Neues Vertikal-Interferometer in Betrieb genommen

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hallo Tassilo,

bitte sachlich bleiben, wir diskutieren das friedlich in diesem Diskussionsforum aus. Ich habe grossen Respekt vor deinem optischen Wissen, das vorausgeschickt. Ich erlaube mir bloss das zu hinterfragen weil ich das aus der Praxis kenne, was bei vielen Mitlesern ja nicht der Fall ist. Da kann ich sowas nicht stehen lassen. Vielleicht habe ich Unrecht dann lerne ich was daraus.

Du gehst davon aus, dass im Werk tatsächlich der bestmögliche Justagezustand hergestellt wird. Ich würde dem nicht vertrauen.

Triplettjustieren wie Brezelbacken? Hast du das schon mal gemacht? Wird eine Linse verändert, so hat das Auswirkungen auf den Justagezustand der beiden anderen Linsen und die Gesamtaberrationen verändern sich dementsprechend etwas erratisch. Das bedeutet dass es keine Systematik gibt nach der man vorgehen kann. Egal welchen Versuchsaufbau du hast, du hast es mit einer Art Eiertanz zu tun. Das ist zeitraubend, nicht die einzelnen Einstellvorgänge und deren Überprüfung. Ich kenne Leute die machen das seit 40 Jahren routinemässig und sagen mir es ist sehr sehr mühsam und es gibt kein System. Verzeih mir wenn ich dem Brezelbacken da überhaupt keinen Glauben schenke.

Vielleicht mag sich da noch jemand anderer äussern der da Praxis hat, dann steh ich nicht alleine als renitent da.

Oder - wenn es dir denn die Mühe wert ist - schildere dein Verfahren so dass ich es nachvollziehen kann. Wie gesagt, ich lerne gerne dazu.

lg Tommy
 
Hallo Tassilo,
ich denke Du verstehst meine Motivation nicht.
Ehrlich gesagt: nein :schwitz:

Mir tut es nur leid, dass mit solchen Diskussionen Reizthemen in den falschen Hals kommen.
Das wäre nicht nötig!
Um ein Beispiel zu nennen: die Daten von Deinem/Eurem neuen Komacorrector haben mich extrem positiv überrascht!
Die Korrektur, selbst runter bis f/2.7, ist der absolute Hammer und viel(!) besser als nötig! Ich freue mich auf das Serienmodell!
Dennoch, es ist besser die Details nicht als Zahl zu veröffentlichen, weder als Ober- und schon gar nicht als Untergrenze.
(Selbstverständlich bleiben die Zahlen beim mir unter Verschluss!)

Viele Grüße
Kai
 
Hallo Tommy,

OOOOOOMMMMMMMM. Gegefrage: Wenn Du viel Geld ausgibst, um was wirklich besser zu machen, und dann dreht sich das nach Kommentaren des Mitbewerbs ins Negative - würdest Du Dich da nicht ärgern? Auch ich bin ein Mensch - und ich ärgere mich dann. Und weil ich kein Marketing-Weichwasch-Blabla-Typ bin, merkt man das. Und Du wirst vieleicht bemerken, daß es KEINEN einzigen Thread gibt, den ein Mitbewerber gestartet hat, in dem ich mich äußere. Obwohl es da durchaus Anmerkungsbedarf gibt, weil zum Teil richtig irreführende Sachen laufen. Blos regt sich da komischerweise keiner auf.
Zur Sache:
"Du gehst davon aus, dass im Werk tatsächlich der bestmögliche Justagezustand hergestellt wird. Ich würde dem nicht vertrauen" - Bitte jetzt nicht falsch auffassen - ich habe absolut nichts gegen Dich, oder Lajos, oder sonst einen Händler. Aber ich bin halt keiner - ich bin Hersteller. Und das bedeutet konkret: Ich kenne denjenigen, der die Optiken rechnet. Ich kenne denjenigen Optiker im Werk, der die Linsen justiert. Ich weiß wie er es macht. Ich weiß mit welchen Hilfsmitteln er es macht - und daß wir zusammen an Verbesserungsmöglichkeiten suchen kannst Du meinem Statement oben entnehmmen, daß die zweite Vertikalinterferometereinheit für das Werk ist. Wir werden das wohl gemeinsam in Betrieb nehmen, wenn ich vorraussichtlich Ende nächsten Monats wieder rüberfliege - und ja, ich habe mit ihm zusammen schon Optiken zentriert. Kurz gesagt: Ich habe das Vertrauen. Und das begründet sich auf Fakten, nicht Blauäugigkeit.
"Triplettjustieren wie Brezelbacken? Hast du das schon mal gemacht? Wird eine Linse verändert, so hat das Auswirkungen auf den Justagezustand der beiden anderen Linsen und die Gesamtaberrationen verändern sich dementsprechend etwas erratisch. Das bedeutet dass es keine Systematik gibt nach der man vorgehen kann." - Das wäre nur dann richtig, wenn man den Triplett als "lose Schüttung" bekäme - also alle Linsen dejustiert (und vieleicht sogar noch verdreht - BRRR), oder wenn das schlechte Fassungen sind. Das ist aber bei unseren Fassungen bisher nie der Fall gewesen. Das Gerät wurde ja im Werk dem gesamten Eiertanz unterzogen - es handelt sich also nur um eine oder maximal zwei dejustierte Linsen. Und das geht sehr wohl systematisch.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Kai,

es geht schlicht um Kosten. Nicht die Kosten, die durch das Prüfen enstehen - sondern um die Kosten, die die Einführung in optische Messtechnik inklusive der Bewertung der Forenkommentare während des Gesprächs mit dem Kunden mit sich bringt. Beim ersten sehe ich die Chance, das durch eine gut gemachte Anlage zum Messprotokoll hinzukriegen. Aber ich weiß nicht, wie ich mit dem zweiten Punkt umgehen soll. Was soll ich sagen, wenn mir Sachen wie "eine Optik mit einem Strehl unter 0,9 ist eine Gurke" vorgesetzt werden. Ich habe überhaupt kein Problem, mit Dir oder Tommy oder anderen über Optik zu diskutieren. Der Punkt ist, daß ich bei Veröffentlichung von Messprotokoll mit Laien jedes Mal eine Diskussion habe. Und das will ich vermeiden.

Clear skies

Tassilo
 
hallo Tassilo,

sorry wenns dich ärgert, es ist nicht meine Absicht irgendwas ins Negative zu verdrehen. Ich sehe es im Gegenteil sehr positiv wenn du um Qualität bemüht bist und würde mich gern überzeugen lassen. Ich hab einen Job bei einem Händler weil ich ein engagierter Amateur bin, das hat nichts mit meinen Fragen hier an dich zu tun. Das ist meoin Privatkaffee, Lajos weiss da gar nix davon. Deine Aussagen sind für mich halt einfach nicht mit meiner Praxis kompatibel, auch jetzt wieder nicht: Auch wenn nur eine Linse dejustiert ist, musst du erst mal rausfinden welche, und in welche Richtung die dann geschoben gehört. Das geht nicht mit einem kurzen Nachjustieren meine ich. Lassen wir's dabei bewenden, da werden wir nicht einig werden. Ich werd Wolfgang mal nach der vertikalen Anordnung fragen, was da konkret die Vorteile sind. Hab auch keine Lust mehr, hier weiterzuschreiben und zumzunörgeln, es gibt Leute die kompetenter sind als ich und weniger anrüchig für dich als "Mitbewerber". Ich seh mich übrigens nicht so, hab ja die ES auch verkauft und werde die in meiner Beratung weiter berücksichtigen. Viel Erfolg sei gewünscht!

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

Du brauchst Dich doch nicht für Deine Arbeit rechtfertigen - ich habe doch auch mein Hobby zum Beruf gemacht. So sollte das ganz bestimmt nicht rüberkommen! Der Kernpunkt meiner Argumentation war, daß ich halt eine Stufe näher an der Quelle sitze - dadurch erheblich mehr Info und Eindrücke aus erster Hand habe, und dadurch das mit dem Vertrauen durchaus auf soliden Beinen steht. Das sollte jetzt blos nicht ausdrücken, daß ich mich für was Besseres halte, oder etwas anderes in die Richtung. Und wenn man nicht direkt an der Quelle sitzt, so wie ich, dann ist gesundes Misstrauen durchaus angebracht.

Clear skies

Tassilo
 
Hi Tommy

wenn du so lieb rufst...dann gebe ich mal etwas wieder was mir der Chefoptiker von LZOS sagte:


Der Zusammenbau eines Triplets sowie die Herstellung der Fassung kostet genauso viel Geld und zeit wie das Herstellen der Optik ( ohne Glaskosten).

Woher kommen diese enormen Kosten :
- LZOS behandelt jede einzelne Optik als Meisterstück, das heisst jede Fassung wird auf die Optik passgenau hergestellt
- Jede Optik wird mittels den Spacern auf das max. mögliche Ergebniss optimiert.


Ok, ich gebe zu LZOS ist wohl zu altmodisch, denn das alles geht heute ja wunderbar mit simplen Zylindrischen Massenfassungen, Plastik-Zentrierschrauben und Kunststoffdistanzringe und somit viel billiger und schneller.


Trotzdem mag ich die LZOS Linsen :-)
 
Hallo zusammen,

wenn zum Beispiel Takahashi auf seiner Homepage plötzlich verkünden würde "garantiert beugungsbegrenzt, Strehl>0,8", würde ich den Laden meiden wie die Pest und mich über den tiefen Fall dieser Firma wundern.

Grüße

Kurt
 
Hallo Tassilo

Ja, ich bin Laie, trotzdem lasse ich mich nicht als unbedarft und nörgelnd hinstellen - auch wenn es in den vorangegangenen Post nicht persönlich von dir gemeint war.

Ich war und bin der Meinung das, wenn ihr Euch schon die Arbeit anmacht jedes Teleskop nochmals vor dem Verkauf zu überprüfen, es Sinn macht, besonders gute Exemplare auch als solche du deklarieren und mit einem Messprotokoll zu versehen/garantieren.

Gut, Ihr wollt das nicht machen, das respektiere ich hiermit auch und gut isses....

Letztendlich bin jedoch auch der Meinung, für ein 80, 100 oder 130mm ED-APO Objektiv lediglich Beugungsbegrenztheit zu garantieren, kein besonderes Verkaufsargument darstellt - bei einem Takahashi würde ich das sogar als Beleidigung auffassen!
Und du brauchst es nicht nochmals zu erwähnen, das Ihr auf Eurer Homepage auch dies nicht macht, hier tust du es aber.

Und nein, ich habe noch nicht durch einen schlechten ES-Apo beobachtet - genauer gesagt, ich habe noch durch KEINEN "ES" durch geguckt - das wird aller Voraussicht auch dabei bleiben, da beim ITT nix mehr los ist und zu anderen Treffen ist es mir zu weit.

Nix für ungut und CS
Martin

 
Nun zumindest schreibst Takahashi America beim FS 128 sowie Takahashi in Ihrer eigenen Anleitung zum TOA das die Optiken Diffraction limited sind

http://www.takahashiamerica.com/inc...8.htm&title=Land Sea & Sky, Home of Takahashi


With their multi-coated diffraction-limited optics, they produce the brightest possible images with outstanding contrast and color fidelity.


http://www.google.com/url?sa=t&rct=...yKIqBTH8aIEnLhTJNSO58lQ&bvm=bv.42768644,d.Yms

The TOA-1SOB is 8 product of Takahashi's
research and development over II period of time. Though similar in design to the
smaller TOA·130N. its desig" is different to "Ilow an extremely high order of 1;0101 cor· rection in a 150mm refrector. This design
produces en image ebsolutely free 01 any
l8leral color and is diffraction limited.

Was ist euch Lieber , wenn jeman Beugungsbegrentzt garantiert und meistens deutlich besser ist, oder wenn jemand für jede Optik 98.4 % strehl garantiert und meistens drunter liegt ?

 
das war eigentlich ein öffentlicher Deal: Du hast Angebot gemacht, ich habe zugesagt ...vorsichtig, das du auf diese weise deinen beugungsbegrentzten FS nicht ungewollt los wirst , lach
 
Hallo Markus,
Was ist euch Lieber , wenn jeman Beugungsbegrentzt garantiert und meistens deutlich besser ist, oder wenn jemand für jede Optik 98.4 % strehl garantiert und meistens drunter liegt ?
Das ist eine Suggestiv-Frage und das hier:
vorsichtig, das du auf diese weise deinen beugungsbegrentzten FS nicht ungewollt los wirst , lach
... eine Suggestiv-Antwort ;)

Was soll das krampfhafte Zurückrudern auf Strehl 0.80 nachdem ausgerechnet Du jahrelang mit den hochstrehligsten Sterntest-Wundergeschichten das deutsche und internationale Publikum beeindruckt hast?

Eine Garantie auf Beugungsbegrenztheit des Herstellers hat für den Händler den Vorteil, dass man die Sachen ungesehen weiterverkaufen kann. Mit einer überschaubaren Rücksendequote.
Für den Kunden ist das völlig nebensächlich, der darf alles aus jedem beliebigen Grund zurückgeben.

Viele Grüße
Kai




 
Kai

ich glaube du unterschätzt deutlich das Wort Beugungsbegrentzt.

Um Beugungsbegrentzt zu sein, darf man als Teleskop keine allzukrassen Fehler besitzen.

Deutliches Koma, deutlicher Asti wirft dich da gleich mal raus , heftige sphär. Ab. ebenfalls.

Dejustage, Dezentrierung ebenfalls.

Ich bin überzeugt nehme ich Tag heute alle auf der Welt verkauften Amateur-Teleskope im Ist-Zustand und Prüfe diese, sind mehr als die Hälfte nicht beugungsbegrentzt.


Daher ist Beugungsbegrentzte Garantie schon gar nicht mal sooooo schlecht.
 
Interessanter Thread!

Ich kann Tassilos Haltung verstehen. Für mich macht das einen guten Eindruck, denn es ist wirklich besser, keine Zahlen zu veröffentlichen, sodass man sich dann festnageln lassen kann. Gleichzeitig schafft es aber schon Vertrauen, wenn Tassilo die Produktion der Optiken nachvollziehen und durch Rückmeldung sogar beeinflussen kann. Besser geht es nicht! Dazu kommt dann noch eine Kontrolle vor dem Versand. Das schafft mehr Vertrauen als ein Stück Papier. Letztlich wird der Ruf ja nur dann geschädigt, wenn schlechte Optiken und/oder schlechte mechanische Qualität der Geräte bekannt werden. Daran muss sich jeder Hersteller messen.



CS,
Chris
 
Hallo Markus,
ich glaube du unterschätzt deutlich das Wort Beugungsbegrentzt.
Was heisst hier unterschätzen?
Da gibt es absolut nichts zu schätzen!
Soll ich Dir die Literaturstellen raussuchen?

Ich bin überzeugt nehme ich Tag heute alle auf der Welt verkauften Amateur-Teleskope im Ist-Zustand und Prüfe diese, sind mehr als die Hälfte nicht beugungsbegrentzt.
Da stimme ich Dir vollumfänglich zu.
Ich frage mich nur, wie Du das prüfen willst?
Und vorallem nach welcher Definition?

Hoffentlich nicht nach dieser:
Um Beugungsbegrentzt zu sein, darf man als Teleskop keine allzukrassen Fehler besitzen.

Ja, ja, und ein 6-Zylinder bruacht auch nur vier Zylinder wenn er wenigstens auf drei Töpfen läuft und keine allzugroßen Geräuche macht... :erschreck:

Sag mal, dürfen Deine Lieferanten bei Dir ihre Ware auch nach diesen relaxten Kriterien abwerfen? Oder gilt das nur für Kunden? :neinnein:

Markus, ich habe absolut nichts gegen Dich als Händler oder APM als Firma. Ich wurde immer korrekt bedient, schnelle Lieferung, Kommunikation top.

Aber als Diskussionspartner kann ich Dich nicht mehr ernst nehmen. Dazu gehört ein Mindestmaß an Rückgrat und eine relative Verlässlichkeit der eigenen Meinung.
Wenn bei Dir schon Begriffe wie "Beugungsbegrenzt" weich wie Kautschuk sind lohnt es nicht, die Tastatur wegen irgendetwas weiter abzunutzen.

Viele Grüße
Kai
 
Kai

ich schlage dir vor mal einen Tag bei uns im Laden zu verbringen und Seite an Seite bei mir am PC zu sitzen wenn ich mit meinen Herstellern/Lieferanten maile, dann änderst du deine Meinung und das Erlebniss wird für dich mehr zählen als Worte oder Postings.

Warum Promoted hier jemand wie er testet , wenn er nichts Garantiert ?

Allein die Aussage : Ich muss alles was ich bekomme nachprüfen.......sagt mir, ich kann meinem Lieferanten nicht trauen.

Muss ich die Qualität die ich bekomme nachprüfen und nachjustieren, heisst dies für mich, ich kann für nichts garantieren, was beim Kunden ankommt. Wieso ? Nun Ware die in Masse verschickt wird, kommt per Seefracht oder Luftfracht, relative Schadensfrei.
Ware die ich als Händler verschicke, geht mit DHL, UPS, GLS, DPD etc raus , als 10 x stärker beantsprucht als Sie es per Luft oder Seefracht ist, kommt sie also als justierte Ware bei mir dejustiert an, so kommst Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nach erneuter Justage beim Kunden auch wieder dejustiert an, also was soll diese erneute Justage und Prüfung bringen ?????



Also bin ich am besten Ruhig und sage gar nichts, oder ? Denn kommt eine Ware vom Hersteller und ist nicht in Ordnung, ich bringe sie in Ordnung, weisst ich doch im Vorraus , sie kommt wahrscheinlich nicht in Ordnung beim Kunden an.

Also, entweder ich habe einen Hersteller der baut vernüntige Qualität und Garantiert dafür oder nicht. Falls nicht, nutzt mir das Nachtesten gar nichts, denn den nächsten Versand zum Kunden übersteht diese wohl eher nicht ohne weitere Probleme.

Bsp: Hersteller garantiert 95% strehl..verschickt an Händler..dort kommt Ware mit 80% Strehl an..dieser testet , stellt 80% Strehl fest, justiert neu auf 95% Strehl..dokumentiert und Garantiert aber nichts...verschickt zum Kunden und kommt dort mit 70% Strehl an....verspricht aber er habe getestet ..ganz ehrlich was bringt dies dem Käufer ?

Vertrauen ??? In was ? Das meine dejustiert angekommene Ware zuvor gerichtet wurde ??? Toll....wowww


Nun zu deiner Meinung und dir Persönlich: Beugungsbegrentzt hier auf dem Forum hört sich an, als ob bereits jede [zensiert] Optik dieses Kriterium erfüllen kann...dem ist aber ganz sicher nicht so.....


Ich zeige dir hier mal meinen Begriff von Beugungsbrenzt auf

http://www.otterstedt.de/wiki/index.php/Beugungsbegrenzt

Ist die Abblidung der punktförmigen Lichtquelle nach geometrischen Gesichtspunkten kleiner als das zentrale Beugungsscheibchen, spricht man von einer beugungsbegrenzten Optik. Die Qualität einer solchen beugungsbegrenzten Optik wird nicht durch Abbildungsfehler des Objektivs, sondern ausschließlich durch den Effekte der Beugung begrenzt.



Lass dir diese Definitions mal auf der Zunge zergehen.....Fehler die kleiner als das Beugungsscheibschen sind.....also Fehler ...die nicht mehr sichtbar sind....dann ist eine Optik Beugungsbegrentzt.

Eine Optik mit 80% Strehl dagegen kann sehr wohl noch Deformationen des Beugungsscheibchens zeigen

Eine andere Definition gibt Uwe Laux in seinem Buch Astrooptik. Dort wird der Begriff Beugungsbehrenzt über die Definitionshelligkeit definiert:

0,8 < Definitionshelligkeit <= 1

Das heisst, ein System gilt als beugungsbegrenzt, wenn seine Definitionshelligkeit (Strehlzahl) mindestens einen Wert von 0,8 erreicht oder anders ausgedrückt die Helligkeit des zemtralen Beugungsschribchens mindesten 80% des theoretisch möglichen Wertes erreicht.


In meinen Augen wiedersprechen sich beide Aussagen total.....


ist ein Fehler kleiner als das Beugungsscheibchen und man spricht von Beugungsbegrentzt....denke ich wird jeder zufrieden sein

Hat eine Optik mindestens 80% Strehl, zeigt jedoch noch immer ein defomortitertes Beugungsscheibchen, werden viele unzufrieden sein , incl. meinerselbst...obwohl es nach gewissen Definitionen noch immer als Beugungsbegrentzt gilt



das heisst für mich, die Aussagen ansich widersprechen sich


was sagst du dazu ?





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

du schreibst:

Eine Optik mit 80% Strehl dagegen kann sehr wohl noch Deformationen des Beugungsscheibchens zeigen

Kann ich aufgrund der ausführlichen interferometrischen Messungen unseres 7" Starfireobjektiv unserer Sternwarte definitiv bestätigen, welches wir vor ca. 1 Jahr zur Reparatur bei Alois Ortner hatten. Am Stern zeigten sich deutlich sichtbare Bildfehler. Der signifikant vorhandene Hauptfehler war neben anderen dabei Koma. Das war der Grund für die Reparatur. Nach vielen Messungen (Eingangsprüfung bei Alois) lag der Strehl immer noch knapp über 0,8.

Auch am Interferometer und am künstlichen Stern im Labor war als Hauptfehler Koma zu sehen, welcher infolge einer nicht mehr ordnungsgemäß funktionierenden und teilweise verdunsteten Ölfügung entstanden war.

Es reicht mir heute nicht mehr zur fortgeschrittenen Stunde, aber ich kann, wen es interessiert, mehrere der Messreihen von Alois hier reinstellen.

Viele Grüße
Werner

 
Hallo Markus,
ich schlage dir vor mal einen Tag bei uns im Laden zu verbringen
Danke, sehr nett. Würde mich auch grundsätzlich interessieren. Leider wenige Zeit, es ist weit weg...

Kann mir schon vorstellen, dass es eine Gratwanderung zwischen Lieferanten und Kunden ist. Ich möchte solche Probleme eigentlich nicht haben, aber Geld gibts nun mal nur für Stress, Ärger, Arbeit - schlimmstenfalls in Kombination :erschreck:

Das Justage-Argument sehe ich bei den mir bekannten Optiken nicht so extrem kritsch. Da will ich Dir aber überhaupt nicht reinreden. Das weisst Du am besten.
Leider weiss ich immer noch nicht, ob Du das mit den Zahlen ernst meinst oder ob das ein fiktives Beispiel ist:
Bsp: Hersteller garantiert 95% strehl..verschickt an Händler..dort kommt Ware mit 80% Strehl an.... usw...
Ich meine: Misst da wirklich jemand nach? Oder denkst Du nur, dass es ungefähr so ist?



Zum Thema:
Nun zu deiner Meinung und dir Persönlich: Beugungsbegrentzt hier auf dem Forum hört sich an, ...
Die allgemeine Forenmeinung interessiert mich nicht weiter. Es ging ja um Deine bzw meine Meinung.
...als ob bereits jede [censored] Optik dieses Kriterium erfüllen kann...dem ist aber ganz sicher nicht so.....
Genau, dem ist nicht so. Beugungsbegrenzt ist erst einmal ein relativ hartes Kriterium.

Ich zeige dir hier mal meinen Begriff von Beugungsbrenzt auf...
Dein Link ist denkbar ungeeignet.
Wie Du richtig folgerst:
In meinen Augen wiedersprechen sich beide Aussagen total.....
In dem Link wird aus Gründen der Anschaulichkeit (oder aus Unverständis?) die Wellenoptik mit der geometrischen Optik in einen Topf geworfen.

Du müsstest Dich entscheiden oder ggf eine neue Definition suchen.

Ich gebe Dir ja völlig recht, rein anschaulich hat beides Vor- und Nachteile, wie Du selbst schreibst.
Entweder:
ist ein Fehler kleiner als das Beugungsscheibchen und man spricht von Beugungsbegrentzt....denke ich wird jeder zufrieden sein

Oder:
Hat eine Optik mindestens 80% Strehl, zeigt jedoch noch immer ein defomortitertes Beugungsscheibchen, werden viele unzufrieden sein , incl. meinerselbst...obwohl es nach gewissen Definitionen noch immer als Beugungsbegrentzt gilt

It's Your turn. Choos with care ;)

Schönen Abend
Kai
 
Hallo Chris

Für mich macht das einen guten Eindruck, denn es ist wirklich besser, keine Zahlen zu veröffentlichen, sodass man sich dann festnageln lassen kann. Gleichzeitig schafft es aber schon Vertrauen, wenn Tassilo die Produktion der Optiken nachvollziehen und durch Rückmeldung sogar beeinflussen kann. Besser geht es nicht! Dazu kommt dann noch eine Kontrolle vor dem Versand. Das schafft mehr Vertrauen als ein Stück Papier.

Ob du irgend welchen Marketingversprechen oder einem Stück Papier glaubst, dass kommt in erster Linie einmal aufs selbe heraus, es ist Glauben und nicht Wissen.

Ich sehe es jedoch etwas anders, wenn ein Hersteller wie z.B. OMI, Intes-Micro, LZOS, LOMO, Zeiss, OrionUK, Galaxy-Optics, Lightholder-Optics, ein Zertifikat mit einem Strehl oder rms-Wert zu seinen Optiken heraus gibt, so ist das für mich eher eine vertrauensbildende Maßnahme als irgendwelchen Händlerversprechen glauben schenken zu müssen.

Denn das hat für mich als Kunden mehrere Vorteile:

1. Der Hersteller legt sich fest und kann so bei einer evtl. Nachmessung in Regress genommen werden.
2. Ich weiß welchen Strehl oder rms-Wert meine Optik evtl. mal hatte und weiß, dass sich bei einer evtl. Dejustage eine Neuzentrierung lohnen würde.
3. Durch die Festlegung entsteht eine Verpflichtung, ein Druck, diese Qualität auch wirklich abzuliefern, da sonst der Ruf der Firma auf dem Spiel stünde.
4. Eine Qualitätsurkunde bzw. ein Zertifikat ist nicht einfach ein Stück Papier, es ist ein Teil eines QM- Systems, welches Auskunft darüber gibt, welche Standards und welches Qualitätsniveau die Firma sich als Leitbild selbst auferlegt. Einfach ausgedrückt heißt das: Seht her welch hohe Qualität wir im Stande sind zu fertigen, dass Garantieren wir ihnen, wenn sie unser Produkt kaufen.
5. Weiß ich dir Optik wurde einmal auch „wirklich gemessen“ also evtl. wirklich Optimiert und nicht nur einigermaßen justiert.

Zeiss, LOMO, LZOS, wahren in der Amateurastronomie die Ersten, die so gehandelt haben, es sind QM- Zertifizierte Weltfirmen, deren Produkte in Punkto Qualität bis heute die Maßstäbe setzen.

Deshalb ist es einfach nur billig, wenn eine Firma mir weiß machen möchte „höchste Qualität“ zu verkaufen und sich dann aber partout nicht festlegen möchte.

Dadurch wird auch der Qualitätsbegriff weichgespült, wenn eine Firma behauptet „höchste Qualität“ zu liefern und am Ende ist es halt doch „nur“ Beugungsbegrenzt. Wahrscheinlich hat man dann nicht mal mehr einen APO.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

ich verstehe Deine Aufregung nicht. Unsere Optiken sind ja von dritten nahcgemessen worden - und haben da gut abgeschnitten. Insofern ist der Satz:
"Dadurch wird auch der Qualitätsbegriff weichgespült, wenn eine Firma behauptet „höchste Qualität“ zu liefern und am Ende ist es halt doch „nur“ Beugungsbegrenzt. Wahrscheinlich hat man dann nicht mal mehr einen APO."
einfach nur daneben.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Uwe,

Ich habe einen geschlossenen Absatz geschrieben, der nur im Ganzen seinen Sinn hat. So sehe ich das und es besteht von meiner Seite kein weiterer Diskussionsbedarf. Dazu habe ich keine Zeit und auch keine Lust.


CS,
Chris
 
Hallo Christian,


Das Weglassen diese einen Satzes:
Letztlich wird der Ruf ja nur dann geschädigt, wenn schlechte Optiken und/oder schlechte mechanische Qualität der Geräte bekannt werden. Daran muss sich jeder Hersteller messen.

Hat den Sinn jetzt nicht sooo sehr entstellt.

Fakt ist: ES verwendet ein Senkrechtinterferometer - mehr Information gab es nicht. Bleibt also nur Glauben statt wissen, da hat Uwe Recht.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

"Bleibt also nur Glauben statt wissen, da hat Uwe Recht." - das stimmt nur begrenzt, weil ja andere schon Messergebnisse veröffentlichen. Siehe z.B. hier:

http://www.fernrohr-service.de/9.html

Etwas runterscrollen, da findet sich z.B. ein Test von einem Explore Scientific 80mm. Und einige der anderen "Fälle" kann man sich in Bezug auf Markus Kommentar, daß sowas bei Ihm nicht notwendig ist, mit Schmunzeln zu Gemüte führen.

Clear skies

Tassilo Bohm
 
Hallo Tassilo,

ihr macht also zu jedem einzelnen Teleskop ein Interferogram, aber ein Kaeufer bekommt das nicht zu sehen, weil ihr nicht mit Kunden diskutieren moechtet.

Ich weiss nicht, ob das ein guter Anfang ist. Ihr habt gerade mal eure Homepage teilweise fertig und nennt euch schon in einem Atemzug mit Takahashi.

OK, bei einem Tak wird nicht nach Protokollen gefragt. Aber bei Taks muss auch nicht die Optik getestet und neujustiert werden, nachdem die per Container aus China ankamen (wo das ja angeblich bereits auch schon gemacht wurde).

CS
Christoph
 
Hallo Christoph,

"Ihr habt gerade mal eure Homepage teilweise fertig und nennt euch schon in einem Atemzug mit Takahashi." - Tak haben andere ins Spiel gebracht - ich habe nur festgestellt, daß die wenigsten ein Messprotokoll mitliefern. Und deswegen kann ich die Aufregung nicht nachvollziehen.
"Aber bei Taks muss auch nicht die Optik getestet und neujustiert werden, nachdem die per Container aus China ankamen (wo das ja angeblich bereits auch schon gemacht wurde)." - Weisst Du das, weil Du schon Mal eine Eingangskontrolle bei einer solchen Lieferung gemacht hast, oder glaubst Du das einfach jetzt mal so? (Nur um das klarzustellen - ich habe nichts gegen Tak. Ich habe auch keine negativen Erfahrungen mit Tak. Ich habe blos von anderen hochpreisigen Firmen mit großem Namen schon viele Dinge gesehen, die mir keiner glaubt, daß ich jetzt aus Erfahrung misstrauisch bin). Außerdem missverstehst Du mich - und andere offensichtlich auch. Die Tatsache, daß wir kontrollieren und messen bedeutet nicht, daß bei jedem Gerät gemessen werden muß, oder daß bei jedem Gerät neu zentriert werden muss. Es geht darum, bei der Lieferkette bis zum Kunden eine durchgängige Qualitätssicherung zu betreiben. Und daß wir da Aufwand betreiben - die den Kunden zu Gute kommt - und uns das dann hier ins Negative gedreht wird, finde ich vollkommen daneben. Egal - arbeite ich halt weiter an meinem Stuhl-Thread....

Clear skies

Tassilo
 
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