Hallo Sternfreunde,
vielen lieben Dank für euer positives Feedback! Das freut mich ehrlich nach den letzten Monaten, die wirklich anstrengend waren. Ein Prototyp ist schon anspruchsvoll, da naturgemäß einiges mehr an Arbeit anfällt, als bei einem Seriengerät, bei dem schon klar ist, dass das Prinzip und die Einzelteile passen. Aber zwei Prototypen parallel und mit einem gesteckten zeitlichen Ziel… muss ich nicht noch einmal haben
Und außerdem freut mich das Feedback, weil ich Amateurastronom durch und durch bin und aus meiner persönlichen Sicht ist das Gezeigte nicht einfach nur ein Produkt, sondern eben auch eine ATM-Entwicklung, auf die ich stolz bin. Das ist auch der Grund, warum ich die Präsentation etwas ausführlicher aufgebaut habe und manche Dinge zeige, die auf anderen Produktseiten vielleicht so detailliert nicht gezeigt werden. Diese Geräte sind vom Grundsätzlichen genau so geworden, wie ich mir ein Gerät zum eigenen Gebrauch wünschen würde. Freilich garniert mit den Wünschen meiner Kunden. Ich bin froh, dass das anscheinend allgemein gut aufgenommen wird und bestätigt mich, auf dem richtigen Weg zu sein.
Tommy:
Ja, das ist ein schwieriges Thema. Ich kann nur hoffen, dass sich allgemein immer mehr durchsetzt, nach allen Regeln der Kunst und ohne beschönigen zu wollen gemessen wird. Das Know-How dazu ist lange da, es findet sich bei den Amateuren, die die Messtechnik für Astrooptik mit einem riesigen persönlichen Zeitaufwand noch mal einen großen Schritt nach Vorne gemacht haben. Dieses erarbeitete Wissen sollten Hersteller und Händler aufgreifen, sich zu Eigen machen und nach Möglichkeit weiter optimieren.
Zu Jörg Kneips (wellenform) damaliger Messung möchte ich noch schreiben, dass er ein gutes Beispiel dafür ist, dass Verbesserungen aufgegriffen werden. Denn ich weiß, dass er mittlerweile auch mit OpenFringe arbeitet. Es stimmt, die FFT in OpenFringe ist eine Offenbarung im besten Sinne des Wortes!
Claus:
Du hast absolut Recht und von Anfang an hatte ich den Einsatz der Lagerung in parallaktisch montierten Astrographen im Sinn. Dazu bedarf es aber noch einiger kleiner Veränderungen. Mehr dazu später mal
Jochen:
Stimmt, bei dir ist mir das mal rausgerutscht! Die Idee entstand vor einigen Jahren, aber ich wollte in aller Ruhe entwickeln und testen, bevor ich so etwas zeige.
Sascha:
Ich bin froh, dass Du mir genau diese Frage im Forum stellst, denn die Antwort ist sicher interessant für viele.
Einen 12,5“ f/6 kann ich nicht bauen. Bei den kleineren Geräten stößt diese Bauform an ihre Grenzen, sie ist besser für größere Geräte geeignet. Die Grenze ergibt sich aus den drei Faktoren Standfläche der Wiege, Hebelarm des Tubus und Gewicht des Zubehörs. Wird das Verhältnis von kleiner werdender Standfläche des Teleskops und größer werdendem Hebelarm so ungünstig wie in diesem Beispiel, dann sind Leichtbauteleskope irgendwann nicht mehr geeignet, schwereres Zubehör aufzunehmen. Das Zuggurtsystem hilft zwar, den Tubus in der Balance zu halten. Aber das gesamte Teleskop inklusive der Wiege verliert an Standsicherheit beim Schwenk in Richtung Horizont.
Generell ist ein möglichst kleines Öffnungsverhältnis ideal, denn durch den kürzer werdenden Hebel lassen sich wesentlich besser große Massen am Hut verkraften.
Bezogen auf meine Konstruktion würde ich als sinnvolle Grenze die Standfläche eines 14“ Gerätes mit einem Öffnungsverhältnis von f/5 ansehen, denn dann funktionieren auch noch die sehr schweren 2“ Okulare wie zum Beispiel das 31er Nagler. Mit jedem Zentimeter weniger Hebelarm wird die Situation schnell günstiger und aus diesem Grund empfehle ich für einen 14“ mirrage-Dobson f/4,7.
Viele Grüße,
Daniel Restemeier