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Aktives Mitglied
Die Theorie ist schon korrekt - man muss aber richtig rechnen. Wenn du ein bescheidenes Seeing hast, dann hast du natürlich keine Auflösung von 1". Vermutlich kommst du bei dir selten bis nie auf 1" Seeing. Und natürlich addieren sich Guide-Fehler dazu (das ist keine einfache Addition, die Addition zweier Glockenkurven ist etwas komplizierter). Insofern kann es schon sein, dass deine reale Auflösung halt nur 2" oder sogar noch weniger ist.Zwischen der Theorie und dem was man davon in der Praxis umsetzen kann klafft, meiner Erfahrung nach, eine mehr oder weniger deutlich Lücke.
Es gibt ja einige Berichte von Leuten, die aus einer EQ6 0.4" Guide-Performance rauskitzeln (da bin ich zwar etwas skeptisch, das ist aber eine andere Sache).
Nun kann man natürlich sagen: Ich habe eh nie bessere Bedingungen, also brauch ich die Auflösung nicht. Kein Problem. Oder man kann versuchen, die Auflösung zu erhöhen. Besserer Standort, besser Nachführung, Lucky Imaging (ja, das geht auch bei Deep Sky, ist aber nochmal eine Nummer aufwendiger als bei hellen Planeten).
Es gibt durchaus Beispiele für sehr hohe Auflösungen, ist halt komplizierter (und vor allem sehr viel zeitaufwendiger) als einfach 3-Minuten-Aufnahmen zu stacken:
Tiger's Eye Galaxy NGC2841 Maximizing Details With Lucky Imaging - Experienced Deep Sky Imaging - Cloudy Nights
Tiger's Eye Galaxy NGC2841 Maximizing Details With Lucky Imaging - posted in Experienced Deep Sky Imaging: Recently I purchased QHY5III462M with an idea that its extremely low read noise and virtually no amp glow might by quite beneficial for lucky deep sky imaging. This is my first result using...
Ich will hier niemanden einreden, dass er unbedingt eine brutal hohe Auflösung braucht. Aber wenn man versuchen will, die letzten kleinen Details aus einer Galaxie rauszukitzeln, dann ist eine hohe Auflösung schon gut.
Galaxy Lucky Imaging steht bei mir für's nächste Jahr auf der Liste, mal schauen, was da geht.
CS, Daniel