swielsch
Mitglied
Oh was ein Durchgang...
Um viertel vor Neun auf einer Wiese am Rande von Darmstadt: einige Sternengucker, jetzt Sonnengucker, mit ihren Röhren und Filtern und Digitalkameras und Spiegelreflexkameras und vielen Okularen stehen noch in Jacken (einer sogar in eine Decke) gehüllt und nutzen jede Wolkenlücke. Die Sonne: ein fast zentraler Sonnenfleck mit umhergehauchter Penumbra, am Südrand eine Sonnenfleckengruppe, die genug von der Erde hat; sie schickt sich an, aus dem Gesichtsfeld abzuhauen. Aber selbst verbogen auf der Sonnenkugel nimmt sie sich gewaltig aus.
Oben der Star (Star? Astronomisch nicht ganz korrekt...) des Morgens: Merkur. Kreisrund, winzig gegenüber den Sonnenflecken, hingetüpfelt aufs solare Gelb.
Der Durchgang: unspektakulär. Aber wenn ich mir vor Augen halte (etwa da, wo der Filter sitzt), dass ich den innersten Planeten sehe, rar wie er sich üblicherweise macht, und dann direkt vor der Sonne, wird mir ganz träumerisch.
Spaziergänger kommen vorbei. Fragen, was geguckt wird, und linsen durch. Faszination der Astronomie - des Beobachtens unserer Welt, die ein kleines bisschen über die Erde hinaus geht.
Dritter Kontakt: angeknabbert vom Merkur, hat di eSonne doch nicht an Glanz verloren. Die Bewölkung ist weggedampft.
Kurz nach halb zwölf: Merkur ist weg, und wir sind glücklich.
Gruss,
Sven
Um viertel vor Neun auf einer Wiese am Rande von Darmstadt: einige Sternengucker, jetzt Sonnengucker, mit ihren Röhren und Filtern und Digitalkameras und Spiegelreflexkameras und vielen Okularen stehen noch in Jacken (einer sogar in eine Decke) gehüllt und nutzen jede Wolkenlücke. Die Sonne: ein fast zentraler Sonnenfleck mit umhergehauchter Penumbra, am Südrand eine Sonnenfleckengruppe, die genug von der Erde hat; sie schickt sich an, aus dem Gesichtsfeld abzuhauen. Aber selbst verbogen auf der Sonnenkugel nimmt sie sich gewaltig aus.
Oben der Star (Star? Astronomisch nicht ganz korrekt...) des Morgens: Merkur. Kreisrund, winzig gegenüber den Sonnenflecken, hingetüpfelt aufs solare Gelb.
Der Durchgang: unspektakulär. Aber wenn ich mir vor Augen halte (etwa da, wo der Filter sitzt), dass ich den innersten Planeten sehe, rar wie er sich üblicherweise macht, und dann direkt vor der Sonne, wird mir ganz träumerisch.
Spaziergänger kommen vorbei. Fragen, was geguckt wird, und linsen durch. Faszination der Astronomie - des Beobachtens unserer Welt, die ein kleines bisschen über die Erde hinaus geht.
Dritter Kontakt: angeknabbert vom Merkur, hat di eSonne doch nicht an Glanz verloren. Die Bewölkung ist weggedampft.
Kurz nach halb zwölf: Merkur ist weg, und wir sind glücklich.
Gruss,
Sven