Hallo,
für ein Erstlingswerk ist das Ergebnis wirklich exzellent, sehr große qualitative Reserven für zukünftige Selbstbau-Projekte kann ich nicht erkennen.
Wenn die Funktion damit mithält, kann man bei den meist günstigen Bedingungen auf La Palma sehr schöne Beobachtungen durchführen.
Ich selber war bisher dreimal auf La Palma, einmal mit einem „erleichterten“ 10 Zoll Starsplitter Compact Dobson und zweimal mit meinem 36 cm Eigenbau-Dobson.
Ich musste übrigens jeweils keine zusätzlichen Transportkosten für die Teleskope und das zusätzliche Equipment entrichten.
Die Bauweise mit zwei Ringen für den Hut, acht Stangen für das Gitterrohr und einer weitgehend geschlossenen Spiegelkiste entspricht auch meinen Vorstellungen von einem gut nutzbaren und dennoch robusten Teleskop. Die Stangenbefestigungen wurden von mir in der gleichen Bauweise realisiert. (das Arbeiten mit Epoxydharz war trotz der fernmündlichen Unterstützung von Stathis sehr unangenehm).
Sicherlich hätte man das Teleskop auch bei Beibehaltung dieser verhältnismäßig konventionellen Bauweise ohne die Verwendung von exotischen Werkstoffen oder aufwendiger Sandwich-Bauweise ausschließlich durch Verwendung von etwas dünnerem Holz von
- 9 mm für die Spiegelkiste und von
- 18 mm bzw. 15 mm für die Rockerbox sowie durch eine
- flachere Rockerbox den Verzicht auf den
- 8x50-Sucher, Wahl eines
- leichteren Okularauszuges und die Verwendung von
- 15 x 1 mm Alustangen (das sollte bei knapp 1,5 m Brennweite reichen)
ohne nennenswerten Steifigkeitsverlust ca. 5 Kg leichter bauen können, aber der entscheidende Schritt, der Umbau vom übermassiven Obsession-Nachbau zum gut tragbaren, flugfähigem Reisetelekop ist sehr schön gelungen.
CS
Roland Krebs