Neues Teleskop muss her....

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Zwischen der Theorie und dem was man davon in der Praxis umsetzen kann klafft, meiner Erfahrung nach, eine mehr oder weniger deutlich Lücke.
Die Theorie ist schon korrekt - man muss aber richtig rechnen. Wenn du ein bescheidenes Seeing hast, dann hast du natürlich keine Auflösung von 1". Vermutlich kommst du bei dir selten bis nie auf 1" Seeing. Und natürlich addieren sich Guide-Fehler dazu (das ist keine einfache Addition, die Addition zweier Glockenkurven ist etwas komplizierter). Insofern kann es schon sein, dass deine reale Auflösung halt nur 2" oder sogar noch weniger ist.
Es gibt ja einige Berichte von Leuten, die aus einer EQ6 0.4" Guide-Performance rauskitzeln (da bin ich zwar etwas skeptisch, das ist aber eine andere Sache).

Nun kann man natürlich sagen: Ich habe eh nie bessere Bedingungen, also brauch ich die Auflösung nicht. Kein Problem. Oder man kann versuchen, die Auflösung zu erhöhen. Besserer Standort, besser Nachführung, Lucky Imaging (ja, das geht auch bei Deep Sky, ist aber nochmal eine Nummer aufwendiger als bei hellen Planeten).

Es gibt durchaus Beispiele für sehr hohe Auflösungen, ist halt komplizierter (und vor allem sehr viel zeitaufwendiger) als einfach 3-Minuten-Aufnahmen zu stacken:

Ich will hier niemanden einreden, dass er unbedingt eine brutal hohe Auflösung braucht. Aber wenn man versuchen will, die letzten kleinen Details aus einer Galaxie rauszukitzeln, dann ist eine hohe Auflösung schon gut.

Galaxy Lucky Imaging steht bei mir für's nächste Jahr auf der Liste, mal schauen, was da geht.

CS, Daniel
 
Starizona: 28 mm korrigierter und ausgeleuchteter Bildkreis. Der erste Teil ist mir wichtiger als der Zweite ;)
Klar, wenn das Ding gut funktioniert ist das gut. Die Sachen ist halt dass sowohl "korrigiert" als auch "ausgeleuchtet" von manchen Anbietern durchaus recht "flexibel" benutzt werden. Ist aber gut, wenn Starizona hier etwas konservative Angaben nutzt als andere Anbieter.
 
Ich bin tatsächlich den Weg mit den SCs und dem 0,63x Starizona Reducer gegangen, der soll eine vergleichsweise gute Korrektur bieten. Die Sachen sind aber noch ungenutzt _affeaugen: zuerst sind die APOs dran.
 
Galaxy Lucky Imaging steht bei mir für's nächste Jahr auf der Liste, mal schauen, was da geht.
Dann wünsche dir viel Glück :)

Ich würde aber nicht die extrem großen Erwartungen rein stecken. Es gibt extrem wenige Nächte wo sich das lohnt. Man darf nie vergessen, dass die Schärfe nicht nur aus der Aufnahme, sondern auch aus der EBV kommt.

Es gilt: je mehr Signal desto mehr kann man schärfen. D. H. Wenn ich wenige langbelichtete Frames mit extrem gutem Signal stacke, kann das derart stark schärfen, dass es auf fast das selbe raus kommt wie wenn ich nach dem Lucky Imaging Prinzip aufnehme und fast den ganzen Stapel wegwerfe. Man darf auch nicht vergessen, dass klassischen stacker keine Verzerrungen heraus rechnen und sowas wie autostakkert nicht dafür gemacht ist. Damit kann man zwar Sterne alignen aber keine Nebel was dann wieder aufs selbe raus kommt. Man kann da ein paar % raus holen, aber das gilt nur für helle Bereiche. In dunklen Bereichen sind lang belichtete Einzelbilder ab einem bestimmten Punkt in jeder Beziehung überlegen.

Am Ende muss es einfach das richtig passende Motiv sein. Helle pns und Galaxien bieten sich an. Kugelsternhaufen machen sich dafür auch besonders gut.
 
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