Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Sterndlvolk,
nach gefühlten tausend Jahren habe ich heute mal wieder Sternenlicht auf mich einrieseln lassen, die vergangenen tropischen Nächte, die weissen Nächte und die Schafskälte mit dauerbedeckten Nächten mußten mit Geduld ertragen werden, aber heute bei einer trockenen Ostwetterlage mit nur 47% Nachtfeuchte bei 16 Grad und brillianter Durchsicht trotz 4,5 - will sagen 4,8 mag müssens gewesen sein - und noch kein Mond - tat sich ein wahrhaft lohnendes Himmelsfenster auf.
Eine von mir infizierte Bekannte kam mit ihrem kleinen TAL-Alcor Russen gegen 22h vorbei, dem wir einen Winkelsucher verpasst haben und mit meinem 10ner Dobson und einem 102/500 Skywatcher gings hinauf in die Sphären.
Zunächst wurde unsere Aufmerksamkeit dem Szene beherrschenden Saturn gewidmet und ich war erstaunt, wie klar und brillant der Alcor den bei 66 bzw. 133 mal Vergrösserung zeigt, das gerade mal als mit 67mm Öffnung! Mein 10ner Dob am 26mm Weitwinkel zeigte den nicht besser. Vom Cometcatscher 102/500 ganz zu schweigen, aber dafür ist er ja auch nicht gemacht.
Mit zunehmender Dunkelheit und halzbrecherischen Verrenkungen suchten wir steil im Zenit M13, der sich im Alcor nicht finden lies, dafür ist sein Okular doch zu altmodisch mit winziger Öffung, aber im 10ner Dob zeigte er sich wie zu erwarten im 13ner Baader Hyp fast gänzlich aufgelöst, ein Herzzucken wert war dieser Anblick.
M27 zeigte sich phantastisch kontrastreich, der Wildentenhaufen fast dreidimensional im 26er Pano, der Adlernebel mit Dunkelmaterie und überraschend Detailreich, wie ich ihn noch nie sah. Sogar die Whirlpool Galaxie zeigte sich deutlich mit ihren beiden hellen Kernen und diffusen Aussenbereich, Spiralarme bekomme ich hier im Vorstadthimmel nie rein, leider, aber immerhin, das will was heissen.
Mit Alcorchen sind wir noch auf Albireo, den zeigte er schön aufgelöst und sehr klar in seinen Farben. Dann rauf zu seinem Namengeber Alcor, auch hier bot sich ein sehr ästethisches Bild, die beiden anderen Teleskope zeigten diese liebliche Asterisme nicht besser.
Um uns herum verfolgte ein brünstiges Igelmännchen raunzend ein Weiblein, Grillen zirpten, Katzen prügelten sich haaresträubend irgendwo herum, aus der Leier sauste eine Schnuppe und eh wir uns versahen war es Halbeins, bis dahin hatten wir dann auch eine Schachtel After Eight schon verputzt, nein bis Halbeins schafte es die Schokolade nicht, sie sollte ja nach Acht eh schon gegessen sein. Mit vielerlei Träumerein über Sternbilder und Mythen versanken wir beiden Weiber seeligst im Sternengeriesel.
Ich hoffe der Ein oder Andere von Euch hatte auch diese Gelegenheit, denn nach so einem Kaltfrontdurchgang gibt es bekanntlich die besten Chancen, die hatten wir definitiv heute Nacht.
Mit sternenfreundlichen Grüssen von Anette
nach gefühlten tausend Jahren habe ich heute mal wieder Sternenlicht auf mich einrieseln lassen, die vergangenen tropischen Nächte, die weissen Nächte und die Schafskälte mit dauerbedeckten Nächten mußten mit Geduld ertragen werden, aber heute bei einer trockenen Ostwetterlage mit nur 47% Nachtfeuchte bei 16 Grad und brillianter Durchsicht trotz 4,5 - will sagen 4,8 mag müssens gewesen sein - und noch kein Mond - tat sich ein wahrhaft lohnendes Himmelsfenster auf.
Eine von mir infizierte Bekannte kam mit ihrem kleinen TAL-Alcor Russen gegen 22h vorbei, dem wir einen Winkelsucher verpasst haben und mit meinem 10ner Dobson und einem 102/500 Skywatcher gings hinauf in die Sphären.
Zunächst wurde unsere Aufmerksamkeit dem Szene beherrschenden Saturn gewidmet und ich war erstaunt, wie klar und brillant der Alcor den bei 66 bzw. 133 mal Vergrösserung zeigt, das gerade mal als mit 67mm Öffnung! Mein 10ner Dob am 26mm Weitwinkel zeigte den nicht besser. Vom Cometcatscher 102/500 ganz zu schweigen, aber dafür ist er ja auch nicht gemacht.
Mit zunehmender Dunkelheit und halzbrecherischen Verrenkungen suchten wir steil im Zenit M13, der sich im Alcor nicht finden lies, dafür ist sein Okular doch zu altmodisch mit winziger Öffung, aber im 10ner Dob zeigte er sich wie zu erwarten im 13ner Baader Hyp fast gänzlich aufgelöst, ein Herzzucken wert war dieser Anblick.
M27 zeigte sich phantastisch kontrastreich, der Wildentenhaufen fast dreidimensional im 26er Pano, der Adlernebel mit Dunkelmaterie und überraschend Detailreich, wie ich ihn noch nie sah. Sogar die Whirlpool Galaxie zeigte sich deutlich mit ihren beiden hellen Kernen und diffusen Aussenbereich, Spiralarme bekomme ich hier im Vorstadthimmel nie rein, leider, aber immerhin, das will was heissen.
Mit Alcorchen sind wir noch auf Albireo, den zeigte er schön aufgelöst und sehr klar in seinen Farben. Dann rauf zu seinem Namengeber Alcor, auch hier bot sich ein sehr ästethisches Bild, die beiden anderen Teleskope zeigten diese liebliche Asterisme nicht besser.
Um uns herum verfolgte ein brünstiges Igelmännchen raunzend ein Weiblein, Grillen zirpten, Katzen prügelten sich haaresträubend irgendwo herum, aus der Leier sauste eine Schnuppe und eh wir uns versahen war es Halbeins, bis dahin hatten wir dann auch eine Schachtel After Eight schon verputzt, nein bis Halbeins schafte es die Schokolade nicht, sie sollte ja nach Acht eh schon gegessen sein. Mit vielerlei Träumerein über Sternbilder und Mythen versanken wir beiden Weiber seeligst im Sternengeriesel.
Ich hoffe der Ein oder Andere von Euch hatte auch diese Gelegenheit, denn nach so einem Kaltfrontdurchgang gibt es bekanntlich die besten Chancen, die hatten wir definitiv heute Nacht.
Mit sternenfreundlichen Grüssen von Anette