Hi folks!
Und Du blickst voll durch
Jupp, weil ich im Gegensatz zu vielen anderen aus erster Hand weiß, was Paspeln, Unterfaden, Säume und Füßchen sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Mir ist durchaus bewusst, was machbar ist und was solche Arbeiten - auch in Kleinserie - in der Produktion kosten.
Verallgemeinern ist immer leicht, wenn man die fachlichen und handwerklichen Unterschiede nicht kennt und nur das vor seiner eigenen Nase sieht. Man darf aber nicht vergessen, daß gerade in der Gegend Ruhrgebiet (wo Nils Kloth ja sitzt) gerade viele kleinere und größere Nähereien gibt.
Wieviel Kapital kann und will denn ein kleiner Haendler und Auftraggeber eines solchen Produkts binden und damit in Vorleistung gehen, wie hoch wird der zu erwartete Absatz fuer das Tuch realistisch sein ? Ergo, wie hoch wird die zu produzierende Stueckzahl pro Charge sein ? Hm, 100, doch so viel ?
Bevor man ein Produkt aufgrund eines grandiosen Geistesblitzes in Vorleistung produzieren lässt, sollte man sich zumindest die Mühe machen den Bedarf und die Absatzchancen vorher abzuwägen. So hat sich schon so manches Unternehmen in den Ruin gestürzt. Aber ein Geschäft eröffnen kann halt jeder.
Einen Produzenten zu finden, der eine solche homöopathische Stueckzahl fertigen mag, wird schwer, da gibt's saftige Ekelzuschlaege, da hat kein Fertiger Spass dran. Industiell voll optimierte Produktion kann man wohl vergessen, wie hoch sind die Einmalkosten der Produkteinfuehrung ? Dazu die im Astrobereich (ja, da kann man teilweise drueber meckern) ueblichen Gewinnspannen fuer Kleinzeugs uns der Preis ist nicht weit weg.
Du willst da nicht wirklich mit mir über Bekleidungs- und Textilindustrie reden? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Nein, das wäre auch ein wenig zu umfangreich. Wir reden hier von einer Kleinserie, von dem Einholen von Angeboten bei lokalen (oder überregionalen) Herstellern. Im Falle eines solchen Beobachtungstuches von einer industriell optimierten Produktion zu sprechen ist aber schon wirklich sehr amüsant <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Material kaufen (Materialkosten, Fahrtkosten), zuschneiden, naehen (lassen)... das laeppert sich.
Du willst nicht wirklich wissen, was Deine Klamotten, die Du (je nach Gemschmack und Geldbeutel evtl.) teuer im Geschäft bezahlst wirklich kosten? Und woher die tollen Designerstücke a la Joop, Brax, Jupiter, Lagerfeld, Gaultier, etc kommen bzw. wo sie produziert werden? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
29EUR fuer ein solches Tuch *ist* sehr viel, dafuer erwarte ich dann auch eine entspr. Qualitaet, 2-farbig (weiss fuer die Sonne, schwarz fuer die Nacht) ist Pflicht. Warum etwas grundsaetzlich als teuer angeprangert wird nur weil man es selbst wesentlich billiger zusammenschustern kann entbehrt einer Logik, die ich verstehe.
Gegen das Produkt als solches ist auch nichts einzuwenden. Lies dir bitte auch noch mal meine letzten Threads durch, da wirst Du auch nachvollziehen können, daß ich niemals abgesprochen habe, daß es für einige Zeitgenossen eine Alternative sein mag.
Allerdings ist die Kritik am Preis m.E. durchaus gerechtfertigt, vor allem wenn man weiß, was sowas normalerweise kosten könnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Darin beziehe ich alle Astrostühle, Astro-Transporttaschen, Astro-Lampen, Astro-Kugelschreiber, und was es sonst noch so gibt mit ein.
Dazu die im Astrobereich (ja, da kann man teilweise drueber meckern) ueblichen Gewinnspannen fuer Kleinzeugs uns der Preis ist nicht weit weg
Nunja, was heisst "meckern". Man könnte darüber philosophieren, warum sich einige Astrohändler mehrmalige Luxusreisen im Jahr und Luxus-Sport/Geländewagen leisten können, die vor nicht allzu langer Zeit noch "Discount"-Händler waren. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Ich kenne aber auch Astro-Händler, die um Ihr Einkommen durchaus kämpfen müssen und wesentlich bescheidener sind. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nur: wenn ein Astrohändler z.B. einen Astrostuhl oder eine Teleskoptasche als "astrotauglich" für viel Geld anpreist und auf keinerlei (kommerzielle) Alternativen hingewiesen wird, wo es qualitativ und vom Nutzen her gleichwertige wesentlich preiswerter aus anderen Bereichen gibt - wonach riecht das?
Mir persoenlich ist die immer knapper werdende Freizeit ehrlich gesagt zunehmend zu schade, mich mit sowas zu belasten.
Das ist natürlich schade, wenn man sich die Zeit für sein Hobby nicht mehr in dem Umfang nehmen kann, wie man es möchte. Aber solange noch genügend Zeit ist um sich die tollen Teleskope und teuren Nagler Okulare zu kaufen und diese auf Teleskoptreffen zu präsentieren, ist es noch nicht ganz so schlimm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hauptsache man kommt zwischendurch noch zum Beobachten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Ich möchte damit keine Grundsatzdiskussion darüber entflammen, Händler wie Kunden sind mündige Menschen. Doch statt bei Kritik immer nur von Händlerhetze zu sprechen, sollte man vielmehr die kommerzielle Seite und die Werbung und Anpreisungen der Händler ab und an hinterfragen.
So, genug fuer mich in diesem Thread...
Ja, ich denke auch, es ist alles gesagt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
cu ...
Luzy