Museo Galileo

Peter_Hirschmann

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Hallo zusammen,

mit großem Interesse lese ich diese Beiträge über historische Instrumente, und weil das allererste hier noch fehlt, möchte ich es ergänzen. Im Juni 2026 war ich mit meiner Frau in Florenz und bin dort eher zufällig auf die Spuren von Galileo Galilei aufmerksam geworden. Wir wollten nicht wochenlang vorbuchen und uns dort in die Warteschlangen berühmter Museen einreihen, sondern haben uns eher treiben lassen. Die Uffizien hatten wir deshalb wörtwörtlich links liegen lassen und sind direkt daneben ins Museo Galileo gegangen. Kein Vorbuchen, keine Warteschlange, einfach Ticket kaufen und reingehen. Es war sehr inspirierend die vielen Instrumente, Karten und Globen zu sehen, die in dieser wissenschaftlichen Blütezeit entwickelt wurden um die Natur immer besser zu erforschen und zu verstehen. Hier nur ganz wenige Bilder die vielleicht das Interesse für dieses sehenswerte Museum wecken.


Galileo Galilei (Büste von Carlo Marcellini)
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In der Mitte eines von nur zwei Teleskopen, die mit Sicherheit Galilei zugeordnet werden können (1609/1610, Linsendurchmesser 3,8 cm, Länge 92,7 cm). Diese Teleskop gibt es übrigens als Papierbastelsatz von Astromedia mit Linsen, die vermutlich um einiges besser sind als die Originale. Ich habe mir das Teleskop zusammengebastelt und verstehe jetzt besser, warum der eine oder andere Mann der Kirche Galileis Beweise nicht wirklich nachvollziehen konnte. Das Gesichtfeld ist winzig und man braucht ein gutes Auge um sicher Details zu erkennen. Außerdem weiß ich heute, was ich sehen muss, aber damit etwas Unbekanntes zu entdecken war wirklich eine Leistung.
Unten die 3,8 cm-Objektivlinse, die Galilei für viele seiner Beobachtungen 1609/1610 verwendet hat.
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Leider habe ich vergessen die Informationstafel zu diesem Buch zu fotografieren. Vielleicht kann das jemand ergänzen.
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Ein Aristotelisches Planetarium (ca. 1600) mit der Erde im Zentrum.
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Verschiedene Erd- und Himmelsgloben.
Man kann lange bei den vielen Details verweilen und bekommt einen schönen Eindruck davon, wie die Wissenschaft die Welt damals wahrgenommen hat.
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Wichtiges Beobachtungszubehör späterer Telekope.
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Das Museum beschränkt sich nicht auf die Astronomie. Auch die Erweiterung des Horizontes in die Mikrowelt ist ein großes Thema.
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Zwei Personenwaagen.
Es gibt noch so viele andere Instrumente zu entdecken, die Messungen von Schwerkraft, Temperatur, Luftdruck und nicht zuletzt der Zeit immer präziser gemacht und die Entdeckung von Naturgesetzen ermöglicht haben. Ich habe dieses Museum sehr inspiriert und bereichert verlassen.
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Hallo Peter,
Danke fürs Teilen!

Ein bisschen Hintergrund zum Buch laut KI:

Das ist eine historische Ausgabe von Galileo Galileis „Sidereus Nuncius“ („Sternenbote“) von 1610

Die Überschrift „RECENS HABITAE“ gehört zum laufenden Seitentitel Observationes sidereae recens habitae – „kürzlich gemachte Himmelsbeobachtungen“

Der Mond galt in der aristotelischen Kosmologie als nahezu perfekte, unveränderliche Himmelskugel. Seine Beobachtungen zeigten dagegen eine „erdähnliche“, zerklüftete Oberfläche.

Ein wenig Übersetzung der rechten Seite:

„Auch einen weiteren Umstand will ich keinesfalls der Vergessenheit überlassen, den ich nicht ohne ein gewisses Staunen bemerkt habe: Die ungefähre Mitte der Mondscheibe wird von einer Höhlung eingenommen, die größer ist als alle übrigen und vollkommen rund gestaltet ist. Ich habe diese nahe bei beiden Quadraturen gesehen und sie in den oben dargestellten Abbildungen, soweit es möglich war, nachgebildet. Was Schatten und Beleuchtung betrifft, bietet sie denselben Anblick, wie ihn auf der Erde eine Gegend ähnlich Böhmen böte, wenn sie ringsum von sehr hohen Bergen eingeschlossen wäre, die auf dem Umfang eines vollkommenen Kreises angeordnet wären. Denn auf dem Mond ist diese Höhlung von so hohen Bergkämmen umgeben, dass noch zu einem Zeitpunkt, da die Grenze von Licht und Schatten die Mitte des Mondes noch nicht erreicht hat, ihr äußerster, an die dunkle Mondhälfte angrenzender Rand bereits vom Sonnenlicht beschienen erscheint. Wie bei den übrigen Flecken ist dabei ihre schattige Seite der Sonne zugewandt, während die beleuchtete Seite zu den dunklen Regionen des Mondes hin liegt. Dies möchte ich drittens besonders nachdrücklich als einen äußerst überzeugenden Beweis für die über die gesamte hellere Mondregion verstreuten Unebenheiten und Unregelmäßigkeiten hervorheben.“
(...)
"Daher steht für mich fest und ist zweifellos, dass diese Erscheinungen auf tatsächlichen Unterschieden der betreffenden Oberflächenbereiche beruhen und nicht lediglich auf unterschiedlichen Formen derselben Bereiche, deren Schatten sich infolge der verschiedenen Beleuchtung durch die Sonne verändern."

Man kann sich vorstellen, wie begeistert er von den Beobachtungen und Erkenntnissen war.
Gruß Frank
 
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