Neue Astrocam - oder bestehende Nikon z7 ii

EASithlord

Mitglied
Hallo zusammen,

Ich betreibe astrofotografie mit meiner eq6 und dem 200/1000 pds explorer, welchen ich mit velour, blendenring und einer massiven fangspiegelspinne optimiert habe.
Für die aufnahmen nutze ich nina.

Folgendes Problem: ich kann keine aufnahmen mit mehr als 30 sekunden machen
Also grundsätzlich geht das, aber nicht über nina und das ist doof.
Kennt jemand eine Lösung dafür?

Und 2. welche astrokamera mit eher gehobener Erwartung (geld ist egal, jedes hobby kostet) ist für deepsky empfehlenswert und warum.
Ich bin da bei der Auswahl und den vielen parametern bzw. Stats total überfordert und verwirrt

Herzlichen Dank und LG
Enrico
 
Hallo Enrico,
auf die Frage kann man x Antworten geben, je nachdem welche Vorlieben man hat und auf welche Bilder man aus ist. Die eierlegende Wollmilchsau hat noch keiner erfunden, sonst hätten wir diese Kamera alle... ;-)

1. Fotokamera oder Astrokamera
Ich bin ein Fan von Fotokameras, da ich keinen Laptop oder viel Kabellei mit ins Feld nehmen will. Das wird aber mit neuen Produkten immer weniger, bzw. durch AsiAir und Co auch einfacher und benötigt weniger Teile. Mit modernen (gekühlten) Astrokameras in Color und Mono gibt es auf jeden Fall wesentlich mehr Möglichkeiten, als mit den klassischen Fotokameras. Nur sind das dann eben auch Spezialisten, die für die normale Fotografie nicht geeignet sind.

2. Mono oder Color Astrokamera
Auch hier gibt es viele Antworten auf eine sehr kurze Frage. Prinzipiell ist Fotografie mit Colorkameras einfacher, da die Technik wesentlich einfacher und die Nachbearbeitung bereits mit einem Farbbild startet. Der Aufwand ist also viel geringer, die meist 3 fache Belichtungszeit bei SW-Farbbildern noch gar nicht gerechnet. Aber dafür ermöglichen Dir SW-Kameras mit den entsprechenden Filtern Bilder sogar aus der Stadt mit sehr guten Ergebnissen.

3. Welche Kamera bzw. welcher Sensor
Noch mehr Antwortmöglichkeiten. Je größer desto teurer, aber meist auch besser. Aber nicht immer die optimale Lösung...
Außerdem bekommst Du für den doppelten Preis nicht gleich die doppelte Qualität, da muss man für sich selbst die Grenze setzen und auch viel Erfahrung sammeln...
Dazu ist da dann auch noch dein Teleskop (Bildfeld, Brennweite) ein Faktor und dann natürlich Dein bevorzugtes Fotofeld: Nebel, Galaxien, Planeten ....

Nach soviel Theorie ein paar Fragen, um die Sache etwas einzugrenzen:

- Du nutzt mit Deiner Z7II eine Vollformatkamera. Nutzt dein PDS Explorer das Bildfeld aus oder sind die Ecken schon weg? Dann wäre ich nicht bei einer Vollformatkamera, sondern maximal einer APS-C Astrokamera
- Wie ist Dein Standort? Ist der Himmel einigermaßen dunkel oder so hell, dass Du nur mit Monokameras ans Ziel kommen wirst?
- Was stört Dich an Deinen Ergebnissen der Z7II? Ist sicher ich nicht perfekt, aber damit kann man auch schon tolle Ergebnisse erzielen. Auch mit 30s pro Einzelbild.

Gruß
Reinhard
 
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