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Ikarusflug

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Hallo liebe Freunde, ich bin ganz profan über google auf dieses Forum gestoßen und habe mich spontan angemeldet. Warum? Gestern hatte meine Frau eine wunderbare Idee und teilte mir mit, dass sie mir zu Weihnachten gerne ein Teleskop schenken würde. Auch wenn ich davon geradezu begeistert bin, konnte ich gerade noch das 110 Euro-Teleskop aus dem amazon-Warenkorb fischen, dass sie bereits reingetan hatte. Versteht mich nicht falsch, ich weiß die Idee überaus zu schätzen, aber bei solchen Anschaffungen informiere ich mich lieber vorher bei Profis, damit hinterher kein Frust aufkommt. Auch weiß ich aus anderen Bereich, dass man bei Optiken nicht sparen kann, ohne zum Teil extreme Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. Ich will zwar kein Vermögen ausgebe, aber dafür immerhin was ordentliches, sonst stell ich das Teil nach 2 Tagen sowieso in den Keller.

Ich habe mich auch bereits ein bischen in das Forum eingelesen, aber das Thema ist viel, viel komplizierter, als ich auch auf den ersten Blick dachte. Deshalb brauche ich nun eure tatkräfte Hilfe bei der Auswahl. Um euch einen Anhaltspunkt zu geben folgt nun Stichpunktartig, der Anwendungsbereich und der Ort:

-Ich möchte zunächst einmal den Mond, die Sonne und Planeten beobachten. Deep Space wäre irgendwann einmal aber auch schön.

-Astrophotographie ist erst einmal kein wichtiges Thema, da ich grundsätzlich zunächst die Basics erlenen möchte. Es wäre aber wünschenswert, dass man dies bei Bedarf tun können, ohne alles komplett neu kaufen zu müssen.

-Der Ort ist leider denkbar ungünstig und zwar eine Großstadt
im Ruhrgebiet. Da ist leider einiges an Luftverschmutzung.
Zudem wäre der Einsatzbereich auch der Balkon. Ich habe euch ein Foto gemacht, damit ihr das besser einschätzen könnt.
Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/thumbnail/imag0875t38yuqao72_thumb.jpg
Es ist eine Süd, SW-Lage.

-Und zu Guter Letzt: Das Budget würde ich bei ca 400 Euro ansiedeln.

Was ich bisher rausgehört habe, ist dass die meisten hier ein Dobson-Teleskop empfehlen. Dazu hatte ich als Diskussioneinstieg schon einmal dieses hier http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-200-1200-skyliner-classic-dob/p,4440

Noch 3 konkrete Fragen zum Dobson: Falls man doch einmal Astrofotographie betreiben wollte, könnte man das Dobson nachrüsten?

Und sind diese Dobsons sehr viel größer als andere Teleskope?

Drittens: Bringt dieses Teleskop für meine Position in der Stadt eigentlich irgendwas? (Luftverschmutzung)

Ansonsten bin ich auch was dieses hier gestoßen:

http://www.astroshop.de/skywatcher-teleskop-n-150-750-explorer-bd-neq-3/p,15330

Ansonsten bin ich für alles offen und würde auch gerne Alternativvorschläge hören.

Danke Im Voraus.

Simon

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Simon,

Du bist da auf der Standard-Empfehlung. Wenn man mit dem Dobson umgehen gelernt hat, ist in Deinem Budget kein leistungsfähigeres Teleskop denkbar, auch für den Zweck Planetenbeobachtung. Die Standard-Okularausrüstung reicht dafür allerdings nicht (üblich sind ja wohl immer noch 20mm und 10mm "Super" beigelegt). Das gibt an Vergrößerungen 60x und 120x und kratzt nicht annähernd an machbaren 300x wenn Optik und Wetter optimal laufen, und auch nicht am maximal erreichbaren Überblick der mit Weitwinkel-Okularen im zwei Zoll Einsteckdurchmessern um 40mm erreicht wird.
Vertiefend dazu mein Standard-Artikel:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Was Dein Ziel Planetenbeobachtung angeht: Das sanfte Nachschieben des Dobsons ist eine Übungsaufgabe und der einzig echte Nachteil des Geräts. Dies wäre zwar mit einem motorisierten Teleskop nicht so, aber in der Preisklasse dann unter erheblichen Einbussen bei der optischen Leistungsfähigkeit. Schwer vorauszusehen, was bei Dir am Ende entscheidend ist. Deine Alternative 150/750 Newton würde ich daher kritisch sehen. Allerdings würde ein 150/750 Newton später besser für erste fotografische Schritte taugen. Die typische Foto-Einsteigeroptik ist das allerdings nicht, wer mit 150/750 als Newton Fotos macht, bastelt oft die ganze Optik von der Stange wieder um, wegen vor allem mechanischer Unzulänglichkeiten. Ich meine, dass es richtig ist, Foto erstmal wegzulassen und später einfach eine Foto-Ausrüstung neben der visuellen aufzubauen. Unter den Fotografen in meinem Umfeld sind viele, die neben der Foto-Ausrüstung einen Dobson aufstellen, um zu gucken, während der Autoguider tickert. Manche Fotografen verlieren aber auch die Lust am selbst schauen. Auch nicht vorhersehbar.
Der Dobson lässt sich nur mit großem Aufwand fotografisch nutzen, weil ein 200/1200 eine Montierung der Größenordnung EQ-6 braucht. Außerdem sind 1200mm Brennweite für Deepsky-Fotografie schwer zu handhaben.
Was mit dem Gerät wie es ist möglich ist: Mond-Schnappschüsse mit angesetzter DSLR oder Digicam. Planeten-Serienaufnahmen sind schwer machbar, weil von Hand per Bildschirm bei hoher Vergrößerung nachgeführt werden muss. Es gibt aber Sternfreunde, die das durchaus nicht ohne Erfolg demonstriert haben.

Ruhrgebiet: Vielleicht liegt in Recklinghausen der AVR bzw. RAST in Deiner Reichweite. Der RAST trifft sich jetzt Donnerstag. Bei Interesse: PN oder Email sven.wienstein@gmx.de
Planetenbeobachtung aus der Stadt wird vom Licht und Luftverschmutzung wenig behindert, aber die Thermik in der Stadt (Fenster, Dach, Schornstein) bedeutet Einschränkungen. Aber es geht einiges und das sogar bei Deepsky-Objekten. Die Ansicht, große Öffnung wäre in der Stadt sinnlos kann ich aus eigener Praxis absolut nicht teilen. Ich stelle absolut jede Öffnung auf den Hertener Hinterhof! S-SW-Balkon hatte ich in Oer-Erkenschwick auch lange und das habe ich ebenso oft genutzt.

Clear Skies
Sven

 
Hallo Simon,

ich beobachte ebenfalls vom Balkon aus der Vorstadt heraus. Und das schon seit 2009, die Objekte sind mir bis jetzt nicht ausgegangen, und werden es auch in Zukunft nicht. Außerdem zeichne ich viele meiner Objekte.
Ich denke der Dobson ist ein guter und günstiger Einstieg. Du solltest allerdings bedenken, ob dein Balkon ausreichend Platz bietet für das Teleskop.
Mein *entfernt* besteht aus einem 6-Zoll Refraktor auf einer EQ6 Montierung. Diese steht auf einer Säule.
 
Hi Simon,
Zitat von Ikarusflug:
-Ich möchte zunächst einmal den Mond, die Sonne und Planeten beobachten. Deep Space wäre irgendwann einmal aber auch schön.
Für die Sonne wäre noch ein Sonnenfilter erforderlich - für rund 20€ lässt des sich aber einfach basteln. Für Deepsky primär ein dunkler Himmel... einige sehr helle Objekte wie Kugelsternhäufen gehen aber auch und bei Emissionsnebeln kann man gut mit speziellen Filtern nachhelfen, wenn das Teleskop genug Öffnung bzw. eine hinreichend große Austrittspupille hat.

Zitat von Ikarusflug:
-Astrophotographie ist erst einmal kein wichtiges Thema, da ich grundsätzlich zunächst die Basics erlenen möchte. Es wäre aber wünschenswert, dass man dies bei Bedarf tun können, ohne alles komplett neu kaufen zu müssen.
Da gibt es 2 grunsätzlich unterschiedliche Arten:
1. Nachgeführte Langzeitaufnahmen. Das kann eine DSLR mit mini-Montierung sein oder aber ein 'richtiges' Teleskop mit parallaktischer Montierung (die auf deinem Balkon nicht ganz einfach einzurichten ist) und allerlei Gerödel weit über dem angestrebten Budget.
2. Videos von Mond/Planeten/Sonne und ein paar sehr hellen KS. Was da mit so einem Dobson, einer selbstgebastelten Plattform, einer Planetenkamera und eben viel Erfahrung möglich ist, zeigt hier Holger alias 'komposer' regelmäßig.

Zitat von Ikarusflug:
-Der Ort ist leider denkbar ungünstig und zwar eine Großstadt
im Ruhrgebiet. Da ist leider einiges an Luftverschmutzung.
Zudem wäre der Einsatzbereich auch der Balkon.
Es ist eine Süd, SW-Lage.
Versuch mal, deine Himmelsqualität einzuschätzen. Ganz grob und einfach geht das so: https://astrokramkiste.de/nachthimmeltest Mit anderen Sternkarten natürlich auch - man schaut einfach, wie hell der schwächste erkennbare Stern eigentlich ist.
Genauer geht es mit der Bortle-Skala sowie der Pickering-Skala fürs Seeing; Letztere funktioniert aber mit dem unbewaffneten Auge nicht wirklich gut.


Zitat von Ikarusflug:
Noch 3 konkrete Fragen zum Dobson: Falls man doch einmal Astrofotographie betreiben wollte, könnte man das Dobson nachrüsten?
Für Mond/Planeten etc. wie gesagt schon - für Langzeitbelichtung könnte man die Optik in einen robusteren Tubus verfrachten, den Okularauszug austauschen, gut 2k€ in eine Montierung investieren, nochmal rund 1k€ in Kleinkram und gern noch mehr in eine geeignete Kamera und dann verzweifen, weil die Nachführung mit der Brennweite nicht zuverlässig klappt oder der Balkon sowieso zu schwingungsanfällig ist.

Zitat von Ikarusflug:
Und sind diese Dobsons sehr viel größer als andere Teleskope?
Jein. Das Optikdesign ist recht simpel und 90% der Kohle steckt in der Optik anstatt größtenteils in der Montierung. Bei anderen Konzepten kann man sich schlichtweg keine derartig großen Öffnungen zu den Preisen leisten, daher sind Dobsons so groß und APOs so klein.

Zitat von Ikarusflug:
Drittens: Bringt dieses Teleskop für meine Position in der Stadt eigentlich irgendwas? (Luftverschmutzung)
Daher der Tipp mit dem Abschätzen der Himmelsqualität. Mit 8" wäre aber auch Filtereinsatz jenseits von UHC-S gut denkbar und mit einem Auto ist auch der Transport unter besseren Himmel gut möglich.

cs
Jürgen
 
Hallo Simon,

ich habe eine GSO 8'' F6 Dobson und bin mehr als begeistert von den Möglichkeiten, die dieses Teleskop für einen doch recht geringen Anschaffungspreis biete, sei es bei Planeten oder auch DeepSky.
Ich bin gerade nochmal in die Garage gelaufen um den Platzbedarf nachzumessen.
Stehend in der Rockerbox: ca. 1,30m hoch.
Durchmesser mit Box: ca. 0,5m

Beim Beobachten in schräger Position sollte man schon ca. 1,20m Platzbedarf einplanen.
Ich habe den Dobson immer ausgekühlt in der Garage stehen und kann so sofort loslegen.
Wie groß ist denn der Balkon genau?
Wo soll das Teleskop lagern ?

Fotografie:
Helle Objekte gehen da recht gut, mit der selbst gebastelten Plattform noch besser. Selbst mit einer Digicam konnte ich da schon einige Aufnahmen machen. Jetzt habe ich aber eine richtige Astrokamera: Asi120mc.
Kannst Dir ja meine Bilder hier im Forum ansehen um einen Überblick der Möglichkeiten zu erhalten.
Das kostet aber sehr viel Zeit und Ausdauer.
Zuerst würde ich mich auf das Beobachten konzentrieren.
Deepsky Fotografie ist dann nochmal eine ganz andere Sache.
Aber auch da konnte ich erste Erfolge erzielen, obwohl die enorme Brennweite schon problematisch ist.
Aber wer richtig in die DeepSky Fotografie einsteigen will hat dann bestimmt mehr als ein Teleskop und Du wolltest ja erst einmal visuell beobachten und da ist der Dobson eine recht günstige und sinnvolle Möglichkeit.

Gruß,
Holger
 
Hallo Simon,

einen Schnellschuss, ein paar Tage vor Weihnachten, würde ich Dir nicht empfehlen.
Statt dessen sollte sich deine Frau eine solche oder ähnliche Schatztruhe besorgen und darin das Budget für eine noch anzuschaffende Teleskopausrüstung legen und diese Dir zu Weihnachten überreichen.

Wichtig! Dann hier mal deinen Wohnort preisgeben, verbunden mit der Bitte: ..mal bei versierten Hobbieastronomen in deiner Nähe mitspechteln zu dürfen..
Da kannst Du sehr schnell erkennen, wie und was mit welcher Ausrüstung sowie Zeitaufwand für Dich noch akzeptabel ist.


 
Hallo Leute, vielen Dank schon einmal für die Antworten.

Ich merke schon, dass man man irgendwo Abstriche machen muss, also lassen wir die Astrofotographie einfach mal größtenteils außen vor. Ein Schnappschuss vom Mond oder Jupiter langt mir auf lange Sicht denke ich erstmal. Vorrangig geht es jetzt ums Beobachten und das Zurechtfinden am Nachthimmel.

Was den Nachthimmel angeht: Ich fürchte der ist extrem schlecht. Ich wohne zentral in Essen. Es muss auch nicht alles vom Balkon aus sichtbar sein, ich habe durchaus Plätze außerhalb der Stadt, wo mehr möglich sein wird. Es soll halt nur auch vom Balkon aus gehen (Planeten, Mond, Sonne was eben geht)

Der Balkon selber ist leider nicht sehr groß. 1,30m tief, 3m breit und das Geländer hat eine Höhe von 1 m. Keine Ahnung, ob sich das mit einem Dobsen verträgt.

@Werner
Es geht nicht um einen Schnellschuss. Wenn ich jetzt was finde, was für meine Ansprüche gut ist, wird bestellt, ansonsten warte ich eben noch. ;)

Beste Grüße

Simon

edit: @Holger Die Bilder, die du da machst, sind wirklich der Wahnsinn. Großes Lob.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Simon,

1,3m könnten schon etwas knapp werden. Probier es am besten mal aus - nimm ein Stück pappe mit den Tubusabmessungen und dem 'Okularauszug' und schau, ob Du es auf dem Balkon so verschwenken kannst, dass Du zum Beobachten nicht über das Geländer hangeln musst.
Oder bastel Balkon + Teleskop in 3D nach, mit Sketchup geht das recht simpel.

Falls es nicht klappen will gäb es natürlich Alternativen, wenn auch mit starken Abstrichen:
- Schnellerer Dobson; 8" F5 sind schon kürzer, aber kritischer was Okulare und Justage angeht
- kleinerer Dobson mit 6". Schon weniger Öffnung und ein solider sehr flacher Tisch mit weiterer Wackelgefahr müsste auch her
- Alt/Az Montierung + Teleskop mit rückwärtigem Einblick. Das wäre dann sehr wenig Öffnung (kleiner ED mit 70mm aber praktisch schon überm Budget); Farbwerfer mit nicht wesentlich mehr Öffnung; Katadiopter mit 90-125mm Öffnung, sehr kleiner AP und sehr kleinem Feld.

--> falls es beim simulieren irgendwie klappt, wäre das sehr wünschenswert für dich. Die Alternativen sind mitunter teurer, etwaige Vorzüge und Spezialitäten für dich kaum von Nutzen und die Nachteile mitunter gravierend. Am ehesten könnte ich mir noch 6"F5 oder 6"F6 vorstellen, wobei da auch noch Nachbesserungen nötig sein werden.

cs
Jürgen
 
Hallo Simon,

ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Ich beobachte zur Zeit nur mit einem 5 Zoll f/7 Newton vom Fenster aus. Etwas außerhalb der Stadt (20000 Einwohner) wäre die Lichtverschmutzung geringer, da würde sich für mich auch ein größeres Gerät lohnen. Acht Zoll wären noch transportierbar und man sieht schon einiges. Da der Öffnungsdurchmesser eine Begrenzung darstellt und bei Dobsons der größte Aufwand in der Optik steckt, haben sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Jedoch sind die Geräte verschiedener Hersteller nicht wirklich vergleichbar, sodass sich auch viele ihre Teleskope selber bauen, die aber überwiegend für visuelles Beobachten eingesetzt werden. So entstehen transportierbare Dobsons mit allen möglichen Öffnungen. Am besten ist es, wenn man jemanden kennt, der Teleskope oder Bausätze fertigen kann. Sogar die Spiegel können selber geschliffen werden.
Du könntest bei Sternwarten, die in der Nähe liegen, nachfragen und dich mal umsehen.
Bei Geräten ist aber nicht immer das günstigste Angebot empfehlenswert.
Dobsons sind zwar nicht vorrangig für die Fotografie konzipiert, die optische Leistung ist aber überzeugend.

Viele Grüße,
Andreas
 
Hallo Simon,

das hat mich jetzt auch interessiert. Also nochmal raus, Dobson aus der Garage geholt und mit Zollstock die 1,30m Tiefe von der Hauswand aus gemessen. Anschließend das Balkongeländer mit meinem Fußballtor realisiert und den Dobson in den begrenzten Raum platziert. Und dann die Überraschung, das geht ja besser als ich dachte. In Horizontnähe könnte das Geländer stören, aber da reicht ja eine kleine stabile Erhöhung, vielleicht schon ein Rollbrett. Dann könnte man den Dobson auch bequem hin und her schieben. Allerdings sollte die Erhöhung in der Praxis kaum nötig sein.
Mit der Ausrichtung nach S / SW hast Du ja wirklich Glück, da stehen z.B. die Planeten am höchsten und lassen sich besser beobachten.

Insgesamt hatte ich keine Probleme mit dem Einblick, der Raum reichte locker aus. Jetzt noch ein witterungsbeständiger abschließbarer Unterstand in der Balkonecke und der Dobson wäre ausgekühlt sofort einsatzbereit. So würde ich mir das wahrscheinlich einrichten.

Gruß,
Holger
 
Na das hört sich doch super an. Könnte ich mit dem Teil denn direkt loslegen, oder brauch ich noch Zubehör wie Filter, Objektive und so einen Laser zum Ausrichten der Spiegel?
 
Hallo Simon,

einen Justierlaser bzw. ein Concenter (von Spheretec) würde ich dir auf jedenfall empfehlen, damit kannst du dann auch (sofern ordentlich justiert) das maximale aus deinem Dobson rausholen.

Mit den Objektiven meinst du sicher die Okulare. Bei dem Skywatcer Dobson sind schon ein 25 und 15 mm Plössel dabei, damit kannst du dann auch direkt loslegen. Allerdings - und so war es bei mir, will man mehr Gesichtsfeld (was das Aufsuchen verschiedener Objekte wesentlich vereinfacht) bzw. eine sinnvolle Reihenfolge zur Vergrößerung.

Weiterhin habe ich bei mir den Sucher durch ein Telrad ersetzt, in Verbindung mit dem Deep Sky Reiseatlas ist hier das Aufsuchen und FINDEN von Objekten kinderleicht.

Grüße,
Matze
 
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Hi Simon,

man kann so wie er ausgeliefert wird ohne Zukäufe erstmal schauen.
Mittelfristig wirst Du zumindest das restliche Budget in Okulare und Zubehör stecken, Sven hat da einen der wichtigsten Links schon gepostet: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Aber wie erwähnt mit Zukäufen lieber noch etwas warten - das hängt sehr von deinen persönlichen Bedürfnissen ab.
z.B.:
- Übersichtsokular. Wenn dein Himmel nur 3,5mag hergibt, brauchst Du keine AP von 6-7mm. Wieviel mm man bei der AP 'drüber' gehn kann, wäre je nach pers. Empfinden und vor allem Filter diskussionsbedüftig.
- Höchstvergrößerungsbereich. Wenn dein Seeing nur 200x, höchstens mal 250x zulässt, bringt dir ein Okular für 360x oder gar 400x nichts (wobei spätestens in dem Bereich gerade am Anfang eine EQ-Plattform sehr hilfreich ist)
- Sucher. 8x50 durch Leuchtpunktsucher/Telradartige ersetzen? Durch Winkelsucher ersetzen? Winkelsucher + leichten Leuchtpunktsucher? Beim geradesichtigen 8x50 bleiben? Da hat jeder andere Vorlieben - ich z.B. mag es nicht, wenn Sucher und Okular in eine andere Richtung zeigen und ich mir verrenken muss, würde daher gleich einen Winkelsucher nehmen, ggf. noch zur Anfahren vom ersten "Hüpfstern" einen Leuchtpunktsucher
- Filter. Baaderfilter für die Sonne. Auch da wird es Diskussionen geben. Komplett raus sind die (zum Glück selten gewordenen) Okularsonnenfilter, die kann man pro Auge nur 1x benutzen. Für 'nachts' dann Breitban, etwas weniger Breitband wie UHC oder recht schmalbandig wie OIII ; ebenfalls diskussionswürdig, auf Svens Seite findest Du auch dazu umfassende Infos/Anregungen.
- Justage. F6 funktioniert auch nur mit der Grundjustage idr. gut genug. Die mal am Stern zu überprüfen schadet nicht, aber man muss sich nicht ohne jegliche Erfahrung für ein bestimmtes Hilfsmittel (Concenter, (barlowed)-Laser etc.) entscheiden.
- Literatur. Online wie Offline sowie in Form von (kostenlosen) Programmen gibt es einiges. Wir könnten mal versuchen, richtig nett zu sein und einiges Zusammenstellen oder auf Zusammenstellungen verlinken. Das beste Teleskop ist nunmal nutzlos, wenn man keine Ahnung hat wie man beobachtet und worauf es zeigen soll. Vielleicht gibts da ja auch speziell etwas für "Städter"...

cs
Jürgen
 
Hallo Simon,

Es läuft ja nun alles auf einen 8" f/6 Dobson raus, das passt zum Balkon und auch zum ab und zu geplanten Transport, aber auch zu einem Einstieg mit guten Perspektiven unter etwas ungünstigen Bedingungen.
Auch ich kann aus jahrelanger Praxis mit 8" f/6 und 6" f/6 Dobson auf meinem Süd-Balkon mit 1,1 Metern Breite ebenfalls Entwarnung geben. Das passt bei 1,3 Metern Breite locker.

Ob Du einen Unterbau für den Dobs brauchst, um über die Brüstung hinweg auch tief bis zum Horizont schwenken zu können (und nur dann hast Du den maximalen Platzbedarf in Tiefe/Breite) fragt sich, denn unter Deinen städtischen Bedingungen ist es horizontnah selbst bei sonst klarem Himmel meistens dicht oder zumindest sehr schlecht, auch vom Seeing her.
Du bekommst zenitnah und nicht nur an Mond und Planeten bei höchstmöglichen Stand des Objekts im Süden die besten Ergebnisse und eine ganz wichtige Zubehörempfehlung für die Zukunft ist gutes Kartenmaterial mit guten Objektbeschreibungen und Hinweisen zur Beobachtung.

Losbeobachten kannst Du zwar sofort und schon mit dem, was so einem Dobson notwendiger Weise als Erstausstattung beiliegt, aber etwas mehr würde ich am Anfang schon empfehlen, weil die erste Beobachtungen dann leichter fallen, aber auch nicht zu viel, denn so ein 8" f/6 Dobson lohnt einfach sehr viel und auch teilweise sehr teures Zubehör, weil er durchaus genügend Potenzial hat, einen Einsteiger weit über den Beginn und seinen Einsteigerstatus hinaus zu begleiten.

Wenn Du Dir also ein konkretes Angebot oder eine Auswahl ausgesucht hast, lass uns mal drüber schauen.

Vorab rate ich Dir schon mal, den optischen Sucher (in der Regel 8x50) mit einem zusätzlichen (!) Peilsucher, also Rotpunkt, Telrad oder Rigel (Mein Favorit, weil sehr leicht und mit Zielkreisen) zu ergänzen. Gerade unter städtischen Bedingungen (wenig Sterne) kann die Suche schon mal länger dauern und da hilft Grobpeilung und auch ein Zwischendurchblick mit dem Peiler sehr.

Das nächste wichtige Teil ist das Übersichtsokular und gerade in der Stadt kommt dieses Okular auch noch bei der Aufsuche sehr oft zum Einsatz.
Folglich sind ein möglichst großes Eigengeisichtfeld und damit auch eine nicht allzu kleine Brennweite/AP wichtig.

Das kann jetzt von der Erklärung her für einen Einsteiger etwas viel werden, aber es ist wichtig, dass Du was findest, denn nur das kannst Du auch erfolgreich beobachten.

Also peilen wir mal trotz schlechter Bedingungen ein Okular mit 2" Steckmaß und 30 mm Brennweite mit mindestens 65-70° Eigengesichtsfeld an.
Da hilft, wie auch im Weiteren die bereits verlinkte Seite von Sven sehr, also nochmal:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

In der Stadt ist aber, na grob außer Mond und Planeten, keinesfalls sicher, dass Du das, was du mit so einem 30er Okular am 8" f/6 Dobs auf dem Land (unter besseren Bedingungen) schon gut beobachten kannst, bereits findest. Sehr wünschenswert ist es da, den nächsten Vergrößerungsschritt, das wäre in etwa ein 20 mm Okular nochmal mit möglichst viel Gesichtsfeld zu machen. Da könnte man sogar zu noch etwas mehr Eigengesichtsfeld und auch zur zum Leistungsvermögen der Geldbörse noch passenden bestmöglichen Qualität raten, denn da wird sich auf dem Balkon ganz sicher sehr viel Beobacxhtung abspielen, wenn es denn dazu kommt, dass das Hobby fasziniert.

Dann kommen ja noch die Okulare für Mond und Planeten, also im Bereich 9 mm bis 4 mm.

Ein 8" f/6 Dobson ist m.E. für unter den genannten Voraussetzungen und für das genannte Ausgangsbudget das beste Mittel, diese Faszination auslösen zu wollen.
Wenn der versagt, wird es schwer.

Um erwägen zu können, was man nun für den Beginn ausstattungstechnisch noch beipackt ohne das Budget zu überreizen, müsste das Ganze in konkretere Vorstellungen münden. Zeit, Ungeduld ist ja nicht das Problem.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal vielen Dank an alle, ihr gebt euch hier echt große Mühe!

Eine Telrad-Zielvorrichtung werde ich mir auf jeden Fall dranschrauben (gibs da ein Tutorial für?)und das gemeinsam mit dem Atlas benutzen.

Auch ein Sonnenfilter muss auf jeden Fall her, sonst kann ich die ja gar nicht beobachten. Hat jemand einen Tip für was günstiges, aber schon fertig gebasteltes (Folie)? In diesem Zusammenhang würde mich auch interessieren, ob ein Mondfilter auch nötig ist, oder ob man erstmal so schauen kann.

Mit dem Equip für die Justierung bin ich mir noch unsicher. Manche haben gesagt, ich brauch sowas, andere wieder raten davon ab. In den Produktbewertungen des Telekops raten da jedenfalls viele zu, weil die Spiegel anscheinend schon durch den Transport ein wenig "verrutschen" können. Was wäre denn besser: Laser oder Concenter?

So nun kommen wir zu dem schwierigen Part: Den Okularen.
Dem Tenor habe ich entnommen, dass ein Übersichtsokular mit 30mm und ein Okular mit einer großen Vergrößerung (ab 9mm) sinnvoll wären. Wie sieht es mit den beigelegten Okularen aus (10mm, 25mm), sind die für nichts zu gebrauchen? Denn entweder würde ich ja suchen oder mit größeren Vergrößerungen beobachten. Ich meine 10 mm ist ja jetzt nicht soweit von 9 mm entfernt, würde aber, soweit ich das richtig verstanden habe, nur eine Vergrößerung von 120 bedeuten oder?

Beste Grüße

Simon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Simon,

Futter bei die Fische, setz einen Link zu dem Dobson den Du Dir vorstellst.
Nimm Nur mal das Beispiel Sonnenfilter. Da kenne ich sehr gute und die sind auch günstig. Eigentlich ist das nichts anderes als Tubusabschlussdeckel mit Sonnenfilterfolie. Das wäre von Skywatcher.

http://teleskop-austria.at/index.php?produkt=NF200n#m

Andere kennen so was eventuell auch für andere Typen.

Wenn Du also mal einen Link zum "Wunschgerät" setzt, kann man das bereden.
Außerdem gibt es bei "unseren" Fachhändlern, die auch im Forum aktiv sind, meines Wissens immer die Möglichkeit, sie bei der Berufsbezeichnung zu nehmen und zu handeln. Eventuell z.B. auf eine "Wandlung eines Beilageokulars oder einen passenden "Finder".

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay Simon,

es soll also der Skywatcher werden, es hätte ja auch der GSO oder ein GSO mit rotem Tubus oder oder oder werden können.
Die geben sich zwar alle nicht viel, eigentlich genau genommen fast nichts, aber es gibt mal hier einen Vorteil und mal da eine kleine Schwäche.

So hat der Skywatcher z.B. einen Okularauszug mit etwas lästigen Wechseladapter für 2" und 1 1/4" Okulare, der aber wiederum später mal bei eventuellen Tuningmaßnahmen seine Vorteile hat, dafür sind aber die Fangspiegel absolut sicher geklebt (mit Offset), während ansonsten schon mal Fassungen geboten werden, die nicht okay sind.

Perfekt sind sie halt alle nicht, aber bezüglich des Preis-/Leistungsverhältnisses wirklich kaum zu schlagen, außer man sucht einen Spezialisten und das fällt bei Dir flach.
Man kann auch an allen diesen Geräten noch unglaublich viel Potenzial durch mehr oder weniger aufwändige Maßnahmen holen, also z.B. Tubusauskleidung mit Velours, eine Tau-/Störlichtkappe basteln und so weiter und so weiter, aber das kommt später. Für den Anfang ist wichtig, dass diese Teleskope passend ausgestattet und gut justiert schon sehr viel zeigen aber auch noch viel Potenzial verstecken, das man sich holen kann, aber nicht holen muss.

Nun gut, da würden also die von mir vorgestellten Sonnenfilter passen, die gibts ja so auch dort und bei anderen Händlern.
Ganz wichtig ist ein gutes Justagetool mit dem man das auch wirklich hinbekommt und da rate ich Einsteigern inzwischen ausschließlich zum

Concenter

von Spheretc in der 2" Ausführung.
Damit kann man so einen f/6 Newton auch als Einsteiger so brauchbar justieren, dass er nicht enttäuscht. Mit etwas Übung und ein Mal richtig durchdacht und verstanden, dann auch so genau, dass das Teleskop alles zeigt, was es kann.

Zum Telrad sei angemerkt, dass er der schwerste der Peilsucher ist und das kann, zusätzlich zum optischen Sucher und zustätzlich zu einem etwas schwereren Okular schnell kritisch für die Funktion der Höhenlagerung und damit für das Handling und eine saubere Nachführung werden. Der Rigel-Quickfinder ist etwas problematischer im Einblick, hat "nur" zwei Zielkreise, dafür aber sehr viel leichter und besser vor Taubefall zu schützen. Karten die mit Telradkreisen ausgestattet sind passen auch da.
Zwar hat der Skywatcher eine recht gute Lösung für die Höhenlagerung mit dosierbarem Andruck, sie schöpft aber ab Werk das mögliche Potenzial nicht aus und überhaupt ist es immer besser, so ein Lager so wenig wie möglich aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Ich verlinke Dir jetzt (m)einen Tuningartikel bei Armin dazu den Du aber bitte nicht sofort nach Erhalt in die Tat umsetzt, denn erst mal ist Staunen, Finden, Beobachten und gewöhnen angesagt, der Rest kommt bei Bedarf und dann später, zumal man mit Umbauten ganz schnell Gewährleistungs- und Garantieansprüche zumindest gefährden kann.

Rockerboxtuning Skywatcher

Ewig ists her, aber passt noch. Die kleine Lösung bringt schon sehr viel.

Wie schaut es denn mit den Ansprüchen an die Okulare aus.
Was könnte denn passen, wenn man sich die verschiedenen Varianten bei Sven mal richtig angesehen hat?

Gruß
*entfernt*

PS: Mal ein Okularrechner, der die eine Vorstellung vermitteln kann, wie das mit verschiedenen Okularen ausschaut:
Okurechner Sternfreunde Münster
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Simon,

ja, der Rigel geht auch mit dem Atlas.

Gegen einen gut justierten Justierlaser spricht praktisch nichts, außer dass man damit ohne großen Aufwand eigentlich nur die Justagekontrolle am Beobachtungsplatz schnell und gut hinbekommt.
Für die Grundjustage mit Einrichten des Fangspiegels braucht man dann schon noch eine Mittenmarkierung (mit Offset) auf dem FS und/oder man muss sich mit "Barlowed Laser Justage" befassen, oder man benutzt für die FS-Justage zusätzlich ein Cheshire.
Also wer damit umgehen kann, den Laser justieren kann, der kann. Ich habe aber so viele zerlaserte Justagen auf so vielen Beobachtungsplätzen bei so vielen Lasergläubigen gesehen, dass ich da grundsätzlich skeptisch bin.

Nach meiner Erfahrung gewinnt bei Unterschieden der Justage mittels Laser und Concenter bisher immer das Concenter, wenn man am Stern kontrolliert.

Selbstverständlich gibt es auch große Unterschiede bei den Lasern.
Qualitativ sehr gut und sehr passend fand ich die 2" Steck-Variante von "Drehen und mehr".

http://drehen-und-mehr.beepworld.de/45g2zoll.htm

Gruß
*entfernt*

Edit:
Man beachte den roten Zusatztext.
Horst ist wohl krank und kann nicht wie er will. Gute Besserung von hier aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe mal das Anfängerzubehör zusammengestellt, alles andere werde ich mir nach und nach kaufen.

Schaut mal bitte drüber:

Sonnenfilter: http://www.teleskop-express.de/shop...-Oeffnung-195-mm---fuer-Tuben-190-222-mm.html

Justage: http://www.teleskop-express.de/shop...r-2--Justierokular-fuer-Newton-Teleskope.html (Ist 2" ok? Verstehe das mit dem " noch nicht ganz. Mein Teleskop kann 2" und 1 1/4" Okulare aufnehmen oder?)

Weitwinkel-Sucher-Okular: http://www.teleskop-express.de/shop...l-Okular---32-mm---2----70--Gesichtsfeld.html

oder

http://www.teleskop-express.de/shop...-30mm-2--Gro-feld-ERFLE-Okular---68-Grad.html

Peilsucher: http://www.teleskop-express.de/shop...r-mit-zwei-Basen---inklusive-Beleuchtung.html

Beste Grüße

Simon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Simon,

das BW-Optics 30 mm Okular mit 80° scheinbarem Gesichtsfeld aus Svens Liste entspricht dem hier:
http://www.apm-telescopes.de/de/okulare/mehr-74-ultraweitwinkel/andere/apm-okular-uw-30mm-80.html

Am Planeten find ich das hier gut:

http://www.teleskop-express.de/shop...ular---orginale-Zeiss-Ortho-Konstruktion.html

Mit der Q-Barlow hast Du dann eine etwas bessere Abstufung:
10 mm, 7,7 mm und 4,4 mm
Wenn man den Abstand von 1,3x bis 2x an der Q-Barlow variiert, kannst Du die Vergrößerung gemäß den Bedingungen einstellen.
Mußt natürlich üben und üben und üben: den Dobson bei höheren Vergrößerungen nachzuführen.
LG,
Gerrit

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey Mounty,

Also empfiehlst du eher die beiden?

Noch einmal zur Erinnerung: Dem Teleskop liegen ein 10mm und ein 25 mm Okular bei, wobei die keine so gute Qualität haben sollen.
Mein Ziel ist es jetzt erstmal ein Übersichtsokular und eins mit starkem Zoom für Planeten zu kaufen. Viele der Okulare in Svens Liste lassen sich z.b. garnicht mehr kaufen, insbesondere das Speers Waler 5-8 mm, was ich sehr interessant fand.

lg

Simon
 
Hallo Simon,

weil diese Okulare am 8" F/6 Newton gut arbeiten. Und weil ich ein 5 mm Okular zu invariabel finde. Ich selbst nutze am 8" F/6 Newton Orthos in Kombination mit der Barlow. Und variiere je nach Seeing, was an Vergrösserung sinnvoll ist.


Wenn Du allerdings Brillenträger bist, dann kann es gut sein, daß der Augenabstand zu knapp wird.
Ich würde mir die Kombinationen mal zum Testen schicken lassen.
Viele Grüße,
Gerrit
 
Hallo Simon,

also als Neueinsteiger würde ich auf jeden Fall erst einmal die Beilage-Okulare testen, vielleicht bist Du ja mit Leistung am 8'' F6 Dobson zufrieden.
Damit wären 10 & 25mm abgedeckt und können später je nach Bedarf noch nachgerüstet werden.

Für höhere Vergrößerungen habe ich selbst ein 8mm Planetary und ich bin damit sehr zufrieden. Vor allem das recht große scheinbare Gesichtsfeld und der angenehme Augenabstand gefällt mir. Das Okular kommt sehr oft zum Einsatz, da 8mm auch bei nicht so guten Bedingungen noch verwendbar ist. 6mm sollte aber auch noch gut einsetzbar sein.
Die Baader Q-Turret Barlow verwende ich für meine Astroaufnahmen und mit der Leistung bin ich sehr zufrieden.

Ich würde Dir aber raten erst einmal nur das Nötigste dazu zu bestellen und dann erst einmal Erfahrungen zu sammeln. Mit der Zeit wird sich schon zeigen was da für Dich persönlich noch sinnvoll ist.

Gruß,
Holger
 
Hi Simon,

warte mit den Okularen doch noch ein wenig. Dus weist doch noch garnicht, was dein Himmel hergibt - sei es von der nutzbaren AP bis zur Maximalvergrößerung. Wie deine Ansprüche an Einblichverhalten und Scheinbares Gesichtsfeld aussehen, lässt sich ebenfalls nichtmal abschätzen.

cs
Jürgen
 
Ja,

aber wie Holger schon sagt. Er hat natürlich recht. Ich würde mich mit dem was da ist auch erstmal beschäftigen. Mit der Q-Barlow machst Du allerdings nichts falsch.

Ich heiße übrigens Gerrit
LG
Gerrit

 
Hallo Simon,

Du könntest natürlich auch nur die Barlow nehmen und diese dann mit den Beilage-Okularen testen.
Falls Du später eventuell mit einer Astrokamera Fotos machen möchtest würde sich die Barlow dann doppelt lohnen.

10mm hast Du ja schon als Beilage, ohne die Qualität zu sehen würde ich hier nicht die gleiche Brennweite zulegen.
Eher noch ein Okular zwischen 12-18mm.

Gruß,
Holger
 
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