Neues Teleskop

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Hallo Matze (?),

...kommt darauf an, was Du beobachten möchtest, wie Deine Umgebung (Lichtverschmutzung, Dorf oder Stadt) ist und ob Du von zu Hause aus im Garten beobachtest oder ob Du motorisiert bist, d.h. zu einem idealen Beobachtungsort fahren möchtest.

Des weiteren, möchtest Du (unbedingt) GOTO und eine motorische Nachführung?

Schreibe einfach mal Deine lokalen Bedingungen!

Zu Gerät: Da gibst Du viel Geld für die Montierung aus und zu wenig für das Teleskop selbst. Für das veranschlagte Buget bekommst Du schon einen wunderbaren 8" f6 Dobson mit 2 "Anfängerokularen". Aber schreib`erst mal, wie es um Dich herum aussieht.

CS
Winfried
 
Hi,
Immo hab ich ein Astromaster 130 und mir kommt es immer vor als ob ich durch nen wakel Dackel kucken möchte. GOTO
finde ich persöhnlich da schon praktisch muss aber nicht zwangsweise sein, ich denke es erleichtert es mir nur ^^.

Ich kucke meistens vom Balkon also hinter mir ist der Hamburger Hafen und der is leider nicht sehr dunkel.
Und im sommer steht es denn an der Ostsee wo es um einiges
Dunkler ist

Thx für deine Rückmeldung
 
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Hallo Matze,
warum jetzt ein neues(kleineres)Teleskop?Du hast doch ein 130/650 Newton.Hast du Schwierigkeiten mit der Bedienung?Oder woran liegts?
Wie Winfried schon sagte bezahlst du hauptsächlich das Goto...
Außerde scheint das ein katadiotrischer Newton zu sein,mit einer Korrekturlinse im Strahlengang.Diese Systeme sind nicht unproblematisch.
Grüße Rainer

Ok unsere Beiträge haben sich Überschnitten...
Dann wäre über den Kauf einer Montierung Nachzudenken.Ein Montierung der GP-Klasse sollte deinen Newton sehr stabil Tragen,ist ausbaufähig bis hin zu Goto,und kostet weniger als ein komplett neues System.
Nochmal Grüße
Rainer
 
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ja das ist immer ein ziemliches gefummel mit dem Teleskop.
Ich steh 3 Stunden draussen und komme einfach nicht dazu dass kucken zu genießen. Das ganze verwackeln dazu nervt auch enorm
 
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Hi!

Ich hab grad zu wenig Überblick über den Markt, aber ein paar Worte zum angedachten Gerät:
Gerade bei Planeten würde ich keinen Newton nehmen, wegen Spikes-Gefahr - ich find die sehr störend. Ein Refraktor ist da angenehmer.
Goto ist für Mond und Planeten rausgeschmissenes Geld - die findest Du auch so. Da würde ich (ohne die Geräte selber zu kennen) eher auf was in der Richtung Omni XLT (ebenfalls von Celestron) gehen - am ehesten den 102er Fraunhofer-Refraktor (bei f/10 dürfte der Farbfehler nicht sehr stören), und eine Nachführung kann soweit ich weiß nachgerüstet werden. Ein Meter Brennweite ist auch noch halbwegs transportabel.
Der große Vorteil davon wäre, dass Du erstmal keine Elektronik hast und auch ohne Batterien beobachten kannst, keine spikes wie beim Standard-Newton und später eine Nachführung nachrüsten kannst, was zumindest Webcam-Fotografie ermöglicht - für einen Mond-/Planetenbeobachter wohl eine recht reizvolle Option.

Es gibt natürlich farbreinere Refraktoren und optimierte Newtons ohne Spikes, aber das Gerät dürfte zumindest eine Überlegung wert sein. Auf dem ATT sah's recht stabil aus.

Den größeren Refraktor würde ich nicht nehmen, da das Öffnungsverhältnis kleiner ist (mehr Neigung zum Farbfehler) - er zeigt zwar im Deep-Sky mehr, aber auch mit vier Zoll geht da schon was (die Deep-Sky-Grenze sind eh acht Zoll, da bleibt im Niedrigpreis-Segment nur noch ein Dobson). Das Schmidt-Cassegrain ist reizvoll, sprengt aber dein Budget.

Weitere Alternative, die mir spontan einfällt, wäre ein Vixen-Refraktor auf Porta-Montierung, was allerdings bei was langbrennweitigem schon recht tief ist - Foto-/Nachführmöglichkeit entfällt dann auch, Preise selber nachschauen.

Soweit meine raschen Gedanken.

Ich hoffe, das hilft,
Alex
 
Zitat von Matze82:
Hallo Matze,
auf jeden Fall das OMNI XLT!!

Da ist ne parallaktische Monti bei (CG 4), die wurde ich glaube im letzten Jahr komplett überarbeitet. Das Tele 102/1000 schreit gerade nach Planeten.
Zitat von Matze82:
das einzige womit ich imemr was anfagen kann sind die MaX vergrösserungs Werte.
Na dann musst halt noch ein wenig lernen. Aber das kommt noch mit der Zeit.

Ich würde Dir auf jeden Fall raten, das OMNI XLT zu nehmen. Du hast dann aber keine azimutale, sondern eine parallaktische Montierung. Ich hoffe Du kennst den Unterscheid. Wenn nicht - hier posten, bevor Du Dich ärgerst und mit dem Teil nicht klar kommst.
Und mach Dir auch klar, wie lang das Teil ist (ca 1 Meter bei ca 11 cm Durchmesser (Objektivseitig)), bevor Du Dich erschlagen fühlst, wenn der Pack ankommt ;)

Gruß
Matthias
 
Hi!

Das Porta wäre einfacher in der Handhabung, farbreiner und zeigt weniger, da geringere Brennweite und Öffnung.

Das Celestron 102 zeigt mit 2 cm mehr Öffnung etwas mehr Details, ist sperriger, da die Montierung ein extra Teil ist, muss nach Norden ausgerichtet werden und ermöglicht später Fotografie/Motornachführung.

Wenn der Aufbau etwas länger dauern darf (Porta ist extrem schnell aufgebaut, eine parallaktische Monti dauert immer etwas länger), würde ich zum Celestron tendieren. Die Aufbauzeit dürfte ähnlich sein, das Ergebnis stabiler.

Das Alu-Stativ ist mein einziger Kritikpunkt an der Porta, auf der mein kleiner ED80 sitzt, und das Omni kommt mit Stahlstativ. Die längere Brennweite des Celestron macht höhere Vergrößerungen angenehmer, aber der Unterschied ist nicht so enorm. Vixen hat ein Okular mehr dabei, aber ein Plössl kostet auch nicht die Welt (Astro-Okulare Reese macht grad Räumungsverkauf, hab ich hier im Forum gelesen, und ein 10mm-Okular war ja wohl beim Astromaster dabei).

Ich hab selber keinen vergleichbaren Achromat, nur etwas längerbrennweitige (100/1200 und 90/1000), die am Planet aber sehr schön sind. Laut Ronald Stoyans Fernrohrwahl ist 100/1000 auch noch okay - zwischen den beiden angesprochenen Geräten würde ich daher den Celestron wählen, da die Montierung besser erweiterbar ist und das Teleskop mehr zeigt. Vorher vielleicht mal die Forumssuche zur CG-4 bemühen - auf der beruht die Omni-Montierung, vielleicht hat da wer Erfahrungen.

Soweit mal meine Gedanken.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex (und Matze),
ich geb Dir vollkommen Recht. Die Porta ist für einen Einsteiger einfacher in der Handhabung.

Ich habe aber auch die Befürchtung, dass Du ("Matze") Dich erschlagen fühlst, wenn Du mal den Celestron vor Dir hast. Das ist nix kleines ;)

Aber das Paket bietet beste Grundlagen für evtl. nachfolgende Wünsche (Foto, Zusatzgeräte etc.).
Desweiteren hast Du Dich über das wacklige Astromaster 130 beklagt. Das wäre damit vorbei. Bei der Porta mit dem erwähnten Stativ könnte es auch wieder Probleme geben (muss aber nicht).

Gruß
Matthias

PS.: Die CG-4 ist überarbeitet worden und hat jetzt wohl in RA Kugellager - und ist damit in der Nachführung präziser als die Vorgänger. Genaueres weiß ich da aber auch nicht, nur, dass ich sie in die engere Wahl gezogen habe ;)
 
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Warum ein Neues Teleskop?

Hallo,
soweit ich Matze Verstanden habe,macht alleine die Montierung (wackelig)Probleme.Warum soll nun auch noch ein anderes Teleskop gekauft werden?Immerhin ist ein Teleskop mit 130mm Öffnung vorhanden.Vielleicht doch lieber in eine solide Montierung Investieren?Ein guter Unterbau ist mehr als die halbe Miete...
Grüße Rainer
 
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Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hallo Rainer,

naja, ich teile ein wenig die Meinung von Alex, was Newton und Planeten angeht.
Aber Du hast auch Recht, wenn das Budget begrenzt ist.

Aber das muss Alex vielleicht selbst entscheiden. 130 mm Öffnung ist natürlich nicht schlecht. Aber dann geht das wieder mit den Okularen los... ;)

Gruß
Matthias
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hallo Matthias,
...und bei einem f/10 Fraunhofer geht das mit der Farbe wieder los...
Aber das muß jeder selbst für sich Entscheiden.
Grüße Rainer
 
Hallo Matze,

es würde der Diskussion vermutlich gut tun, wenn Du Deine Probleme genauer beschreibst. Ich trau mich wetten, dass Deine Probleme mit dem momentanten Gerät gelöst werden können, der Kauf eines neuen Teleskops wird Dich sehr wahrscheinlich nicht zufriedener machen.

Gut wäre zu wissen:
- mit was für nem Okular beobachtest Du denn?
- bei welcher Vergrößerung?
- was wackelt denn genau, kannst Du das eingrenzen?
- hast Du die Montierung richtig aufgestellt, alle Schrauben angezogen und das Teleskop ausbalanciert?

Ich nehme mal an Du hast den 130/650 Newton mit parabolischem Hauptspiegel, korrekt?

Wenn das so ist wirst Du mit Deinen bisherigen Vorschlägen an neuen Teleskopen keine wesentliche Besserung hinbekommen sondern Geld ausgeben und Entäuschung erleben.

Ich kenne jetzt die Montierung nicht, ich denke aber doch, dass zumindest bei niedrigen Vergrößerungen mit dem Gerät halbwegs wackelfreies Beobachten möglich ist wenn alles korrekt funktioniert.

Kleiner Tip zum sofort probieren:
1) Stativbeine nicht so hoch ausfahren
2) Wasereimer mit Schnur an der Montierung befestigen, so dass der Eimer in ein paar cm Höhe über dem Boden schwebt, das stabilisiert das Stativ.
3) Immer nur ein kleines bisschen am Fokussierer drehen, dann aussschwingen lassen und dann kucken. Wiederholen bis Du den Fokus gefunden hast. Dann ohne Berühren durchs Okular kucken.

Last not Least: www.deepskybrothers.de und www.sven-wienstein.de ansehen

CS

Klaus

 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

ja schon aber so bekomm ich beides auf einmal, die Größe is nicht das Problem ^^. Ich glaube ich werde mir nächste Woche das Omni bestellen und mich auf nächte ohne wackeln freuen.
Falls noch jemand eine gute Alternative hat immer her damit
ich will nicht wieder einfach drauf los kaufen.

ja die beine hab ich schon weiter reingeschoben.
Okulare hab ich 25mm/10mm die sind noch ganz gut aber sobald 3,8mm ED oder HR 5mm geht die ärgerei los.

 
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Re: Warum ein Neues Teleskop?

Zitat von RaBaeh:
Hallo Matthias,
...und bei einem f/10 Fraunhofer geht das mit der Farbe wieder los...
Aber das muß jeder selbst für sich Entscheiden.
Grüße Rainer
Hallo Rainer,

LOL, ja!, da hast Du auch wieder Recht :D

Hallo Matze,

siehst Du noch durch? ;)
Du siehst, Astronomie ist gar nicht so einfach :biggrin:

Ich würde das Celestron bevorzugen (für Planeten etc). Die neue CG-4 trägt aber auch locker Deinen 130/650. Damit hast Du auch was, womit Du mal in Deep-Sky reinschnuppern kannst.

Alternativ ist mindestens eine neue Monti für Dein schon vorhandenes Teleskop angesagt. Das zehrt weniger an Deinem Budget. Da hat Rainer vollkommen Recht. Du musst Deinen 130/650 nicht über Bord werfen. Und Du hast evtl noch Reserven für ein gutes Okular.
Für den Anfang wäre das ok. Aber für Planeten sind andere Teleskope geeigneter.

Gruß
Matthias
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Zitat von RaBaeh:
Hallo Rainer,

jetzt mal ernsthaft:
Was hast Du denn zu beanstanden?

Es wurde nach "Planetenbeobachtung" gefragt - tust Du das mit einem 130/650 Newton - womöglich noch katadioptisch? Nee. Oda?

Mit was DANN?

Sorry, ich musste mal Luft holen...


Gruß
Matthias
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

ja da kommt ziemlich viel auf einmal und viele unterschiedliche Meinungen aber alle wollen so wie ich das mitbekommen hab nur helfen.
Also wenn ich mir das Celestron kaufe habe ich ne ausreichende Halterung für beide Teleskope und
bin denn etwas flexibler. Danach müsste denn ja "nur" noch
das teure Zubehör angeschaft werden.
Oder hab ich da was falsch verstanden ?
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hallo Reiner!

Zitat von RaBaeh:

Geht mir genauso ...

Entschultige Matse,
aber wieso willst du dir ein kleineres Teleskop kaufen, wenn du bereits ein größeres hast?
Wie schon angeklungen ist, schreib doch erstmal was für eine Montierung du hast und welche Okulare du benutzt. Dein Problem schreit eher nach einer besseren bzw. stabileren Montierung als nach einen neuen Teleskop.

Planetenbeobachtung? Farbrein? Keine Spikes?
Wie wäre es damit ...
http://www.teleskop-service.de/Vixen/Reflektor/reflektor.htm#Skypod

Klein, leicht, offene Bauweise, 110mm Öffnung, 1024mm Brennweite ...

CS,
noch ein Matthias

Edit: Ich meine hier nur das Teleskop(OTA), nicht die Skypod.
 
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Re: Warum ein Neues Teleskop?

steht doch alles schon oben
wieso kleiner eins was dienlicher für den zweck ist.
Danke für den link.


parallaktische CG-3 Montierung
 
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Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hallo Matthias,
ich Versuche eben nur einmal zu Kaufen,und das empfehle ich auch anderen.Das schließt nunmal ein,daß man sich mal Hinstzt,Luftholt und Überlegt.Was man will,und wie(mit welchem Budget) das erreichbar ist.
Ein 5" f/5 ist nun nicht gerade ein ausgewiesenes Planetenteleskop,aber natürlich kann man auch damit Planeten Beobachten.Dazu empfehle ich die Seite von Sven Wienstein/Barlowtest...
Die Stärken des 5"ers dürften aber in Deep Sky,bzw Weitfeldbetrachtungen liegen.Und der Farbfehler eines Fraunhofer würde mich erheblich mehr Stören als die Spikes.Die Frage was dem Kontrast abträglicher ist?Wees ik ooch nich...
Und genau darin liegt die Gefahr!Da wird ein Teleskoptyp empfohlen,von dem der Beratende (und der Berater???)nicht weiß was ihn Erwartet.Fraunhofer "schneller" als f/15 wären m.M nach keine Planetenteleskope!
Darum mein Rat den 130er erstmal Ausreizen,und das wichtigste scheint eine solide Montierung zu sein.
Um auf deine Frage zurückzukommen : Planeten Beopbachte ich mit einem kleinen Schiefspiegler(110/2720)Für Deep Sky hab ich einen 12" Dobson.Und weil die Anforderungen an die Okulare bei den zwei Teleskoptypen unterschiedlicher nicht sein können hab ich zwei Okularkoffer...
Hallo Matze,
natürlich will dir hier jeder Helfen.Jeder hat aber auch seine eigenen Erfahrungen,Ansprüche und Meinungen.Das für dich richtige Hereuszufiltern ist bestimt nicht einfach,kann dir aber letzenendes niemand abnehmen.
Kaufe nicht überstürzt.Suche Kontakt zu anderen Sternfreunden und schau mal durch verschiedene Teleskope durch.Es geht langsam aufs Frühjahr zu,und da gibt es wieder einige Teleskoptreffen.
Grüße Rainer
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

...nicht vorm Rechner 'rumhängen :D die Tipps von Klaus lassen sich auch am Mond sehr gut ausprobieren. Erst wenn sich herausstellt, dass die Tipps nicht ausreichen, sollte über einen Neukauf nachgedacht werden.
[Sofern sich ein Refrakror jenseits von f/10 auf einer Monti der GP-Klasse auftreiben lässt :D]

CS
Jürgen
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hallo Jürgen,
Code:
...nicht vorm Rechner 'rumhängen \:D
was soll ich machen?Bei dem Wetter? :mauer: Hochnebelartige Bewölkung...
Grüße Rainer
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Hi Rainer

War eigentlich nicht an dich gerichtet - hab nur faulerweise die Sofort Antwort genutzt, anstatt direkt an Matze zu schreiben.
Hochnebel kenn ich; aber seit rund einer Woche kann ich mich nicht beklagen :)

CS
Jürgen
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

Zitat von RaBaeh:
Und genau darin liegt die Gefahr!Da wird ein Teleskoptyp empfohlen,von dem der Beratende (und der Berater???)nicht weiß was ihn Erwartet.Fraunhofer "schneller" als f/15 wären m.M nach keine Planetenteleskope!

Von der Theorie her völlig d'accord, aber... die schönsten Planetenbilder hab ich bislang an einem Vixen 90/1000 (f/11, nahe am Celestron) und einem einem ca. 90/1200mm Butenschön f6 mit f/13 gesehen - wobei letzterer zwar einen schönen Blausaum am Gesichtsfeldrand gezeigt hat, aber auch schöne Sterne. (Die anderen "Planetengeräte" sind ein 150/2250 Refraktor und ein C14) Vom 90er-Vixen ausgehend, dürfte der f/10 Celestron nicht wesentlich schlechter sein.
Die schlechteste Planetenbeobachtung hab ich mit einem ca 130er Kat-Newon gemacht, wobei Venus in den Spikes ersoffen war. Da wollte ich nicht mal mehr nach der Justage schauen. Im 16"-Dobson haben mich keine Spikes gestört, aber ob für das Geld ein Spikesfreier Newton erhältlich ist, bezweifle ich.

Was man als störend empfindet, hängt natürlich von den Ansprüchen (und den 450 Euro Budget) ab. Ich geb offen zu, dass ich kein Newton-Freund bin (zuviel zum Justieren, Spikes - wenn ich die will, nehm ich Photoshop), Cassegrains sagen mir schon eher zu. Das oben angesprochene Vixen-Cassegrain würde ich aber auch nicht unbedingt auf die vorhandene Astromaster-Montierung packen wollen.

Das Omni war das erste Gerät, das mir eingefallen war, das ohne Elektronik auskommt (die aber nachrüstbar ist, wenn Nachführung mal gewünscht wird), passable Daten hat, Refraktor ist und im Budget liegt.

Zitat von RaBaeh:
Kaufe nicht überstürzt.Suche Kontakt zu anderen Sternfreunden und schau mal durch verschiedene Teleskope durch.Es geht langsam aufs Frühjahr zu,und da gibt es wieder einige Teleskoptreffen.
Grüße Rainer

@Matze:
Das wiederum kann ich voll und ganz unterschreiben: Hast Du schon mal Kontakt zur GvA aufgenommen? Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass da jemand eine Montierung und/oder einen Refraktor in der Größenordnung hat.
Das mit der Größe stimmt schon - ich hab im letzten Monat auf unserer Sternwarte zwei Leute da gehabt, die Teleskopberatung wollten. Der erste wollte den klassischen, nicht existenten Allrounder und ist jetzt beigetreten, um so die Sternwartenteleskope durchtesten zu können und rauszufinden, wie hoch die Ansprüche sind und was beobachtent werden soll. Der andere wollte was fototaugliches - da haben wir erst mal Kataloge gewälzt, danach sind wir in den Geräteschuppen gegangen und ich hab ihm den Kistenberg gezeigt, auf den er sich dabei einlassen würde... Das Ziel Planeten ist bei dir ja klar, damit kommen für mich nur (Schmidt/Mak-) Cassegrains und Linsen in Frage. Ich hab jetzt aber keine Ahnung, wie weit Du die Sachen transportieren musst - nur aus dem Haus/Geräteschuppen in den Garten, mit Auto/Rad/Bahn/zu Fuß auf den Acker? Da unterstellt man doch immer wieder gerne die eigenen Möglichkeiten...

Gut wäre auch, einen Händler da oben im Norden zu finden, der eine Ausstellung hat, oder ATT in Essen abzuwarten und auf Messeschnäppchen zu spekulieren.

Gruß,
Alex
 
Re: Warum ein Neues Teleskop?

viel bzw. weit wird es eig nicht bewegt.
nur halt an die ostsee aber lassen wir mal weg das ich schon ein 130/650 Newton hab was wär denn für meien Zwecke am besten geeignet mit dem dafür vorgesehendem Budget ?
 
Hi Matze
ohne alle Beiträge bisher gelesen zu haben, klingt das für mich als wäre das Problem die Bedienung und evtl der zustand des Gerätes.
Deshalb gibts nur eines aus meiner Sicht:
Such Kollegen und laß die mal über das Gerät gucken und laß Dir zeigen wie es geht.
Erst wenn sich hier heraustellt, es ist einfach nichts und läßt sic auch nicht einfach ändern, erst dann über ein neues Gerät denken.
IN HH gibts doch genug Sternfreunde.
CS
 
Hallo Matze,

ich möchte zur Entscheidungsfindung drei Dinge besteuern.

1. Newton-Spikes stören nur aus ästhetischen Gründen, sie machen das eigentliche Bild nicht kaputt. Das kann man schon aus der Fläche sehen, die die Fangspiegelstreben vom Spiegel verdecken, die ist nämlich im Vergleich zur Gesamtfläche sehr klein. Bei einer Optik mit 200mm Durchmesser und 2mm starken Streben (heute sind viele Streben dünner) wären durch die Streben 2x200mmx2mm=800mm² bedeckt, während die Optik eine Fläche von 31415mm² hat, das sind dann 2,5%!

2. Das 114mm Nexstar hat als Optik einen Cat-Newton 114/1000. Diese Optiken nenne ich das meist abgeratendste Teleskop 2007. Grund für's abraten ist die Serienstreuung bei der Produktion dieser sehr günstigen Optiken und die Problematik, dass speziell diese Cat-Newtons nur sehr schwer zu justieren sind. "Normale" Newtons sind viel einfacher zu justieren.

3. Ich persönlich würde zur Planetenbeobachtung keinen Achromaten mit zu kurzer Brennweite benutzen. Schon bei 90mm Öffnung und f/11 ist mir der Farbfehler in störender Weise zu groß, bei 80mm und f/15 finde ich es OK.
Genauer habe ich das hier aufgeschrieben:
http://www.svenwienstein.de/HTML/optiksysteme.html

Generell würde ich für die Planeten- und Mondbeobachtung kein Geld für Goto ausgeben. Planeten sind zu ihren Beobachtungsphasen die hellsten Gestirne ihres Himmelsbereich. Fährt man heute Abend die 10 hellsten und mit bloßem Auge sternförmigen "Objkete" mit dem Teleskop ab, dann findet man zwei Planeten. Hellster Stern ist Sirius, dann sind Capella, Betelgeuse, Rigel, Aldebaran und Procyon noch Sterne, auf die man stoßen könnte, bevor endlich Mars und Saturn ohne jede Karte gefunden werden müssten.
Steht Jupiter am Himmel, kann man wohl generell einfach das hellste Gestirn ansteuern, ohne nachzuschlagen ist der wohl stets heller als der hellste Fixstern Sirius.

Was die Montierung eines Refraktors angeht: Ich selbst habe einen 90/1000 und einen 80/1200 in Gebrauch und würde die erst ab der Größe einer GP vernünftig montiert sehen. Das bedeutet, um in den Nummernbezeichnungen der GP-Clones zu sprechen: Eine "3" reicht mir nicht, eine "4" halte ich für vielleicht machbar (je nachdem wie sie ausfällt), aber eigentlich würde ich eine "5" anstreben, also Astro-5, EQ-5, ADM, Mon-2 (die fällt aus dem Nummernschema) oder ähnliches.
Von "sicher montiert" kann ich bei einer CG-3 nicht recht etwas sehen. Faustregel: Die kleinste Montierung, die im Paket mit einem Teleskop angeboten wird, ist generell mal zu schwach, um in Ruhe Planeten zu beobachten.

Was meine persönlichen Anforderungen für ein Planetenteleskop angeht: Ich würde 150mm Öffnung eines Spiegelteleskops als Minimum ansehen (damit konkurriert ein Apo mit 127mm Öffnung), und lieber auf 200mm Öffnung setzen. Solche Geräte bieten in meinen Augen erst genug Leistung, um langandauernden Spaß bei der Planetenbeobachtung zu haben. Natürlich darf ein solcher Achtzöller kein Gerät "bassd scho" sein, sondern es muss passend ausgewählt sein und man muss eventuell selbst Hand anlegen, um die gewünschte Planetenleistung herauszubekommen.
Will man das alles nicht, also will man sich nicht damit beschäftigen, ein optimales Gerät auszuwählen, ein gekauftes Gerät zu justieren und/oder zu verbessern, dann bleibt nur eins:

Choose your poison: Farbfehler oder Dejustage. Macht beides schlechte Bilder... Wackelei auf einer zu schwachen Montierung kommt dazu, oder eben das Erlernen der Dobson-Handhabung.

Clear Skies
Sven
 
Status
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