Hallo Markus,
bitte versuche als allererstes, bei Dir in der Nähe Kontakt zu anderen Spechtlern zu bekommen. Sollte in Bremerhaven nicht schwierig sein.
Astronomieverein
Geh mit denen zum Beobachten und guck Dir von ihnen die Bedienung vom Teleskop auf parallaktischer Montierung, das Einnorden der Montierung und die Bedienung von Planetariumssoftware (CdC, Stellarium, Guide9, ...) ab. So lernst sehr schnell in der Praxis, welcher Fachbegriff was ist.
Da sich die Erde nicht nur um ihre eigene Achse dreht (Tag/Nacht), sondern auch innerhalb von 1 Jahr um die Sonne, dauert es mindestens 1 Jahr, bis Du alle "Objekte der Saison" einmal gesehen hast.
Während Du bi den Sternfreunden quasie "in die Lehre" gehst, kannst Geld in den Sparstrumpf stecken. Für ne vernünftige Fotoausrüßtung brauchst nämlich etwa doppelt so viel, wie Dein jetziges angedachtes Budget. Aber Du kannst auch etliche Sachen gebraucht kaufen, dann wirds ca. 1/3 günstiger. Oder Du wirst Mitglied in dem Verein und kannst dann eventuell vorhandenes Fotogerödel mitbenutzen. So hab ich das vor 20 Jahren gemacht. Heute hab ich was eigenes, aber für den Anfang war das schon sehr Geldbeutelschonend.
Ich habe seit 2 Jahren ein Teleskop von Bresser Optik, hat damals knapp 270,- gekostet. Mittlerweile strebe ich nach mehr... Mehr Sterne, mehr farbenfrohe Sachen ....
Das Problem ist das ich mit den meisten technischen Bezeichnungen nichts anfangen kann... Bzw nicht weiß was für meine Zwecke am gebräuchlichsten wäre,
wenn Du mehr als Sonne (immer mit entsprechend sicherem Filter!), Mond und Planeten sehen möchtest, mußt Du zwingend die Grundlagen lernen. Denn am Himmel hängt kein Schild mit der Aufschrift "ich bin der Andromedanebel" oder so. Du mußt schon wissen, wohin Du Dein Teleskop schwenken sollst...
"Goto" ist ne feine Sache, aber es ersetzt nicht das Wissen, welcher Stern zu welchem Sternbild gehört, wie er heißt und wo Du ihn am Himmel findest. Denn vor dem "Goto" der Montierung kommt das Alignment. Da wirst von der Montierung aufgefordert, den Stern "XY" mittig ins Okular zu bugsieren. Und dann auch noch nen 2. und 3. Stern. Nur so kann die Montierung sich ausrechnen, wohin das Teleskop guckt und dann den Anfahrtsweg zu den gewünschten Fotozielen ausrechnen.
Würde gerne Fotos von dem machen können was mich interessiert, hauptsächlich deepsky Objekte, Nebel und was sonst noch schillert und bunt ist ^^
Würde gern bis 1500,- ausgeben soweit erforderlich.
Das Fotografieren von Himmelsobjekten ist was gaaanz anderes als "Alltagsknipserei". Die Belichtungszeiten sind länger. Viel länger, weil die Sachen "da oben" zappenduster sind. Da reden wir über Belichtungszeiten von etlichen Minuten. Und dann viele (20, 30, 40 oder noch mehr) davon.
Du brauchst also ne Kamera, die sowas überhaupt kann. Relativ günstig sind da die Canon DSLR´s ab der EOS 450D. Immer die 3 stelligen Modelle mit Liveview. Dann ein Laptop, mit dem Du per Liveview und Bahtinovmaske vor der Optik (egal ob Fotoobjektiv oder Teleskop) scharfstellst. Du verbindest also die Kamera mit dem Laptop und bedienst sie mit dem Canon eigenen Programm EOS-Utility.
Da sich die Erde dreht, werden aus den Sternen und Motiven sehr schnell Striche. Du brauchst also noch eine Montierung, die die Erdrotation ausgleicht. Und an dieser Montierung sollten Motoren angebaut sein, die elektrisch betrieben werden. Denn sonst kurbelst Dir nen Wolf, um die korrekte Nachführgeschwindigkeit zu halten.