DrRainer
Neues Mitglied
Guten Abend zusammen,
aus dem Backlog der Daten von Rhea in den Hallen unserer Capella-South-Remotesternwarte auf Kiripotib sind wieder einmal zwei Bilder fertig geworden: innerhalb und außerhalb des Sonnensystems, mit und ohne Schweif.
Der Komet 220P/McNaught ist im „Normalmodus“ wenig spektakulär. Als Komet der Jupiter-Familie durchläuft er sein Perihel in knapp 1.7 AE Entfernung von der Sonne, ist deswegen üblicherweise nur zwischen 15 und 17 mag hell, und bildet kaum Koma oder Schweif (typ. Länge 20-30 Bogensekunden) aus. Am 1. Juni – kurz vor dem diesmaligen Perihel am 14. Juni 2026 – ereignete sich jedoch ein extremer Helligkeitsausbruch um etwa den Faktor 8000 (also knapp 8 Magnituden). Infolgedessen zeigte sich eine deutliche Koma, sowie ein Staubschweif von mindestens 350 Bogensekunden. Oder frei nach Neil Armstrong: Ein kleines Schweifchen im Vergleich mit den letzten erdnahen Kometen, aber ein gigantischer Schweif für 220P/McNaught. Für den am 2. Juni beobachteten Ionenschweif waren wir allerdings wetterbedingt vier Tage zu spät dran, und dieser bereits wieder verschwunden.
Die volle Auflösung hier, und mehr Informationen zu 220P/McKnaught auf der Capella-Homepage.
Die Nummer zwei: IC4601 ist ein durch zwei Doppelsterne gebildeter Reflexionsnebel in der Ophiuchus-Molekülwolke, der sich an den blauen Pferdekopfnebel anschließt. Die Materiewolken, auch einige der Dunkelnebel im Feld sind nicht vollständig undurchlässig im optischen Licht, sprich transluzent. Die dichtesten Dunkelnebel erscheinen unter anderem auch im Katalog von Magnani, Blitz und Mundy (MBM). Im Gegensatz zu den Barnard-Objekten, die sich ausschließlich durch optische Opazität auszeichnen, fokussieren sich MBM auf die zusätzliche Anwesenheit von CO (durch Radio-Emission nachgewiesen).
Die volle Auflösung hier, eine annotierte Version hier und mehr Informationen auf der Capelle-Homepage.
Viel Spaß mit dem Duo und CS wünschen
Rainer & Josef (@JPoepsel ) & Stefan (@StBinnewies ) & Frank (@frasax )
www.capella-observatory.com
aus dem Backlog der Daten von Rhea in den Hallen unserer Capella-South-Remotesternwarte auf Kiripotib sind wieder einmal zwei Bilder fertig geworden: innerhalb und außerhalb des Sonnensystems, mit und ohne Schweif.
Der Komet 220P/McNaught ist im „Normalmodus“ wenig spektakulär. Als Komet der Jupiter-Familie durchläuft er sein Perihel in knapp 1.7 AE Entfernung von der Sonne, ist deswegen üblicherweise nur zwischen 15 und 17 mag hell, und bildet kaum Koma oder Schweif (typ. Länge 20-30 Bogensekunden) aus. Am 1. Juni – kurz vor dem diesmaligen Perihel am 14. Juni 2026 – ereignete sich jedoch ein extremer Helligkeitsausbruch um etwa den Faktor 8000 (also knapp 8 Magnituden). Infolgedessen zeigte sich eine deutliche Koma, sowie ein Staubschweif von mindestens 350 Bogensekunden. Oder frei nach Neil Armstrong: Ein kleines Schweifchen im Vergleich mit den letzten erdnahen Kometen, aber ein gigantischer Schweif für 220P/McNaught. Für den am 2. Juni beobachteten Ionenschweif waren wir allerdings wetterbedingt vier Tage zu spät dran, und dieser bereits wieder verschwunden.
Die volle Auflösung hier, und mehr Informationen zu 220P/McKnaught auf der Capella-Homepage.
Die Nummer zwei: IC4601 ist ein durch zwei Doppelsterne gebildeter Reflexionsnebel in der Ophiuchus-Molekülwolke, der sich an den blauen Pferdekopfnebel anschließt. Die Materiewolken, auch einige der Dunkelnebel im Feld sind nicht vollständig undurchlässig im optischen Licht, sprich transluzent. Die dichtesten Dunkelnebel erscheinen unter anderem auch im Katalog von Magnani, Blitz und Mundy (MBM). Im Gegensatz zu den Barnard-Objekten, die sich ausschließlich durch optische Opazität auszeichnen, fokussieren sich MBM auf die zusätzliche Anwesenheit von CO (durch Radio-Emission nachgewiesen).
Die volle Auflösung hier, eine annotierte Version hier und mehr Informationen auf der Capelle-Homepage.
Viel Spaß mit dem Duo und CS wünschen
Rainer & Josef (@JPoepsel ) & Stefan (@StBinnewies ) & Frank (@frasax )
www.capella-observatory.com