Neuer Skywatcher 150 F/6.6 - mit Schreibsperre ;-)

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Moin Karsten!

Mal abwarten: Vielleicht hat die nächste Generation dieses Modells dann den 2"-OAZ. Schließlich hat das bei den f/5ern auch eine Zeit gedauert.

Nochwas zur FS-Größe: An meinem 6" f/8 Selbstbau bin ich vor einigen Jahren von einem randgefaßten 38-mm-FS (ca. 40 mm Obstruktion, 3-mm-Streben an der Halterung) auf einen aufgeploppten 33-mm-FS (0,5-mm-Streben) heruntergegangen. Der Kontrastgewinn insbesondere am Planeten war sehr deutlich zu sehen. Vielleicht läßt sich dieser f/6,6 auch dahingehend noch weiter optimieren?! (Müßte man mal mit NEWT durchspielen.)

@Johann:
> Große Felder nur fürs Aufsuchen von Objekten halte ich für Unfug und würde dieses Problem über ordentliche Sucher lösen und nicht die Hauptoptik zuobstruieren.

..gut, daß das mal jemand schreibt! :super: Entweder - oder... - Es geht einfach nicht, ein Riesen-GF als Richfielder einzufordern und gleichzeitig den Mega-Kontrast am Planeten zu erwarten.
 
Re: Neuer Skywatcher 150 F/6.6

Hallo Klaus,

Was sind denn die visuellen Unterschiede zwischen 18% und 26%?

das wird dir warscheinlich niemand beantworten können. Man müßte
2 identische Teleskope Seite an Seite zur gelichen Zeit am
gleichen Objekt und mit dem gleichen Okular haben die sich
nur beim Punkt Obstruktion voeinander unterscheiden.

Ich selbst habe von 25% auf 19,5% Obstruktion umgebaut. Da dabei
aber auch der Tubus durch einen Isoliertubus mit Zwangsbelüftung
ersetzt wurde (gegen Tubusseeing gerichtet), der Tubus verlängert
wurde (gegen eindringendes Streulicht), der Auszug niedriger (für
einen kleineren Fangspiegel) und die optische Qualität des neuen
kleineren Fangspiegels massiv besser ist kann ich beim besten Willen
nicht sagen wie sich die geringere Obstruktion bei meinem Teleskop
ausgewirkt hat. Ich vermute aber, daß die geringere Obstruktion
noch der geringste Faktor bei der Verbesserung der Abbildungsleistung
meines Teleskopes gewesen ist.

MfG,Karsten
 
Hallo Winnie,

Mal abwarten: Vielleicht hat die nächste Generation dieses Modells dann den 2"-OAZ. Schließlich hat das bei den f/5ern auch eine Zeit gedauert.

Genau. Wenn man sich die Entwicklung über einige Jahre anschaut,
dann ist sie erkennbar. In der Tendenz werden Teleskope die sich
bewährt haben, gut veerkauft werden und auch im Wettbewerb stehen
vom Hersteller auch verbessert. Schon um im Vergleich zur Konkurrenz
nicht abgehängt zu werden.

An meinem 6" f/8 Selbstbau bin ich vor einigen Jahren von einem randgefaßten 38-mm-FS (ca. 40 mm Obstruktion, 3-mm-Streben an der Halterung) auf einen aufgeploppten 33-mm-FS (0,5-mm-Streben) heruntergegangen. Der Kontrastgewinn insbesondere am Planeten war sehr deutlich zu sehen.

Woran hat es gelegen? Nur an der geringeren Obstruktion, oder
eventuell an besserer Qualität des Fangspiegels?
Oder an der besseren Halterung?
Zuerst hatte ich an meinem 200/1200mm sogar heftigen Astigmatismus
bei niedrigen Temperaturen. Der wurde warscheinlich durch die
zu enge Plastikfangspiegelfassung hervorgerufen.

MfG,Karsten
 
Moin Karsten!

> Woran hat es gelegen?

Tja, gute Frage - natürlich habe ich ein bißchen mehr für diesen FS ausgegeben (Pyrex-Teil von GAT), und die FS-Spinne hat mir ein Astrokollege zusammengebaut. Wichtig war für mich der Effekt - und der war zu sehen. (Es lohnt sich also immer, die Kiste zu pimpen... ;) )

> zu enge Plastikfangspiegelfassung

Tja, das Teil sollte GSO endlich mal rausschmeißen. Den 2"-OAZ einzubauen schaffen sie - sogar als Crayford und mit Untersetzung - aber diesen Schrott behalten sie bei... :mauer:
 
Hi Zusammen,

eigentlich habe ich nicht viel zu sagen, nur - ich finde die Weitfeld-Fähigkeiten eines Teleskopes sehr attraktiv und ich möchte daran erinnern, dass es nicht blos "Sucherersatz" ist. Ich finde, das so darzustellen schaut nach einem ziemlichen Tellerrand aus. Natürlich sind (naturgemäß) so große Objekte nicht häufig und einen guten Himmel wollen die meisten auch haben, aber es spricht doch für sich, dass nicht nur ich schon mehrere Nächte ausschließlich mit 45-facher Vergrößerung und 80° Weitwinkel verbracht habe. "Aus Versehen", weil mit solchen Vergrößerungen eben genug zu sehen ist, so dass man zum Okularwechsel nicht kommt.

Das muss man nicht mit 100% Feldausleuchtung machen. Ich denke sogar, dass es reicht, wenn der 40mm Radius noch 33% Licht bekommt. Das sollte eine Obstruktion ergeben, die eine zufriedenstellende Planetenbeobachtung ermöglicht.
Allerdings - 27% durch den 40mm Fangspiegel tun das schon. Man sollte nicht vergessen, was so ein Gerät im Lieferzustand ist:

Ein Einsteigerteleskop mit Allround-Fähigkeiten. Die würde ein 2" OAZ wesentlich erweitern.
Die eierlegende Wollmilchsau kann ein Gerät dieser Preisklasse ohnehin kaum sein. Da hätte der 6" f/6 mit 40mm Fangspiegel eher Chancen, aber auch da fehlt dann noch einiges an Newton-Optimierung, damit alles passt.

Ich frage mich, was ihr von diesen Geräten erwartet habt? Ich denke Unrealistisches!

Clear Skies
Sven
 
hallöchen,

mein 6" f/6 hat nen 33mm FS, damit seh ich an Epsilon Lyrae fast keinen Beugungsring mehr und kann auch super mit 2" in der Milchstrasse spazieren gehen. Er hat genug Licht um Jupiter mit Binoansatz bei 120x im Luftgewaber so zu zeigen dass mein Hirn unglaublich viel Detail rausrechnen kann. Also schon nahezu eierelegend! Das Ganze trag ich auf der EQ5 im Stück im Garten rum wenn ein Baum im Weg ist. Bin begeistert!

Ich glaube Wolfi Ransburg hat den GSO Leuten schon gesagt was er genau haben will, aber die Kerle sind beratungs- und feedbackresistent bis dahinaus. Aus der Kiste ist dann eben dieses Ding gehüpft.

Beim Skywatcher 150/1000 wird meiner Meinung nach ohne 2" Option auch an der falschen Stelle gespart, und die EQ3 ist ebenfalls zu leicht für das Rohr.

Das Preisargument zählt für mich nicht, denn der 150/750 Black Diamond mit gutem 2" Crayford kostet auf EQ3 aktuell sogar um 1.- WENIGER. Da ist nur ein Stückl Blech mehr beim 1000er.

lg Tommy
 
Hallo Zusammen,

ich finde in den letzten Beiträgen wird sehr deutlich wo das Problem eigentlich liegt: einerseits haben sich Hersteller durchgesetzt die BILLIG sind. Andererseits haben genau diese es schlicht nicht nötig etwas anderes zu tun als Teleskope so billig zu produzieren daß an denen sowohl der Hersteller als auch die Händler was verdienen können. Ob da irgendwo Verbesserunspotential ist interessiert diese Hersteller nicht. Gar nicht. Nicht ein bischen...wozu auch? Böse gesagt: die haben ihren eigenen Markt, dann gibts noch die richtig teuren und guten Sachen und die ATM Szene...beides vollkommen unwichtig in Anbetracht der absetzbaren Stückzahlen. An 1000 Teleskopen jeweils 50,- Euro zu verdienen ist für den Hersteller in China schlicht wirtschaftlicher als an einem Teleskop 5000,-. An 50.000 Röhren jeweils 15,- Euro zu verdienen wäre noch besser...

So gesehen fast ein Wunder daß GSO sich überhaupt zum 6"f6 hat durchringen können, weniger wunderts daß Skywatcher nachgezogen hat.

Wer einen perfekten 6"f6 haben will bekommt ihn auch - wenn er ihn zu bezahlen bereit ist, und daran wirds meistens scheitern. Gab sogar mal einen Hersteller in Deutschland der recht ordentliche Teleskope gebaut und gelegentlich sogar verkauft hat, hieß glaube ich Zeisig oder Zeiserei oder so ähnlich :/ , die hatten ein Preisproblem...



Viele Grüße Felix

P.S.: Abgesehen von dem Billig-Dilemma: wirklich grottenschlecht sind diese Chinaröhren nicht, woanders gibts für den Preis gerade mal einen HS, ohne Tubus, OAZ, FS + Spinne, zusammengebaut is auch nix...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,

ich sehe den fehlenden 2" OAZ ebenfalls als eine verschenkte Option die durchaus machbar gewesen wäre.
Ich bin nicht der Meinung, dass man darauf bei einem Einsteigerfernrohr verzichten kann, darauf kann eher der visuell versierte Beobachter verzichten.
Der Einsteiger, auch mit gutem Sucher, hat mehr Probleme bei der Aufsuche (jaja Opa *entfernt*, wir mussten früher auch....Quatsch!) von Objekten. Gerade für den Einsteiger sind 0,5° mehr Feld im Hauptrohr(!) ein Gewinn beim Suchen und Finden und dazu kommt noch, dass für sehr viele Leute, nicht nur für Einsteiger, ein großes Übersichtsfeld einen Genussgewinn bei der Beobachtung bringt, nicht nur bei ausgedehnten Objekten die kleinere Felder sprengen.

Ich habe das Ding noch nicht vermessen, aber selbst wenn der Tubus etwas zu kurz und der OAZ etwas zu hoch (Beides absolut unnötig) wäre, um eine passable (nicht volle!) Ausleuchtung von 2" Zubehör zu ermöglichen, würde ich mich über einen 2" OAZ freuen.
Was ist so schwer daran, anstelle eines geradsichtigen optischen Beipacksuchers einen einfachen Leuchtpunktsucher zu wählen und dann sofort auf ein 2" übersichtsokular mit 3° sauberem Feld zu wechseln.
Sternkarten mit den entsprechenden Grenzgrößen sind auch im Netz verfügbar.

Das ist heute m.E. einsteigergerecht, was wir früher hatten, war es damals (und teurer war es auch noch).

Also sind wir froh, dass es so ist, dass wenigstens schon Mal zwei Angebote im Bereich 6" F/6 am Laufen sind. Das sollte uns aber nicht dazu verleiten, konstruktive(!) Kritik zu vernachlässigen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

also ich finde den neuen 150 f/6,6 so wie er ist gar nicht mal so schlecht.
Der 2“ Auszug wäre sicher noch eine nette Zugabe gewesen aber zwingend erforderlich ist der hier nicht.
Schließlich zeigt der mir auch mit 1,25“ genau das Gleiche, ich muss mich lediglich mit einem kleineren Feld begnügen was den Beobachtungsgenuss zumindest bei einigen Objekten mindert so geht zb. bei den Plejaden der Haufencharakter bei kleinem GF verloren.
Ob aber jetzt ein Allrounder nun zwingend Rich Field können muss darüber lässt sich streiten.
Das gleiche gilt für die Planetenoptimierung, wer hier an den 26,7% Obstruktion rummosert und schreibt das das nicht Obstruktionsoptimiert ist aber gleichzeitig 2“ fordert, soll sich im klaren sein das das nun mal nicht alles gleichzeitig zu machen ist und Kompromisse erforderlich sind.
Was würde denn ein besonders Kurtzbauender OAZ beim FS bringen?
Nehmen wir mal an der Jetzige hat 70mm min. Bauhöhe, ein besonders Kurzer hat vielleicht 50mm min. Bauhöhe, ist also 20mm kürzer.
Das bringt dann bei 1000mm Brennweite genau 3mm am FS und man käme auf 24,7% Obstruktion.
Machen die 2% Gewinn da jetzt wirklich den Unterschied und rechtfertigen extra einen solchen FS zu fertigen und einen OAZ der fast so teuer ist wie jetzt der ganze OTA?
Ich meine im Gegensatz zu den 33% beim GSO die nun wirklich zu viel sind kann man hier gut mit leben.
Und wer 2“ will kann ja ohne weiteres einen solchen OAZ drannschrauben und der 40mm FS leuchtet den auch noch halbwegs aus, nur kleiner dürfte Er dann natürlich wirklich nicht sein.


Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

es geht nicht um mehr oder weniger schlecht, nicht um zwingende Erfordernisse. Ein 150/1000er Newton kann kein Weitfeldgerät sein, also fehlt diese Eigenschaft weil sie nicht möglich ist.
ES GEHT DARUM, DASS OPTIONEN DIE DEM GERÄT MÖGLICH SIND NICHT UMGESETZT WURDEN!

Mit 2" OAZ wären max. 2,7° Feld drin.
1 1/4" OAZ bietet maximal 1,6° Feld.
1,1° verschenkt, das Grad zu 1-2 €.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

eine konstruktive Kritik soll das gar nicht abwürgen, nur setzt mir diese Kritik ein, ohne die Möglichkeiten beider neuer Geräte mal erfasst zu haben.
Die Hauptaussage, die ich so rauslese, ist "dagegen", und zwar ein "Dagegen", was für den Einsteiger sehr deutlich erscheint, ohne dass die Argumente für den Einsteiger wirklich ziehen würden.
Genau da liegt das Problem, das Forum demontiert gerade ein Einsteigerrohr mit Argumenten, die man dem etliche hundert Euro teurem Angebot z.B. von Orion UK um die Ohren hauen könnte (nicht alle davon).
Natürlich ist es richtig, dass teilweise Optionen verschenkt wurden, buchstäblich, weil ein kleinerer Fangspiegel nichts kostet. Aber ich finde man darf darüber nicht vergessen, die Einsatzmöglichkeiten "as is" zu sehen, und das Tuningpotenzial mit brauchbarem Budget sollte man auch erkennen.

Wenn der 50mm Fangspiegel beim GSO 6/6 das Hauptproblem ist, sehe ich da den kleineren Fangspiegel als Tuning-Option. War man eigentlich an dem Punkt angelangt, wie das mit der Tubuslänge einhergeht, also wie klein der Fangspiegel sinnvoll werden kann? Oder fehlen da noch Messwerte?
Beim Skywatcher "666" fehlt der 2" Auszug, den man genauso nachschrauben kann, wie man den kleineren Fangspiegel beim GSO schon hingeblobbt bekommt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther,

wie ich schon schrieb hätte ich mich ja auch über einen 2“ Auszug gefreut, ich bin nämlich auch selber ein Genießer eines großen Feldes.
Aber wie Du ja selbst schreibst ist auch mit 2“ bei 1000mm Brennweite kein wirkliches Weitfeldgerät zu machen.
Um also die Ausgedehnten Objekte zu genießen ist ohnehin was anderes erforderlich.

Dem Einsteiger sei da erst mal ein Fernglas empfohlen um den Himmel besser kennenzulernen, das kommt billiger als ein 2“ Weitwinkel Okular und der Mehrpreis für den Auszug.
Denn 1bis 2 Euro sind das bestimmt nicht nur.

Tommy hat das Beispiel mit dem 150/750 Black Diamond und 2“ Auszug gebracht.
Nur die Blaue Version mit dem 1,25“ Auszug kostet mit 159 Euro eben 40 Euro weniger, das sind andersrumbetrachtet immerhin 25% Aufpreis für die 2“ Option.
Warum der f/6,6 jetzt in Relation zum f/5 und selbst zum f/8 so teuer ist weiß ich auch nicht.
Vielleicht ist es ja ein besonderer Einführungspreis. :mauer:
Da erwarte ich eigentlich irgendwann mal eine Preisangleichung nach Unten.

Für den Einsteiger mit schmalem Budget ist der Skywatcher f/6,6 so wie er ist deshalb das richtige.
Für die die etwas mehr übrig haben besteht ja Problemlos die Möglichkeit 2“ zu adaptieren, vielleicht findet sich sogar ein Kundenfreundlicher Händler der diese Option gegen vertretbaren Aufpreis dem Kunden anbietet.

Grüße Gerd
 
Hallo Sven,

ich komme gerade nicht dazu (wie es bei Anderen steht, weiß ich nicht) mich um den 6" F/6 Newton zu kümmern, die RB dafür ist zunächst Mal wichtiger und da sind wir wohl kurz vor einem vorzeigbaren Ergebnis das auch für den 6" F/6,6 passen wird. Ein paar andere Baustellen habe ich ja auch noch.

Aus der Diskussion habe ich im Kopf, dass mit Ach und Weh ein 44er FS am 6" F/6 noch angehen könnte, überprüft habe ich es noch nicht. Jedenfalls wäre da eine Tubusverlängerung m.E. Pflicht, um auch 40 mm oder gar drunter zu kommen und zumindest die 35 mm Verlängerungshülse wegfallen zu lassen ohne die man kaum den Fokus erreicht. Das muss halt noch ausgetüftelt werden.

Zum 6" F/6,6 fehlen mir die Maße, aber da steht eine Aussage, dass der Tubus unter 100 cm bleibt. Bei 1000 mm Brennweite kann das auch knapp werden und traditionell baut auch Skywatcher sehr enge Tuben.
Ob das nur mit dem Umbau auf einen 2" OAZ getan ist fragt sich, denn warum hat man den nicht gleich verbaut, wenn es sinnvoll geht.

Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, sehe ich es als äußerst erfreulich an, dass nun gleich zwei erschwingliche Newtons im Bereich 6" F/6 zur Verfügung stehen.
Ich kapiere nur nicht, warum man in beiden Fällen das ganz simpel Erreichbare nicht erreichen wollte oder konnte, es sei denn.....ach lassen wir das. :confused:

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

dass die Teleskopbauer dieser Preisklasse ihren Job dumm machen, aus Sicht des wissenden Kunden, ist eine Konstante in diesen Wechselhaften Zeiten.
Ob es damit zu tun hat, dass man ein Produkt nicht zu dem Preis verkauft, zu dem es nach Kalkulation verkauft werden muss, sondern zu dem, den es am Markt erzielen kann?
Wären beide Teleskope besser durchdacht, müsste man sicher 300 Euro drauflegen. Es wäre dann ja ein richtig gutes Ding!

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

sei Mal ein wenig vorsichtiger, sonst kommen wir auf den Punkt, dass sie einfach nicht so gut sein dürfen wie sie könnten und dann kriegen wir wieder die Paraoia ferndiagnostisch untergejubelt.
:krank: :Trost: :krank:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Au ja, Paranoia...

ich denke daß die großen Baumarktketten mittlerweile in chinesischer Hand sind: dadurch daß die Serienteleskope nicht perfekt sind werden Millionen und Abermillionen ATMler in die Baumärkte getrieben und kaufen Sperrholz, Velours, Alurohre und was es sonst so gibt als ob es kein Morgen gäbe...

Von wegen 300 Euro drauflegen: mit welchem Preis wurde der 150/1000 Skywatcher eigentlich vorgestellt???

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

der 150/1000 soll 198 Euro kosten.
Was mir aber gerade aufgefallen ist der 150/750 Black Diamond mit 2“ Auszug kostet bei unserem Bestpreihändler 254 Euro
Übrigens hat der einen 47mm FS und hat damit weniger Obstruktion wie der f/6 GSO wo ja zu den 50mm FS dann auch noch die Fassung dazukommt, ich schätze mal das beim GSO dann unterm Strich so 53mm Abschattung rauskommen.
http://www.teleskop-express.de/shop...ewton-150-750mm---2--Auszug---opt--Tubus.html
Der Black Diamond kostet damit nicht 40 wie ich auf Grund von Tommys Preisangabe geschrieben habe sondern 95 Euro mehr als die Blaue Version mit 1,25“ Auszug die 159 Euro kostet.
Das sind knapp 60% Aufpreis für die 2“ Version und die schwarze Farbe.
Und auch gegenüber dem f/6,6 sind also für die 2“ immer noch 56 Euro Aufpreis zu zahlen.

Wer unbedingt 2“ will kommt da dann kaum teurer wenn man sich zu dem f/6,6 noch einen einfachen 2“ Auszug dazukauft und den Alten kann man ja vielleicht auch noch für ein paar Euro verscherbeln.

Grüße Gerd
 
Hallo Tommy,

hast recht bei den Paketpreis mit der EQ3 sieht das anders aus, ist halt nur blöd wenn man gerade keine EQ3 braucht.
Na ja mach eine Kalkulation kann man wirklich nur schwer nachvollziehen.

Grüße Gerd
 
Re: Neuer Skywatcher 150 F/6.6 - mit Schreibsperre

Zitat von tommy_nawratil:
kauf die EQ3 mit im Paket, wie ich geschriebn habe, dann kostet dich der BD um 1.- weniger als der 150/1000 :-) Manchmal wissen die Händler selber nicht mehr wie ihre Preise entstehen :-)))

Hallo Tommy,

das liegt aber doch wohl eher daran, dass das "150 f/6.6 + EQ3" Paket momentan jeglichen Paketrabatt vermissen läßt:

€380: Skywatcher Newton 150/1000mm parabol - auf Montierung EQ3
€200: Skywatcher Newton 150/1000mm "parabol" - Tubus mit Optik

€180 Differnz für eine EQ3 und 2 nicht näher beschriebene (2 x 1,25") Okulare. Das 32mm Plössl steht aber schon unter "empfohlenes Zubehör".
Die EQ3 gibt's für €150 im Shop.

Also €30 für 2 x 1,25" Okulare, die nicht weiter erwähnenswert sind.

Viele Grüße
Stephan
 
Re: Neuer Skywatcher 150 F/6.6 - mit Schreibsperre

Hallo,

ich verfolge als Einsteiger diesen und andere Threads aufmerksam. Mich würde interessieren, wann die schon lange angekündigte RB im Handel zu erwerben ist und ob der Händler schon Preisvorstellungen hat durchblicken lassen.

Vorbildlich finde ich übrigens das Komplettpaket des Händlers, der die roten Dobsons verkauft. Da gibt es für Einsteiger ein schönes Paket: "nicht das günstigste auf dem Markt, dafür ist es für die Zukunft geplant". Das finde ich eine klare Aussage und wenn man sich in den Foren ein bischen belesen hat und beraten wurde, weiss man das der Preis für das Gebotene in Ordnung ist und die einzelnen Komponenten sinnvoll zusammengestellt sind.

Grüße und CS,
Marcus
 
Re: Neuer Skywatcher 150 F/6.6 - mit Schreibsperre

Hauptsache ihr stellt keine Fragen im Bietebord, ich wurde dort erst gesperrt, dann wieder freigeschaltet, dann wieder gesperrt....

Meine Frage lautete Sinngemäß:

Hallo Wolfi,

schön daß es jetzt zwei solcher Geräte gibt, und nicht nur den teuren ORION...

Wie groß ist denn der FS des Skywatchers?

Viele Grüße Felix


Meiner Meinung nach war das eine produktbezogene Frage und damit kein Grund für eine Sperre...

Die Frage nach der FS-Größe war durchaus ernst gemeint da der FS des GSO etwas groß geraten ist. Außerdem erschien mir der Skywatcher recht günstig zu sein, anfangs...

Viele Grüße Felix...


...der sich fragt ob er nu ganz dicht gemacht wird...
 
rote Teleskope auch nur auf Wasserbasis lackiert

Hallo Marcus,

sowas lässt mich ja immer wach werden:
nicht das günstigste auf dem Markt, dafür ist es für die Zukunft geplant
Ich hab das mal ergooglet: http://www.intercon-spacetec.de/produkte/sonderangebote/produkt/galaxy_paket/

Da finde ich, dass dieses Paket auch nur mit Wasser gekocht ist. Natürlich ist es eine bessere Zusammenstellung als den Kunden nur mit Plössl und Barium Okularen zu bewerfen, aber die beigelegten Okulare halte ich auch nicht für eine "Zukunftslösung".
Das 9mm Plössl ist ja auch wieder drin, dann kommt ein 42mm und ein 15mm aus der "Super View" Reihe, die nennt man dort einfach Erfles und wir kennen die Okulare von einigen Händlern mit jeweils anderem Label, eben auch als TS-WA, wobei man bei TS-WA ja über all die Jahre etwas aus dem Auge verliert, was wann TS-WA geheißen hat und was man bei Anruf morgen als TS-WA geliefert bekäme...

Jedenfalls kommen mir da gleich einige Bedenken. Erstmal ist das 42mm an f/6 mit 7mm AP "gesegnet". Und das ist durchaus ein Problem, denn es ist natürlich das einzige Aufsuchokular, beim 15mm ist der Himmelsausschnitt für anständiges Suchen schon deutlich zu klein. Die 7mm AP aber bewirken, dass man in dieser Kombination aus Okular und Teleskop eine ganze Menge Objekte nicht finden kann, wenn der Himmel Vorstadtqualität, ja sogar Landhimmelqualität hat. Da saufen Galaxien einfach ab und werden unsichtbar. Man bräuchte schon einen gehobenen Mittelgebirgshimmel, um damit wirklich erfolgreich zu suchen. Für die Beobachtung sieht es nicht anders aus, es sei denn man bringt einen OIII oder wenigstens (unter weniger gutem Himmel mit leichtem Bauchweh) einen UHC in 2" an den Start. Fehlt aber im Paket.

An dieser Stelle wurde also wieder mal Frust eingepackt, entgegen dem, was viele Berater hier seit längerer Zeit als sinnvoll praktizieren: An f/6 lieber mit weniger Okularbrennweite (30mm, 32mm, unter gutem Himmel vielleicht 38mm) an die Übersichtsbeobachtung herangehen und die 42mm erst zukaufen, wenn da Sicherheit für den Bedarf besteht!

Aber auch im 15mm sehe ich kein besonderes Zukunftspotenzial. Ich empfehle diese Okularbauart manchmal für Einsteiger unter dem Motto "mein erstes Weitwinkel" zum Kennenlernen. Diese Brennweite ist ja für Planetenbeobachter eh ein Übelstes-Schlechtwetter-Fallback (immer im Bezug auf f/6), selbst der Mond würde in dieser Brennweite noch voll in ein 50° Plössl-Feld passen. Also ein Okular, was eh wirklich nett nur für Deepsky angewandt wird. Wenn man dann Gefallen am Weitwinkel findet, wird man auf lange Sicht sicher andere Weitwinkel anschaffen. Die Abbildungsleistung ist an f/6 zwar wirklich nett, aber es stellt sich dann die Frage, welche anderen Eigenschaften Weitwinkel-Okulare haben sollten. Natürlich werden dann Weitwinkel erstmal mit anderen Brennweiten angeschafft, 15mm sind ja schon da, aber die mittelfristige Folge kann dann gut sein, dass das 15mm das schlechteste Weitwinkel der Palette ist und dann eben deshalb auch rausfliegt. Ist das nun also für die Zukunft geplant?
Das ist natürlich Wortklauberei, es ist wenigstens sinnvoll geplant, um auf den Geschmack kommen zu können, und um eine ausgesprochene Deepsky-Brennweite mit weitwinklig und in akzeptabler Qualität besetzt zu haben.

Bleibt das 9mm Plössl. Öh... das liefert 133x - für Planeten viel zu wenig, für Deepsky hätte man doch gerne Weitwinkel. Aber klar, der Händler will nicht unter 9mm Brennweite gehen, weil dann der Augenabstand einfacher Okulare zu unfreundlich (mindestens für Einsteiger) wird. Okulare mit mehr Augenabstand sind aber keine kompromisslosen Planetenokulare und trotzdem teurer als die Plössls.
Letztendlich müsste man das 9mm Plössl an eine hochwertige Barlow setzen, die im besten Fall den Augenabstand nochmal vergrößert. Das tun die beiden TeleVue-Barlows nur mäßig, besser wäre eine Klee Barlow und zwar die mit dem stärkeren Faktor, aber gerade die hat meiner Erinnerung nach ein Streulichtproblem identisch mit jenem des traurig berühmten 3,8mm ED. Außerdem fragt man sich schon, ob man eine so hochwertige Barlow mit einem Taiwan-Plössl kombiniert.

Letztendlich komme ich nach diesem Spruch doch wieder dahin, dass es besser ist, die Okularzusammenstellung (und alles weitere Zubehör) lieber individuell zusammenzustellen, als solche Pakete mit "viel Wenn" zu schnüren. Am Ende wird lustig ausgetauscht, Okular A heraus, Okular B hinein, vom Okular A x Prozent des Preises angerechnet, auf das Okular ein kleiner Rabatt zu y Prozent...

Wahrscheinlich braucht man solche Pakete für den Kunden, der weder reden noch schreiben kann und gerade noch im Shopsystem "jetzt kaufen" klickt. Alle anderen sind wohl besser Beraten, sich (am besten Händlerunabhängig beraten) ihre Wunschkombi zusammenzustellen und dann dieses Individualpaket Zwecks Preisanfrage an eine Reihe Händler zu verschicken.
Mich würde bei so einer Aktion übrigens mal eine Statistik interessieren, wie viele Händler es schaffen, eine solche Wunschliste zu respektieren und nicht mit eigenem Krempel zu "durchwürzen". Mal abgesehen von Baugleichheiten, es ist ja egal was draufsteht, wenn nur die geforderte Optik drin steckt.

Clear Skies
Sven
 
Barlows, Okularzusammenstellungen

Hallo Sven,

... besser wäre eine Klee Barlow und zwar die mit dem stärkeren Faktor, aber gerade die hat meiner Erinnerung nach ein Streulichtproblem identisch mit jenem des traurig berühmten 3,8mm ED. ...

im Gegenteil, die stärkere 2,8x Klee ist wirklich vorbildlich verblendet,
da ist Streulicht kein Problem.
Die neuere, schwächere 2,2x Klee mußte leider nachgeschwärzt werden,
ansonsten war sie für die Mondbeobachtung nicht brauchbar.

Okularezusammenstellungen für Einsteigerdobsons:
Da die Bedingungen, die Einsatzziele, die Vorlieben der Sternfreunde
derart unterschiedlich sind wird es wohl keine endgültige Okular-
zusammenstellung die für alle und alles taugen würde geben können.

Das Beste wäre wohl eine Wahloption:
Daß der Sternfreund seine 3 Okulare aus einem Pool wählen könnte.

Aber selbst das würde wohl nicht ausreichen, denn der Sternfreund
weis naturgemäß noch nicht was er schwerpunktmäßig beobachten wird,
wie sein Himmel ist, wie die wie Himmelshelligkeit und Austritts-
pupille zusammenhängen, was Augenabstand bedeutet, welche Aberrationen
welche Okulare aufweisen, und so weiter...

Gruß, Karsten
 
Re: Barlows, Okularzusammenstellungen

Hallo Sven, hallo Karsten,

das mittlerweile überall anzutreffende Käuferverhalten ist in diesem Fall in meinen Augen das größte Problem: stellt euch ein Einsteigerset vor bei dem die Okularpallette wirklich durchdacht ist aber das ganze Set 50 oder 100 Euro teurer macht...ich würde jede Wette eingehen daß der Händler der sich dazu durchringt ein akutes Absatzproblem bekommt und den "Plössl und Erfle Dazulegern" beim Verkaufen zuschaut...Gerade die von Sven angesprochene Klientel "jetzt kaufen Drücker" wird um alles was 5 Cent mehr kostet als das BILLIGSTE Angebot einen größtmöglichen Bogen machen, könnte ja sein daß sie nicht jede Okularbrennweite fünfmal kaufen bis sie zufrieden sind.

Da haben die beiden okularfreundlichen 6-Zöller durchaus Potential da das Teleskop etwas günstiger als 8" ist und im Gesamtpreis etwas mehr Platz für bessere Okulare bleibt. Aber auch das muß einem Käufer erstmal klar gemacht werden, mich würde folgende Statistik interessieren: wieviele Käufer eines solchen Sets informieren sich wirklich und kaufen nicht nur nach den Aspekten "ist billiger" oder "hat mehr Öffnung"...

Also eine insgesamt völlig paradoxe Situation: stellt der Händler was gescheites zusammen und der Preis steigt wird er weniger verkaufen als vorher, verkauft er möglichst billig wird er nicht nur mehr los sondern kann auch mehr "Upgrades" verkaufen, und die Krönung ist die meisten Käufer wollen es so!

Fällt mir nur ?) zu ein...oder :mauer:


Viele Grüße Felix
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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