Hallo Steve,
willkommen im Forum.
Das was Matthias (bogix) schreibt ist ein guter Ratschlag, besonders da Du keinerlei Erfahrung hast.
Aber das "live und in Farbe" anschauen gestaltet sich im Moment leider schwierig.
Mein Ratschlag wäre, bemühe die reichlich vorhandene und angebotene Literatur.
Lies Dich in die verschiedenen Bauformen von Teleskopen ein:
- Newton = Spiegelteleskop = Reflektor
- Linsenteleskop = Refraktor, darunter fallen Refraktoren nach Frauenhofer (FH)/Achromaten, Apochromat
- katadiptrische Teleskope = "mischform" aus Spiegel und Linse, häufigste Vertreter das Schmidt-Cassegrain und das Maksutow-Cassegrain
Jedes Teleskop hat sein bevorzugtes Gebiet der Beobachtung.
Wenn dann noch die Astrofotografie ins Spiel kommen soll, wirds noch ein Stück komplizierter.
Dann informiere Dich über die verschiedenen Montierungen:
- die RockerBox, oben schon von Ewald erwähnt, ist eine Alt/AZ Montierung, Alt = Altitude = rauf/runter, AZ= Azimuth = links/rechts
- das selbe Prinzip gibt es auch auf Stativ
- dann noch die parallaktische Montierung, auch deutsche Montierung oder EQ-Montierung
- dann noch ein paar "sonder" Formen wie Gabelmontierung, die vom Prinzip her eine Alt/AZ ist
Die gängigsten sind die drei erst erwähnten.
Dazu käme dann noch manuelle Bedienung oder eben mit elektronischen Helferlein, sprich GoTo.
Dann über Okulare.
Ein sehr komplexes Thema und meist auch sehr individuell behaftet.
Grundsätzlich zur Grundausstattung:
- eines für die Übersicht/Auffinden, um 30mm mit ca. 70° in 2"
- eines für die mittlere Vergrößerung, zwischen 17mm und 24mm in 1,25"
- dann für die Hochvergrößerung, so zwischen 6mm und 14mm in 1,25"
Mach Dir auch weiter Gedanken über das
- was Du beobachten möchtest, ist am Anfang etwas schwierig da eine Entscheidung zu treffen, das "Allround" Teleskop gibt so leider nicht
- wo Du beobachten möchtest, da hängt der Transport mit dran und somit auch das, was man gewillt ist zu "schleppen"
- dann wie beobachten, visuell oder fotografisch
- wieviel Geld soll eingesetzt werden am Anfang, aber bitte nicht, wie schon erwähnt, die Folgekosten aus dem Auge verlieren
- denke auch an den Zeitaufwand und da Dein Privates Umfeld wie Beruf, Familie etc., denn beobachtet wird am späten Abend, im Moment auch schon was früher, und in der Nacht.
- das Wetter vor Ort. Hat man Zeit spielts Wetter nicht mit oder halt umgekehrt. In dem Zusammenhang auch die Temperaturen nicht vergessen.
- überprüfe auch Deine Erwartungshaltung. Was erwartest Du da Oben zu sehen? Das hat nichts mit den schönen, bunten Bildern zu tun, die Du sicherlich kennst. Farbe ist nur in sehr begrenzten Umfang, im rein visuellen Beobachten, zu sehen. Farbe kommt erst mit der Astrofotografie ins Spiel. Aber das ist dann wieder ein anderes und sehr komplexes Thema.
Das alles mal so als Denkanstoß. Es gibt sicherlich noch einiges mehr.
Das Ganze ist sicherlich erstmal sehr theoretisch belastet, aber es lohnt sich.
Nimm Dir Zeit, habe, die auch schon erwähnte, Geduld. Das Hobby Astronomie/das Beobachten ist kein ad hoc Hobby.
Wenn Du die Fallstricke, die Theorie, des Starts erfolgreich überwunden hast, wirst Du nicht mehr aufhören Dich weiter mit der Astronomie zu beschäftigen.
Es werden sicherlich reichlich ??? auftauchen.
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Jeder wird gerne etwas beisteuern um Dir zu helfen, aber nicht erschrecken, wenn es bei dem ein oder anderen Thema etwas hitziger zu geht.
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