cytrinox
Mitglied
Hallo Astrofreunde,
ich benutze den MGEN V2 zusammen mit einer HEQ5, 1300Da und einem TS-Optics 60mm Leitrohr (240mm Brennweite).
Als Optiken kommen EF100mm und EF200mm zum Einsatz. Damit habe ich in den letzten 2 Jahren tolle Fotos hinbekommen, teils mit 15min Frames und runden Sternen.
Seit Sommer 2019 habe ich ein Sigma 100-600mm, hauptsächlich für Vogelfotografie (hier gibt's ganz viele Purpurreiher).
Ich habe das Sigma nun schon mehrfach probeweise auf die HEQ5 geschnallt ob das auch für Astrophotografie taugen würde. Von der Optik her gibt es keine nennenswerten Bildfehler die mich stören würden. Aber leider bekomme ich keine runden Sterne hin.
Die Sterne sind immer in eine Richtung eierförmig:
Da ich eine Balkonsternwarte betreibe, kann ich sehr viel aus dem warmen Arbeitszimmer heraus ausprobieren. Ich habe die letzten zwei Tage intensiv alle möglichen Kombinationen von Parametern im MGEN durchprobiert. Der Eiertanz bleibt aber unverändert (mal schwächer, mal stärker ausgeprägt).
Für meine Fotos mit 10min-15min und 200mm nutze ich meist folgende Einstellungen:
Guiding Algorithmus: OLD, Gain: 7-8, Exp: 800-1200ms, Threshold: 5-8, Für beide Achsen: Agg: 65%, Tol: 0.13, Mode: 2, RA-Num:1, DEC-Num: 2
Damit gibt es überhaupt keine Probleme.
Für das Sigma bei 500mm Brennweite (fixiert) habe ich zuerst diese Einstellungen übernommen, dann variiert:
Agg: 20%, Tol: 0.2
Agg: 80%, Tol: 0.2
Agg: 20%, Tol: 0.8
Agg: 80%, Tol: 0.8
Agg: 50%: Tol: 0.5
und viele andere Kombinationen, testweise bin ich auch auf den neuen Algorithmus gewechselt. Dieser hat allerdings auch schon bei früheren Aufnahmen Probleme gemacht, daher bin ich bisher bei OLD geblieben.
Hauptproblem mit dem NEW Algorithmus ist bei mir, dass der MGEN den Leitstern nicht erkennt (d.h. W=? im Display). Das wechselt sich meist so alle 3-4 Sekunden ab, wo er mal für 0,5 Sekunden oder länger W=? anzeigt, dann W=9. Die Werte liegen bei mir immer zwischen 6-9, egal welchen Leitstern ich wähle oder ich den Fokus am Leitrohr verstelle (außer ich dreh' zu weit, dann verschwindet der Stern natürlich gänzlich). Immer wenn W=? angezeigt wird, gibt's natürlich auch keine Korrektursignale. Bei OLD ist das nicht so, der Stern wird wunderbar getrackt und habe ständig kurze, feine Korrekturen.
Ich habe hier ein MGEN Log: https://chaospixel.com/pub/misc/astronomieforum/500mm_guiding/MG000023.dat.content/
Exposure #1 und #2 und #7 sind mit dem Sigma bei 500mm, 180 Sekunden
Man sieht, dass die Sternverteilung genauso verzogen ist, wie in der Aufnahme oben.
Exposure #3-6 bitte ignorieren.
Exposure #8 und folgend waren wieder mit 200mm, 420sec und die Aufnahmen davon hatten runde Sterne.
Ein paar Raw Daten als Beispiel habe ich außerdem noch unter https://chaospixel.com/pub/misc/astronomieforum/500mm_guiding/ bereitgestellt.
Dabei liegt auch eine Aufnahme, die ich ohne aktives Guiding gemacht habe - als Vergleich.
Ich habe das Sigma auf der HEQ5 mit viel Geduld auf beiden Achsen ausbalanciert, da kippt nichts. Verschraubungen habe ich mehrfach kontrolliert und Polar-Alignment passt auch. Auch waren beide Nächte windstill. Die 1300D hat zwar keine Spiegelverriegelung, aber ich nutze APT zur Kamerasteuerung und da kann man das simulieren, indem der LiveView kurz vor der Aufnahme aktiviert wird. Verwende ich normalerweise nicht, aber hier habe ich es testweise ausprobiert um auch den Spiegelschlag als Ursache zu eliminieren.
Was könnte ich noch ausprobieren?
Grüße
Daniel
ich benutze den MGEN V2 zusammen mit einer HEQ5, 1300Da und einem TS-Optics 60mm Leitrohr (240mm Brennweite).
Als Optiken kommen EF100mm und EF200mm zum Einsatz. Damit habe ich in den letzten 2 Jahren tolle Fotos hinbekommen, teils mit 15min Frames und runden Sternen.
Seit Sommer 2019 habe ich ein Sigma 100-600mm, hauptsächlich für Vogelfotografie (hier gibt's ganz viele Purpurreiher).
Ich habe das Sigma nun schon mehrfach probeweise auf die HEQ5 geschnallt ob das auch für Astrophotografie taugen würde. Von der Optik her gibt es keine nennenswerten Bildfehler die mich stören würden. Aber leider bekomme ich keine runden Sterne hin.
Die Sterne sind immer in eine Richtung eierförmig:
Da ich eine Balkonsternwarte betreibe, kann ich sehr viel aus dem warmen Arbeitszimmer heraus ausprobieren. Ich habe die letzten zwei Tage intensiv alle möglichen Kombinationen von Parametern im MGEN durchprobiert. Der Eiertanz bleibt aber unverändert (mal schwächer, mal stärker ausgeprägt).
Für meine Fotos mit 10min-15min und 200mm nutze ich meist folgende Einstellungen:
Guiding Algorithmus: OLD, Gain: 7-8, Exp: 800-1200ms, Threshold: 5-8, Für beide Achsen: Agg: 65%, Tol: 0.13, Mode: 2, RA-Num:1, DEC-Num: 2
Damit gibt es überhaupt keine Probleme.
Für das Sigma bei 500mm Brennweite (fixiert) habe ich zuerst diese Einstellungen übernommen, dann variiert:
Agg: 20%, Tol: 0.2
Agg: 80%, Tol: 0.2
Agg: 20%, Tol: 0.8
Agg: 80%, Tol: 0.8
Agg: 50%: Tol: 0.5
und viele andere Kombinationen, testweise bin ich auch auf den neuen Algorithmus gewechselt. Dieser hat allerdings auch schon bei früheren Aufnahmen Probleme gemacht, daher bin ich bisher bei OLD geblieben.
Hauptproblem mit dem NEW Algorithmus ist bei mir, dass der MGEN den Leitstern nicht erkennt (d.h. W=? im Display). Das wechselt sich meist so alle 3-4 Sekunden ab, wo er mal für 0,5 Sekunden oder länger W=? anzeigt, dann W=9. Die Werte liegen bei mir immer zwischen 6-9, egal welchen Leitstern ich wähle oder ich den Fokus am Leitrohr verstelle (außer ich dreh' zu weit, dann verschwindet der Stern natürlich gänzlich). Immer wenn W=? angezeigt wird, gibt's natürlich auch keine Korrektursignale. Bei OLD ist das nicht so, der Stern wird wunderbar getrackt und habe ständig kurze, feine Korrekturen.
Ich habe hier ein MGEN Log: https://chaospixel.com/pub/misc/astronomieforum/500mm_guiding/MG000023.dat.content/
Exposure #1 und #2 und #7 sind mit dem Sigma bei 500mm, 180 Sekunden
Man sieht, dass die Sternverteilung genauso verzogen ist, wie in der Aufnahme oben.
Exposure #3-6 bitte ignorieren.
Exposure #8 und folgend waren wieder mit 200mm, 420sec und die Aufnahmen davon hatten runde Sterne.
Ein paar Raw Daten als Beispiel habe ich außerdem noch unter https://chaospixel.com/pub/misc/astronomieforum/500mm_guiding/ bereitgestellt.
Dabei liegt auch eine Aufnahme, die ich ohne aktives Guiding gemacht habe - als Vergleich.
Ich habe das Sigma auf der HEQ5 mit viel Geduld auf beiden Achsen ausbalanciert, da kippt nichts. Verschraubungen habe ich mehrfach kontrolliert und Polar-Alignment passt auch. Auch waren beide Nächte windstill. Die 1300D hat zwar keine Spiegelverriegelung, aber ich nutze APT zur Kamerasteuerung und da kann man das simulieren, indem der LiveView kurz vor der Aufnahme aktiviert wird. Verwende ich normalerweise nicht, aber hier habe ich es testweise ausprobiert um auch den Spiegelschlag als Ursache zu eliminieren.
Was könnte ich noch ausprobieren?
Grüße
Daniel



