Arbeitet hier jemand mit Musou Black, und kann mir sagen, was ich möglicherweise falsch mache? Arbeitet hier jemand mit einer Sprühpistole, um Oberflächen zu schwärzen? Oder andere Techniken, um das richtig aufzutragen? Ich habe es nicht verdünnt, und bei Zimmertemperatur angewendet.
ja das liest sich auch aus den Rezensionen bei z.B. Amazon so heraus. Dennoch wird die Farbe auch mit der Möglichkeit von Pinsel beworben. Ich hatte mir tatsächlich mal überlegt, eine von diesen billigen Sprühpistolen bzw. diese kleinen Kombis in denen Sprühpistole und Kompressor und Akku am Stück kombiniert sind. Aber keine Ahnung ob die was taugen, und ob die auch mit der Farbe gut klarkommen, weshalb ich es sein gelassen habe.
Also, ich kenne Musou Black nur von der Beschreibung, ich habe allerdings Erfahrung mit Farbauftrag mit der Sprühpistole. Seit dem ich meine kleine Airbrush habe, vermeide ich es, mit dem Pinsel zu arbeiten, falls möglich - wenn man einen perfekten Farbauftrag haben möchte, führt kein Weg an der Airbrush vorbei. Wenn man die nicht hat, ist das zweibeste Farbe aus der Sprühdose.
Diese kleinen Kompressoren, sofern ein kleiner Druckbehälter dabei ist (darauf würde ich bestehen), funktionieren schon. Gerade, wenn Du nur solche Kleinteile behandeln willst, wie Du sie hier genannt hast. Für größere Flächen sind die Mini-Kompressoren zu klein, aber das ist ja hier nicht der Fall. Man sollte die Düse (also die Größe der Düse) passend zum Vorhaben wählen. Ich denke mal, 0,25mm bis 0,3mm würde hier gut gehen, größere Düsen würden sich ohnehin verbieten, weil dafür diese Mini-Kompressoren wieder zu klein sind. Wem die Membran-Kompressoren zu laut sind, kann sich auch nach einem Mini-Kompressor mit Kältekompressor (Kühlschrankkompressor) umsehen - die sind flüsterleise und funktionieren ebensogut wie die Membran-Kompressoren.
Allerdings muß ich eines sagen: keiner erwartet von einem angehenden Astro-Fotographen, daß der erste Schuß mit der Kamera ein tolles Nebelbild wird. Ebensowenig darfst du verlangen, daß dein erster Einsatz einer Airbrush zu einem Ergebnis führt, daß dich befriedigt. Man braucht in allen Dingen, die man tut, ein klein wenig Übung. Man kann es lernen, es ist nicht schwer, aber man muß es einfach mal etwas ausprobieren, also Übung an anderen kleinen Gegenständen, bevor man sich daran macht, ein optisches Gerät zu behandeln. Man sollte sich ein/zwei Youtubes anschauen, man sollte die richtige Airbrush wählen: offener Tank oben, geschlossener Tank oben, angesaugter Tank von unten: ich rate zum geschlossenen Tank oben, mit etwa 5-7ml Fassungsvermögen.
Das Werkstück muß vorbereitet sein. Man muß prüfen, ob die Farbe auf dem Material überhaupt haftet. Das Objekt muß absolut sauber und fettfrei sein (Reinigung z.B. mit Isopropanol). Wenn möglich sollte man die Oberfläche anrauhen. Je nach Material sollte man vorher eine Grundierung aufbringen (natürlich auch mit der Airbrush). Die endgültige Farbe bringt man auch nicht in einem Farbauftrag auf, sondern besser in zweien. Dieses Vorgehen gilt generell, wenn man ein gutes Ergebnis haben möchte, Profis machen das nur so. Kleiner Tipp: Arbeitsabstand etwa 25cm. Die Airbrush hat eine Taste, mit der man die Farbe und Luftmenge steuert: Drücken heißt: Luft, nach vorne ziehen: Farbe. Man geht immer hin und gibt erst Luft, bewegt dann den Finger langsam nach vorne um Farbe dazuzugeben, dann erst streicht man über das Objekt. Nach einem Zug geht man nicht hin und läßt den Finger los um gleichsam Farbe und Luft abzustellen, sondern man geht erst mit der Farbe runter, und danach die Luft. Anfänger machen das verläßlich falsch, und bis sich das in das Hirn einbrennt dauert das noch eine Weile, bis dahin gibt es halt Farbkleckse.
Vielleicht hilft das. Und generell wird die Farbe verdünnt, wenn man eine Airbrush einsetzt.
PS: hat man das einmal erfolgreich hinbekommen, merkt man, daß man ein neues Level erreicht hat und man fragt sich, warum nicht schon früher. Man kriegt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht und die Pinsel landen in der Ecke. Wenn man Gefallen an der Sache findet, und anfängt das Haus umzudekorieren, sollte man sich besser einen Abzug besorgen, der Farbnebel ist auf Dauer nicht gesund. Besonders ungesund sind die Nebel der Farben die auf Wasser basieren, da Wasser-basierende Farbtröpfchen sich besonders gerne mit der Lunge verbinden. Ich habe das Problem nicht, ich verwende nur Kunstharz oder Nitrolack.
Gruß
Andreas