Hi zusammen,
ich habe das Thema mit einem Intel NUC Kit gelöst, siehe hier:
Intel® NUC 11 Performance Kit – NUC11PAHi
Das Kit kommt ohne RAM und SSD, daher habe ich 32GB Ram und eine 1TB PCIe M.2 SSD, beides von Crucial, eingebaut.
Das Montageproblem habe ich so gelöst: Montage an meine PegasusAstro Powerbox Advance , da gibt es von PegasusAstro eine eigene Halterungen für Intel NUC:
Small Factor PC Top Plate for UPBv2
So schaut das Ganze dann in der Realität aus:
Klar der hat keine 12 Volt... Aber im Moment mache ich zu 100% Aufnahmen aus meinem Garten. Ich steuere den Intel NUC unter Windows 10pro per TeamViewer fern, per WLAN oder Ethernet angebunden.
Damit die Auflösung vernünftig ist, habe ich noch einen Headless Dongle am MiniDisplayPort angebracht:
EVanlak Mini DisplayPort Headless Ghost Display Emulator
Probleme mit dem Gewicht habe ich keine, da meine Skywatcher AZ-EQ6 pro goto 20Kg bei Astrofotografie trägt.
Ich arbeite seit über 30 Jahren in der IT und habe schon in der zweiten Hälfte der 1980er PC's zusammengeschraubt. Wenn ich eines gelernt habe, dann dass Microsoft Windows nicht genügend Ressourcen haben kann. Deswegen bin ich bei 4/8GB Ram und einer Celeron CPU mehr als skeptisch. Bei mir läuft SharpCap pro, Stellarium, PHD2, sowie verschiedene Apps von PegasusAstro gleichzeitig. Dazu kommt noch, dass moderne Astrokameras großen Speicherhunger gepaart mit schneller Schreibgeschwindigkeit bei der SSD haben. So z.B. bei meiner Zwo Asi 2600MC pro: Auflösungen 6248 x 4176 bei 16Bit Tiefe und 26 Megapixel. Da hat so ein Foto locker 50MB und mehr. Um solche Speichermengen schnell und zuverlässig zu "transportieren" sollte es auch eine "echte" USB3 Schnittstelle geben. Vernünftige Treiber dazu sind auch nicht schlecht, siehe weiter unten.
Außerdem kann auch Windows 10 immer noch eine Herausforderung in Sachen Treiber, COM Ports, etc. sein. Das habe ich gerade mit meinem Autofocuser von PegasusAstro erlebt. Da hat mir PegasusAstro letzten Samstag auf Sonntag einfach mal so einen neuen Ascom Treiber zur Verfügung gestellt. Blöd wenn der Hersteller ein NoName XYZ ist. Deswegen setze ich auf Markenhersteller, wie Intel, Lenovo, Dell, etc. Da ist die Chance am größten auch noch Jahre nach dem Kauf Hardware Treiber für eine neue Windows Version zu erhalten. Meine Devise ist: Wenn Windows, dann nicht kleckern mit Ressourcen. Wer den Schwerpunkte auf geringe Ressourcenanforderungen und Mobilität setzt, sollte bei ASI AIR oder Raspberry pi bleiben. Diese Systeme sind dafür prädestiniert, insbesondere Letzteres. Oder habt ihr schon einmal eine Raumsonde von der NASA/ESA mit einem Windows Betriebssystem gesehen?
In Sachen Mobilität habe ich mir am Anfang meines Astrofotografie Hobbys den Celestron Powertank Lithium Pro LifePO4 159Wh zugelegt. Das Gerät funktioniert zwar sehr gut, aber ich werde mir nächstes Jahr sehr wahrscheinlich diese nette Box zulegen:
Jackery Explorer 500
Dann hat sich das Thema Stromversorgung gegessen.
Viele Grüße und CS
Daniel