Neue US-Mondpläne!!!

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Na dann hoffen wir mal das es so kommt!!!
Ich würd auch gern mal ne Mondlandung miterleben. Aber ne Marslandung wär natürlich noch viel besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> !
CU later <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Gardalon,

ich gebe Dir zwar Recht, dass eine solche Marsmission wohl wenig wissenschaftlichen Nutzen hätte und eine Riesenstange Geld kosten würde. Allerdings ist der Mensch so ein furchtbar neugieriges Wesen, das alles selbst sehen und erfahren will und nicht nur per Teleskop oder Raumsonde anschauen möchte. Das sind immer so diese Irrationalitäten des Menschen, die uns aber doch erst so sympathisch machen, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Die Frage ist nur, wie viel Platz in der Politik für Irrationalitäten ist.

Man bedenke, wie viel Dollars für die Kriege gegen Afghanistan und gegen den Irak investiert wurden. Wenn die Zahl von 1989 stimmt, die rund 400 Milliarden Dollar für ein solches Programm nennt, dann wäre sogar die Hälfte davon wirklich sehr sehr viel. Und dies kann man heute auch in den USA nicht mehr mit ,,Irrationalitäten des menschlichen Geistes" sprich ,,Neugier" rechtfertigen. Wenn die USA also ein solches Programm tatsächlich aufnehmen, dann muss dahinter definitiv mehr stecken als Neugier. Das war bereits Mitte des 20. Jahrhunderts der Fall. Was konnte sich die UdSSR davon kaufen, den ersten künstlichen Satelliten im All zu haben? Antwort: Eine große Verunsicherung in den USA, die jetzt von Kontinentalraketen mit Atomsprengköpfen von überall aus der Welt getroffen werden konnten. Für viele Amerikaner hatte das zwar viel mit Idealismus und Nationalstolz in einer schwarz-weißen Welt zu tun - aber eben jene Welt hat sich geändert. Ich möchte hier zwar nicht nur über Politik reden, habe es aber schon in einem anderen Thread angemerkt, dass dieses hochinteressante Thema eben so eng mit der Politik verknüpft ist, dass man sie nicht einfach ausblenden kann. Worin können also für die zur Zeit einzige Supermacht der Welt, die jede Menge Ressourcen in den Kampf gegen den internationalen Terrorismus steckt, die Beweggründe dafür liegen, ein solches Projekt öffentlich zu diskutieren und evtl. sogar durchzuführen? Der Artikel nennt das Stichwort ,,China".

In einer Zeit, in der sämtliche alten Bündnisse (NATO...) ihre Bedeutung verlieren und die USA sich zunehmens dem Unilateralismus zuwenden, kann ich es mir nur dadurch erklären, dass sie ihre weltweite Führungsrolle auf allen Gebieten unterstreichen und demonstrieren wollen. Europa schafft es nicht einmal zu einer gemeinsamen Verfassung, Russland ist zu keinem vernünftigen Raumfahrtprogramm in der Lage - aber China. Neben Europa könnte (und wird) sich China in den kommenden Jahren zur Supermacht entwickeln - eine Supermacht mit kommunistischen Wurzeln und Vertößen gegen die Menschenrechte. Und eben jene Nation fordert die USA heraus!

Ich denke, Wahlen sind durch dieses Vorhaben kaum zu gewinnen. Zu viel hat sich dafür in den vergangenen 50 oder 60 Jahren geändert. Wirtschaftliche Interessen? Vielleicht. Aber wenn die US-Regierung die Gelder direkt in die Wirtschaft pumpen würde, hätte sie sicherlich mehr davon. Militärische? Das spricht der Artikel kurz an. Allerdings kann ich mir zur Zeit noch nicht vorstellen, welche militärischen Vorteile eine Reise zum Mars mit sich bringen würde.

Der Weltraum muss vom Menschen erobert werden - nicht von einer einzigen Nation! Und die sinnvollste, vielleicht einzig realisierbare Art und Weise das zu tun, stellt die internationale Zusammenarbeit zwischen den USA, Europa und evtl. Russland und Asien dar. Kostenteilung und Signalwirkung sind hier die Stichworte. Aber das würde dem US-Vorhaben entgegenlaufen, seine Weltmachtstellung zu demonstrieren. Leider vefürchte ich dadurch einen herben Rückschlag nicht nur für die USA, sondern für die gesamte Weltraumforschung insgesamt.
 
Die Frage ist nur, wie viel Platz in der Politik für Irrationalitäten ist.

Gute Frage: ich behaupte schlicht und ergreifend, dass das einfach nicht der Maßstab ist. Politik ist rational wenn sie die gesteckten Ziele erreicht. Wenn ich als Staat das Ziel hätte die Welt zu beherrschen, dann müßte ich das auf militärischer, wirtschaftlicher und vorallem psychologische Weise tun. Wie demoralsiere ich meinen Gegner am meisten? Indem ich etwas scheinbar sinnloses tue. Das streicht heraus, dass ich genügend Ressourcen besitze um dies zu tun. Wenn ich es schaffe zusätzlich noch andere Nutzen (Technologie, Begeisterung meines Volkes ect.) zu ziehen umso besser.

Für viele Amerikaner hatte das zwar viel mit Idealismus und Nationalstolz in einer schwarz-weißen Welt zu tun - aber eben jene Welt hat sich geändert

Nein die Welt hat sich nicht geändert. Die Frage ist nicht ob wir es uns die Raumfahrt zu ihrem Strategischen Nutzen leisten wollen sondern ob wir zusätzlich zu diesem auch noch einen weiteren nutzen ziehen wollen. Etwas anderes in Anbetracht der Geschichte der Raumfahrt zu behaupten halte ich für sehr naiv.

Wirtschaftliche Interessen? Vielleicht. Aber wenn die US-Regierung die Gelder direkt in die Wirtschaft pumpen würde, hätte sie sicherlich mehr davon.

Wohin verschwindet denn "das ganze" Geld dass in die Raumfahrt "gepumpt" wird? Richtig es verschwindet nicht. Es handelt sich dabei um nichts weiter als Subventionen. In den USA wird der militär und der Raumfahrtsektor als eine Art riesige Wirtschaftsankurbelungsmaschine benutzt. Auf Kredit versteht sich. Da kann man jetzt dafür oder dagegen sein aber es bringt den USA einen signifikanten Vorteil indem es die heimische Wirtschaft belebt. Zudem schafft es jede Menge Hochtechnologie, die wederum eingesetzt werden kann um die eigenen Interessen zu unterstützen oder durchzusetzen.

Man kann diese Diskussion führen: ob dieses und jenes nicht besser wäre wenn wir es nicht täten. Aber das ist eine Welt voller Poser. Niemand würde auf die Idee kommen einem Schwan sein recht auf sein prächtiges Gefieder abzuschreiben nur weil es "offensichtlich" keinen rationellen Grund dafür gibt und ihn zusätzlich in der Wildniss durch seine gute Sichtbarkeit zu einem Leichten Ziel macht.
 
Wenn sie ihre wissenschaftlichen Budgets nicht anderweitig verpulvern können, sollen die Amerikaner ihr Geld ruhig aus dem Fenster schmeißen. Ich bin nur froh, dass die ESA noch nie so einen Blödsinn geplant hat.
Ach jetzt kommt wieder dieses Schema:
Amerika = Die Bösen
Europäer = Die Guten
tztztz

Ich weiss ja nicht so recht ob man China als eine Weltmacht hinstellen kann. Militärisch gesehen kann es schon sein, aber auf keinen Fall wirtschaftlich. China ist nur eine Scheinwirtschaftsmacht.
Mit ihren Taikonauten wollen sie doch das erreichen, worüber ihr über die Amerikaner schimpft. Die Chinesen wollen einfach nur ein Prestigeobjekt darstellen. Am Endeffekt sind diese genauso, wie der Grossteil von euch über die Amerikaner denkt, wie diese sind.
CU later <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
@Charon. China ist ein unterentwickeltes Entwicklungsland mit Wasserstoffbomben, als Weltmacht wird es momentan noch niemand darstellen wollen. Die USA, Japan und Deutschland haben noch alle Wirtschafts-und Finanzvolumen, die die Wirtschaftskraft Chinas weit übertreffen. Aber in den nächsten 50 Jahren könnte sich das ändern. Und eigentlich war es auch gar nicht Diskussionsthema.

Ich sehe die Amerikaner nicht als böse an, weil sie auf den Mond fliegen-aber als ökonomisch verantwortungslos, bedenkt man, dass schon Afghanistan-und Irakkrieg die höchste Verschuldung der US-Geschichte zur Folge hatten.
Gruß, Gardalon
 
China ist die viertgrößte Industrienation der Welt. Mit 0,62 Billionen. Davor Deutschland mit 1,2Billionen und Japan mit 2 Billionen sowie die USA mit 10Billionen

Randbemerkung zum BIP der USA
wobei man den amerikanischen Zahlen nicht allzuviel glauben schenken sollte. Das Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 8% wurde größtenteils durch Bilanztricks erreicht, indem man Software und It Sachen nicht als Ausgaben sondern als Produktivitätswachstum kennzeichnete gleiches gilt für Produktivitätssteigerungen und rationalisierungen, die im vollen Umfang ins BIP gezählt wurden. Diesen Steigerungen steht kein äuquivalenter Produktionsanstieg gegenüber, der sich in zusätzlichen Dolar ausdrücken würde. Logisch ist das nicht.
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@gardalon: Was ist daran schlimm Terrorregimes zu stürzen? Denn ist es ja auch ein Fehler gewesen das Hitler gestürzt wurde!!!
Also müssen doch die Amis zur Rechenschaft dafür gezogen werden das sie die deutsche "Regierung" in den Dreißigern und Vierzigern gestürzt haben, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
CU later <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

 
Also ich denke, das sollte nicht das Thema unserer Diskussion sein. Es ist bei diesem Thema zwar extrem wichtig, den politischen Hintergrund zu beleuchten, was Hitler aber damit zu tun haben soll ist mir jedenfalls schleierhaft. Auch China sollte nicht unbedingt im Vordergrund stehen (kurze Anmerkung zu China: Es gilt als sicher, dass sich diese Nation zur Supermacht entwickeln WIRD).

Wir sind der Frage, warum die USA wieder auf den Mond und auf den Mars wollen, eigentlich noch nicht näher gekommen. Es wurde ja nicht nur von einer Mondlandung gesprochen, sondern auch davon, eine Mondbasis (evtl. sogar bemannt) dauerhaft zu betreiben. Die Mondbasis könne dann einer Marsmission als Stützpunkt dienen. Vielleicht kann man also das Vorhaben in verschiedene Teilziele gliedern.

1. Mondprogramm aufnehmen und bemannte Mondmission starten (eine Art Test)

2. Beginn mit den Arbeiten einer Mondbasis

3. Mondbasis für weitere Raumfahrtprogramme verwenden

Es wird ja auch vom Ausstieg der Amerikaner aus dem ISS-Programm gesprochen. Was für die Europäer die ISS darstellt, wäre für die USA der Mond. Nur mit dem Vorteil, dass der Mond nicht so schnell durchrosten kann. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Betreiben einer dauerhaften Mondbasis nicht sonderlich teurer ist als der Unterhalt einer Raumstation im Erdorbit.

Die Frage nach dem goßen Endzweck, der die Kosten rechtfertigen muss, bleibt aber noch immer offen! Was bietet der Mond an Forschungsmöglichkeiten? Könnte das nicht von einer unbemannten Raumsonde ebenso gut durchgeführt werden? Für was brauchen wir einen Menschen auf dem Mars?

Das wären zwar alles tolle Augenblicke für raumfahrtbegeisterte Menschen - aber sowas muss man heute eben politisch rechtfertigen. Und da hat sich die Welt eben schon geändert. Der Kongress steht nicht mehr bedingungslos hinter dem US-Präsidenten, wie das noch 1960 der Fall war. Und der Kongress wird dieses Vorhaben unterstützen müssen. Dafür muss man dem Kongress aber einen guten Grund geben. Und den sehe ich zur Zeit nicht...
 
Also ich denke, das sollte nicht das Thema unserer Diskussion sein. Es ist bei diesem Thema zwar extrem wichtig, den politischen Hintergrund zu beleuchten, was Hitler aber damit zu tun haben soll ist mir jedenfalls schleierhaft. Auch China sollte nicht unbedingt im Vordergrund stehen (kurze Anmerkung zu China: Es gilt als sicher, dass sich diese Nation zur Supermacht entwickeln WIRD).

Wir sind der Frage, warum die USA wieder auf den Mond und auf den Mars wollen, eigentlich noch nicht näher gekommen. Es wurde ja nicht nur von einer Mondlandung gesprochen, sondern auch davon, eine Mondbasis (evtl. sogar bemannt) dauerhaft zu betreiben. Die Mondbasis könne dann einer Marsmission als Stützpunkt dienen. Vielleicht kann man also das Vorhaben in verschiedene Teilziele gliedern.

meine Meinung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Also dann fangen wir mal an:

Mond
+ Es ist dort leichter große Strukturen zu montieren als im niedrigen Orbit.
+ Man kann dort vorhandene Materialen nutzen (vielleicht Wasser)
- Man braucht deutlich mehr dv um auf den Mond zu kommen (kleines Nutzlastmassen verhältnis)
- Es gibt aktuell keine Raumtransportsysteme die einen Menschen auf den Mond bringen könnten

Vielleicht könnt ihr diese Liste ja fortsetzen.

Ich wüßte nicht wie man sich zwischen ISS und Mond entscheiden sollte (wenn es zur Debatte stände) immerhin kann man das Argument bringen das eine Mondmission komplexer ist als eine Raumstation, mit der wir ja schon alle Hände voll zu tun haben. Wenn der sich anbahnende Konflikt zwischen USA und China uns eine Mondstation (oder zwei oder drei <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) beschaffen sollte dann würde ich dazu nicht nein sagen. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht diese viel lieber ohne einen solchen Konflikt haben wollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> allerdings haben die letzten 20 Jahre gezeigt, dass die USA offenbar nur dann bereit sind loszurennen wenn irgendeiner mit ihnen mitrennt. Mit dem sie sich messen und den sie besiegen können (aber nicht zu leicht ansonsten rennen sie nur so schnell wie sie müssen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> )
 
Hi,

wie stehts mit den Rohsoffen die auf dem Mond abgebaut werden könnten also Gold, Platin usw. gibt´s die dort und liegen die in der nähe der Oberfläche ohne lange zu buddeln?


Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo
 
Wie es mit Rohstoffen aussieht weiß man noch nicht. Das Problem ist, dass es theorien gibt wonach Metalle sich nur bei vorhandensein von flüssigem Wasser anreichern (so dass es sich lohnt sie abzubauen) außerdem müßte in der Phase wo der Mond noch flüssig war eigentlich die ganzen Metalle und das andere schwere Zeug in den Kern gesunken sein. Ich weiß nicht wie das bei der Erde ist aber ich nehme an, dass sie nur durch Vulkantätigkeit wieder nach oben kommen. Aber darauf würd ich mich nicht festnageln lassen. Sind zu diesem Thema Experten hier?
 
Die Rohstofffrage ist eine äußerst komplese. Hier kommen wir nämlich in den Bereich des Völkerrechts. Zwar sind schon schlaue Geschäftsleute auf die Idee gekommen, Grundstücke des Mondes zu verkaufen, rein völkerrechtlich gesehen ist eine Inbesitzname außerirdischen Grund und Bodens allerdings zur Zeit nicht möglich (Outer Space Treaty von 1962). Interessanterweise gilt dieses Abkommen allerdings nur für Nationen - nicht für Privatpersonen bzw. Wirtschaftsunternehmen (eine entsprechende Erweiterung wurde u.a. von den USA abgelehnt). Selbiges gilt dann natürlich auch für die Ressourcen.

Man müsste hier unterscheiden zwischen Ressourcen, die zum Betrieb der Station notwendig wären (Baumaterial, Wasser...) und Ressourcen, die zur Erde gebracht werden sollen. Aber das wird nicht rentabel sein - nicht heute und auch nicht auf absehbare Zeit. Selbst wenn es Platin und Gold... gäbe. Es wäre sicherlich zu teuer es abzubauen und zur Erde zu fliegen!

Es gibt nur sehr wenige Raumfahrtprojekte, die irgendwie wirtschaftlich sind (z.B. GPS...). Der Großteil dient entweder Forschungzwecken oder militärischen Zielen. Und von einer Mond- oder Marsbasis kann ich mir keinen militärischen Vorteil vorstellen.

Aber der Vergleich "Mond - Raumstation im Orbit" ist schon interessant.

Mond:
+ keine Steuerung notwendig
+ stabiler
+ kann als Stützpunkt für spätere Missionen dienen
+ kein bedrohlicher Weltraumschrott

- längere Transportwege

Man muss auch eines bachten:

Die NASA plant eine neue Generation von Shuttles. Hier wird der Zweck ausschlaggebend sein. Fliegen sie ,,nur" in den Orbit oder evtl. sogar längere Strecken zu Mond?
 
Die NASA plant eine neue Generation von Shuttles. Hier wird der Zweck ausschlaggebend sein. Fliegen sie ,,nur" in den Orbit oder evtl. sogar längere Strecken zu Mond?

Die neuen Shuttles der NASA werden definitiv nur LEO kapazität haben. Alles andere würde gar keinen Sinn machen. Ich habe mal den Vorschlag einer Station am L1 Punkt (für Mond Erde) gesehen. Da sollten dann ständig Raumschiffe zwischen Erde L1 und L1 Mond hereumdüsen. Vorteil wäre, dass (bei heranschaffen der Materialien vom MOnd) das ganze sogar ziemlich effektiv wäre. Man müßte nur eben eine Mondinfrastruktur haben... an dieser Stelle beißt sich dann die Katze wieder in den Schwanz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

@RoRo
thx für die links sehr informativ
 
Hallo!

Tut mir leid, dass ich Dir erst jetzt antworte.

Die USA haben durchaus auch wirtschaftliche Interessen an einer bemannten Raumfahrt, die bis zum Mond oder gar zum Mars gelangt. Natürlich würde der Haupteffekt nicht durch die Aufträge an sich entstehen. Diese Gelder sind aber nichts weiter als Fördermittel für Grundlagenforschung - und diese würde durch die 50 MRd. US-$, die die Initialisierung einer 1. MArsmission verbraten würde, durchaus ein Stück vorangetrieben werden. Evtl. könnten sich die USA wieder für einige Jahre eine gewisse Technologieführerschaft ggüb. Europa und dem Rest der Welt herausarbeiten. Und derartige Vorteile kannst Du heute noch gar nicht in Cent und Dollar berechnen! Sie dürften aber durchaus gewaltige Ausmaße haben und ein Mehrfaches des Investitionsbetrags wiedereinbringen.

Es gilt aber auch hier das Problem, was Du auch angesprochen hast: Nur weil einer gewinnt, gewinnen noch lange nicht alle dadurch. Entsprechend sollten die Amis wirklich mehr kooperieren und gemeinsam mit Europäern, Chinesen, Russen und Japanern Missionen entwickeln. Nur dann kann sich wirklich die ganze Welt mit den Raumfahrern identifizieren!
 
Hallo Charon,

China würde ich nicht als "Scheinwirtschaftsmacht" darstellen. Dagegen sprechen zuviele Gründe, angefangen beim gewaltigen Binnenmarkt, der in letzter Zeit extrem angezogen hat, weitergehend beim Thema Hochtechnologie (noch sind die Chinesen hauptsächlich Kopisten, doch bald haben sie uns wissenstechnisch ein- und vielleicht sogar überholt) und endend bei der Bedeutung, die China schon jetzt für die Wirtschaften anderer Länder hat. Sonst wäre Schröder z.B. niemals derartig unterwürfig dorthin gefahren!
 
Hallo MElchior,

wie sieht's mit den Gefahren durch auf den Mond stürzenden Meteoriten für die Mondbasis aus? Denn im Ggsatz zur Erde gibt's da ja keine bremsende Atmosphäre und somit leider auch keine Sternschnuppen - dafür aber öfter mal Teile von wenigen Milimetern Durchmesser, die mit hoher Geschwindigkeit auf den Mond einprasseln.

Müsste die Basis also stärker gepanzert sein als z.B. die ISS???
 
@ BRJ
ganz klare Antwort: da eine Mondbasis aufgrund der nötigen Strahlungsabsorbtion aussehen würde wie ein übergroßer Dachsbau; also tief tief in die Erde gebuddelt; ist das Risiko von kritischen Meteoritentreffern kleiner. Zudem hätte eine Basis auf der Erdzugewandten Seite des Mondes den Panzer Quasi im Rücken... (und von vorn ist sie durch die Erde geschützt) aus diesem Grund gibt es auf der Rückseite auch soviel mehr Krater...
Ansonsten ganz klarer Fall es müßte (mindestens) der gleiche Schutz wie bei der ISS sein (eher mehr). Wenn dich so ein Teil mit 50.000km/h trifft; egal wie klein, bist du tot. Das ist das gleiche Mist wie mit diesen hochgeschwindigkeitsprojektilen. Bei einem Treffer explodieren deine inneren Organe durch die Schockwelle. Kein schöner Anblick <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />
 
Hallo Melchior,

> Zudem hätte eine Basis auf der Erdzugewandten Seite
> des Mondes den Panzer Quasi im Rücken...

für astronomische Forschungen dürte die erdabgewandte Seite wohl um einiges attraktiver sein. Jedliche künstliche Strahlung und Sonnenreflexionen der Erde sind dort nicht vorhanden. Wenn eine Raumstation gebaut wird, plädiere ich für die "Backside of the moon" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Viele Grüsse
Jens
 
Die Chance, von ,,etwas" getroffen zu werden ist auf dem Mond wohl GERINGER als im Erdorbit:

1. Auch im Erdorbit wird eine Raumstation durch keine Lufthülle geschützt

2. Die Erde zieht durch ihre höhere Masse mehr ,,Teile" in ihre Richtung als in die Richtung des Mondes

3. Auf dem Mond gibt es keinen Weltraumschrott - im Erdorbit stellen Satelitten, Wrackteile usw. inzwischen eine große Gefahr dar!

Nochmal zu dem, was Bernd angesprochen hat:
Klingt logisch. Man denke an den kalten Krieg: Während der Warschauer Pakt der NATO an Anzahl von Soldaten und konventionellen Waffen klar überlegen war, konnte dies durch die technologische Überlegenheit der USA mehr als ausgeglichen werden. Diese technische Überlegenheit gründete sicherlich zu einem bedeutsamen Teil auch auf der Weltraumforschung. Und jetzt die Brücke zu China: China verfügt zusammen mit Indien über die höchste Anzahl an Soldaten (in Anbetracht der höhen Bevölkerung nichts ausergewöhnliches). Aber jetzt beginnen die Chinesen auch noch zu forschen und sich technisch weiterzuentwickeln, sie schicken einen Mann in den Weltraum, während die USA derzeit gar nicht dazu in der Lage sind (eingestellte Shuttle-Flüge). Also ein technisch hochgerüstetes China mit einem imensen Wirtschaftspotential und militärischer Stärke (und dazu noch mit kommunistischen Wurzeln und Menschenrechtsverstößen) wird DEN Gegenpol zu den USA und evtl. auch Europa der kommenden 50 Jahre bilden.

Aber was eben das Weltraumprojekt anbelangt, so muss man auch immer nach der Effizienz fragen. Was kostet mich eine bemannte Marsmission und könnte ich für den gleichen Betrag nicht viel mehr durch andere Projekte erreichen? Du hast schon richtig gesagt, Prestige und technisches Know-How kann man nicht unbedingt in Zahlen (Dollars) messen, aber unser geliebter Herr W. Bush wird nicht umher kommen, der amerikanischen Öffentlichkeit und dem Kongress diese Investitionen zu ,,erklären" - und auf die Begründungbin ich gespannt...
 
Nochmal ein kurzer Rückblick auf die 1950er Jahre und auf die aktuellen weltpolitischen Gegebenheiten, die damit in Verbindung stehen:

Hab mir gerade nochmals die politischen Gründe für das Raketenprogramm der UdSSR und der USA angeschaut.

Präsident Eisenhower läutete anfangs der 1950er Jahre die ,,Doktrin der Abschreckung" ein. Da die USA der UdSSR an Anzahl und Stärke konventionaller Waffen unterlegen waren und auch nicht die Kraft hatten, den Kommunismus und den Imperlialismus der UdSSR überall auf der Welt (Asien, Europa, Afrika, Südamerika) zu bekämpfen (Eindmämmung), musste ein neuer Plan geschaffen werden: Und der sah die nukleare Aufrüstung von 6.000 auf knapp 20.000 Atomsprengköpfen vor! Der strategische Vorteil der USA vor 1957 bestand in ihren B-52 Bombern, die die Atombombe bis weit in sowjetisches Staatsgebiet hinein hätten fliegen können. Mit so etwas konnte die Sowjetunion nicht dienen - deshalb mussten Fortschritte in der Raketentechnik her, die 1957 zum Sputnik-Schock führten. Jetzt konnten auch die USA von Interontinentalraketen getroffen werden. Die Raketenforschung hatte also keineswegs das Prestigeziel ,,first man on moon" oder ,,first man in space"! Raketenforschung diente zum Großteil militärstrategischen Zielen.

Wenn wir jetzt an Indien, Pakistan, China und Nordkorea denken (Atommächte!), dann fällt eines auf. Bis jetzt waren auch diese Nationen nicht in der Lage, Atomsprengköpfe über längere Strecken zu transportieren. Vor einiger Zeit begann Nordkorea mit dem erfolgreichen Test von Langstrecken-Trägersystemen - was in den USA zu großem Unbehagen führte. Allerdings stand und steht der Kampf gegen den Terrorismus an 1. Stelle.
Was auch vergessen wird: Kurz vor den Anschlägen am 11.September 2001 erreichten die Beziehungen zwischen China und den USA einen absoluten Tiefpunkt. Ein amerikansches Spionageflugzeug(?) stürzte über chinesischem Hoheitsgebiet ab - die Mannschaft wurde gefangen genommen und die Technik unter die Lupe genommen. Die Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA stehen ebenfalls am Gefrierpunkt. Die Entwicklung von Indien und Pakistan scheint nicht absehbar. Fakt ist, dass diese asiatischen Länder ein sehr großes Interesse an Langstreckenraketen haben.

Deshalb wurde die Idee eines Nationalen Raketenabwehrsystems geboren, was allerdings durch den 1. Angriff auf amerikanisches Festland seit 1814 am 11. September 2001 in den Hintergrund rückte. Die Tests des Abwehrsystems waren ja nicht gerade überaus erfolgreich. Das hier mehr Forschung notwendig wird, war und ist absehbar. Logisch also, dass vermehrt wieder Gelder in die Raketenforschung fließen werden. Die Frage ist nur, wie verpacke ich das alles (heftiger internationaler Widerstand gegen Raketenabwehr)? Wie wäre ein Forschungprpjekt als Verpackung? Raketenforschung unter dem Deckmantel einer Mondbasis und eines bemannten Marsfluges?
 
HY-HY!
Wenn China eine richtige Wirtschaftsmacht wäre, dann müssten die Menschen die auf dem Land wohnen den gleichen Komfort haben wie die Menschen die in den Städten wohnen. Aber wenn man sich die Dörfer anschaut wo die Leute höchstens 50 werden und keine Zähne mehr im Mund haben und nix anderes haben als Reis zum essen. Und wo die Strassen nicht einmal annähernd sowas wie befestigt sind. Oder viele ham doch noch nicht mal n Auto gesehen oder wo die Menschen im Winter frieren müssen weil sie keine Heizungen haben. Hier in Deutschland oder in den USA, ist der Lebensstandard egal wo man ist, gleichwertig.
Erst wenn man in China so komfortabel lebt kann man das Land schon einigermaßen als Wirtschaftsmacht hinstellen. Aber dazu kommt noch das viele Politiker und so, sehr korrupt sind. Es kam sogar schon vor das wegen unterschlagener Gelder so stark an Brücken gespart und gepfuscht wurde das schon welche zusammenbrachen. Die ganzen Superstädte die man sieht sind einfach nur eine riesige Fassade, mehr auch nicht.
China ist immernoch ein halbes Bauernland(Entwicklungsland).
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Aber was eben das Weltraumprojekt anbelangt, so muss man auch immer nach der Effizienz fragen. Was kostet mich eine bemannte Marsmission und könnte ich für den gleichen Betrag nicht viel mehr durch andere Projekte erreichen? Du hast schon richtig gesagt, Prestige und technisches Know-How kann man nicht unbedingt in Zahlen (Dollars) messen, aber unser geliebter Herr W. Bush wird nicht umher kommen, der amerikanischen Öffentlichkeit und dem Kongress diese Investitionen zu ,,erklären" - und auf die Begründungbin ich gespannt...

Hallo,

Du musst keine Effizienz erklären, das ist ja das Miese bei Menschen! Hier kommen wir so langsam in den Bereich der Neuen Institutionenökonomie, der sich deutlich von solchen reinen Zahlengläubigen distanziert.

Grundvoraussetzung: Der Mensch handelt unvollkommen, irrational und nur entsprechend seinen Interessen/Bedürfnissen.

Folge: Die Amis haben ein sehr hohes Prestigebewusstsein. Dafür sind sie schon immer bereit gewesen zu zahlen. Sonst hätte es das Apollo-Programm niemals gegeben!!! Die Amis waren schwer durch die russischen Provokationen namens Sputnik in ihrer Ehre der technischen Überlegenheit und Unfehlbarkeit gekränkt! Deswegen MUSSTE unbedingt jemand vor den Russen auf dem Mond rumspazieren - koste es, was es wolle. Ähnlich verfuhren auch die Sowjets.

Nun trumpft da ganz frech ein halb entwickeltes Land auf, das von den Amis allein wegen der A-Waffen schon als Bedrohung angesehen wird. Für die Amis ist das ganz klar ein vor die Füße geknallter Fehde-Handschuh!!! Und sofort springt die amerikanische Propaganda-Maschinerie wieder an, will eine erste Station auf dem Mond oder am Besten gar auf dem Mars, damit der alte Abstand zwischen West und Ost, zwischen Gut und Böse wiederhergestellt wird.

Und da interessiert die Amis die Effizienz einen Sch***!!! gut, alle VWLer werden in Amerika bei solchen Ankündigungen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber Bush hat sich noch nie für die Ratschläge von Profis interessiert, dafür umso mehr für seine Popularität.

Und somit ist das Handeln der US-Regierung für die nächste Zeit schon ganz von allein vorgegeben und durch sich selbst legitimiert.

Klingt zwar alles furchtbar unlogisch und unwissenschaftlich, aber so wird in USA Politik gemacht!
 
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