Montierung und Okulare für Skywachter 150/750

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Dolf78

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Hallo Leute,

wie schon angesprochen möchte ich mir in den nächsten Wochen mein erstes Teleskop zulegen.
Momentan tendiere ich sehr zum Newton Skywatcher 150/750.

Zur Montierung:
Im Angebot mit dabei wäre ein EQ3 Montierung.Was meint ihr? Ausreichend?
Fotografie ist für mich momentan noch kein Thema.
Hab mich noch nicht damit beschäftigt, aber es gibt ja auch Webcams und andere Dinger die man drauf montieren kann mit denen man erste Bilder machen kann, oder? Das wäre ja viel leichter als eine große Spiegelreflex-kamera oder? Wenn ich da richtig liege, würde diese EQ3 noch ausreichen?
Oder soll ich das sowieso bleiben lassen. Vorerst will ich sowieso nur visuell beobachten.

Zu den Okularen:
Im Umfang wäre auch: 6x30 Sucher, Barium25 (30x) und Barium10 (75x) Okularen

Was haltet ihr von deisen Okularen? Sinnvoll nicht sinvoll? weiteres werde ich sicher noch 1-2
andere Okulare benötigen oder? Möchte von Mond, Planeten bis Deepsky eigentlich alles beobachten.
Dazu benötige ich zusätzlich auch noch Mondfilter, oder?

Der Sucher wird vermutlich nur zum anvisieren des Polsterns sein, oder?
Zusätzlich könnte man ja auch noch einen Polsucher montieren, oder? oder oder oder ;-) Sorry

wie gesagt bei den Okularen bin ich mir noch ziemlich unsicher, es gibt viel Literatur darüber
welche ich auch schon gelesen habe, aber als Anfänger ist man trotzdem noch sehr überfordert und es gibt sicherlich viele Leute hier die genau mit so einem Teleskop schon
viel Erfahrungen haben und genau wissen was gut und sinnvoll ist.

Recht herzlichen Dank für eure Hilfe

 
Hallo,

ich finde die EQ3-2 für den 150/750 schon ziemlich an der Grenze und das sogar visuell! Hatte mal einen für eine Nacht auf meiner EQ3-2 und das wackelte schon nett nach... lieber gleich eine Runde größer, fotografisch sowieso! Da geht mit der EQ3-2 bei <1min noch 500mm Brennweite.

Okulare... ewiges Thema ;) Sei bereit in wenigen Monaten zu erkennen, dass die Okulare mehr kosten werden als das Teleskop wenn sie wirklich gut abbilden sollen. Für den Anfang werden und müssen sie wohl gehen aber schau nie durch bessere wenn das so bleiben soll :/

Polsucher vs. Sucher: Mit dem Sucher peilt man die Objekte an, ich würde hier aber nicht auf einen optischen setzen sondern auf einen Leuchtpunktpeilsucher á la Skysurfer III oder Telrad, damit gehts viel intuitiver. Ein Polsucher ist was anderes und dient nur der Ausrichtung der Montierunt beim Aufbau, den gibts für ~40 Euro als Zubehörteil für die EQ3-2

Grüße Benny
 
Hi,

das Gerät, welches du hier aufzeigst wird zwar als Einsteigergerät angespriesen, aber ich will behaupten, dass so ein Gerät ein paar Anforderungen stellt, welche bekannt sein sollten.

Ein Newton mit f/5 will sehr gut justiert sein. Das ist eine regelmäßige Arbeit. Außerdem ist ein f/5-Gerät anspruchsvoll an die Okulare.

Falls du noch kein Teleskop hattest, so ist es wertvoll jemanden zu kennen, der weiß, wie mit einer parallaktischen Montierung umzugehen ist.

Du hast keine finanziellen Grenzen aufgezeigt, aber zu diesem Gerät gibt es vielleicht Alternativen.

- Ein guter f/8 114er Newton (schön, wenn du den mit einer EQ3 ordern könntest)
- Ein f/6 150mm Newton mit einer EQ5 (kostet ca. 425€)
- Ein f/6 200mm Newton auf Dobson-Montierung (auch Dobson genannt)

Aber vielleicht gibt es keine guten 114er mehr ...

Als Sucher ist ein Leuchtpunktsucher intuitiver, aber manche arbeiten lieber mit einem (guten!) Sucher. Fange mit einem Leuchtpunktsucher an, der kostet weniger ...

Für mehr Details ist es leider momentan zu spät. Ich bin mir aber sicher, dass noch genügend Tipps kommen.

Clear skies,
Stefan
 
Hallo Dolf,

die Anfängerprobleme wiederholen sich eigentlich immer wieder.

Der 150/750 ist kein typisches Einsteiger-Teleskop, wie Benny und Stefan ja schon gesagt haben. Ich möchte zum Anfang nur zur rein finanziellen Seite etwas sagen. Ich habe den Eindruck, du schaust auf den Preis des Tubus (ca.160 Euro) und meinst, das Ganze wird schon nicht so teuer werden. Und dabei hättest du wahrscheinlich nur einen 1/4" Okularauszug.

Auch wenn es schon 100-mal gesagt wurde, finanziell ist ein 8" f/6 immer günstig. Man steckt das Geld genau dahin, wo es ein Anfänger haben will. Und man hat ein helles Bild und findet die Objekte viel leichter.
Du musst dich allerdings schon mit dem Dobson-Konzept auseinander setzten. Die meisten Leute kommen damit zurecht. Auch den Mond in hoher Vergrösserung (150-fach) zu beobachten, ist nicht so schwer. Auf Wunsch kann man mit dem erworbenen Newton immer noch auf eine parallaktische Monti umsteigen.

Geld sparen heisst dann, man kauft sich eben nur zwei Okulare. Und zwar gute. Vier mittelmässige Okulare zu kaufen ist keine gute Idee.

Also ist die Hauptfrage nach der finanziellen Seite, ob du den Transport bewältigen kannst. Wenn du das kannst, dann ist der 150/750 eher eine Sackgasse.

Das wärs für den Anfang.
Viel Erfolg bei der Auswahl deines Gerätes, mit Grüssen,
Joachim
 
Hi Dolf
anhand des Themas Okular Sucher Polsucher erscheint mir eher, dass Du noch nicht viel Grundwissen hast.
Daher meine ich, es wäre gut Du würdest da nochmal Zeit investieren und daneben vllt mal Probe gucken um die Meinungsbildung zu optimieren.

Man kann so anfangen, keine Frage aber die Haken sind benannt worden. Ein 150/750 macht eigentlich mehr Sinn hätte er einen 2" Auszug, was es nur bei teureren Geräten gibt.
Okulare die gut an f/5 sind kosten richtig Geld. Dei Beigaben sind nur sehr begrenzt tauglich. Der Sucher ebenso. Der angesprochen Peilsucher ist wesentlich besser, wenn es keiner der Billigdinger ist die ne kleine Scheibe haben.

CS
 
Danke vorerst für die Tips.

Bzgl den Okularen, hab ich die Möglichkeit die Okulare gegen Aufpreis gegen andere zu tauschen.
Habe kurz mal Weitwinkel-Okulare angesprochen und wir sind dann auf die "Ultra Wide Angle Okulare (70 Grad)" gekommen wobei eines um die 99,- Euro kostet (mir ist schon klar dass die okulare einen großteil des ganzen equipments kosten, aber darum frag ich ja auch zusätzlich noch nach)

Ebenso gibt bei dem Händler die Möglichkeit das ganze auf einen 2" Auszug aufzurüsten lassen.
Crayford Auszug mit oder ohne Microfocus Aufpreis 50 bzw 100 Euro.

Dass das ganze nicht so leicht zum Einrichten geht ist mir auch klar, aber damit muß man sich eben auseinandersetzen und beschäftigen. Und ich kann mir gut vorstellen dass mir eine azimutale Dobson-Montierung sicherlich den spaß verdirbt wenn ich immer in irgendwelche Richtungen nachfahren muß. Darum auch die par.Montierung eventuell mit Motornachführung.

An eine etwas nächstgrößere Montierung hab ich auch schon gedacht, da meinte der Händler aber dass es mit der EQ3 noch ginge (Auf keine FAll Fotografie und dass man bei der Montierung sowieso nie genug groß sein kann ;-) )

Grundausstattung wie Anfangs beschrieben ist um die 320,- Euro und dass ich mit dem ganzen Zubehör auf 500-600 Euro komme war mir auch schon klar, aber Okulare muß man nicht gleich alle auf anhieb kaufen oder? Vielleicht vorerst mal 2 hochwertige Okulare und zur Not eine Barlow und ein paar Monate später wenn man mal etwas eingespielt ist das nächste Okular und dann eventuell ein 4tes.

Vergrößerungen bis zu 200x sollten möglich sein, auch von den Okularpreisen her, oder nicht?

Bin ich jetzt noch immer so falsch unterwegs oder paßt das in etwas so?
Trotzdem danke für die Hilfe, auch wenn ich noch sehr unerfahren bin

 
Hallo,

höre auf Antares und begib dich erst nochmal in Ruhe auf die Suche nach Einstiegswissen, vor allem praktischer Natur! Also Sternfreunde bei dir in der Gegend suchen und mitgehen, schau durch einen 6"er schau durch einen 8 oder 10" und lege Hand an einen Dobson... Dann wirst du vermutlich (nicht sicher aber sehr vermutlich) merken, dass das Nachführen erst bei wirklich hohen Vergrösserungen 200+ wirklich interessant wird aber auch noch relativ stressless mit einem Dobson machbar ist, bei einem 82° Weitwinkelokular schwebt ein Objekt auch bei 300x innerhalb von einer halben Minute majestätisch durchs Feld und zischt nicht vorbei ;)

Aber wie gesagt: Anschluss suchen, rausgehen, durchschauen - alles andere wird dich nicht wirklich gut zum Ziel führen.

Viele Grüße Benny
 
Ich werd sicherlich nichts schnell schnell überstürzen und innerhalb der nächsten Tage zuschlagen.
Hab sowieso vor, vorher mal bei einer Sternwarte in der Nähe (wo ich schon ein paar mal war) bei ein paar Leute durchzugucken und zu schauen was auf mich zukommt. Das ist mir schon klar.

Aber ich glaub bei der Montierung (para) werd ich ziemlich sicher bleiben, hab auch schon genau so viel andere Meinungen gehört wo die Leute von azim.Mon. umgestiegen sind. Und rein gefühlsmässig kann ich das irgendwie nochvollziehen. Will hier natürlich keinen Unruhe reinbringen, noch dazu wo ich Anfänger bin und so gut wie keine Ahnugn habe, aber aussuchen muss man es sich sowieso dann selber.

Ich sehe nur 2 Nachteile: Preis und Einstellung&Justierung
zum Preis: das ist es mir wert
zur Einst&Just: Alles muß erlernt werden und wenn ich 2 Jahre mit einer azim.Mont werke komm ich dann beim Umstieg auch nicht besser mit der para. Mont am Anfang zu recht. oder nicht?

Wie gesagt, ich werd sicherlich noch mehr herum-googlen und mir das auch noch in der praxis wo vor ort anschauen.
Wollt mir halt vorher nur ein paar Empfehlungen zum Zubehör von meiner wunschvorstellungs-Gerät holen.


Ich glaube ein Newton 150/750 noch dazu von Skywatcher ist ein ziemlich verbreitetes Gerät noch dazu wo man es bei den Astro-Händler um die Ecke bekommt. Es gibt sicherlich viele Leute die das Dinge perfekt bzw sinnvoll ausgerüstet haben und wissen welches Zubehör absolut gut damit zusammenarbeitet und sinn macht. Und das würd mich eben interessieren, damit ich auch ungefähr weiß was an Kosten ungefähr auf mich zukommen.
Möcht mich natürlich nicht in unkosten stürzen aber ich bin der Meinugn lieber etwas mehr sinnvoll investieren und es macht spaß und sinn.

@Antares: Hab mich in letzter zeit relativ viel über Optik im Teleskop-bereich beschäftigt: Auswirkung schnelles/langsammes Öffnungsverhältnis vor und nachteile, Obstruktion, vergrößerung usw.
Mit dem Thema, Sucher usw hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt das stimmt. So schnell von heute auf morgen gehts nicht und bei einigen Themen kenn ich mich zwar schon theoretisch ganz gut aus, aber manche hab ich noch nicht er-googelt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Dolf
warum googlen, wenn die Homepages der Duaerberater hier wie Sven, Benny und auch ich, dazu Lesestoff für Wochen bieten?
So lange Du nichts überstürzt ist alles ok.
Zeit in die Vorbereitung ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Und wenn Du dann auch noch Probe guckst und siehst wie das was Du gelesen und gerlent hast live aussieht und funktioniert, wirst auch Deine eigene Meinung zu den Dingen finden und selbst entscheiden können. Wie Du sagst am Ende mußt Du entscheiden und Du mußt mit Dir selbst den Kauf klar machen. Wir können hier nur Denkanstöße liefern.

Deshalb denke nicht weil irgendwer sagt das ist besser sondern merke es Dir und probiere es selbst aus.
Bleiben wir mal bei Dob oder parallaktisch.
Ich selbst habe damals ausprobieren können - mehrere Geräte und mehrfach und habe mich zu Beginn für parallaktisch entschieden - u.a. acuh weil ich Foto damals im Kopf hatte, aber auch weil ich regelmäßig bei 150 200fach im Dob die Objekte verlor. Heute weiß ich, dass das Testgerät mechnisch nicht so gut war undmir einfach etwas Übung fehlte. Lange hatte ich als Hauptgerät parallaktisch montierten 8Zöller, aber irgendwann nervte die Schlepperei von zig Teilen und das Gewicht zumal ich mehr Öffnung wollte und durch gute Dobs anderer längst wußte, dass man auch am Dob 500fach gut nachführen kann mit etwas Training.
Und so habe ich irgendwann zum Dob gewechselt und das parallaktische Zeug steht hier wird aber kaum genutzt.

Wird bei Dir vllt anders laufen, vllt auch nicht. Soll einfach nur mal zeigen wie es so gehen kann im Astroleben
und liefert vllt auch ein paar Denkanstöße für Dich.

CS

 
Hallo Dolf,

ich möchte speziell zum 150/750 etwas sagen.
Dir fällt auf, dass er weit verbreitet ist. Das ist richtig. Ich habe selber einen. Aber wie viele andere hier auch hatte ich vorher ein Okular LVW 22 (ca. 200 Euro zur Zeit). Das Okular bildet mit dem 150/750 ein gutes Team.

Und hier sind wir beim Punkt. Wenn der 150/750 so weit verbreitet ist, dann hat das verschiedene Gründe. Als Zweitgerät bieten die Refraktoren meist zu wenig Öffnung. Der grössere 8" ist nicht so gut transportabel. Ausserdem kann man sich eine Reisemontierung selbst bauen. Fotografisch hat der 150/750 auch Vorteile, wenn er solide montiert ist. Der Hauptspiegel kommt immer aus China. Die Schleifmaschinen sind bereits für die Kleinserien-Produktion eingestellt. So kommt die weite Verbreitung zustande.

Wenn du den 150/750 als dein Hauptinstrument nutzen willst, dann sieht das alles etwas anders aus.
Nimm den Mond. Man will dann in den Höchst-Vergrösserungsbereich. Oft nimmt man das Speers-Waler Zoom 8mm-5mm. Dabei ist 5mm eigentlich zu wenig. Dann braucht man die Verlängerungs-Ringe für das Zoom. Dann muss fokussiert werden. Das ist schon diffizil. Man braucht einen etwas besseren Okularauszug.

Du siehst vielleicht, wenn man den 150/750 voll ausstatten will, dann ist das nicht so ohne. Du wirst nicht einfach Leute finden, die den 150/750 als Allrounder benutzen. Obwohl er weit verbreitet ist.

Ich möchte nur sagen: Bei dem, was du vor hast, spricht vieles für einen f/6-er 150/900. Das muss man abwägen.

Mit Gruss, Joachim
 
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@JoachimRiehn: Danke für die Info. Genau das hab ich glaub ich sogar in einem anderen Thema schon geschrieben, dass mir eigentlich ein f/6 150/900 oder sogar f/7 lieber wäre wegen der "einfacheren" größeren Vergrößerung. Aber anscheinend sind beim 150er diese Brennweiten nicht so Standard :-(
Und kleiner als 150 möcht ich auch nicht umbedingt gehen, da ich auch viel Licht haben möchte damit ich auch in weiterer Folge mal ein paar Deepsky-Objekte beobachten kann.
Wie gesagt ein Allrounder (ich glaub f/6 oder f/7 wäre ideal)
Würde natürlich gezwungener Massen sowieso zu einer größeren, stärkeren Montierung führen

Hauptgerät ist gut gesagt ;-) Da ich Einsteiger bin und voerst mal für einen Zeitraum sicher nur ein Geräte besitzen werde, wird das auch wohl mein Hauptgeräte sein :-)

Mond interessiert mich auch sehr stark, schau des öfteren bei Halbmond mit einen einfach Gucker rauf zur Tag/Nachgrenze. Leider auch nur ein Billig-Teil und nicht besonders scharf in höchster Vergrößerung

Es muß sicherlich interesssant aussehen wenn man den Mond auf maxiamler Vergrößerung einfach am Rohr vorbeilaufen läßt. Von dem her kann ich es gar nicht mehr erwarten

@Antares: Natürlich werde ich mir diese Seiten der Dauerberate anschauen, wenn ich mal die Links finde. Vielleicht war ich schon auf der einen oder anderen Seite.
Wenn mich was interessiert, dann befasse ich mich sowieso bis ins letzte Detail damit. Aber wie gesagt es dauert eben und man braucht viel zeit und muß es auch mal verarbeiten und immer wieder auffrischen damit man sich das merkt und ich bin sicherlicht grad erst mal bei maximal der Hälfte der grundlegenden Dinge

danke für eure Hilfe
 
Nochmals hallo Dolf,

ich lasse mal die Einzelheiten weg, und komme noch mal zu deinen Rahmenbedingungen.

Es gibt hier im Forum sehr wohl Leute - eine Minderheit - die mit einem 8" parallaktisch beobachten. Parallaktische Montis haben Vor- und Nachteile. Vielleicht meldet sich von denen ja jemand. Bei denen sind dann EQ5 oder dergleichen in Gebrauch.

Eine EQ5 wird zum Teil neu für 200 Euro angeboten. Würde dann auch für einen 6" 900mm Brennweite gehen. Es sind Taschenspielertricks, wenn man meint, man könnte auf Brennweite 750mm gehen und dadurch ein paar Cent sparen, indem man eine kleinere Monti nimmt. Vom Fotografischen wollen wir gar nicht reden.

Beim 150/900 würde dann als Weitwinkel Okular ein Erfle 28mm für 70 Euro gehen. Beim 150/750 wüsste ich zum LVW 22 (200 Euro) keine Alternative. Dann noch ein Oku für 150-fach. Das wäre eine Grundausstattung.

Richtig ist: Bei parallaktischer Monti ergeben sich mehr Variationsmöglichekeiten für Okulare. Man kann auch solche mit kleinerem Blickwinkel und donnoch guter Schärfe und Kontrast nehmen. Denn das Objekt bleibt ja automatisch im Blickfeld. Aber darüber könnte man jetzt einen Roman schreiben.

Solange du dich nicht auskennst mit Okus, gib am besten keinen einzigen Cent für wage Versuche aus.

Mit Gruss, Joachim
 
Ok ich glaub ich weiß was ihr meint.

Um beim Newton eine hohe Vergrößerung zu bekommen brauch ich relativ kurzbrennweitige teure Okulare, die massig Geld kosten.
Zusätzlich noch die viel teurere Montierung.
Langbrennweite Tubuse gibt es anscheinend nicht viel bei denen man mit günstigere Okulare verwenden könnte.

Bei den Dobson bekommt man anscheinend leichter langbrennweitige Tubuse die in weiterer Folge mit günstigeren Okularen betrieben werden können
und zusätzlich die teure Montierung entfällt.

Lieg ich da richtig?

Alternativ gäbe es beim Newton noch den Skywachter Planeten-Newton 150/1200), der sicherlicht mindestens
mit EQ5 ausgestattet werden muss. (Im angebot mit EQ3 :-( steht aber schon im Angebot, dass die EQ3 das absolute minimum für visuelle Beobachtung ist)
Gibt es eigentlich andere Anbieter die stabilere günstigere deutsche Montierungen anbieten oder sin die EQ schon die günstigen???
 
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Hallo Dolf,

nein, was du zu den Okularen sagst, ist nicht richtig. In dem Link zu Svens Internet-Seite wird alles gut erklärt. Ausserdem kannst du googeln nach "Okular" und dergleichen. Meistens sind die Links zur allgemeinen Enzyklopädie Wiki zu empfehlen.

Bleiben wir bei den konkreten Beispielen deiner 6"-er. Auf dem Markt erhältlich ist ein Erfle 26mm für ca. 70 Euro. Kennwerte:
f=26mm, Eigengesichtsfeld 70 Grad

Beim Newton f=900mm erhälst du die Vergrösserung von ca. 35-fach. Das wahre Gesichtsfeld am Himmel ist:
Wahres = Eigen (70 Grad) / Vergrösserung
Also ist es 2 Grad am Himmel.
Das ist für einen Newton sehr gut. Bei Ferngläsern erreicht man am Himmel ca. 5 Grad.

Dieses 26er würde am Newton f=750mm rein rechnerisch 2,5 Grad Gesichtsfeld erzeugen. Das funktioniert aber nicht. Das Okular schafft das einfach optisch nicht. Anstatt scharfer Sterne siehst du mehr und mehr matschige Flecken.

Das angesprochene 22er LVW dagegen schafft zum Preis von 200 Euro ein Gesichtsfeld von 1.9 Grad am Newton f=750mm. Daher ist dieser Newton ein wunderbares Weitwinkel-Gerät. Aber kein Allrounder. Und beachte den Preis: Ein einziges Okular kostet mehr als der Newton!

Das andere wichtige Stichwort bei Okularen heisst: Austrittspupille. Die wird so berechnet:
Austr.Pup = Eintritts-Pupille (150mm) / Vergrösserung
Bei hoher Vergrösserung wird die AP klein, das Bild wird dunkel. Jedes Objekt für Deep-Sky braucht jedoch eine gut angepasste AP: Emmisionsnebel, Kugelsternhaufen, planetarische Nebel, Galaxien.

Daher brauchen engagierte Beobachter eine ganze Palette von Okularen. Bei Deep Sky reicht die geforderte AP von ca. 7mm .. 2mm. Das ist es, was den 150/750 so teuer macht in der Ausstattung. Und das ist es, was den 8" 1200mm so beliebt macht. Der Newton 150/900 ist der kleine Bruder des 8", halt parallaktisch einfacher zu montieren.

Du wirst also sehen, dass der Skywatcher 150/1200 nur ein kleines Gesichtsfeld bietet.

Zum Preis gilt: Gebraucht bezahlt man für gut erhaltene Posten etwa 1/2 bis 3/4 des Neupreises. Ansonsten habe ich finanziell schon die für dich günstigsten Varianten angesprochen.

Mit Gruss, Joachim
 
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Hi Zusammen,

als Parallaktiker dann auch mal was von mir direkt. Ich habe mal einen 150/750 auf einer GP-Clone-Monti bei mir gehabt und das war visuell in Ordnung und fotografisch halt eng wegen Leitrohr usw. Die stabileren GP-Clones packen das wohl. Weniger Monti aber geht damit einfach nicht. Visuell ist ein 150/900 ohnehin der wirkliche Allrounder und der geht auf so einer Montierung auch noch, wobei man auch mal schnuppern kann, ob nicht eine gebrauchte GP vorbeikommt.

Natürlich kenne ich auch genau die Situation. Man hat sich ein möglichst dickes Teleskop ausgesucht und sieht all die Möglichkeiten vor sich, und dann weiß man eigentlich doch ganz genau, dass das Teleskop von dem Geld, was man hat, noch 50 Euro übrig lässt. Dann fängt man an zu grübeln, zu suchen, schachtert mit Gebrauchtpreisen rum, tippt irgnedwelche 20% "Paketrabatt" in den Taschenrechner, und dann kommt man dahin, dass das Teil mit irgendeiner Spielzeugmontierung bezahlbar wäre. Da haben es die Leute mit Dobsons gut, die kommen dahin, dass das Teil mit irgendwelchen Plastikokularen in Betrieb genommen werden könnte...

Daher ist da bei f/5 auch der Ofen aus mit solchen Spielchen. Das Ding kann zwar ein guter Allrounder sein, aber so wie beim Motor mit zu wenig Hubraum dann die Power aus der Drehzahl geholt werden muss, braucht man bei schnellen Optiken eben die speziellen Okulare. Beides kostet ordentlich Sprit - äh - Knete. Da aber Geldmangel erst zu der Situation geführt hat, ist das eine klassische Situation, für die ich immer wieder nur eines sage:

Kopf - Wand - Schmerz!

Wenn also die Ansprüche nunmal da sind und man einsieht, dass man ein solides Paket einfach braucht, dann wird man wohl noch Geld nachschießen müssen. Und das alles bedeutet eben, dass man "nächste Woche" kippen kann. Dann bleibt auch noch Zeit, mal Einsteiger-Seiten zu lesen und vielleicht auch ein schönes Buch anz... halt! Bei den Büchern gibt es neuerdings so viele Werke der "vereinigten Marketingfreunde", dass ich da so meine Probleme mit habe. Denn irgendwo muss das ja her kommen, dass schlecht funktionierende Pakete verkauft werden können.
Tja, und wenn es doch nächste Woche sein muss, dann verweise ich wieder auf den Dreisatz oben. Vielleicht mal bescheid geben, wenn die Stufe "Schmerz" erreicht ist, kann man für andere Einsteiger dann als Entscheidungshilfe verlinken... :D

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dolf,

der zusammenhang zwischen Spiegelbrennweite und Okularbrennweite wurde von Joachim ja bereits erklärt. Es ist natürlich egal, welche Öffnung das Gerät für diese Berechnung hat, oder welches optische System (Linse, Spiegel) dahintersteht.

Hat deine Linse/dein Spiegel 900mm Brennweite und dein Okular 20mm Brennweite, dann ergibt das ein 45fache Vergrößerung. Je nach Öffnung kommt dabei eine andere Austrittpupille (AP) heraus, denn Öffnung durch Vergrößerung ist die AP.

Ach ja, deine Unterscheidung zwischen Newton und Dobson macht mich unsicher:
Ein Newton ist ein Spiegelgerät, welches ich parallaktisch montieren kann oder auf eine Dobson-Montierung (Rockerbox) schnalle. Das ginge sogar mit dem gleichen Tubus.
Die parallaktische Montierung muss ab einem 8" f/6 Newton wirklich groß und damit teuer sein. Schau doch mal, was eine EQ6 kostet ... daher wird es ab bestimmten Newtongrößen nur noch den Dobson geben. Da eine Rockerbox erheblich billiger ist, ist das gleiche Teleskop damit billiger, als das parallaktische Pendant.

Die Länge der Brennweite ist übrigens noch nicht ausschlaggeben, ob du für Übersichtsokulare die Randschärfe beachten musst. Hier ist das Verhältnis Brennweite/Öffnung ausschlaggeben.
Also 1200mm Brennweite mit 150mm Öffnung ergibt ein Öffnungsverhältnis von f/8. Das ist unkritisch für Okulare
Die 1200mm Brenntweite mit 250mm Öffnung ergibt f/4,8 - das ist sehr anspruchsvoll für die Übersichtsokulare.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Jetzt weißt du vielleicht auch, warum dem Einsteiger ein f/5-Gerät selten empfohlen wird und diesem aus kostengründen bei größerer Öffnung eher zum 8" Dobson, als zur teuren und schwerer zu bedienenden EQ-Variante geraten wird.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo an Dolf und an die anderen,

den angesprochenen Newton 150/1200 möchte ich nicht schlechtreden. Gerade hat jemand einen First-Light-Bericht gegeben:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...899/First_Light_s_Skywatcher_Newto#Post606899

Man kann noch einen Schritt weiter gehen und einen kleinen Refraktor 80/400 auf die Monti schrauben. Dann sieht man denselben Himmelsausschnitt wahlweise mit grösserem oder mit kleinerem Gesichtsfeld. Und man ist auf die Spielzeugsucher nicht mehr angewiesen.

Die AP's 5mm bis 2mm kann man mit dem 150/1200 sehr wohl erreichen. Damit hat man planetarische Nebel, Galaxien, kompakte Sternhaufen sowieso und kompaktere Emissionsnebel. Auf die grossen Gesichtsfelder muss man natürlich verzichten.

Überhaupt gibt es Leute, die innerhalb von 10 Minuten auch 10 verschiedene Deep-Sky-Objekte sehen wollen. Und es gibt Leute, die sich gerne länger bei einem Objekt aufhalten. Je nachdem wird man die parallaktischen Montis verschieden beurteilen. Aber letztlich kann ausser Dolf selbst niemand wissen, was für ihn das richtige ist.

Ich finde, das musste der Vollständigkeit halber gesagt werden.

Mit Gruss, Joachim

 
Danke für eure Tips,Links, .....

Werd sowieso noch eine gewisse Zeit warten bis ich mir was zulege. Vielleicht auch eine Nr kleiner.

Werd mir noch einiges an Wissen zulegen und viele Testberichte lesen.
Wenn dann werd ich mir sowieso eine Konfiguration zulegen die schon andere Leute haben bei der man auch weiß das sie sinnvoll ist und super funktioniert.

Außerdem werd ich mir vorher selber ein paar Bilder von der ganze Sache machen und dabei durch ein paar Rohre gucken wenn ich irgendwo die Möglichkeit habe.

 
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