Neuer APO schlaegt meinen MAK bei weitem - Jupiter so scharf wie nie zuvor gesehen

UrbanAstroMacGyver

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Kurzer Bereicht zu meiner Erfahrung mit der visuellen Beobachtung gestern Abend.

Urspruenglich habe ich mir meinen neuen Refraktor, einen Askar 103APO, zur Erweiterung meines Astrofotografie Setups zugelegt (habe noch einen kleinen SVBony Refraktor den SV555 APO).
Ich besitze noch einen SVBony MK105 Mak mit einer Brennweite von 1365mm mit dem ich gerne die Planeten beobachte und auch schon Fotografiert habe.
Der ist kompakt und laesst sich somit gut handhaben.
Nun ist es so, dass ich noch nicht lange (seit August letzten Jahres) im Thema Astronomie bin und ich mir neben den Celestron X-CEL LX Okularen auch die entsprechenden Bralow Linsen (2x und 3x) gekauft habe.
Die 2x ist das maximale was ich an den Mak anbringen kann.

Selbst ohne Barlow ist die Visuelle Darstellung eher bescheiden, denn bei den grossen Vergroesserungen bekomme ich einfach kein scharfes Bild hin.

Jetzt hab ich ja meinen neuen APO und der kam mit einem Adapter fuer die Aufnahme von 1.25" Zubehoer.
Hab dann gestern Abend auf dem Balkon mal die Montierung aufgebaut, ganz grob ausgerichtet und den APO draufgepackt.
Jupiter war in perfekter Stellung am Himmel und fuer die Lichtverhaeltnisse hier in Guangzhou/China war der Himmel erstaunlich dunkel.

Ich war von der optischen Qualitaet sehr beeindruckt. Hab dann die 2x Barlow mit dem 7mm Okular angebracht was es nahezu identisch mit dem Mak macht und war noch mehr erstaunt. Der APO bietet ein qualitativ viel besseres und schaerferes Bild als der Mak. Dass der Unterschied so krass ist zeigte mit die Tatsache, dass das Bild immer noch extrem scharf war, als ich sogar die 3x Barlow mit dem 7mm Okular drauf hatte. So gross und scharf hatte Jupiter zuvor noch nicht gesehen.
Auch das verwenden der Filter fuer die Planetenbeobachtung machte dem keinen Abbruch. gestochen scharf.
Ich bin total hin und weg. Leider war der grosse Strum gestern Abend nicht sichtbar. Aber 3 seiner Monde waren ebenfall hervorragend zu sehen.
Das macht wieder richtig Lust oeffter mal die Kamera weg zu lassen und stattdessen die Okulare anzubringen und einfach nur schauen und wundern.

Das laesst mich schon richtig mit Vorfreude auf den naechsten schoenen Abend schauen, an dem Saturn sichtbar ist. Denn dann versuche ich es erneut mit der 3x Barlow um Saturn noch groesser sehen zu koennen.

Das Resultat ist nun, dass der Mak somit abgeloest wurde als Teleskop meiner Wahl fuer die visuelle Beobachtung.
Der kann mit dem APO einfach nicht mithalten.
Der 103APO ist somit mein neues Instrument der Whal wenn es um die visuelle Beobachtung geht. Denn mit den Reducern (0.8x und 0.6x) kann ich zusaetzlich ja noch das Blickfeld anpassen und kann somit viel mehr Bereiche abdecken.

Das hat mich gestern so fasziniert, dass ich das unbedingt mitteilen wollte.

LG aus Guangzhou
Christian
 
Hallo Christian,
Schön, dass Dir Dein neues Teleskop so viel Freude bereitet.

Mit Deiner Beobachtungserfahrung bestätigst Du die allgemeinen Aussage, dass bei gleicher Öffnung ein nicht obstruierter APO im Vergleich mit einem obstruierten Spiegelteleskop in der Regel die Nase vorn hat.

Ich habe keine Ahnung, wo SVBONY Teleskope bauen lässt, und wie sich diese im Vergleich mit Geräten anderer Hersteller schlagen.
Die Askar hingegen genießen in meiner Wahrnehmung durchweg einen sehr guten Ruf, vor Allem die aktuellen Geräte.

Ich schätze daher, dass hier nicht nur Unterschiede in der Bauart, sondern auch in der Verarbeitungsqualität eine Rolle spielen dürften.

Möglicherweise hattest Du dazu auch noch eine sehr gute Nacht mit sehr wenig Seeing erwischt.
Denn mit der 3-fach-Barlow und dem 7mm Okular bist Du schon ein gutes Stück über die maximale sinnvolle Vergrößerung des Teleskops gegangen. 300-fache Vergrößerung bei 103mm Öffnung klingt schon sehr sportlich, unter normalen Seeingbedingungen.

Bin gespannt, ob sich diese Eindrücke in Deinen nächsten Beobachtungsnächten bestätigen.
Das fände ich bemerkenswert, und ich hoffe, dass Du Deine Eindrücke unter diesem Aspekt weiter mit uns teilst.

Klare Nächte, und weiter viel Spaß mit dem neuen Gerät wünscht

Dietmar
 
Hallo Christian,

300 Euro vs. 1300 Euro / Obstruktion vs. ohne Obstruktion
Da bin ich ja schon fast beruhigt, dass man das auch in der Praxis sieht.;)

Gruß,
Holger
 
Hallo zusammen,

unabhängig von den Erfahrungen, dass ein gleich großer Apo-Refraktor so gut wie immer die Nase vor einem obstruierten Gerät hat müsste man mehr über die genaue jeweilige optische Qualität wissen, sonst verschiebt sich ein Vergleich wie oben zugunsten des hochwertigeren Geräts signifikant. Aus chinesischer Produktion bekommt man da meist nur eingeschränkte Informationen bzw. belastbare Daten.

Dazu kommen auch bauartspezifische Besonderheiten bzgl. des Auskühlungsverhalten.

Allerdings kann das alles Christian ziemlich egal sein, wenn er mit dem Apo in der Praxis auf seine Bedürfnisse bezogen so gute Beobachtungsergebnisse erreicht. Die Begeisterung für das neue Gerät ist in den Zeilen oben ja schön herauszulesen. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

@ Dietmar, du schreibst: " Mit deiner Beobachtungserfahrung bestätigst Du die allgemeinen Aussage, dass bei gleicher Öffnung ein nicht obstruierter APO im Vergleich mit einem obstruierten Spiegelteleskop in der Regel die Nase vorn hat."

Ich mache eine andere Aussage:
"Bei gleichem Geldeinsatz hat in der Regel das obstruierte Spiegelteleskop im Vergleich zu einem nicht obstruierten APO die Nase vorne."

CS Mike
 
Selbst ohne Barlow ist die Visuelle Darstellung eher bescheiden, denn bei den grossen Vergroesserungen bekomme ich einfach kein scharfes Bild hin.
Hallo Christian,

danke für Deinen Bericht. Das o.g. kann vielerlei Gründe haben. Vielleicht ist die Optik Deines Maksutov dejustiert. Generell zeigt eine gleichgrosse Spiegeloptik aber weniger als ein Apochromat. Ich kenne die Obstruktion bei Deinem Maksutov nicht, 30% und mehr dürften wahrscheinlich sein.

Dein Apochromat hat keine Obstruktion. Somit wäre ein fairer Vergleich eigentlich ein korrekt justierter 4“ Maksutov zu einem Apochromat mit etwas kleinerer Öffnung. Auch sollten beide Teleskope an die Umgebungstemperatur angepasst und bei gleichen Seeingverhältnissen verglichen werden.

Viel Spass mit Deinem neuen Teleskop!

CS, Thomas
 
Hallo Christian,

300 Euro vs. 1300 Euro / Obstruktion vs. ohne Obstruktion
Da bin ich ja schon fast beruhigt, dass man das auch in der Praxis sieht.;)

Gruß,
Holger

Na ja der Mehrpreis des APO steckt ja längst nicht nur in der Optik sondern auch in der Mechanik zb. dem 3,3 Zoll OAZ und er bietet natürlich dann auch ein entsprechend großes ausgeleuchtetes Feld.

Der MAK hat gar keinen OAZ sondern nur eine billige HS Fokussierung und ein winziges Blendrohr.
Das ist also kein Vergleich.

Und der Askar ist ja eh verhältnismäßig teuer.
Einen 100mm Apo mit FPL53 bekommt man schon fast für die Hälfte.


Auch der ist dem 102mm MAK deutlich überlegen und es steht dann 300 zu 665 wobei der APO ja noch ein ordentliches ausgeleuchtetes Feld bietet und einen hochwertigen OAZ hat der am Mak völlig fehlt.
Allein der OAZ hat schon seinen Preis.

Grüße Gerd
 
Ich mache eine andere Aussage:
"Bei gleichem Geldeinsatz hat in der Regel das obstruierte Spiegelteleskop im Vergleich zu einem nicht obstruierten APO die Nase vorne."

Bei sehr großer Öffnung wo der APO dann sehr teuer wird mag das so sein aber bei kleiner bis mittlerer Öffnung kann es je nach Bauart des obstruierten Spiegelteleskops sogar sein das ein APO der am Planeten bei hier vorherrschenden schwachen bis mittleren Kontrasten vergleichbares zeigt weniger kostet als der Spiegel.

Der oben erwähnte 100mm APO für 665 liegt hier in etwa mit einem 150mm MAK gleich auf.
Der 150mm MAK kostet aber mehr wie 665 und mit OAZ sogar deutlich mehr.

Grüße Gerd
 
Das Resultat ist nun, dass der Mak somit abgeloest wurde als Teleskop meiner Wahl fuer die visuelle Beobachtung.
Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht.

Ich hatte vorher einen 6" Maksutov von Intes. Der ging mir leider kaputt und ich habe mir als Ersatz einen zweilinsigen 5" ED Apo geholt. Der hat den 6" Maksutov am Planeten nach belieben geschlagen. Und der ED war sogar noch etwas günstiger als der Maksutov.

Der Maksutov war optisch und mechanisch einwandfrei. Das Problem war hier allerdings die ewige Auskühlzeit. 90min musste man warten, bis man ein gutes Bild hatte. An Tagen mit steilem Temperaturgradient ist das Teil gar nicht ausgekühlt. Ich dachte immer, ich hätte so schlechtes Seeing. Aber da ich mit dem Apo viel öfter gute Bedingungen habe, kann es das alleine nicht sein. Sogar bei Deepsky lässt der 5" ED den 6" Maksutov stehen. Da sind mehr Sterne in Kugelsternhaufen aufgelöst und auch sonst ist das Bild kontrastreicher. Der Mak hat halt max. 70% Transmission. Gleichzeitig wandert bei der Obstruktion schon ein substanzieller Lichtanteil vom Scheibchen in die Beugungsringe. Da hilft das Zoll mehr Öffnung auch nichts. Der einzige Vorteil, den so ein System in der Praxis bietet, ist die kurze kompakte Bauweise. Und mit steigender Größe werden Apos halt nicht mehr praktikabel. Ab 6" werden die unverhältnismäßig teuer und lang. 4-5" Apos sind für mich so die goldene Mitte. Die kann man noch bezahlen, die sind nicht so groß und man hat bestmögliche Abbildung und Beobachtungskomfort. Unter 4" habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass mir ein großes Fernglas mit Bildstabilisator lieber ist. Das ist sicher Geschmackssache, weil man nicht so hoch vergrößern kann, aber der Beobachtungskomfort ist mit einem Fernglas unschlagbar.

Von daher wundert mich nicht, dass du eine so viel bessere Abbildung mit dem gleich großen Apo hast. Den setzt du drauf und bis du alles fertig angeschlossen hast, liefert das Teil schon ein gutes Bild. Zum mal kurz Schauen sind geschlossene Cassegrain Systeme nicht so gut geeignet.

Grüße
Joachim
 
Mal eine Frage zum Test der beiden Teleskope. Um identische Ergebnisse zu erzielen must du an beiden Teleskopen das Öffnungsverhältnis beachten. Hast du das getan? D.h. du musst an beiden Teleskopen unterschiedliche Okular Brennweiten einsetzen um gleiche Vergrößerungen zu erreichen! Ich lese heraus, das du das 7mm oku an beiden eingesetzt hast und danach die Qualität eingeschätzt hast. Richtig?
Viele Grüße Frank
 
Hab dann die 2x Barlow mit dem 7mm Okular angebracht was es nahezu identisch mit dem Mak macht und war noch mehr erstaunt. Der APO bietet ein qualitativ viel besseres und schaerferes Bild als der Mak
Wenn es so getestet wurde, liegt am Maksutov eindeutig eine Übervergrößerung vor, während der Apo noch im Bereich der förderlichen Vergrößerung liegt. Um hier gleiche Verhältnisse zu haben müsstest du den MAK mit einem 14mm Okular bestücken?! Ansonsten versuche es am Apo mit einem 3-4 mm Okular und vergleiche dann die Abbildungsgüte!
Viele Grüße Frank
 
Als grobe Faustregel kann man sagen, dass eine obstruierte Optik etwa 2" größer sein muss als eine nicht obstruierte Optik um gleichwertig zu sein. Insofern kann ein 105er MAK auf gar keinen Fall mit einem 103er APO mithalten.

Aber wenn der Spiegel größer wird, ändert sich das deutlich. Bei unserem letzten Teleskoptreffen auf Fehmarn hatten wir einen Orion Optics 12" Dobson dabei und der war klasse! Da musste man schon fast die Augen zusammenkneifen um nicht vom Jupiter geblendet zu werden...

Viele Grüße,

Günther
 
Als grobe Faustregel kann man sagen, dass eine obstruierte Optik etwa 2" größer sein muss als eine nicht obstruierte Optik um gleichwertig zu sein. Insofern kann ein 105er MAK auf gar keinen Fall mit einem 103er APO mithalten.
Für 6“ Spiegel und FS mit ca. 50 mm Durchmesser passt das ganz gut, nicht aber bei deutlich größeren Spiegeln und entsprechender Obstruktion durch den FS. Da zieht man besser die Erkenntnisse analog Zmek heran und zieht den FS-Durchmesser vom HS-Durchmesser ab. ;)

Bei der Planetenbeobachtung und schwachen Möndchen kann einem zusätzlich die Spinne im Strahlengang durch entstehendes Streulicht manche Beobachtung erschweren.

Viele Grüße
Werner
 
Guten Abend.

Ich hatte vor vielen Jahren ein C8 und dann war dann einmal gleichzeitig ein Vixen 80 L Refraktor neben meinem.

Seit über 20 Jahren verwende ich seitdem ausschließlich Refraktoren. ;-).

5 Zoll stehen gerade draußen. Hab 2 Stunden ausschließlich Saturn beobachtet weil der heute dasteht, wie gemeißelt. 0,5 Ap kein Problem, sind dann 250=Fach. Meiste Details bei knapp weniger vielleicht Ap 0,4 mm. Dann mal zum Spaß @Dobsongucker musste das nach Deinen spannenden Berichten mal testen auf über 600 Fach rauf. Wow riesig und auch noch scharfstellbar. Klar sind da weniger Details als bei einer sinnvollen Vergrößerung aber der riesige noch scharfe Saturn waren trotzdem spektakulär.

Und früher mit dem C8 hat mir die Schärfe meistens nur bis zum 25er gefallen, also 80 mal.

Damals wusste man üblicherweise wenig über die Erfordernis des Auskühlens und dass man dann was rumschrauben muss im ein gescheites Bild zu bekommen, aber halt rumschrauben musste ich ja später auch nie und das Bild war immer so gut wie es das Seeing und der Durchmesser hergegeben haben.
Ist halt meine subjektive Meinung. basierend auf dem, was mir halt so untergekommen ist, andere mögen andere gemacht haben. Und es bezieht sich auf Planeten und helle und oder sehr große Deep Sky Objekte.

LG
Franz
 
Hallo Franz,

ich denke wir laufen evtl. etwas Gefahr in eine der vielen Grundsatzdiskussionen abzudriften, welche es hier seit Jahren zuhauf gibt (Pro/Contra Spiegel/Linse). ;)

In diesen Diskussionen wurde aus meiner Sicht so gut wie alles gesagt und ich möchte nur am Rande bemerken, dass es wohl kein Fehler ist, beides zu besitzen. Bei mir geht das direkt 2:2 aus (bei anderen hier durchaus anders) und alle vier Geräte sind für Planetenbeobachtung sehr gut geeignet und werden entsprechend eingesetzt.:giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

Mann da hab ich ja mit meinem eigentlich har,mlosen Einsteiger Bericht ne Grundsatzdiskussion losgetreten.
Das war nicht meine Absicht, haha.

Ich war doch nur von meinem Beobachtungsergebis so begeistert.

Eine Wissenschaftliche Studie bezueglich direktem Vergleich der beiden Systeme wollte ich ja gar nicht machen.

Mir ist lediglich aufgefallen, dass wenn ich durch bei Teleskope schaue und den Planeten gleich gross sehe, mit dem APO ein deutlich scharferes Bild bekomme.
Mehr nicht.

Da ich ja hier an der Quelle der Herstellung der Teleskope wohne, muss ich natuerlich nicht die hohen Preise wie in DE bezahlen.
Konnte den Askar 103APO OTA inkl. 1x Flattener, 0.6x Reducer und 0.8x Reducer fuer umgerechnet ca. 1026 EUR erwerben.
Der Mak hatte mich Neu etwa 180 EUR gekostet.
Klar liegen die Teleskope Preislich auseinander und fuer den teuren APO sollte man auch eine viel bessere Optik erwarten koennen.
Das hat sich ja durch meine Beobachtung bestaetigt.

Fuer den Einstig in das Hobby war der Mak schon richtig gut finde ich. Aber nach einer Weile, wenn man sich etwas mehr mit der Materie beschaeftigt, dann entwickelt man sich weiter.
Und ich ganz alleine fuer mich, habe nun mein neues Arbeitspferd gefunden mit dem ich, so sieht es im Moment zumindest aus, lange viel Freude haben werde.
Sei es mit der visuellen Beobachtung was ich sehr gerne mache, als auch mit dem Fotografieren, wo ich mich im Moment einarbeite und versuche Erfahrung zu sammeln.

Welches Teleskop das Beste ist kann man doch eh nicht sagen. Da spielen so viele Faktoren und auch Vorlieben eine Rolle dass das jeder fuer sich selbst entscheiden muss.

Ich freue ich auf jeden Fall dass ich mit diesem Hobby angefangen habe und moechte es nicht mehr missen.

Wuensche euch allen ganz viele klaere Naechte.

LG Christian
 
Mich würde noch interessieren, was sagt Tangtang zum neuen Teleskop?;)
Hallo Andreas,

Sie war ebenfalls total begeistert also sie duchgeschaut hat und die Wolkenbaender von Jupiter richtig gut sehen konnte inkl. 3 der Monde.

Wenn die Vorhersagen zutreffen, dann sind wir Heute Abend wieder auf dem Dach des Hochhauses. Diesmal dann mit 3 Teleskopen.

Ich moechte den Askar APO zum erstenmal Heute Abend zum Forografieren nutzen, meine Tochter wird ihr Seestar S50 mit hoch nehmen zum Bilder machen und zu guter letzt nehmen wir noch unser aller erstes gemeinsames Teleskop (mit dem alles angefangen hatte) mit hoch. Das ist ein Refraktor von Explore Scientific Aurora 90SDX mit 90mm Oeffnung und 520mm Brennweite. Ist ein billiger Einsteiger Refraktor und ausschliesslich fuer die visuelle Beobachtung geeignet. (hab schon probiert mit dem zu fotografieren, aber es war unmoeglich Sterne oder Planeten zu fokusieren. Der Fokusierweg ist zu kurz).

Waehrend die anderen beiden Setups laufen, werden wir und an den Wundern des Universums erfreuen und schauen was wir visuell von unserem Standort und Bedingungen sehen koennen. Freue mich schon drauf.

LG Christian
 
Deine Begeisterung für das Hobby, und dann noch mit der ganzen Familie, das spürt man richtig, viel Spaß euch weiterhin, egal mit welchem Tool!
Die Materialdiskussion, das ist halt Teil eines Forums, man profitiert vom angesammelten Wissen der ganzen Gruppe, speziell von Leuten, die Gerätschaften schon länger im Einsatz haben. :)

Vor allem clear skies, bin ebenfalls nach einer Wolken-Durststrecke wieder an den Gasplaneten dran, sehr erbaulich.
Martin
 
Moin
Toller Bericht Christian. Vielen Dank dafür.
Ich werde mich hier nicht zur Vergleichbarkeit (103 Apo/ 105 Mak) äußern, dazu wurde hier schon etwas geschrieben.
Für mich war die Schilderung deiner (visuellen) Erfahrung wirklich interessant.
Ich hatte auch mit einem Mak (127, Celestron SLT) angefangen - und ich bin nach wie vor großer Fan, weil leicht zugänglich und, was mein Gerät angeht, keine Diva (so wie mein 200 PDS Reflektor) und natürlich super kompakt. Aber ja, auch im Vergleich optisch definitiv nicht mein bestes Rennpferd im Stall.. :LOL:

Ich habe soweit eigentlich auch nur gutes bis sehr gutes über die Askar-Apos in der Größenordnung gehört/ gesehen/ gelesen.
(Ich spiele mit dem Gedanken, meinen 90mm Apo von TS Optics ggf. in der Zukunft mal gegen ein ähnliches Modell von Askar abzulösen, vielleicht..und maximal 120mm.)

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinem neuen Apo und viele klare Nächte

Beste Grüße
Micha
 
(Ich spiele mit dem Gedanken, meinen 90mm Apo von TS Optics ggf. in der Zukunft mal gegen ein ähnliches Modell von Askar abzulösen, vielleicht..und maximal 120mm.)

Da würde ich mir aber auch mal die neuen Skywatcher EDX anschauen.
Sowohl die Esprit EDX als auch die Evostar EDX bieten aktuell das mit Abstand beste Preis/ Leistungsverhältnis.
Da kann auch Askar nicht mithalten.

Der Esprit 100 EDX ist als SD Triplet mit FPL53 kaum teurer wie das 103mm Askar ED Triplet mit einfachem ED Glas vermutlich FK61.



Und das SD Doublet Evostar 100 mit FPL53 kostet sogar nur etwa die Hälfte des Askar 103.

Bei gleichen Eckdaten liegt ein gutes SD Doublet mit Lanthan zb. der TS SD 102F7 in etwa mit einen ED Triplet wie dem Askar 103 F7 bezüglich Farbkorrektur gleichauf.

Wie es mit dem Evostar 100 EDX aussieht käme auf das hier verwendete Schott Partnerglas an.
Es könnte ein Lanthanglas N-LAK7 oder N-LAK8 verwendet werden oder das Preisgünstigere einfache N-BAK4.
Mit N-BAK4 wäre die Farbkorrektur dann zwar nicht ganz so gut wie mit N-LAK7 oder 8 aber immer noch auf sehr ordentlichem Level so das Preis/ Leistung immer noch absolut Spitze wäre.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es so getestet wurde, liegt am Maksutov eindeutig eine Übervergrößerung vor, während der Apo noch im Bereich der förderlichen Vergrößerung liegt. Um hier gleiche Verhältnisse zu haben müsstest du den MAK mit einem 14mm Okular bestücken?! Ansonsten versuche es am Apo mit einem 3-4 mm Okular und vergleiche dann die Abbildungsgüte!
Viele Grüße Frank

Ganz genau Frank, das sehe ich ganz genau so.

Wenn man die optische Qualität zweier Teleskope richtig visuell miteinander vergleichen will, sollte man tunlichst (fast) gleiche Vergrößerungen miteinander vergleichen, mit

Vergrößerung = Teleskopbrennweite (in mm) / Okularbrennweite (in mm)

Beispiel
Wenn Teleskop Nr. 1 500 mm Brennweite hat und Teleskop Nr. 2 1000 mm Brennweite, sollte man für den visuellen Vergleich in Teleskop Nr. 2 ein Okular mit der doppelten Brennweite (und gleicher Qualität) wie in Teleskop Nr. 1 einstecken. Sonst würde man ja Äpfel mit Birnen vergleichen!!

Das bezieht sich auch nicht auf Tangtangs Posting. Das ist tatsächlich wirklich eine Grundsatzfrage, wie man die visuelle Qualität zweier Teleskope mit unterschiedlichen Brennweiten richtig miteinander vergleicht.
Gruß
 
Am besten ist ein Vergleich immer im Livetest Seite an Seite in ausgekühltem Zustand, zumal dann die Standortbedingungen für beide Teleskope nahezu identisch sind.

Viele Grüße
Werner
 
Ganz genau Frank, das sehe ich ganz genau so.

Wenn man die optische Qualität zweier Teleskope richtig visuell miteinander vergleichen will, sollte man tunlichst (fast) gleiche Vergrößerungen miteinander vergleichen, mit

Vergrößerung = Teleskopbrennweite (in mm) / Okularbrennweite (in mm)

Beispiel
Wenn Teleskop Nr. 1 500 mm Brennweite hat und Teleskop Nr. 2 1000 mm Brennweite, sollte man für den visuellen Vergleich in Teleskop Nr. 2 ein Okular mit der doppelten Brennweite (und gleicher Qualität) wie in Teleskop Nr. 1 einstecken. Sonst würde man ja Äpfel mit Birnen vergleichen!!

Das bezieht sich auch nicht auf Tangtangs Posting. Das ist tatsächlich wirklich eine Grundsatzfrage, wie man die visuelle Qualität zweier Teleskope mit unterschiedlichen Brennweiten richtig miteinander vergleicht.
Gruß
Wenn es so getestet wurde, liegt am Maksutov eindeutig eine Übervergrößerung vor, während der Apo noch im Bereich der förderlichen Vergrößerung liegt. Um hier gleiche Verhältnisse zu haben müsstest du den MAK mit einem 14mm Okular bestücken?! Ansonsten versuche es am Apo mit einem 3-4 mm Okular und vergleiche dann die Abbildungsgüte!
Viele Grüße Frank

Habt ihr beide die Aussage von Christian nicht verstanden?

Hab dann die 2x Barlow mit dem 7mm Okular angebracht was es nahezu identisch mit dem Mak macht und war noch mehr erstaunt. Der APO bietet ein qualitativ viel besseres und schaerferes Bild als der Mak.


Er hat am APO zwar das gleiche Okular verwendet aber dieses am APO mit einer 2X Barlow kombiniert womit der Apo auf 1400mm Brennweite gebracht wird.
Der MAK hat 1365mm Brennweite.
Es ergeben sich also 1400/7 = 200 fach am APO und damit eine AP von 103/200 = 0,51
Es ergeben sich 1365/7 = 195 fach am MAK und damit eine AP von 105/195 = 0,54.

Grüße Gerd
 
OK, dann haben wir einfach unterschiedliche Vorstellungen zur Einbeziehung der Barlow-Linse in die Rechnung.

Ich rechne:

Vergrößerung (103APO, Brennweite 700 mm)
= 700 / (2*7) = 50

Vergrößerung (Mak, Brennweite 1365 mm)
= 1365 / 7 = 195

Was meinen die Anderen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Barlow verdoppelt die Teleskopbrennweite. Ob Du da ein Okular in den Auszug steckst oder nicht. Insofern rechnet Gerd richtig.
 
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