Raphael_Schwierz
Mitglied
Hallo allerseits,
nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit absinent war und keinen richtigen Blick nach oben geworfen habe, war es gestern endlich mal wieder so weit. Schon auf dem Heimweg von der Arbeit hat man den fast Vollmond durch einzelne Wolkenlücken gesehen. Da war ich noch nicht überzeugt, ob ich denn heute beobachten würde. Später wurde es klarer und es zeigten sich zur Abwechslung mal mehr Himmel als Wolken. Aber Lust meinen 8" Dobson rauszuschleifen hatte ich nicht. Dazu ist er zu schwer und die Zeit war zu knapp. Also entschloss ich mit mit meinem 20x80 Fernglas spazieren zu gehen. Ein bischen frische Luft abends tut ja bekanntlich richtig gut.
Schon nach ein paar 100 Metern hab ich gemerkt wie hell es durch denn Vollmond ist. Davon bin ich immer wieder überrascht. Spaziergänger, die mir mit Kopflampen entgegen gekommen sind, habe ich nur mit Unverständnis gemustert. Bei so hellem Mondschein mit einer grellen Lampe unterwegs sein und dann andere auch noch blenden, davon war ich nicht so begeistert. Nachdem ich etwas mein dörfliches Städtchen etwas hinter mir hatte, hab ich als erstes mal den Mond durch mein Fernglas angeschaut. Wirklich ein schöner Anblick, wenn auch auf Dauer fast zu hell. Das lange Hinsehen wird in den Augen schmerzhaft. Schön abgesetzt haben sich die einzelnen Mare. Allerdings ist das Fernglas jetzt nicht High-End, weshalb am Mondrand ein leichter Farbsaum entsteht. Am Anfang hat es mich noch genervt, inzwischen ist es mir egal. Nur das dauerhafte ruhig halten muss ich noch üben, das Fernglas wird schnell schwer in der Hand. Für kleine Krater und Details war aber gestern nicht der Tag. Außerdem hätte ich dazu ein Stativ mitbringem müssen. Nachdem der Mond erstmal ausgediehnt hatte, habe ich mich dam Sternbild Orion zugewandt. M42 ist schon bei dieser Optik sofort zu erkennen, trotz absolut aufgehelltem Himmel und leichten Wolken zwischendurch. Die zwei Schwingen des Nebels stechen wirklich gut ins Auge. Aber auch hier war für Deteils keine Möglichkeit, da ich einfach zu schwach bin um das Fernglas lange still halten zu können. Trotzdem habe ich immer mal wieder hingeschaut. Einfach wieder ein M Objekt zu sehen hat mir schon sehr viel Freude bereitet. Danach kamen noch M45 dran. Im Fernglas wirklich schön. Als Gruppe heller Sterne hat es sogar noch ziemlich gut ins Gesichtsfeld gepasst. Gefällt mir auf jeden Fall besser als im 8", wo ich das so nicht in Erinnerung hatte. Nach einem Standortwechsel habe ich die Liste nochmal von Vorne abgearbeitet und am Ende M31 ins Visir genommen. Hier nur ein leichtes Zentrum, stark verwaschen. Aber auch hier hat die Freude und Genugtuung überwogen, mal wieder was gesehen zu haben.
Danach bin ich zufrieden und auch müde nachhause gelaufen. Sowas muss ich mir für Vollmondnächte merken (nur das nächste Mal mit Stativ).
Wünsche allen um den nächsten Neumond klaren Himmel!
Grüße,
Raphael
nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit absinent war und keinen richtigen Blick nach oben geworfen habe, war es gestern endlich mal wieder so weit. Schon auf dem Heimweg von der Arbeit hat man den fast Vollmond durch einzelne Wolkenlücken gesehen. Da war ich noch nicht überzeugt, ob ich denn heute beobachten würde. Später wurde es klarer und es zeigten sich zur Abwechslung mal mehr Himmel als Wolken. Aber Lust meinen 8" Dobson rauszuschleifen hatte ich nicht. Dazu ist er zu schwer und die Zeit war zu knapp. Also entschloss ich mit mit meinem 20x80 Fernglas spazieren zu gehen. Ein bischen frische Luft abends tut ja bekanntlich richtig gut.
Schon nach ein paar 100 Metern hab ich gemerkt wie hell es durch denn Vollmond ist. Davon bin ich immer wieder überrascht. Spaziergänger, die mir mit Kopflampen entgegen gekommen sind, habe ich nur mit Unverständnis gemustert. Bei so hellem Mondschein mit einer grellen Lampe unterwegs sein und dann andere auch noch blenden, davon war ich nicht so begeistert. Nachdem ich etwas mein dörfliches Städtchen etwas hinter mir hatte, hab ich als erstes mal den Mond durch mein Fernglas angeschaut. Wirklich ein schöner Anblick, wenn auch auf Dauer fast zu hell. Das lange Hinsehen wird in den Augen schmerzhaft. Schön abgesetzt haben sich die einzelnen Mare. Allerdings ist das Fernglas jetzt nicht High-End, weshalb am Mondrand ein leichter Farbsaum entsteht. Am Anfang hat es mich noch genervt, inzwischen ist es mir egal. Nur das dauerhafte ruhig halten muss ich noch üben, das Fernglas wird schnell schwer in der Hand. Für kleine Krater und Details war aber gestern nicht der Tag. Außerdem hätte ich dazu ein Stativ mitbringem müssen. Nachdem der Mond erstmal ausgediehnt hatte, habe ich mich dam Sternbild Orion zugewandt. M42 ist schon bei dieser Optik sofort zu erkennen, trotz absolut aufgehelltem Himmel und leichten Wolken zwischendurch. Die zwei Schwingen des Nebels stechen wirklich gut ins Auge. Aber auch hier war für Deteils keine Möglichkeit, da ich einfach zu schwach bin um das Fernglas lange still halten zu können. Trotzdem habe ich immer mal wieder hingeschaut. Einfach wieder ein M Objekt zu sehen hat mir schon sehr viel Freude bereitet. Danach kamen noch M45 dran. Im Fernglas wirklich schön. Als Gruppe heller Sterne hat es sogar noch ziemlich gut ins Gesichtsfeld gepasst. Gefällt mir auf jeden Fall besser als im 8", wo ich das so nicht in Erinnerung hatte. Nach einem Standortwechsel habe ich die Liste nochmal von Vorne abgearbeitet und am Ende M31 ins Visir genommen. Hier nur ein leichtes Zentrum, stark verwaschen. Aber auch hier hat die Freude und Genugtuung überwogen, mal wieder was gesehen zu haben.
Danach bin ich zufrieden und auch müde nachhause gelaufen. Sowas muss ich mir für Vollmondnächte merken (nur das nächste Mal mit Stativ).
Wünsche allen um den nächsten Neumond klaren Himmel!
Grüße,
Raphael