Mein Seben 7,5-22,5mm Okular kam gestern mit der Post, leider haben wir hier gestern und heute einen bewölkten Himmel. An meinem 4" Mak testete ich es heute als "Spektiv" Okular für die Tagesbeobachtung. Mechanisch macht das Okular einen guten Eindruck, es ist wie man auf den Bildern sieht optisch den oben genannten 7,5-22,5mm Zooms sehr ähnlich.
Die Twist-Up Augenmuschel funktioniert weich und ist nicht allzu schlimm geschmiert von innen. Das Gehäuse besteht aus Alu, die Innenschwärzung ist gut, da das Gehäuse komplett matt schwarz eloxiert ist. Die Augenlinse ist leider nicht kantengeschwärzt, was bei der Tagesbeobachtung sofort störend auffällt. Für den Preis jedoch ok. Die Augenlinse ist mit einer grünen Vergütung versehen, die anderen Linsen scheinen nicht vergütet zu sein. Die Brennweitenverstellung hat einen satten Widerstand und ist stufenlos, markiert sind nur die extremen. Im Bereich dazwischen ist Rätselraten angesagt, vor allem da die Brennweitenverteilung nicht linear scheint (sieht man auch bei den Abbildungen des TS 7,5-22,5mm Planetary Zooms).
Zum Schluss fiel mir auf das die Führung für die untere Linse aus Kunststoff ist, vielleicht kann mal jemand bei seinem Lunte oder TS Zoom nachschauen.
Am 4" Mak verglich ich das Zoom mit einem 9mm TS Planetary und einem 25mm TS Super Plössl. Als Beobachtungsziel musste eine Taube auf einer Eiche herhalten, sie war so gnädig einige Minuten ruhig zu verweilen

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Zuerst fällt die äußerliche Ähnlichkeit zum Planetary auf, Breite und Höhe fast identisch, ähnliche Twist Up Augenmuschel. Bei der Beobachtung zeigt sich das typische Verhalten im Bezug auf das scheinbare Gesichtsfeld, sehr eng bei 22mm und im unteren Brennweitenbereich ein moderates Weitwinkel. Der Augenabstand ist angenehm groß und ändert sich im gesamten Bereich nicht merklich. Als Spektivokular konnte es überzeugen, ein Zoomokular ist hier natürlich im Vorteil, stufenlos vergrößern zu können macht hier einfach Spaß. Es muss bei Brennweitenänderung erheblich nachfokussiert werden.
Feine Details im Gefieder der Taube konnte ich am 9mm Planetary ebenso sehen wie am Zoom. Wie schon oben genannt störte jedoch die nicht randgeschwärzte Augenlinse, zudem war das Zoom leicht merkbar etwas dunkler im Bild. Ich denke das liegt an der fehlenden Vergütung der Linsen.
Leider ist es hier seit zwei Tagen bewölkt und ich konnte es noch nicht am Himmel testen.
So bleibt als erstes Fazit das es für den Preis überraschend gut ist im Bezug auf die Mechanik. Die fehlende Vergütung an mindestens der unteren Linse ist schade. Optisch zeigte es sich zumindest bei der Tagbeobachtung brauchbar. Mal sehen wie es sich an meinem Mak am Mond und Planeten schlägt.