Hallo Michael,
im Grunde ist es eine "Herumprobiererei mit Hintergrundwissen" in Photoshop. Die Stacks sehen ja out of the Box alle meist nebelig aus, das bekommt man in Fitswork wohl nicht hin (oder doch, aber ich kenne es zu wenig). Ich muss in Capture Pro oder Photoshop (oder Gimp, wer es versteht, ich verstehe bei Gimp genau Nüsse, Nichts, Nada...) gehen und dort weitermachen.
Prinzipiell habe ich nur schnell mal 3 Dinge getan, und zwar in der Tonwertkorrektur. Den Schwarzpunkt hinaufsetzen, damit das Dunkle auch dunkel wird... dann den Farbstich wegnehmen durch Verschiebung des Mittelwerts den Kanälen Grün und Blau. That's it.
Original: der Schwarzpunkt sitzt noch bei "0" ganz am Anfang des Histogramms. Die dunkelsten Bildanteile liegen im dunkelgrauen Bereich. Somit sind die dunkelsten Stellen im Bild nicht schwarz, sondern heller:
Schwarzpunkt neu definieren, nämlich dort, wo die dunkelsten Hellgkeitswerte der Bildinformation liegen (ca bei 29 statt 0) und den Mittelwert verschieben (ca bei 0,5), bis der Kontrast halbwegs passt:
Grün rausnehmen, zB durch Mittelwert verschieben im Grün-Kanal:
Mittelwert im Blaukanal leicht erhöhen, damit der Gelbstich weggeht (wenn man das möchte):
Hoffe, das hilft Dir ein wenig!
Man kann das mit verschiedenen Werkzeugen in Photoshop hinbekommen, auch mit Gradationskurven, in Capture Pro könnte man auch Weißanteile und Schwarzanteile im Bild regeln, die Sättigungen optimieren, etc.
Was ich nicht machen will, sind kosmetische Korrekturen, etwa die Sättigung beim Plasmaschweif zu erhöhen. Das wäre nicht schwer, da herumzupfuschen, aber das ist dann keine Repräsentation des Kometen, sondern eine künstlerische Bearbeitung. Und dann sind die Ergebnisse nicht mehr vergleichbar und viele können das dann nicht mehr nachvollziehen, warum sie so etwas nicht zusammenbringen. Deshalb: wenn man so etwas macht, sollte man es dazuschreiben...
lg
Niki