janbe
Neues Mitglied
Hallo Andreas,
an der Stelle, an der Du gerade stehst, stand ich vor ca. einem Jahr.
Uns und vermutlich den meisten Anfängern ergeht/erging es da
sicher sehr ähnlich.
Nach langem Lesen und herumüberlegen, habe ich den Weg eingeschlagen,
einfach mal loszulegen mit kleinen Investitionen, um selbst herauszufinden,
was mir Spaß mach und habe kurzerhand gebraucht einen 80mm/480mm
ED Refraktor hier im Forum gekauft. Dazu ein Zoomokular. Eine alte Montierung
von Quelle hatte ich noch im Keller und dachte, das würde zueinander passen.
Das erste, was ich lernen mußte, was jeder hier und anderswo schreibt,
aber mir erst richtig verständlich wurde, als ich es selbst erlebte,
war die Bedeutung der Montierung. Sie sollte unter allen Umständen stabil genug sein.
Das wollte ich zu Beginn nicht einfach hinauswerfen und habe günstig eine EQ5 erstanden.
Bis heute bin ich sehr glücklich mit der Kombination. Das Herumdrehen und
frei über den Nachhimmel Wandern ist eine reine Freude.
Photographisch ist das ganze so aber nicht geeignet (außer Mond, Planeten).
Man lernt schnell, daß man, egal was man tut, ständig an neue Grenzen stößt
und sich gut überlegen muß, in welche Richtung man sein Augenmerk hauptsächlich
legen will.
Dies betrifft nicht nur die Frage nach photographisch oder visuell, auch Faktoren
wie Öffnung, Brennweite, Öffnungsverhältnis, Gewicht/Transportabilität,
der eigene Charakter - schleppt man das Gerät in mehreren Etappen aus
dem Keller ins Auto und fährt raus aufs Land, oder guckt man doch
lieber eingeschränkter, dafür öfter und schneller in der Stadt..
das kann jeder nur für sich selbst herausfinden.
Man findet recht schnell heraus, was einem selbst liegt und was nicht so sehr.
Treffen helfen dem einen dabei, der andere muß alles selbst auf eigene
Faust herausfinden. Auch da ticken die Menschen doch sehr unterschiedlich.
Einige Eindrücke für mich nach einem Jahr:
Gebraucht kaufen funktioniert ganz wunderbar und spart viel unnötiges Lehrgeld.
Je nach Budget, Platz und Transportkapazität halte ich einen 6, 8 oder 10 Zoll
Dobson für ideal für den Start - Konzentration auf das Wesentliche - das Sehen.
Das Motto viel hilft viel, gilt hier wie kaum wo anders unter Berücksichtigung
der eben genannten Faktoren.
Wer unbedingt photographieren möchte, sollte gleich eine Goto-Montierung anschaffen,
dabei jedoch sehr gut in sich hineinhören, wie viel er tatsächlich
an Ballast herumschleppen will. Dazu dann ein kleiner Refraktor
(der ED 80 macht mir extrem viel Spaß) oder ein kleiner 6'' f6
wäre meine persönliche Wahl hierfür.
Das Beobachten in der Stadt ist sicher nicht ideal, aber bei typischen
Beginnerobjekten ganz gut. Der Vorteil, mal schnell nach Feierabend günstiges
Wetter ausnutzen zu können, wiegt viel auf.
Die meisten (konkreten) Tips, die gegeben werden, sind sehr gut gemeint,
gelten in erster Linie aber für denjenigen, der ihn jeweils gibt.
Hier muß man gut in sich hineinhören, ob das auf einen selbst auch so paßt,
oder man eine ganz andere Zielrichtung verfolgt.
Vielleicht helfen Dir diese Erfahrungen ja etwas weiter als Anregung beim Finden
Deines eigenen Weges durch den Infodschungel.
Grüße Jan
PS: Entschuldigt die Länge, ich bin beim Durchlesen selbst etwas erschrocken.
an der Stelle, an der Du gerade stehst, stand ich vor ca. einem Jahr.
Uns und vermutlich den meisten Anfängern ergeht/erging es da
sicher sehr ähnlich.
Nach langem Lesen und herumüberlegen, habe ich den Weg eingeschlagen,
einfach mal loszulegen mit kleinen Investitionen, um selbst herauszufinden,
was mir Spaß mach und habe kurzerhand gebraucht einen 80mm/480mm
ED Refraktor hier im Forum gekauft. Dazu ein Zoomokular. Eine alte Montierung
von Quelle hatte ich noch im Keller und dachte, das würde zueinander passen.
Das erste, was ich lernen mußte, was jeder hier und anderswo schreibt,
aber mir erst richtig verständlich wurde, als ich es selbst erlebte,
war die Bedeutung der Montierung. Sie sollte unter allen Umständen stabil genug sein.
Das wollte ich zu Beginn nicht einfach hinauswerfen und habe günstig eine EQ5 erstanden.
Bis heute bin ich sehr glücklich mit der Kombination. Das Herumdrehen und
frei über den Nachhimmel Wandern ist eine reine Freude.
Photographisch ist das ganze so aber nicht geeignet (außer Mond, Planeten).
Man lernt schnell, daß man, egal was man tut, ständig an neue Grenzen stößt
und sich gut überlegen muß, in welche Richtung man sein Augenmerk hauptsächlich
legen will.
Dies betrifft nicht nur die Frage nach photographisch oder visuell, auch Faktoren
wie Öffnung, Brennweite, Öffnungsverhältnis, Gewicht/Transportabilität,
der eigene Charakter - schleppt man das Gerät in mehreren Etappen aus
dem Keller ins Auto und fährt raus aufs Land, oder guckt man doch
lieber eingeschränkter, dafür öfter und schneller in der Stadt..
das kann jeder nur für sich selbst herausfinden.
Man findet recht schnell heraus, was einem selbst liegt und was nicht so sehr.
Treffen helfen dem einen dabei, der andere muß alles selbst auf eigene
Faust herausfinden. Auch da ticken die Menschen doch sehr unterschiedlich.
Einige Eindrücke für mich nach einem Jahr:
Gebraucht kaufen funktioniert ganz wunderbar und spart viel unnötiges Lehrgeld.
Je nach Budget, Platz und Transportkapazität halte ich einen 6, 8 oder 10 Zoll
Dobson für ideal für den Start - Konzentration auf das Wesentliche - das Sehen.
Das Motto viel hilft viel, gilt hier wie kaum wo anders unter Berücksichtigung
der eben genannten Faktoren.
Wer unbedingt photographieren möchte, sollte gleich eine Goto-Montierung anschaffen,
dabei jedoch sehr gut in sich hineinhören, wie viel er tatsächlich
an Ballast herumschleppen will. Dazu dann ein kleiner Refraktor
(der ED 80 macht mir extrem viel Spaß) oder ein kleiner 6'' f6
wäre meine persönliche Wahl hierfür.
Das Beobachten in der Stadt ist sicher nicht ideal, aber bei typischen
Beginnerobjekten ganz gut. Der Vorteil, mal schnell nach Feierabend günstiges
Wetter ausnutzen zu können, wiegt viel auf.
Die meisten (konkreten) Tips, die gegeben werden, sind sehr gut gemeint,
gelten in erster Linie aber für denjenigen, der ihn jeweils gibt.
Hier muß man gut in sich hineinhören, ob das auf einen selbst auch so paßt,
oder man eine ganz andere Zielrichtung verfolgt.
Vielleicht helfen Dir diese Erfahrungen ja etwas weiter als Anregung beim Finden
Deines eigenen Weges durch den Infodschungel.
Grüße Jan
PS: Entschuldigt die Länge, ich bin beim Durchlesen selbst etwas erschrocken.