Nachtsichtgerät am Teleskop? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Nachtsichtgerät am Teleskop?

Sselhak

Mitglied
Hallo!

Da ich im Internet zufällig auf das Thema gestoßen bin:
Hat schon jemand hier die Kombination von Teleskop + Nachtsichtgerät oder Restlichtverstärker ausprobiert?

Es scheint auch im Internet noch nicht viel darüber zu geben, aber das was es gibt schreibt sehr positiv darüber.

Also so etwas: http://www.nightvisionastronomy.com/index.html
Oder hier (von TeleVue): http://www.televue.com/engine/TV3b_page.asp?id=36

Soll angeblich sowohl visuell als auch für Fotos klappen und gerade Deep Sky Objekte viel besser sichtbar machen ...

Weiß jemand mehr dazu?
Sselhak
 

UwePilz

Mitglied
Nachtsichtgeräte der Generation 3 sind von Exportbeschränkungen betroffen. Selbst wenn man die 4000 $ aufwenden wollte, bekäme man keines (legal) nach Deutschland.
 

Sselhak

Mitglied
Hmmm ...
Interessant, danke!

Dann ist das Gerät von Nightvision wohl keiner der 3. Generation, denn die Firma hat auf Nachfrage den Versand nach Österreich angeboten!
(Und nein, ich habe nicht vor mir um diese Preise so etwas zu kaufen - ich finde nur das Thema spannend.)

Sselhak
 

rainihaini

Mitglied
Hallo Sselhak,
ich habe selbst keine praktischen Erfahrungen mit konkreten Nachtsichtgeräten, hatte mich aber mal etwas in das Thema eingelesen:
Der US Markt wurde/wird vor allem durch die Ausmusterung der recht kurzlebigen sogenannten filmless l3 oder G3 (PSV-7/PSV-14) Restlichtverstärker aus den letzten Kriegen überschwemmt. Diese unterliegen nach wie vor Exportbeschränkungen aus den USA heraus (alles über einer FOM (ein Produkt aus Auflösung und Signal/Rausch Abstand: S/N) von 1600 wenn ich richtig gelesen habe). Habe gelesen das man dort mit viel Glück auch mal für knapp unter 1000$ an so eine kommen kann, meist jedoch im Bereich 2000$+. Und das wird auch "relativ häufig" im Astro Bereich eingesetzt und teilweise Verglichen/Dokumentiert:
https://www.youtube.com/user/cnoct/videos
https://www.youtube.com/user/jdbastro/videos
oder schau mal auf cloudynights.com

Auch der Französische Hersteller Photonis mischt da seit ca. 1-2 Jahren mit seiner INTENS 4G Röhre mit, welche die 3G US Geräte vor allem im Blau- und im IR-Bereich jenseits der 850nm in den Schatten stellt.

Hierzulande werden scheinbar vor allem Geräte mit älteren Photonis Röhren, welche den G3 hinterherhinken, im Jagdbereich für Preise jenseits der 4000 Euro Marke angeboten. Also Kurz: Bei uns gibt es hauptsächlich den Abfall den sie in den USA nicht mehr verkaufen können für Wucherpreise, zumindest ist das mein Eindruck.
Für Photonis Röhren gilt:
Wenn das Angebot halbwegs seriös ist dann sollte es dazu das Messprotokoll mit der richtigen Seriennummer zur Röhre geben, welche man dann auch nochmal beim Hersteller nachprüfen sollte. Diese Röhren streuen recht stark was die Qualität angeht und daher ist es eher schwer an richtig gute zu kommen.

Das was es ansonsten in den Astro-Shops und Amazon und Co gibt, ist aber alles nochmal deutlich schlechter, kannste komplett in die Tonne kippen.

Die in den oben verlinkten Videos z.B. haben meist eine FOM von +-1900, ein S/N größer 30, die Auflösung 60-70 lp/mm und vor allem im Astro Bereich wichtig eine EBI (Eigenleuchten) unter 1 (die Einheit weiß ich nicht mehr).

Wenn ich mir hier mal die höchste QE der Photoschichten anschaue:
https://www.hamamatsu.com/resources/pdf/etd/PMT_handbook_v3aE.pdf

würde ich sagen vergiss den ganzen Scheiß und hol dir eine Sony A7s, bau alle Filter aus, dann hast du ein deutlich besser nutzbares Gerät im Astro-Breich, das zwar vielleicht nicht ganz an die Leistung der 4G Geräte kommt, aber sie zumindest durch etwas längere Belichtungszeiten im Sekundenreich schlägt.
Also Rund-Bunt und in Farbe.

mfg
Rainer
 

M_Hamilton

Mitglied
Hallo Sselhak,

auf der von dir verlinkten Seite

Night Vision Astronomy - Home

steht:

"What is it? Generation 3 Military Technology light amplification device designed for use with telescopes."

Auf dieser Seite

Night Vision Astronomy - Ordering

steht ganz unten:

"Generation 3 image intensifiers may only be purchased by US citizens by US State Department regulations."

Siehe auch:

American Technology Network - Export Information

"Export of GEN-3 night vision equipment from the United States without a valid export permit issued by the U.S. Department of State, Office of Defense Trade Controls is strictly prohibited. Generation 4, autogated/filmless technology is not available for export."

Ich vermute, dass eine Ausfuhr aus den USA schwer wird.

Viele Grüße
Mark
 

Sselhak

Mitglied
Danke für eure Infos!

Ich bin gespannt ob diese Lichtverstärkungen am Okular in den nächsten Jahrzehnten interessanter werden.
In irgendeinem englischsprachigen Blog (finde es gerade nicht mehr) hieß es, dass TeleVue die Zusammenarbeit mit TNVC vorantreiben will. Vielleicht entwickelt sich da ja was ...

Und an reinihaini:
Danke für den Tipp mit der Sony A7s, aber für mich war nur die Benutzung der Lichtverstärker rein visuell interessant - aktuell besteht kein Interesse an Fotos (was mit Dobson sowieso schwierig ist).

Sselhak
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

rainihaini

Mitglied
Hallo Sselhak,
du hast mich wohl nicht richtig Verstanden, die A7s war fürs visuelle gedacht. Entweder durch den elektronischen Sucher oder ohne Okular auf den kleinen Bildschirm, oder über HDMI an einen Kleinen Monitor oder großen Bildschirm. Allerdings hat sie halt noch mehr Möglichkeiten auch zur Fotografie...

Nochmal deutlicher:
Die A7s IST der Verstärker den man frei kaufen kann und der sogar noch mehr Möglichkeiten zur Nutzung bietet als diese Verstärker Röhren, aber sie ist halt schwerer, Größer und Braucht mehr Strom. Die würdest dann visuell auch bei ISO 100k oder 400k benutzen, wo dann schon das Verstärker glühen zu sehen ist.

z.B. https://www.youtube.com/watch?v=UUzLJ-M2Z_I

mfg
Rainer
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

portaball

Mitglied
Richtig spannend wird die Sache binokular, also mit 2 Restlichtverstärkern zu doppelten Kosten.
Auch dazu findet man jede Menge bei CN

Grüße Jochen
 

Sselhak

Mitglied
Ich muss mein altes Thema doch wieder ausgraben, da ich eher zufällig ein altes gebrauchtes Bino-Nachtsichtgerät (PVS-7) bekommen habe.

Ich werde in nächster Zeit testen ob und wie es astronomisch genutzt werden kann und werde dann berichten.

Grüße, Mario
 

tommy_nawratil

Mitglied
Anmerkung zum TeleVue Dings:

Es darf nicht nur kein nicht-US Bürger besitzen, es darf nach federal law sogar kein nicht-US Bürger auch nur zum Test durchschauen. Stand so im Testbericht des Dings in Sky&Telescope dabei, kein Scherz! Also Vorsicht, wenn jemandem angeboten wird "Schau doch mal durch".

lg Tommy
 

Sselhak

Mitglied
Danke, Tommy, für den Hinweis.

Meines ist ein gebrauchtes PVS-7 mit russischer Röhre. Zusammengebaut in Frankreich und somit in Europa völlig legal (da keine Bauteile aus den USA stammen, also auch nichts von TeleVue).

Erste Tests sind vielversprechend und machen Spaß!

Hier das Gerät und ein Schnappschuß mit den Handy durchs Okular des Nachtsichtgerätes gemacht, das wiederum am 60/330 Apo steckte. Der visuelle Eindruck ist sogar etwas besser als das Handyfoto, da schärfer und eben mit 2 Augen zu sehen.
Finde ich echt fein, für einen 60mm Refraktor!

Nachtsichtgerät:
Link zur Grafik: https://s12.directupload.net/images/200426/liu3c649.jpg

M13:
Link zur Grafik: https://s12.directupload.net/images/200426/vpmde5ma.jpg

Himmel ohne Teleskop:

Mit H-Alpha Filter waren gestern mit dem Nachtsichtgerät bei einem mag. 5 Himmel und 60/330 Apo auch Nordamerikanebel, Pelikannebel, Gamma Cygni und Sichelnebel erkennbar. Jedoch leider zu dunkel für ein Handyfoto.

Mario
 
Zuletzt bearbeitet:

P_E_T_E_R

Mitglied
Hallo Mario,

ich hatte vor vielen Jahren mal einen mehrstufigen Image Intensifier an meinem C14 montiert und damit ähnliche Ergebnisse gehabt. Die Dinger sind halt relativ teuer und nach einem anfänglichen Aha-Effekt verliert man doch schnell das Interesse daran. Jedenfalls weit ab von der gewohnten Bildästhetik.

Immerhin, bei Vorführungen mit kleinen Personengruppen ergeben sich klare Vorteile, wenn diese alle gleichzeitig das Bild auf dem Phosphor betrachten können, und zwar ohne das sonst übliche nervtötende Warten und Fummeln am Fokussierer.

Gruß, Peter

Siehe auch:

Astronomy with Image Intensifier Tube

M13 durch Nachtsichtgerät am 8" Dobson

YouTube-Video mit Restlichtverstärker-Okular

Restlichtverstärker visuell
 

Sselhak

Mitglied
Hallo Peter,

da hast du sicher recht!
Ich hatte das Glück das Gerät recht preiswert zu bekommen und damit ist es gerade richtig um das Ganze zu testen.

Von einer "feinen Abbildung" kann nicht die Rede sein. Das Bild rauscht (szintilliert) und die Sterne sind deutliche Scheibchen und keine Punkte.

Dem gegenüber stehen folgende Aspekte:
- Deutlich helleres Bild (keine Dunkeladaption nötig/möglich).
- H-Alpha Empfindlichkeit. (Ich dachte nicht, dass ich unter mäßigem Dorfhimmel mal Nordamerikanebel oder Herz und Seele mit einem 60mm Refraktor sehen könnte.)
- Es ist "mal was anderes".

Somit ein nettes Spielzeug, das mir Objekte zeigt, die ich anders nicht sehen würde und sich wunderbar zum Schnellspechteln eignet. Zusammen mit Reisestativ und dem kleinen 60/330 Apo ginge alles ins Handgepäck und bringt (zumindest mir) viel Spaß.

Und auch für Vorführungen praktisch, denn "man sieht gleich mal was", auch wenn es um Deep Sky geht. Denn gerade hier haben Unkundige oft Probleme die Objekte zu erkennen.

Ich werde weiter testen und sehen, ob nach dem ersten Aha-Effekt das Interesse bleibt oder nicht. Aktuell ist es einfach ein lustiges Teil, das auch astronomisch viel Spaß macht und dennoch praktisch eine Live-Beobachtung durch 2 Okulare darstellt (auch wenn innen das Licht in Elektronen gewandelt, verstärkt und dann wieder als Photonen abgegeben wird).

Grüße, Mario
 

Sselhak

Mitglied
Nur als kleine Ergänzung:

Galaxien gehen auch ganz gut.
Nicht so scharf wie mit einem normalen Okular, aber dafür deutlich heller (und grün :LOL: ).

Hier mal als Beispiel NGC 4565 von heute Nacht.
Das Foto mit dem Handy durchs PVS-7 Nachtsichtgerät mit 1/8 sek Belichtung am 8'' Dobson unter mag. 5 Himmel gibt sehr genau dem visuellen Eindruck wieder - ist also genau das, was ich beim Blick ins Gerät live sehe.


Klare Nächte,
Mario
 

StKorth_privat

Mitglied
Nachtsichtgeräte der Generation 3 sind von Exportbeschränkungen betroffen. Selbst wenn man die 4000 $ aufwenden wollte, bekäme man keines (legal) nach Deutschland.

...doch, derartige Nachtsichtgeräte kann man in Deutschland völlig legal erwerben, sollte halt nur eine Photonis-Restlichtverstärkerröhre drin stecken. Die werden in den Niederlanden oder Frankreich produziert und sind als Dual-Use-Produkt problemlos handelbar. Was aber nichts an den Preisen ändert...

Stefan Korth
 

Optikus

Mitglied
Moin,

wie Stefan schreibt - auch wenn der Export von US-Produkten der genannten Provenienz nach dem dortigen Gesetz nicht zulässig ist gelten diese Regelungen definitiv nur für US-Ware - sowohl was Fertiggeräte angeht als auch Komponenten. Ich kann mich vor langen Jahren erinnern dass ich einen NEC 7220 Grafikprozessor und Video-DRAM brauchte (für einen Z80-Rechner) und dafür eine Erlaubnis beantragen musste. Dafür gibt es Listen was frei, beantragungsfähig und gesperrt ist. Debattieren braucht man mit der Stelle bei der Botschaft übrigens nicht, die Amis sind da vollkommen argumentationsresistent.

Wenn Artikel ornungsgemäß in den freien Warenverkehr der EU überführt sind, also alle erforderlichen Zoll-Papiere vorhanden sind ist eine Ware auch verkehrsfähig. Man darf sich da nicht ins Bockshorn jagen lassen. Da es europäische Hersteller gibt kann Onkel Donald zwar verbal platzen, aber dabei bleibts.

Genau so ist es bei Import aus anderen Ländern (Fernost oder sonstwo), wichtig ist dass die Ware ordnungsgemäß deklariert und eingeführt wurde (Versandhändler die Zwecks Abgabenersparnis kreative Warenbeschreibungen und -Bepreisungen verwenden tun dem Empfänger definitiv KEINEN Gefallen!).

Diese Unterlagen sollte man auch aufheben (!) - genau so wie bei anderen hochwertigen Artikeln. Es wäre nicht dass erste mal dass man auf Auslandsreisen nach der Warenherkunft gefragt wird - dann ist sowas ne echte Diskussionshilfe!

CS
Jörg
 

EriMue

Mitglied
Hallo,

die - übrigens umstrittene, gleichwohl angewendete - Rechtsgrundlage ist das ITAR (International Traffic in Arms Regulation). Wikipedia weiß darüber mehr. Wie schon durch Stefan geschrieben gilt das aber i.d.R. nur für US-Produkte. Ausnahmen, auch bei Nachtsichtröhren, gibt es aber wenn für die Herstellung z.B. in Japan US-Patente oder Lizenzen vergeben wurden. Man merkt es als Privatanwender aber wenn die Röhre dem ITAR unterliegen, meist dadurch das man die (End-)Geräte nicht legal kaufen kann...
Röhren von Photonis unterleigen nicht dem ITAR. Aber auch hier können nicht alle durch den Privatmann käuflich erworben werden. Röhren der 4. Gen. z.B. (und die würden sich für unser Hobby richtig lohnen - ich hatte mal das Vergnügen) sind, soweit ich weiß, allgemein derzeit nicht für den privaten Anwender erhältlich.

Viele Grüße
Eric
 

Sselhak

Mitglied
Hallo!

Ich grabe mal mein altes Thema wieder aus, da ich es gewagt habe und mittlerweile mit Nachtsichtgerät (ein Gebrauchtes mit russischer Verstärkerröhre) am Teleskop beobachte.

Es macht Spaß und man sieht doch viele Objekte, die man sonst nicht sehen würde.
Wer kann schon behaupten, mit nur 60mm Teleskopdurchmesser live den Pferdekopfnebel erkannt zu haben.

Ich habe jetzt, in Coronazeiten, einen YouTube-Kanal angelegt. Vor allem für die Schülerinnen und Schüler meiner Schul-Astronomiegruppe, da Treffen und Beobachten ja verboten ist und fast ständig Homeschooling läuft.
Aber auch für alle anderen Interessierten.

Dort findet ihr auch, wenn euch das Thema interessiert, Videos zur Technik "Nachtsichtgerät am Teleskop" und Aufnahmen, wie es visuell durch das Nachtsichtgerät aussieht.

Grüße, ich bin froh dieses Experiment gewagt zu haben und liebe die astronomische Beobachtung mit Nachtsichtgerät,
Mario

Technik: https://www.youtube.com/watch?v=ADuS0nyKWRI
Anblick: https://www.youtube.com/watch?v=bXnGkU4o5cU&list=PLiv6VdcVy4jH8DttirJUUvCMGQ4KBu6ec
 

Wintergatan

Mitglied
Danke für das Update! In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden dass Firmen wie Proxivision und lambertinstruments z.B. einen Service/Umbau anbieten, bei denen Verstärkerröhren auf den CMOS aufgebracht werden. Sicherlich nur für Spezialfälle und für Privat (vermute ich) unwirtschaftlich. Außerdem frage ich mich wie wissenschaftlich verwertbar die Daten dann noch sind. Aber spannend zu lesen was es nicht alles gibt: Intensify Your Camera — Lambert Instruments
 

Sselhak

Mitglied
Spannendes Thema, @Wintergatan!

Da ich nur visuell beobachte (ab und an ein Video mit einfachsten Mitteln wie Handy durchs Okular für die YouTube Videos) ist das Thema "Verstärkerröhre an/in Kamera" für mich nicht wirklich relevant.
Dennoch beeindruckend, was es schon alles gibt und was für Möglichkeiten man mittlerweile hat.

Grüße, Mario
 

StKorth_privat

Mitglied
Hallo,

die - übrigens umstrittene, gleichwohl angewendete - Rechtsgrundlage ist das ITAR (International Traffic in Arms Regulation). Wikipedia weiß darüber mehr. Wie schon durch Stefan geschrieben gilt das aber i.d.R. nur für US-Produkte. Ausnahmen, auch bei Nachtsichtröhren, gibt es aber wenn für die Herstellung z.B. in Japan US-Patente oder Lizenzen vergeben wurden. Man merkt es als Privatanwender aber wenn die Röhre dem ITAR unterliegen, meist dadurch das man die (End-)Geräte nicht legal kaufen kann...
Röhren von Photonis unterleigen nicht dem ITAR. Aber auch hier können nicht alle durch den Privatmann käuflich erworben werden. Röhren der 4. Gen. z.B. (und die würden sich für unser Hobby richtig lohnen - ich hatte mal das Vergnügen) sind, soweit ich weiß, allgemein derzeit nicht für den privaten Anwender erhältlich.

Viele Grüße
Eric
Grundsätzlich ist schon möglich, jede Photonis-Röhre in Deutschland kaufen zu können. Auch die leistungsstärksten sind immer noch als Dual-Use-Produkt eingestuft und damit innerhalb der EU frei verwendbar. Aber nur mit der Röhre alleine ist ja nicht getan, man muss halt auch für die Stromversorgung und Optik sorgen, kein Hexenwerk, aber auch nicht ganz trivial. Das mit den Generationen ist im übrigen so ein uralter US-Marketing-Trick, gegen den Photonis immer wieder angehen musste oder vielleicht auch noch muss. Eine XD-4 oder XR-5 ist streng genommen noch nach Bauart Generation 2 gefertigt, aber die Niederländer schaffen die mit Generation 3 vergleichbaren FOMs (Figure of Merit) auch so.

Stefan Korth
 

Sselhak

Mitglied
Ich habe nun meine alte grüne Röhre gegen eine neue Verstärkerröhre mit FOM 2400 und weißem Phosphor getauscht.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen, finde ich.
Ich streame damit für meine Schülerinnen und Schüler live durchs Teleskop.

16 Zoll Spacewalk Dobson + PVS-7 Nachtsichtgerät mit OVNI-B Röhre + ZWO ASI 178 MC fürs Livestreaming.

Der Anblick direkt im Okular rauscht etwas mehr als auf den Fotos, die Screenshots aus meinem heutigen Livestream sind, aber ansich sieht es live genau so aus:



Orionnebel:
Screenshot Stream Orionnebel 30-3-2021.jpg

Pferdekopfnebel (mit H-Alpha Filter am Nachtsichtgerät):
Screenshot Stream Pferdekopf 30-3-2021.jpg

Flammennebel (mit H-Alpha Filter am Nachtsichtgerät):
Screenshot Stream Flammennebel 30-3-2021.jpg

Kugelsternhaufen M3:
Screenshot Stream M3 30-3-2021.jpg

Nadel-Galaxie:
Screenshot Stream NGC4565 30-3-2021.jpg

Black Eye Galaxie:
Screenshot Stream NGC4826 30-3-2021.jpg


Grüße, Mario
 

Wintergatan

Mitglied
Hallo,
am Wochenende gab es gute Bedingungen für meine digitale Nachtsicht-Kamera (SiOnyx) am 26x82 Bino, weswegen ich jeweils 10 Aufnahmen je 1,5 Sekunden in den ALS LiveStacker warf (M104 und ein noch nicht geplatesolvter Haufen). An den Reglern für die Bearbeitung habe ich nur minimal eingestellt; Zielsetzung war lediglich ein wenig mehr zu sehen als mit dem bloßen Auge und sich nicht mit echter Astrofotografie zu messen.
Gruß
 

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eike68

Mitglied
Hallo Wintergarten,
toll, mal hier Ergebnisse mit der SiOnyx zu sehen. Welches Modell ist das, die Sport oder die Pro?
Ich hatte nach den tollen Ergebnissen von FrancLill bei CN auch mal mit so einem Teil experimentiert, aber zu einem "richtigen" NSG ist das kein Vergleich. Gerade H-alpha war die absolute Enttäuschung.
cs eike
 
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