Hallo,
...so ...aus der EQ 1/2 Hexenküche mal ein update:
Aufgrund der vielen Teleskop-Neukäufe (insbes. Seestar S 50) haben wir seit Monaten ja kaum noch
beobachtungsfähiges Wetter....nur Regen....

...allenfallls mal ein paar Wolkenlücken...
Ich habe daher mein Sonnen- und Mondbeobachtungsequipment auf "wenige Minuten Wolkenlücken" angepasst.
Im Garten steht eine EQ 1 oder EQ 2 fest installiert....mit dem einfachen 9 V Batterie-Nachführmotor.
Siehe hier:
Nachführmotor mit Halterung für die Montierung EQ-1
www.teleskop-express.de
Für die Sonne habe ich einen Bresser 60/350 Refraktor - dessen Abbildungsleistung nicht schlecht ist - komplett
mit Sonnenfilter, Okular und Eigenbau-Sonnensucher in einer Werkzeugkiste "aufgerüstet". Alternativ kann auch ein Celestron
70/700 mm eingesetzt werden. Wenn Wolkenlücken drohen: Wetterschutz von der Monti ab, Kiste auf, Rohr drauf...und in weniger als drei Minuten
bin ich beobachtungsfähig.
Jetzt zur Modifikation der EQ1/2:
Der 9 V Motor passt nicht im Original auf die alten EQ 1/2. Außerdem ist der Motoranschluß bei allen (auch den neuen) EQ's rechts
(vom Pol aus gesehen). Das bedeutet: Nach dem Meridian stösst das Teleskop an den Motor.
Siehe hier:
Die Reisemontierung bietet alles, was Sie brauchen, um mit Ihrer eigenen Kamera Astrofotos vom Nachthimmel aufzunehmen - von Teleskop-Service.
www.teleskop-express.de
Also: Der Motor muß nach links ! Das geht recht einfach. Motor mit der flexiblen Motorkupplung auf die linke Seite
der Schneckenwelle und am Polblock dann eine Markierung mit Filzstift für die Halterung anbringen.
Dort dann mit einem Bohrer und Gewindeschneider ein 6 mm Loch bohren - geht mit dem Akkuschrauber einfach.
Dann mit einigen Unterlegscheiben und einer 6 mm Schraube den Motor auf der linken Seite anschrauben.
Evtl. muß die Achsen der Schneckenwelle auf der linken Seite mit einer Eisensäge etwas gekürzt werden.
Bei den neuen EQ1/2 kann man den Motor - soweit ich das sehe - auch ohne Umbau auf der linken Seite befestigen.
(ohne Gewähr)
Jetzt sitzt der Motor auf der linken Seite (Bild 4) und das Teleskop stösst nach dem Meridiandurchgang nicht mehr am Motor an.
Nun muss die Nachführrichtung noch von "Nord" auf "Süd" umgeschaltet werden. Schalter ist am Motor.
Jetzt zum Motor selbst. Der ist ja alles andere als genau. Man muß an dem kleinen Stift des Potis ziemlich rumfummeln,
bis die Geschwindigkeit in etwa stimmt. Auch da habe ich eine Lösung.
Ich habe zwei 9 V Batterien parallel geschaltet. Man braucht nur 3 x 9 V Batterieklipse und eine Lüsterklemme. Siehe Bild 3
Darauf achten, dass der Verbindungsclip zum Motorclip "verkehrt herum" angeschlossen wird "Plus auf Minus und Minus auf Plus".
Sonst stimmt die Polarität am Motorclip nicht. Siehe Bild 3. Mit 2 Stück 9 V Batterien läuft - gefühlt - der Motor ruhiger und lässt
sich besser regulieren.
Soweit mal das Neuste aus der EQ 1/2 Hexenküche.
Zeitbedarf für den Umbau: 30 Minuten - auch wenn beide Daumen links sitzen . Werkzeug: Akkuschrauber, Bohrer + Gewindeschneider
für 6 mm Gewinde und evtl. eine Eisensäge.
Den Rest erklären die Bilder.
Natürlich übernehme ich keine Haftung für Schäden beim Nachbau.
LG Eberhard ... der aus dem Radio-Astronomie-Board....
PS: Der Blendschutz auf Bild 5 ist natürlich aus nachhaltigem Material !