Mit Kanonen auf Spatzen geschossen? (Öffnungswahn)

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Re: Endlich ein Einblick

Volle Zustimmung,

ich beobachte sein fast 2 Jahren mit meinem 8"GSO unter anderem Mond und Planeten und habe so manche schöne Stunde mit Mars, Venus, Jupiter und Saturn verbracht. Nach ein/zwei Stunden Übung mit dem dobsen sind auch höhere Vergrösserungen kein Problem mehr, vorausgesetzt die Qaulität des Gerätes stimmt (zumindest beim GSO ohne Modifikationen ausreichend).
Meinen Einstieg in die aktive Astronomie damit habe ich nie bereut (na ja, den 10"er hätte ich noch lieber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />).
Später kann man seinen Fuhrpark ja noch um dies und das erweitern.
 
Re: Endlich ein Einblick

um die jupiterdetails zu sehen die du vorhin angesprochen
hast, die Girlanden (D-FEST) der EZn zum beispiel,
genügen 4"öffnung, wenn die qualität stimmt.


Um bei der Qualität nichts falsch zu machen, denke ich da an ein Vixen-Fabrikat. Ich möchte eh eine GP-Montierung haben, da wäre ein Vehrenberg-Komplettangebot (bzw. "Schnäppchen", wie GP E 102M für 1100 €) qualitätsmäßig wohl recht gut. Von Skywatcher oder Bresser gibts für solche Preise zwar deutlich größere Geräte, mit denen man wohl auch mehr sieht, aber ein möglichst gutes Bild ist sicherlich nicht von Nachteil.


notoxp,

auf eine stabile und präzise äquatoriale Montierung lege ich Wert, auch zu dem Preis, dafür an der Optik sparen zu müssen. Sicher kann man mit einem äquatorialem System auch leben, ich bin die 2-Achsen-Nachführung aber leid. Lieber sehe ich für den Anfang weniger, dafür "bequemer". Nach meiner neusten Budget-Schätzung könnte ich bis November ca. 1200 €, oder bis März ca. 1700 € ausgeben. Das Teleskop sollte außerdem mobil zu gebrauchen sein (zumindest in Optik - Montierung - Stativ zerlegt leicht transportiertbar und nicht allzu schwer sein) und möglichst mit wenig Pflege (Justieren, Reinigen) auskommen. Frech gesagt: Beschäftigen möchte ich mich mit den All, weniger mit dem Teleskop.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Endlich ein Einblick

da kannst du in bezug auf die skywatcher-geräte
beruhigt sein, deren qualität ist, bis auf ganz wenige
exemplare, im vergleich zu vixen wesentlich geringer.
ein beispiel: ich habe einen recht guten 120/1000er von
skywatcher und kenne den direkten vergleich mit einem
102M von vixen. der vixen zeigt genau dieselben details,
aber mit etwas angenehmeren bild (wegen kleinerem farbfehler).
will damit sagen, was du beim vixen weniger an öffnung hast,
wird mit qualität wieder gutgemacht, mit dem vorteil eines
ästhetischeren bildes. außerdem ist die mechanik wesentlich
besser, die okularauszüge von skywatcher sind, gelinde
gesagt, eine katastrophe. ohne bastelei ist da meist keine
ordentliche kollimation hinzukriegen, außerdem leiern
sie sich sehr schnell aus und schaukeln dann wie ein
hochseedampfer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

beim vixen kannst du feinfühlig scharfstellen, was sehr
wichtig ist, und der vixen 102M genügt auf alle fälle um
die von dir gewünschten details zu sehen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Endlich ein Einblick

Hallo Dobsonauten,

eben weil nicht alle Dobson-Montierungen so schön glatt laufen ist das für den Einsteiger eine Hürde. Es ist nicht leicht, bei 200-fach einem Planeten zu folgen, und währenddessen scharfzustellen. Zudem sind viele Dobsons vom Öffnungsverhältnis recht kurz und das gesparte Geld findet sich dann in teuren Okularen wieder, weil einfache Designs ihre Probleme haben.

Das heisst nimmer, daß es nicht funktioniert oder nicht toll wäre. Aber es gibt manchen Einsteiger, der damit nicht fertig wird.
Das Tuch wäre nicht mehr ganz so rot, wenn auch im Forum mehr auf dieses Handling-Risiko hingewiesen würde, anstatt den Leuten immer diese "Kauf Dobson, jetzt! Kostet nur 500 Geld" Sprüche zu verpassen - bitte fühlt Euch da nur dann persönlich angesprochen, wenns auch auf Euch zutrifft :-)

Clear Skies
Sven
 
Re: Endlich ein Einblick

Hi aths,

ich ahbe das schon öfters geschrieben, daß meiner Meinung nach ein GP-Komplettsystem auch mit einem "kleinen" Gerät Sinn macht. Die GP ist einfach eine solide Basis und würde später ganz problemlos auch einen 150er Mak oder ein 8"SC, oder Newton tragen. Oder einen größeren Refraktor.
Ausserdem ist sie ausbaufähig mit Motoren, oder auch Goto - allerdings für Planeten ist Goto eher Quatsch.

Schon mit dem 102M lohnt die GP, denn man unterschätzt den Hebel eines solch langen Refraktors. Dies Gerät ist auf der GP gut aufgehoben.

Clear Skies
Sven
 
Re: Endlich ein Einblick

Hallo Sven,

da hast Du recht, aber ich denke, das man bei diversen bekannten Marken diesen Mangel auch als Einsteiger nicht fürchten muss.
Ich bin weissgott kein Dobsonaut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />, sondern habe mittlerweile auch paralaktische Montierungen, die man für Fotographie (und natürlich auch so) nunmal braucht. Ausserdem empfinde ich die Nachführung in nur einer Achse manchmal auch bequemer.
ABER... , mit dem Dobson finde ich das Objekt meiner Begierde erheblich schneller, und eine paralaktische Monti kann einen auch ganz schön verwirren. Gerade den Anfänger.
Ich verzweifle heute noch so manches mal, da ich auf meinem Balkon den Polarstern nicht sehen kann und einnorden dann ziemlich schwierig wird. Und wer mal versucht hat, mit einer nicht gescheit eingenordeten par. Monti. ein Objekt zu verfolgen, weiss wovon ich spreche.

Ich denke, beide Arten haben ihre Daseinsberechtigung.
Und gerade der Anfänger sollte sowieso erstmal beide ausprobieren, bevor er sich für ein System entscheidet.
 
Re: Endlich ein Einblick

Meine Balkon-Aussicht ist dermaßen eng, dass ich auf Balkon-Beobachtungen gar nicht erst spekuliere.
 
Re: Nanu?

genau <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> !!!
Gruß Burkhard, der mit dem Explorer und dem SC.
 
Re: Endlich ein Einblick

Wie sieht das bei den Vixen-Refraktoren mit der Justierbarkeit aus?
Wenn man feststellen sollte, dass so ein Gerät nicht kollimiert ist, kann man das dann selbst nachjustieren?

Bei den Skywatcher Refraktoren kann man das. Ich finde das auch ziemlich wichtig, denn was nützen einem die besten Linsen, wenn die "schief" montiert sind und man nichts dagegen machen kann?
 
Re: Endlich ein Einblick

Wie man hier nachlesen kann, scheint Öffnung nicht unbedingt der wichtigste Parameter zu sein. Solche Berichte bestärken mich jedenfalls darin, lieber ein Gerät "klein aber fein" (und ausbaufähig) zu haben als sich durch reine Öffnungsgier verleiten zu lassen.
 
Hallo!
>Traue keinem Achromaten unter f/8.
Wieso denn nicht? Ich habe einen und ich fürchte ihn nicht.
Wenigstens killt er keine Planeten und ist auch kein APO-EATER:).So friedliche Wesen kann man durchaus gernhaben.
 
Re: Endlich ein Einblick

Ich kann nur Sven Wienstein wiederholen:
Hör auf zu theoretisieren und schau mal durch Teleskope, am besten in einer Teleskoptagung wie die von Reinsehlen, wenn du absolut keinen Fehlkauf verknusen kannst!

Oder ärger dich mit winnie herum <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
http://217.160.106.134/tal-forum/cgi-bin/UltraBoard/UltraBoard.cgi?action=Read&BID=1&TID=1788&P=1&SID=81289#ID7

Und wenn du es solange gar nicht aushältst, kauf dir ein Kaufhausrefraktor bei Ebay für 10-20 Euro, mit dem man eben auch interessante Dinge am Himmel entdecken kann, wenn man keine Dia-show erwartet.
Bis man den Mond abgeklappert hat, gehen mehr als ein Jahr vorbei. Meinem alten zweizölligen Tasco-Refraktor gönne ich jetzt ein größeren Sucher und ein Montierungslifting. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Im übrigens ist es mal mein Traum, die helleren Messier-Objekte live in Farbe zu sehen, und da werde ich ein Dobson mit sehr großer Öffnung brauchen. Dieser Beobachtungsbericht hier hat mich beim Einarbeiten elektrisiert wie kein anderer
http://www.ra-dec.de/bb0011.html
bloss wäre es blödsinnig , wenn man als Anfänger mit einem solchen Gerät anfängt.
 
Kompass lang völlig

Hi Astrojockel,

Du, für visuelles langt ausrichten per Kompass völlig hin, da haut nix ab. erst ab 5 Minuten bei arg grober Aufstellung merkt man den Versatz.

By the way - also Dobsonaut möchte ich gar nicht verniedlichend oder gar negativ belegt wissen - weil Du schreibst, Du hättest "mittlerweile auch parallaktische...".
Für visuelles Vergnügen mit ganz grossen Geräten ist ein Dobson nunmal eine adäquate Lösung.

Clear Skies
Sven
 
Re: Pferd von vorne

Hi,

nö, natürlich hat auch der Mak-Newton seine Obstruktion, aber eben eine sehr kleine. Die erkauft man sich auch mit einem recht kleinem Bildfeld - Kleinbildfotos leuchtet der dann nicht mehr aus.
Übrigens gibt es auch Leute, die sagen, daß ein normaler Newton, der genauso auf kleinen Fangspiegel getrimmt ist, genauso gut ist. Die Meniskuslinse beim Mak-Newton dient ja nur der Korrektur von Bildfehlern bzw. ermöglicht einen sphärischen Hauptspiegel. Ein "normaler Newton" hat zwar Koma, diese ist allerdings in der Bildmitte, da wo der Planet dann hoch vergrössert wird, kleiner als das Auflösungsvermögen.
Immerhin hat der Mak-Newton seine Vorteile beim Tubus-Seeing, weniger wiederum beim Auskühlen.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

Da der aths Planeten gucken will, musst Du zugeben, daß Farbfernsehen mit F/5 oder F/6 nicht das richtige ist.
Wenn wir über Richfield reden, darf der "Kurze" wieder mitspielen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Ein ED-Apo f/9 mit 102 mm Öffnung übersteigt mein Budget leider dermaßen, dass ich daran gar nicht erst zu denken brauche (wird bei Vixen als Komplett-Gerät für satte 3000€ gelistet... boah.) Und f/5-Apos liegen noch mal deutlich höher. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mit Farbfehlern trotz langer Brennweiten zu leben. Ich denke, für Großfeld-Betrachtung tuts ein Feldstecher letztlich auch, und das zu einem deutlich günstigeren Preis. (Um Rich Field mache ich mir im Moment allerdings wirklich keine Birne. Irgendwie bin ich froh, (noch?) nicht dem Galaxien- und Nebelwahn erlegen zu sein.)
 
Re: Koma

Hallo Sven,

die These,daß ein optimierter Newton mit einem Maknewton in der Abbildungsqualität auf der Achse mithält würde ich auch unterstützen.
Koma sollte der Newton auf der Achse nicht haben,sonst ist er nicht optimal kollimiert!

MfG,Karsten
 
Re: Koma

Nachfrage zur Sicherheit: Ein Maksutov-Newton ist also ein Newton mit Komakorrektor?
 
Früher oder später kriegen wir Dich!

Hi aths,

früher oder später kriegen die DeepSky-Objekte Dich. Gerade jetzt nähern wir uns (auch gern zum Glück) wieder dem Ende der Planetenpause. Es hat sich ja wieder alles um die Sonne versammelt :-)
Aber in solchen Pausen hat sich schon mancher Nebelverächter aus verzweiflung durch die Messiers gekämpft - und wieder angefangen, nach einem neuen Teleskop zu suchen.

Trotzdem. Verfolge Du erstmal Deine Linie! Späteren wünschen sollte auch erst später begegnet werden.

Clear Skies
Sven
 
Re: Koma

Hallo Aths,

nein,ein Maksutov-Newton ist ein Newton mit einer Meniskuslinse(jedenfalls glaube ich,daß die Maksutov-Platte am vorderen Tubusende so genannt werden kann?)vorne.Der Mak-Newton hat einen Kugelspiegel,während der Newton einen Parabolspiegel hat(oder haben sollte,einige billige werden mit Kugelspiegel ausgeliefert).Die ganz langen mit f/10 oder länger,je nach Öffnung,dürfen sogar Kugelspiegel haben,weil z.B.ein 114/1500 Kugekspiegel kaum eine Abweichung von Parabolspiegel hat.Die Bildfehler(sphärische Aberration) eines solchen Systems sind so gering,daß sie noch im Beugungsscheibchen liegen.

MfG,Karsten
 
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