Mittellanger Refraktor? (Helft mir Geld auszugeben)

miasma

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Hallo,

Es ist soweit, die Steuernachzahlung ist da. :cool: Ich hab beschlossen, maximal 2.500 Euro für einen neuen Refraktor zu verprassen, und ihr müsst mir helfen. Ich finde diese Planungsphase fast noch interessanter, als das Teleskop dann tatsächlich zu kaufen, ich hoffe, ich nerve damit nicht. :) Was wäre denn euer Rat:
  • für die Astrofotografie (vor allem Nebel, für Galaxien hab ich den 200/1000 Newton)
  • Ich peile so 500-600 mm Brennweite an
  • ich habe schon ein Redcat 51
  • Kameras: ASI 585 und 2600
  • muss die Juwei 17 tragen können
  • Backfokus etc ist egal
Ich hab ein bisschen den Askar 103 im Auge, der würde dann mit dem Flattener und dem 0.8 Reducer einen interessanten Bereich abdecken. Oder den Esprit 100 ohne Reducer? Der Askar 120 sieht super aus, das Spotdiagramm ist vielversprechend, er ist aber etwas lang. Eins der größeren William Optics? Ich bin nicht auf eine Marke festgelegt.

Ich bin leider inzwischen vom Newton verdorben, was die Öffnung angeht, deshalb hatte ich auch an einen kurzen Reflektor gedacht, aber da käme ja nur ein 6-Zöller in Frage, damit ich auch die kürzere Brennweite von so 500-600 mm komme. Und, klar 100 zu 150 mm ist schon ein Wort, aber lohnt sich das wirklich? Ich bin hin- und hergerissen und sehe mich in ein paar Jahren mit semipermanentem Setup und dann mit einem zweiten Newton oder RASA, aber im Moment eher noch nicht.

Was meint ihr?

Viele Grüße,

Antje
 
Der Askar 120 sieht super aus, das Spotdiagramm ist vielversprechend, er ist aber etwas lang.

Die Spots des Askar 120 sind ok aber besonders gut sind sie nicht.
Beachte bitte den Maßstab der Box mit 200µm, dadurch erscheinen sie klein.
Andere zeigen ihre Spots mit einer Box mit 100µm.
Die Askar 103 und 120 verwenden nur einfaches ED Glas wie FPL51 und liegen damit bezüglich Farbkorrektur trotzt Triplet in etwa auf dem Level eines guten SD (FPL53) Doublet gleicher Eckdaten.

Du könntest daher zb. auch den TS SD102 (hochwertiges SD Doublet mit FPL53/ Lanthan) statt des Askar 103 (einfaches ED zb. FPL51 Triplet) verwenden.

Oder du möchtest bezüglich Farbkorrektur eine Klasse höher aber dann musst du ein SD Triplet wie den Esprit verwenden und darfst nicht das einfache ED Triplet von Askar nehmen.

Bezüglich Preis/ Leistung sind aktuell die SW Esprit EDX absolut Top.
Ich würde dir daher einen Esprit empfehlen wenn du ein Triplet der Oberklasse möchtest.

Ich bin leider inzwischen vom Newton verdorben, was die Öffnung angeht, deshalb hatte ich auch an einen kurzen Reflektor gedacht, aber da käme ja nur ein 6-Zöller in Frage, damit ich auch die kürzere Brennweite von so 500-600 mm komme. Und, klar 100 zu 150 mm ist schon ein Wort, aber lohnt sich das wirklich?

Beachte beim Newton den Lichtverlust durch die Obstruktion der bei Fotoauslegung und damit hoher Obstruktion durchaus spürbar werden kann und die Reflexionsverluste der 2 Spiegel.
Das kann insbesondere bei Standard Verspiegelung mit 88% Reflexion durchaus deutlich sein.
Aus nominell 150mm Öffnung können dann auch mal effektiv also unter Berücksichtigung der Lichtverluste des Newton nur 120 werden.

Grüße Gerd
 
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Auch wenn's kein Refraktor ist: ich würde über einen gebrauchten epsilon-130 nachdenken (oder einen halben neuen epsilon-160 :rolleyes:)
 
Hallo Antje,


ja das ist der Richtige und er ist so günstig, weil es letztes Jahr mit dem Start der EDX Serie eine ganz massive Preisreduktion für diese altbewährte Optik gegeben hatte.
Den Esprit gibt es ja schon recht lange und er war lange Zeit konstant im Preis und fast doppelt so teuer wie die Neuen.
Man hat jetzt mit der neuen Serie die Kostenreduzierungen die sich mit der Erfahrungskurve ergeben an die Kunden weitergegeben.


Einige hatten vermutet das irgendwo gespart wurde und die neue Serie nicht mehr die Qualität der alten wesentlich teureren hätte.
Das ist aber definitiv nicht der Fall und es wurde durch Test auch schon in der Praxis beweisen das auch die neuen EDX genau die gleiche qualitativ sehr hochwertige und bewährte Optik der alten Serie verwenden.


Grüße Gerd
 
Moin,

ich würde dir auch von den Askar Apos abraten.
zB die Esprits sind deutlich besser.
So ein Askar mehr eigentlich nur sinn wenn du ihn gebraucht zu einem sehr guten Preis bekommst.

Auch von WO würde ich mich ehr fernhalten.
Da werden auch gerne mal Gurken verkauft.

Ich finde sonst den Askar FRA600 sehr spannend:
600mm Brennweite bei f5,6.
Es gibt einen Reducer auf f3,9 und das Teleskop kommt von einem Händler.

Sonst kann ich mich nur Wolfgang anschließen, dass du nach einem Tak schauen solltest.
Obs jetzt ein Apo ist oder ein Epsilon ist mMn dabei erstmal egal.
Ich bin mit meinem Epsilon und zwei Apos sehr zufrieden.
Sonst gibt es gebraucht auch immer wieder LZOS in der Region.
Das sind dann wirklich Teleskope fürs Leben.

Es lohnt sich durch die aktuelle Rabattaktion auch bei TS zu schauen.
Habe da grad gutes Geld gespart.

Grüße
Brian
 
Auch wenn's kein Refraktor ist: ich würde über einen gebrauchten epsilon-130 nachdenken (oder einen halben neuen epsilon-160 :rolleyes:)

Die Epsilon sind natürlich auch sehr schöne Optiken.
Dennoch möchte ich mal auf die effektive Lichtsammelleistung hinweisen.
Die meisten sehen nur die nominellen Werte und sind beeindruckt.
Was wirklich zählt sind aber die Effektiven und die unterscheiden sich gerade im Falle der Epsilon doch sehr deutlich von den nominellen.

Allein der für 130mm Öffnung gigantische FS mit 63mm Durchmesser kostet fast 1/4 des ankommenden Lichts.
Obstruktion auf die Fläche bezogen (63/130)^2x100 = 23,5%
Es geht also allein dadurch 23,5% des Lichts verloren.
Linear beträgt die Obstruktion stolze 48,5%

Es kommen noch die Reflexionsverluste der beiden Spiegel hinzu.
Ich finde für die Epsilon keine Angaben zum Reflexionsvermögen der Spiegel.
Ich nehme daher an das hier die Standard Verspiegelung mit 88% verwendet wird.
Es ergibt sich damit ein effektives Lichtsammelvermögen von 0,88 x 0,88 x 0,765 = 0,59.
Es kommt also von dem Licht das die 130mm Öffnung sammelt nur 59% wirklich im Fokus an.
Das entspricht einer verlustfreien Öffnung von Wurzel 0,59 x130 = 99,85mm.

Ein 100mm APO schafft es daher effektiv genau so viel Licht in den Fokus zu bringen wie ein Epsilon 130.
Klar hat auch der APO minimale Transmissionsverluste aber die hat der Epsilon ja auch denn auch der Epsilon hat einen Korrektor also Linsen im Strahlengang.

Ein Esilon 130 entspricht daher bezüglich Lichtsammelleistung einem APO mit 100mm Öffnung und F4,3.
Das ist immer noch sehr gut aber es ist eben doch schon deutlich Anders als es die nominellen Werte mit 130 F3,3 versprechen.

Ein Esprit 100 mit 0,8 Reducer wäre effektiv also genau so schnell wie der Epsilon 130 und er kostet deutlich weniger.

Grüße Gerd
 
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Hallo Antje,

bei mir in Ulm kannst du dir den Esprit 100 f/5,5 ansehen und ausprobieren. ( Den alten, nicht den neuen 100EDX ) Den Flattner habe ich auch.

Gruß Uwe
 
Einige hatten vermutet das irgendwo gespart wurde und die neue Serie nicht mehr die Qualität der alten wesentlich teureren hätte.
Das ist aber definitiv nicht der Fall und es wurde durch Test auch schon in der Praxis beweisen das auch die neuen EDX genau die gleiche qualitativ sehr hochwertige und bewährte Optik der alten Serie verwenden.
Gerd, das ist genau die Info, die ich gebraucht habe, danke!!!

LG, Antje
 
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