

Bitte klärt mich auf.
 
Hallo,

dazu gibt es aktuell von Frank ein Video.

Grundsätzlich sind bei entsprechendem Himmel und bei stärker rauschenden Kameras längere Belichtungen sinniger, da die Rauscheinflüsse (vor allem Ausleserauschen) geringer sind; bei relativ schlechtem Himmel, aber auch bei einer sehr rauscharmen Kamera, bei der das Ausleserauschen gegenüber dem Rauschen des Himmelshintergrunds zurücktritt, können wegen der Möglichkeit, den Einfluss der Luftunruhe und mech. Fehler des Setups zurückzudrängen, kurze bis sehr kurze Belichtungen sinniger, ähnlich wie es bei Planetenaufnahmen gemacht wird.

Im Idealzustand, also kein Himmelshintergrund, keine Atmosphäre, keine mechanischen Fehler, kein Rauschen, sind allein die Belichtungszeiten relevant, dann sind 1000 x 3s mit 1 x 3000s absolut äquivalent.

CS
Jörg
 
Hallo Eichi,

hier die versprochenen Gain/Offset Werte. Diese kannst du im Ascom Treiber (Settings) als Favoriten anlegen.

Offset = 10^(0,00233*gain+1)

Gain/Offset
0/10
50/13
75/15
139/21 (UNITY)
200/30

Noch ein Link wo du gute Anhaltspunkte für Belichtungszeiten findest. Wenn du einen Lightpollution Filter statt dem normalen UV/IR Filter für die Luminanz verwendest kannst du ungefähr *1,5 rechnen.

Schieß ein BIAS mit 0,1s (0.001s kann zu fehlerhaften Werten führen bei der 1600!) und schau dir den ADU Wert an.
Bei -20°C/Gain 50 liegt der Wert bei mir bei ~170. Nach der Tabelle sollte ich dann bei F6 irgendwo zwischen ORANGE/YELLOW liegend etwa 170+340 = 510 ADU beim Lightframe haben (~60s). Meistens liege ich vor 0 Uhr etwas darunter und gegen Ende der Session etwas darüber.

Anfangs dachte ich, dass man mit UNITY Gain (139/21) die besten Ergebnisse erzielt, da man es an jeder Ecke liest. Kannste bei hellem Himmel und einer Mono-Cam absolut vergessen. Mein Elefantenrüssel ist das gruselige Ergebniss von restlos ausgebrannten, nicht zu rettenden Sternen.

Gewöhn dich erst einmal an die neue Technik bevor du Richtung Lucky Imaging (<10s) gehst. Das bringt nämlich wieder ganz andere Hürden mit sich, also 60-90s Frames reichen Anfangs für schöne Ergebnisse.

Achte auf deine Stromversorgung wenn du kühlst (-20°C ist schon Standard/ im Sommer tun es auch -10 bis -15).
Gerade im Sommer tut sich die Kühlung gute 3A rein.
Mit 5A Netzteil und einer Skywatcher Monti die Einrichtung-GOTOs fährt, endet das schnell in "Montierung spinnt rum".

Wenn deine Session fertig ist, nutze auf jeden Fall die "Warming" Funktion um die Kamera enrspannt in die Nähe der Aussentemperatur zu bringen.

Flats, Darks, Bias immer mit entsprechendem Filter, gleichem Gain, gleiche Zeit und gleicher Temperatur machen. Du kannst dir auch eine Bibliothek anlegen! Das ist der Vorteil wenn man die Temperatur bestimmen kann.

In diesem Sinne viel Spaß und vor allem Gutes Wetter

Gruß
Dennis
 
Hallo Jörg,

ja, das verstehe ich auch so. Deshalb ziehe ich aber auch längere Belichtungszeiten vor. Alleine die Datenmenge und der Overhead, der bei Kurzzeitbelichtungen immens wird, hält mich davon ab. Bei mir dauert die USB3-Übertragung inklusive Abspeicherung auf SSD-Platte ca 2-3sec. Dazu kommt noch das Dithering (ok, das muß man nicht nach jedem Bild machen).

Man kann natürlich auch ein Online-Stacking machen, wie DocHighCo es macht. Da muß man aber jedes Einzelbild vor dem Stacken mit Dark und Flat behandeln, weil sich beim Stacken die Staubkörner und das Flat verschieben. Wenn da was schief läüft, sind die Aufnahmen hin.

Auf der anderen Seite ist es natürlich spannend, wenn man eine Supernova in einer Galaxie beim Aufleuchten in Kurzzeit belichten kann. Da gehört aber auch noch Glück dazu, aber man hat eine Lichtkurve beim Aufleuchten.

Gruß,
Peter
 
Moin,

na ja, wenn man in die Zeitskalen der Szintillation käme wäre das schon was, quasi die Luftunruhe auszublenden. Bei kleinen Chips kann ich mir das vorstellen, bei solche großen generell auch, aber der Aufwand steigt exponentiell, das sind meine Bedenken. Ich hatte mal spaßeshalber eine Mittelformat DSLR resp. eine ehem. analoge mit einem 70MPix-Rückteil - Jesus, ich habe zwei Nächte damit durchfotografiert - ich konnte mir damals noch im Elektromarkt ne Festplatte nachkaufen, man hat überhaupt keine Idee was man sich da antut ... Abgesehen davon dass mir der Bildschirm fehlt, um solche Aufnahmen wirklich bearbeiten zu können, trotz Capture One.

CS
Jörg
 
Wenn man auf der Zeitskalen der Szintillation arbeiten will, wäre eine adaptive Optik (AO) das geeignete Mittel. Denn hier sind die Belichtungszeiten ansonsten in der Größenordung von Millisekunden. Damit wäre der Overhead dann tötlich.

Vor ca 10 jahren gab es doch AOs im Angebot bei einigen Herstellern. Da habe zumindest ich nichts mehr gehört in letzter Zeit. Da wäre doch ZWO prädestiniert, die zeigen sich doch immer innovativ. So ein Teil würde ich mir auch noch zulegen. Vermutlich kommen sich aber AO und OAG ins Gehege, obwohl der AO kleine periodische Schwankungen im Pointing ausgleichen kann.
 
Hallo,

@Dennis: Besten Dank für deine Hinweise! Ich werde sie beherzigen sobald ich meine Kamera in den Griff bekomme. Hab die Formel mal in Excel eingepflegt. Alles andere ist mir gerade zu hoch, aber ich komme schon noch darauf. Der Link hilft, laut lmp bin ich bei 19.29mag./arc sec2, also zwischen orange und rot.

Leider stimmt irgendwas weiterhin nicht und ich komme nicht darauf, was es ist. Gestern habe ich alles mögliche ausprobiert. Verschiedene Kabel, Steckplätze, SSD, alle Treiber installiert, manche Software neu installiert, Windows updates. Der erste Punkt in meinem Anfangsbeitrag scheint erledigt mit den Treiber-Updates. Aber der zweite bleibt hartnäckig.

In APT, egal ob Bias mit 0.001s oder Lights mit 1, 60s oder 180s, nach Abschluss des Shots, dauert es etwa 2 Minuten bis er wieder bereit ist oder er den nächsten Shot macht. Ivo von APT meint es liegt tatsächlich am Downloading und Abspeichern. Mich macht das aber stutzig, da ich das Bild schon in voller Größe innerhalb von 1-2s im Ordner sehe. Dann ist es doch abgespeichert oder nicht?

Ich habe auch in SharpCap (SDK) rumgespielt. Da scheint das Abspeichern schneller zu gehen, aber die einzelnen Frames sind kleiner (11Mb statt 33Mb wie aus APT). Kann aber gut sein, dass ich noch falsche Einstellungen (mono8/16, ...) habe. Soll ich APT aufgeben und auf SharpCap umschwenken? SharpCap scheint mir erst mal unübersichtlich. Oder habt ihr ein quick guide für mich?

Habt ihr noch weitere Ideen?
 
Ich würde an Deiner Stelle nochmal versuchen, die Firewall und den Virencheck abzuschalten. Wenn die Daten schon vollständig auf der Platte liegen nach 1-2s, muß es ja einen anderen Grund haben.

Ich finde, APT hat sehr viele nützlichen Optionen. Und es ist einigermaßen übersichtlich aufgebaut und damit einfach zu bedienen.
 
Guten Morgen Eichi (und alle anderen)!

Ich habe mal wie versprochen etwas Zeit investiert, um die Performance der von mir seit ca. 2 Jahren verwendeten Aufnahmesoftware "Nebulosity" zu prüfen. Kamera ist die ASI 1600 (Farbvariante, gekühlt).
Diese Software kostet mit 95 Dollar nicht gerade wenig. Dafür kann sie auch Bildverarbeitung - diese nutze ich aber nicht, da PI hier sicherlich mehr zu bieten hat. Daher sehe ich die 95 Dollar für reine Capture - Tätigkeiten doch als recht teuer an.
Grund, das Programm dennoch zu kaufen, war die Empfehlung von ZWO ASI wegen der angeblich guten Zusammenarbeit von ASI - Kameras mit Nebulosity (Treiber - Kompatibilität).
Im großen und ganzen bin ich mit dem Programm zufrieden. Leider fehlt aber die Möglichkeit, die Kühlung der Kamera in mehreren Schritten mit Pausen dazwischen durchzuführen: Von 20°C auf -20°C ist - in einem Schritt durchgezogen - nämlich ein harter Brocken für die Kamera.
Ansonsten ist wie gesagt alles an Bord und auch die Zusammenarbeit mit PHD klappt gut - kein Wunder, da beide Programme aus gleichem Haus kommen.
Wie Eichi, so wollte ich auch mal schauen, was in Punkto "Lucky imaging" möglich ist und bin - gerade auch bei Verwendung von Celestron Hyperstar mit der Lichtstärke 2.0 - bei Belichtungszeiten pro Einzelframe von 10 Sekunden gelandet.
Dabei stellte ich fest, dass trotz Eingebauter SSD die Downloadzeit bis zu 3 Sekunden pro Bild beträgt; ginge ich mit der Belichtungszeit also noch weiter runter, so müsste ich irgendwann länger auf die Bildübertragung zum Rechner warten als auf die Belichtung selbst. Man vergeudet also in diesem Fall einen Großteil der Beobachtungssession mit Warten!
Nutze ich als Guider nun noch die ASI 120 mm, so gibt es oft Abstürze oder Hänger. Scheinbar arbeiten Nebulosity und PHD so eng zusammen, dass sie sogar mit dem ASI - Treiber ins Rudern kommen, da dieser ja gleichzeitig zwei ZWO - Kameras bedienen muss. Meistens lief diese Konfiguration nur dann stabil, wenn die ASI 1600 am USB 2 - Port meines Notebooks hing. Verrückt!

Hier also meine Testergebnisse:
Kamera war als "ZWO ASI" ausgewählt (also nicht "ASCOM"!) um die besseren Treiber zu nutzen. Selbstverständlich nutze ich die neuesten Treiber (Windows 10 Pro, ZWO ASI, ASCOM, direct show). In den Einstellungen ist "save as compressed fit" inaktiv, genau wie "scale to 15 bit at save". "Save in 32 bit floating point" ist hingegen aktiviert.
Ich hatte nun 10 Einzelbilder zu je 0.01 Sekunden erstellen lassen. Zunächst hing die Kamera an einem der beiden USB 3.0 - Ports meines HP - Notebooks. Kabellänge 2 m. Der USB - Speed war auf 40% eingestellt, Gain 100 Offset 10. Kühlung aus. Die Gesamtzeit für Bildaufnahme und Download betrug ca. 15 Sekunden!
Wird der USB - Speed nun auf 80% erhöht, so sinkt die Gesamtzeit auf 12 Sekunden, bei 100% USB ändert sich nichts mehr.
Auch am anderen USB 3.0 Port ergaben sich die selben Resultate.
Andere USB 3 - Kabel zu verwenden brachte keine Änderung (Kabellängen 1,5 m über 2,0 m bis hin zu 3,0 m). Auch ein "aktiv powered" USB 3 Hub brachte keine Besserung.
Am USB 2 - Port hingegen stieg die Gesamtzeit auf 30 Sekunden!
Hatte ich nun die Kamera über ASCOM eingebunden, so stieg die Gesamtzeit auf über 50 Sekunden bzw. der Vorgang fror ein und die Sofware hing fest.

Somit komme ich also Nebulosity mit ASI 1600 betreffend zur Überzeugung, dass die Sofware nur bei Belichtungszeiten von 1 Minute oder mehr sinnvoll ist - sonst nimmt das lange Downloaden der Bilder zu viel Zeit in Anspruch. Zudem kann eine gleichzeitige Verwendung zweier ASI's (eine zur Aufnahme, die andere als Guider) mit Nebulosity UND PHD die Software destabilisieren.
 
Nun habe ich als Kontrast mal SharpCap und FireCapture (beide die kostenlosen Versionen) getestet.

SharpCap: Kamera unter dem ganz oben aufgeführten Eintrag "ASI camera" aufrufen. Nicht über "direct show" - dann erscheint nämlich ein Hinweis, dass die Performance darunter leiden könnte. Auch nicht unter "ASCOM".
Kamera hängt wieder an USB 3. Einstellung "RAW 16" gewählt, "Output Format = FITS". Nur so hatte ein Rohbild nämlich denselben Speicherbedarf von ca. 32 MB wie auch in Nebulosity. "High speed mode = OFF", "Turbo USB = 80".
Leider fand ich keine Möglichkeit, den Offset einzustellen - scheinbar macht das die Software automatisch. Das hoffe ich zumindest, da gerade bei höheren Gain's ein Offset von 20 bis 25 empfohlen wird, um Werte kleiner 0 zu vermeiden und somit ein Clipping zu vermeiden.
Tja - was soll ich sagen: Die Downloadzeiten waren so kurz, dass es kaum der Rede wert ist, darüber zu sprechen!

Dasselbe gilt auch für FireCapture. Dort habe ich unter "Bild" ausgewählt "16 bit" und "fits". Auch hier fand ich keinen Offset. Sowohl Firecapture als auch SharpCap bieten wie auch Nebulosity keine Möglichkeit, die Kühlung detailiierter zu parametrieren. Soweit ich weiß, kann das nur APT.

Es wäre toll, wenn andere ASI - User die von mir gewählten Capture - Einstellungen bestätigen könnten.

Ich komme nun zum Schluss und würde sagen, dass ich wohl künftig entweder FireCapture oder SharpCap einsetze.

Mal sehen, ob es hierzu noch weitere Anmerkungen gibt - ich freue mich darauf.

Viele Grüße und Clear skies

Martin
 
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