Hallo Robert,
Deine Bestbild-Zusammenstellung von Jupiter 2010 gefällt mir sehr. Bei solch guten Resultaten schaue ich gerne mal genauer hin und bin versucht damit zu "experimentieren", um ggf. für die eigene Bildbearbeitung etwas hinzuzulernen.
Bei dem Oppositionsbild - links unten - fiel mir auf, dass die im Süden aufgereihten, dunklen Spots von blauen und roten "Nebenspots" begleitet sind, die mir auf eine nicht perfekte Farbkonvergenz hinzuweisen scheinen. Probeweise habe ich dann die in Fitswork angebotene Funktion "Farblayer zurechtrücken" ausprobiert, wobei ich diese Spotreihe als Referenz markiert hatte. Durch diese Nachbearbeitung gewinnt das Bild erkennbar an Detailzeichnung.
In diesem Zusammenhang würde ich gerne wissen, wie lange Du die einzelnen Farbauszüge belichtet hast, und wie lange die gesamte Bildaufnahme mit allen vier Farbauszügen und den dazwischenliegenden Einstell-Pausen gedauert hat. Ich vermute nämlich, dass die Farbsäume aufgrund der Rotationsbewegung des Planeten während der Aufnahme entstanden sind. Bei dem Auflösungsvermögen Deines offensichtlich hervorragenden C14 sollte man die gesamte Aufnahmeprozedur in weniger als 30 s abwickeln, wenn man erkennbare Einbußen in der Detailzeichnung vermeiden will.
Bei der Vorstellung meiner monochromen
Jupiterserie von Anfang September hatte ich in einer Animation zeigen können, wie weit sich die Jupiter-Oberfläche im Abstand von jeweils einer Minute bewegt. Im Hinblick auf diesen Vergleich schätze ich, dass Deine Farbauszüge in einem jeweiligen Abstand von mehr als einer Minute aufgenommen wurden.
In demselben Thread hatte ich auch vorgeschlagen, wie man den Rotationseffekt durch "gemorphte" Farblayer eliminieren kann. Die Stärke eines solchen Verfahrens würde sich insbesondere bei größeren Teleskopen - wie Deinem C14 - zeigen ...
Gruß, Jan