MonteY
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Hallo zusammen,
und wieder ist es vorbei, das 17. Hunsrücker Teleskoptreffen 2026. Was war das für ein Wochenende: Sonnenfinsternis, Perseiden, viele Beobachtungsstunden, super Vorträge und Experimente, ein tolles Zusammensein mit vielen guten Gesprächen, aber am Ende auch Waldbrände, Aschewolken und ein erbarmungsloses Wetter, welches uns tagsüber sehr heiße und nachts kalte Temperaturen bescherte.
Es waren unendlich viele Eindrücke in einer sehr kurzen Zeitspanne. Ich möchte mit diesem Bericht versuchen, euch einen Eindruck vom 17. HuTT 2026 zu verschaffen…
Tag 0: Dienstag, der Aufbautag
Ich war bereits gegen 12 Uhr am Platz, machte die Schlüsselübergabe fertig und begann mit den Vorbereitungen. Die Toiletten werden bestückt, die Lampen werden gegen Rotlicht ausgetauscht, Strom noch verlegen, sind die Kühlschränke schon an?… Schon nach kurzer Zeit trudelten Guido, Aronno, Rainer und Loeni ein und unterstützten mich mit den letzten Vorbereitungen. So hatten wir schon am Aufbautag einen 25“ Dobson, mehrere Refraktoren und einige Ferngläser zur Verfügung. Ich selbst wollte den 16“ Dobson erst am kommenden Tag abholen. Das Auto hatte bei der letzten Fahrt leider keinen Platz mehr für den Dobson.
Ich selbst habe in dieser Nacht hauptsächlich mit dem 102/660mm ED-Refraktor beobachtet. Mehr als ein paar Standard-Objekte waren es dann aber nicht. Viel mehr hatte ich mich mit einem anderen Projekt beschäftigt, welches ich eigentlich in Form eines Vortrages auf dem HuTT präsentieren wollte, dann aber aufgrund von Zeitmangel nicht rechtzeitig fertig wurde: Eine Allsky-Kamera zur Dokumentation der Lichtverschmutzung auf Basis eines Raspberry Pi. Noch in dieser Nacht habe ich an der Software herumgeschraubt, damit ich wenigstens ein paar Messversuche während des Teleskoptreffens starten konnte.

Ich möchte in diesem Rahmen nicht näher auf die Messgeräteeingehen, da diese bisher weder ordentlich kalibriert wurden, noch bisher zu Ende gedacht wurden. Nächstes Jahr auf dem HuTT dann vielleicht.
Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch:
Die Nacht wurde sehr kalt. Schon direkt nach Sonnenuntergang hatte man dies gemerkt. Am Ende zeigte das SQM-L, welches auf unserem Beobachtungstisch lag, 6°C an. Das war unerwartet – zum Glück konnte mir Guido noch mit einer Jacke aushelfen. Es war dann auch sehr spät, bis ich ins Bett fiel. Um 4:22 Uhr fielen dann die Augen zu.

Tag 1: Der offizielle Beginn des 17. HuTT 2026:
Der Schlaf war kurz, um 09:18 wurden wir von der Sonne „wach geküsst“. Der Wunsch nach Wärme verflog sofort nach dem Aufstehen. Gerade eben waren die Temperaturen noch einstellig – jetzt geht es wieder stramm in Richtung 30°C.
Ich fuhr schon am Vormittag nach Hause, um noch ein paar letzte Erledigungen zu machen. Insbesondere aber wollte ich meinen 16“ Dobson noch abholen und auf dem Platz in Gehlweiler aufbauen. Wieder angekommen, war der Platz bereits deutlich gefüllt – bei hochsommerlichen Temperaturen. Abends war es dann soweit – die großflächig angekündigtepartielle Sonnenfinsternis – mit einem Bedeckungsgrad von über 88%. „Das ist doch so viel, dass wir das bestimmt auch an der Helligkeit merken werden, oder?“, diskutierten wir, bereits bevor der Mond die Sonnenscheibe berührt. Der Platz war kurz vor Beginn der SoFi gut gefüllt. Was mich ganz besonders gefreut hat, waren die große Anzahl an Familien und Kindern aus der direkten Umgebung. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass „die Sternengucker wieder im Lande sind“.

Die Menschen konnten den abschüssigen Hang oberhalb des HuTT-Geländes quasi als Kinosaal verwenden. Wir hatten eine perfekte Sicht auf das Spektakel. Die SoFi-Brillen wurden im Rekordtempo verteilt. Daneben waren verschiedene Sonnenteleskope und Weißlichtteleskope im Einsatz, durch die wir einen wunderbaren Blick auf die Sonne genießen konnten. Schon bald merkten wir, dass die Temperatur unnatürlich schnell nach unten schoss. Die Umgebung war getaucht in ein seltsam anmutendes, dunkles Orange. Es schien ein wenig, als wenn die Sonne einem Theaterscheinwerfer gewichen ist. Die Beleuchtungsstärke der Sonne hat im Zeitraum der maximalen Bedeckung deutlich abgenommen. Blattwerk zeichnete klar sichelförmige Schatten. Ein interessantes Experiment hatte Isabel mitgebracht:

Aus einer Pringles-Dose bastelte sie eine kleine Lochkamera, mit der man gefahrlos die Sonnenfinsternis betrachten konnte. Ein witziges Gimmick!

Seltsames rot-oranges Dämmerlicht während der partiellenSonnenfinsternis. Im Lensflare erkennt man die halb abgedunkelte Sonne.
Hier eine schöne Collage der Phasen der SoFi, fotografiert von Aronno Mirdha auf dem HuTT 2026:

Am Ende konnte ich die untergehende Sonnenfinsternis im Teleskop bestaunen. Ein faszinierender Anblick, wie die beiden Himmelskörper hinter der Horizontlinie, welche die auf der Gegenseite des Talsbefindlichen Baumreihe markiert, untergehen. Schon während derSonnenfinsternis wurde gegrillt, zusammen gegessen und sich auf die bevorstehende Beobachtungsnacht vorbereitet. Ein paar dünne Schleierwolken ziehen durch. Doch die Waldbrände in der Eifelmachten uns mehr Sorgen. Noch ist nicht viel von der Aschewolke zuerkennen. Schnell wurde es wieder kalt. Wieder standen in den frühen Morgenstunden einstellige Werte auf dem Thermometer. Die erste offizielle HuTT-Nacht bricht an.
(Teil 2 folgt sofort)
und wieder ist es vorbei, das 17. Hunsrücker Teleskoptreffen 2026. Was war das für ein Wochenende: Sonnenfinsternis, Perseiden, viele Beobachtungsstunden, super Vorträge und Experimente, ein tolles Zusammensein mit vielen guten Gesprächen, aber am Ende auch Waldbrände, Aschewolken und ein erbarmungsloses Wetter, welches uns tagsüber sehr heiße und nachts kalte Temperaturen bescherte.
Es waren unendlich viele Eindrücke in einer sehr kurzen Zeitspanne. Ich möchte mit diesem Bericht versuchen, euch einen Eindruck vom 17. HuTT 2026 zu verschaffen…
Tag 0: Dienstag, der Aufbautag
Ich war bereits gegen 12 Uhr am Platz, machte die Schlüsselübergabe fertig und begann mit den Vorbereitungen. Die Toiletten werden bestückt, die Lampen werden gegen Rotlicht ausgetauscht, Strom noch verlegen, sind die Kühlschränke schon an?… Schon nach kurzer Zeit trudelten Guido, Aronno, Rainer und Loeni ein und unterstützten mich mit den letzten Vorbereitungen. So hatten wir schon am Aufbautag einen 25“ Dobson, mehrere Refraktoren und einige Ferngläser zur Verfügung. Ich selbst wollte den 16“ Dobson erst am kommenden Tag abholen. Das Auto hatte bei der letzten Fahrt leider keinen Platz mehr für den Dobson.
Ich selbst habe in dieser Nacht hauptsächlich mit dem 102/660mm ED-Refraktor beobachtet. Mehr als ein paar Standard-Objekte waren es dann aber nicht. Viel mehr hatte ich mich mit einem anderen Projekt beschäftigt, welches ich eigentlich in Form eines Vortrages auf dem HuTT präsentieren wollte, dann aber aufgrund von Zeitmangel nicht rechtzeitig fertig wurde: Eine Allsky-Kamera zur Dokumentation der Lichtverschmutzung auf Basis eines Raspberry Pi. Noch in dieser Nacht habe ich an der Software herumgeschraubt, damit ich wenigstens ein paar Messversuche während des Teleskoptreffens starten konnte.

Ich möchte in diesem Rahmen nicht näher auf die Messgeräteeingehen, da diese bisher weder ordentlich kalibriert wurden, noch bisher zu Ende gedacht wurden. Nächstes Jahr auf dem HuTT dann vielleicht.
Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch:
Die Nacht wurde sehr kalt. Schon direkt nach Sonnenuntergang hatte man dies gemerkt. Am Ende zeigte das SQM-L, welches auf unserem Beobachtungstisch lag, 6°C an. Das war unerwartet – zum Glück konnte mir Guido noch mit einer Jacke aushelfen. Es war dann auch sehr spät, bis ich ins Bett fiel. Um 4:22 Uhr fielen dann die Augen zu.

Tag 1: Der offizielle Beginn des 17. HuTT 2026:
Der Schlaf war kurz, um 09:18 wurden wir von der Sonne „wach geküsst“. Der Wunsch nach Wärme verflog sofort nach dem Aufstehen. Gerade eben waren die Temperaturen noch einstellig – jetzt geht es wieder stramm in Richtung 30°C.
Ich fuhr schon am Vormittag nach Hause, um noch ein paar letzte Erledigungen zu machen. Insbesondere aber wollte ich meinen 16“ Dobson noch abholen und auf dem Platz in Gehlweiler aufbauen. Wieder angekommen, war der Platz bereits deutlich gefüllt – bei hochsommerlichen Temperaturen. Abends war es dann soweit – die großflächig angekündigtepartielle Sonnenfinsternis – mit einem Bedeckungsgrad von über 88%. „Das ist doch so viel, dass wir das bestimmt auch an der Helligkeit merken werden, oder?“, diskutierten wir, bereits bevor der Mond die Sonnenscheibe berührt. Der Platz war kurz vor Beginn der SoFi gut gefüllt. Was mich ganz besonders gefreut hat, waren die große Anzahl an Familien und Kindern aus der direkten Umgebung. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass „die Sternengucker wieder im Lande sind“.

Die Menschen konnten den abschüssigen Hang oberhalb des HuTT-Geländes quasi als Kinosaal verwenden. Wir hatten eine perfekte Sicht auf das Spektakel. Die SoFi-Brillen wurden im Rekordtempo verteilt. Daneben waren verschiedene Sonnenteleskope und Weißlichtteleskope im Einsatz, durch die wir einen wunderbaren Blick auf die Sonne genießen konnten. Schon bald merkten wir, dass die Temperatur unnatürlich schnell nach unten schoss. Die Umgebung war getaucht in ein seltsam anmutendes, dunkles Orange. Es schien ein wenig, als wenn die Sonne einem Theaterscheinwerfer gewichen ist. Die Beleuchtungsstärke der Sonne hat im Zeitraum der maximalen Bedeckung deutlich abgenommen. Blattwerk zeichnete klar sichelförmige Schatten. Ein interessantes Experiment hatte Isabel mitgebracht:

Aus einer Pringles-Dose bastelte sie eine kleine Lochkamera, mit der man gefahrlos die Sonnenfinsternis betrachten konnte. Ein witziges Gimmick!

Seltsames rot-oranges Dämmerlicht während der partiellenSonnenfinsternis. Im Lensflare erkennt man die halb abgedunkelte Sonne.
Hier eine schöne Collage der Phasen der SoFi, fotografiert von Aronno Mirdha auf dem HuTT 2026:

Am Ende konnte ich die untergehende Sonnenfinsternis im Teleskop bestaunen. Ein faszinierender Anblick, wie die beiden Himmelskörper hinter der Horizontlinie, welche die auf der Gegenseite des Talsbefindlichen Baumreihe markiert, untergehen. Schon während derSonnenfinsternis wurde gegrillt, zusammen gegessen und sich auf die bevorstehende Beobachtungsnacht vorbereitet. Ein paar dünne Schleierwolken ziehen durch. Doch die Waldbrände in der Eifelmachten uns mehr Sorgen. Noch ist nicht viel von der Aschewolke zuerkennen. Schnell wurde es wieder kalt. Wieder standen in den frühen Morgenstunden einstellige Werte auf dem Thermometer. Die erste offizielle HuTT-Nacht bricht an.
(Teil 2 folgt sofort)





















