Neues Teleskop

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Schau Dir erst mal den Mond mit 200fach an. Dann kannst Du immer noch entscheiden.
 
Hi Matthias,

also die Okulare sind schon so ausgewählt, dass Du so eine Barlow nicht brauchst.
Mit 200mm Öffnung wird man so im Bereich von 280x bis 300x die Maximalvergrößerung erreichen. Bei einigen Objekten (Mond, Saturn) kann man auch noch etwas "überziehen" bis maximal 400x. Nur wer speziell Doppelsterne beobachtet wird noch höher Vergrößern, das Bild wird dann aber unscharf, das heißt ein Stern ist längst kein Punkt mehr, sondern in der Praxis ein "Flatschen" der mit der Luftunruhe wabert. Das will der Doppelsternbeobachter aber, weil man zwei halb verschmolzene Sterne dann schonmal daran erkennen kann, dass der Flatschen oval oder länglich ist.

Für Dich heißt das, dass eine 3x Barlow zusammen mit dem 6mm Okular zuviel des guten wäre.
Eine Barlow macht dann Sinn, wenn man aus einem Okular 2 Vergrößerungen herausholen möchte. Mit einer 2x Barlow macht man aus einem 25mm Okular ein 12,5mm Okular (genau die Hälfte). Mit einer 3x Barlow wird aus einem 12mm Okular ein 4mm Okular.
Das klingt erstmal ganz nett, weil man ja so aus einem 25mm und einem 15mm Okular durch kauf einer Barlow zwei Okularbrennweiten gewinnt, bei einer 2x Barlow dann 12,5mm und 7,5mm. Aber man muss auch bedenken, dass jede Linse ihre kleinen Bildfehler mit einbringt, so dass man bei genauem Hinsehen mit Barlow kein ganz so gutes Bild mehr bekommt wie mit einem guten Okular der entsprechenden Brennweite alleine.
Du kannst Dir natürlich überlegen, eine Barlow zuzukaufen, zumal Du Geld sparen möchtest. Dann solltest Du den Barlow-Faktor so wählen, dass sich mit Deinen Okularen zusammen gute Abstufungen ergeben.
Mal ein Beispiel für einen schlechten Barlow-Kauf: Du hast ein 25mm, ein 12,5mm und ein 6mm Okular. Kaufst Du eine 2x Barlow hinzu, dann wird aus dem 25mm ein 12,5mm - das hast Du schon. Aus dem 12,5mm wird ein 6,25mm - das ist zu dicht am 6mm und nützt nichts und aus dem 6mm wird ein 3mm, was an den allermeisten Teleskopen eine viel zu hohe Vergrößerung ergibt.
Vergrößerung selbst ausrechnen? Brennweite des Teleskopes durch Brennweite des Okulares teilen. Also 1200mm durch 6mm geben 200-fache Vergrößerung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo

Eine 2fach Barlow wäre bei deinen Okularen besser.
300-400 facher Vergrößerung sollten bei guter Optik und Seeing am Mond auch noch gehen.
Eine 3fach Barlow wäre bei Astrofotografie an Planeten besser.

Gruß
Manfred
 
Dann werde ich mir folgendes kaufen:

Dobson 8 Zoll + Mondfilter + Okularadapter 2''
Fernrohr Führerschein in 4 Schritten
Nachtleuchtene Sternenkarte
Filtersatz 3er Set(1,25")
Weitwinkel 6mm
Weitwinkel 15mm

Ist dann alles oder?

Gruß Matthías23
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Ist noch lange nicht alles.
Vor allem Okulare wirst du wohl früher oder später neue kaufen.
Astronomie ist ein Faß ohne Boden.
Ich kann schon ein Geschäft aufmachen.

Gruß
Manfred
 
Hallo Matthias,

das reicht für den Anfang. Aber ob das Farbfilterset wirklich nötig ist? Da habe ich Zweifel. Farbfilter sollte man sich erst zulegen, wenn man etwas Beobachtungserfahrung hat. Dann weiß man, was man von einem Farbfilter möchte.
Für Mondbeobachtung ist ein Graufilter ganz nett, viele schwören auf einen einstellbaren Graufilter, genannt "variabler Polfilter", kostet aber auch mehr,

Etwas anderes sind Nebelfilter, das sind keine Farbfilter sondern Metall-Interferenzfilter. Man erkennt sie am metallischen Glanz. Solche Filter wie UHC, OIII, usw. sind auch für Sternfreunde ohne Beobachtungserfahrung ein Gewinn (sofern man Interesse an der Beobachtung von Nebeln hat).
Du solltest jedenfalls nicht einfach Farbfilter kaufen, ohne konkret zu wissen wofür.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Matthias,

zu den Farbfiltern hat sich Sven schon geäußert. Auch meiner Meinung nach kannst Du mit den Filtern warten. Über die 2x-Barlow (nicht die 3x, siehe oben) würde ich eher nachdenken.

Bei der Sternkarte würde ich die "Drehbare KOSMOS-Sternkarte" nehmen, weil die detailreicher ist. Eine Rotlichtlampe zum Lesen von Sternkarten (z. B. die im Karkoschka) brauchst Du sowieso. Dann hat die "Nachtleuchtende" keinen Sinn.

Ciao
Martin
 
Hi Matthias,

schau mal hier, da habe ich was zu dem Filter geschrieben:
http://www.svenwienstein.de/HTML/seben_clr.html
Ich finde die Bezeichnung "Stadtlichtfilter" irreführend, aber er hat schon seinen Verwendungszweck.
Für den Anfang würde ich trotzdem einen UHC oder OIII empfehlen, je nach Beobachtungswunsch.
Threads zu "UHC oder OIII" gibt es in diesem Forum jede Menge...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Matthias,

meinen Glückwunsch zum Teleskop! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Dann wollen wir aber bald den Bericht vom "first light" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> lesen.

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther, Hallo Matthias,

Wie? Was? Wer?
Günther, ein Seben CLR ist ein Breitband-Filter, während ein UHC ein Schmalband-Filter ist. Ein Astronomik UHC wirkt deutlich kräftiger als ein Seben CLR und bringt somit an Emissionsnebeln einen deutlich spürbaren Vorteil. Noch mehr Wirkung würde ein OIII zeigen.
Ich schreibs also NOCH MAL in Kürze:
OIII: Beste Filterwirkung bei den meisten Emissionsnebeln, wenig Sterne im Bild, von schwacher bis mittlerer Vergrößerung einsetzbar.
UHC: Weniger Filterwirkung als OIII, dafür mehr Sterne im Bild und für mittlere bis hohe Vergrö0erung einsetzbar, für schwache Vergrößerung nur unter bereits sehr gutem Himmel nützlich. H2 Regionen kommen manchmal im UHC besser als im OIII wenn der Himmel gut genug ist.

Der Begriff UHC ist aber im letzten Jahr ziemlich verwässert worden, weil beginnend mit dem UHC-S einige breitbandigere UHCs angeboten werden, die sich zwischen dem "klassischen" UHC und den Breitband-Filtern positionieren.

So, und weil mit "denke selbst nach" und "lies Dich ein" das alles nix fruchtet, schreibe ich mal ganz direkt und schmerzbefreit:
Wer aus der Stadt oder in Stadtnähe beobachtet, erzielt mit dem OIII die beste Wirkung.
UHC und Breitbandfilter haben nicht genug Wirkung, um gegen Stadtlicht aufzukommen und bringen erst unter besseren Verhältnissen ihre gewünschte Leistung. Sie sind vor allem zu bevorzugen, wenn Kombinationen aus Nebel und Sternhaufen oder "Sternwolken" beobachtet werden sollen, weil diese Filter die Sterne nicht so stark ausblenden wie ein OIII.

So! Und das schreibe ich übers Wochenende als Artikel auf meine Homepage, dann brauch ich das nur noch verlinken.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

genau meine Meinung. Er hat da den UHC-E, also die breitbandigste Variante, hingeworfen
und entsprechend dürftig hab ich dann meine Einschätzung dahinter gesetzt.
Ich halte einen engeren UHC und einen O III für die bessere Ergänzung zu dem, was er nun Mal schon hat
und was wir nicht empfohlen hätten, zumindest nicht als Erstanschaffung.

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

hm... UHC-E... Werde die mal direkt vergleichen dieser Tage, ist aber gut möglich. Beim Direktvergleich Seben CLR / Astronomik UHC-E war beim letzten Neumond der UHC doch noch eine Ecke besser, was die Dämpfung des Himmelshintergrundes angeht. Insofern sehe ich da beim UHC schon noch Vorteile. Aber der Direktvergleich UHC/UHC-E fehlt mir.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

nagle mich nicht drauf fest, aber ich habe die Aussage eines versierten Sternenfreundes im Ohr,
dass er den seinerzeit neu herausgekommenen UHC-E von Baader sehr dicht an dem CLS von Astronomik sah.
Ich habe den CLS und den UHC von Astronomik im Gebrauch und wüsste nun nicht, was ich mit einem Filter
"dazwischen" noch reißen könnte und im Moment leidet das Vermögen subtile Unterschiede wahrzunehmen
ohnehin unter der mangelnden Praxis (sch...Wetter). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
Gut, ich kenne weder den Seben CLS noch den UHC-E.
Wenn du magst, kannst Du meinen CLS in Deinen geplanten Test mit aufnehmen.
Meinen Teil der Portokosten wäre mir die Sache Wert.

CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

hm, rechnest Du mit Serienstreuung? Also dafür könnten wir das Teil mal hin und retour schicken, sprechen wir per PN ab. Den CLR vom Test habe ich aber noch da.
Den UHC-S habe ich auch noch nicht vor'm Auge gehabt, ich kann halt nur vom UHC-E ausgehen, den ich im direkten Vergleich zum CLR gesehen habe.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Matthias,

ist normal und kann man nicht einstellen. Da muss man sich dran gewöhnen.
Es kann auch helfen, beim schauen in den Sucher (wenn er kein Winkelsucher ist) das andere Auge offen zu lassen. Witzigerweise bemerkt man dann schnell, welcher hellere Stern gerade "andersrum" durch's Sucherbild rauscht und kann sich so besser orientieren.
Ansonsten ist aber gerade das der Vorteil eines Leuchtpunktsuchers: Man muss nicht umdenken...

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

war eben mal draußen, és waren sterne zu sehen, aber ich konnte durch das Teleskop nichts erkennen.
Ist es egal, wie vorne am Teleskop das Loch steht?

Gruß Matthias
 
ISt es denn normal das ich einen Stern in 0,5cm Größe sehe?
Weil, wenn ich die Fotos von den anderen sehe, bin ich schon etwas entäuscht.

Gruß Matthias
 
Hi Matthias
Die Astrofotos verleiten Neulinge oft dazu zu denken,das sie genau das sehen,was man auf den Fotos sieht.Das stimmt allerdings nicht.Vielleicht bist du zum Beispiel von der Farblosigkeit entäuscht.Ausserdem braucht man auch ein wenig Übung um interessante Objekte anzusteuern.Oder vllt warst du einfach in einer trostlosen Gegen des Himmels <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
Also nicht entäuscht sein und fleißig Erfahrung sammeln.
 
Hallo!
Ich kann nur nochmal bekräftigen, was mein Vorredner schon gesagt hat: schlag dir die Hochglanzbilder aus dem Kopf, sowas wirst du durchs Teleskop in der Form nicht zu sehen bekommen.
Die Sterne bleiben kleine Pünktchen, die Objekte sind schwarzweiß, viele Nebel und Galaxien auf den ersten Blick nur schwache Fleckchen und es braucht viel Zeit und Übung, um genauere Details zu erkennen.
Deswegen: immer schön am Ball bleiben, dann wird das schon.

Sebastian
 
Hi,

danke, ich weiß das man das nur farblos sieht, die Farbe bekommt man da ja nur raufgespielt.
Das mit den Sternen und Galaxien habe ich jetzt schon verstanden.
Habe eben nochmal den Mond mit dem 10mm betrachtet.
Es war schon ziehmlich genau, aber ich bekomme jetzt noch ein 5mm 15mm dazu noch ein Filter.
Dann kann ich wohl noch etwas mehr sehen.
Ich habe am Anfang einen dummen Fehler gemacht,
ich habe den Deckel vorne drauf gelassen^^.

gruß Matthias
 
Hi Matthias,

Du musst Dir ein paar schöne Objekte suchen, besonders in den kommenden 14 Tagen in denen der Mond vom Himmel verschwindet. Da gibt es schöne Deepsky-Objekte zu sehen. Natürlich musst Du Dich mit einer Sternkarte am Himmel erstmal zurecht finden.
In diesem Artikel habe ich eine grobe Orientierungskarte und einige Objektvorschläge für's Winterhalbjahr: http://www.svenwienstein.de/HTML/winter.html
Am Anfang ist es immer schwierig, von der kleinen Karte auf die Größe am Himmel zu schließen. Dabei kann Dir das ksotenlose Programm Stellarium sehr helfen: http://www.stellarium.org/
Es zeigt am Bildschirm nicht nur eine Karte, sondern es zeigt eine regelrechte "Nachtlandschaft", so dass einem die Größenverhältnisse viel bewusster werden. Versuche mal die Objektvorschläge aus meinem Artikel in Stellarium zu finden und dann am wirklichen Himmel mit dem Teleskop. Nimm Dir Zeit, das Suchen muß man auch erlernen. Immer mit dem Okular mit der längsten Brennweite beginnen, damit Du zum suchen den größtmöglichen Himmelsausschnitt siehst, und dann klappt das. Wenn Du das Sternbild Orion sicher erkannt hast, dann findest Du auch sehr leicht den Orionnebel, und der ist schon sehr prächtig, wenn Du nicht gerade mitten aus der Stadt heraus beobachtest. Beim Orionnebel helfen die diskutierten Filter, aber er ist selbst ohne Filter vom Stadtrand aus erkennbar - nur dann halt etwas enttäuschend.

Clear Skies
Sven
 
die Farbe bekommt man da ja nur raufgespielt.

Nun ja, was heißt "raufgespielt", die Farben sind schon in der Realität da, weil die Nebel einfach in den verschiedenen Wellenbereichen strahlen, allerdings benötigt man eben die lichtsammelnden Eigenschaften der Kamera, um die Farben erkennen zu können.
Das Auge kann einfach das Licht nicht so lange sammeln, außerdem sind nach der Dunkeladaptation in erster Linie die Stäbchen aktiv, mit welchen Farbsehen nicht wirklich möglich ist, ihr Empfindlichkeitsmaximum haben sie übrigens bei ca. 500nm.
Das nur nochmal zur Erklärung!

Ansonsten sind Svens Tips goldwert!

Sebastian
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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