Neuling auf Astrokurs

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Gravity

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Hallo liebe Astrogemeinde,
ich heiße Martin und verfolge diese Seite hier schon seit 3-4 Monaten, sicher hängen euch die Fragen der Einsteiger zu den Ohren raus.
Aus diesem Grund versuch ich mich mal kurz zu fassen und euch um hilfe zu bitten.

Ich würde mir gern ein Teleskop kaufen, um in erster Linie einen kleinen Einblick in unsere nächtliche Umgebung zu erhaschen und mich der später Astrofotografie widmen.

Eckdaten:
- Budget von 500-1000 Euro (eventuell auch mehr)
- Beobachten von Planeten, und Deepskyobjekten
- Standort: Land + ich komme schnell an Ortschaften wo es Dunkel ist
- ich hab eine Auto
- keine Brille
- ich habe eine Canon d80 (ist so eine Digitalkamera geeignet für astrofotgrafie ?)

Ich hab mich schon über Teleskope informiert aber ich kann mit den Werten bzw. Daten überhaupt nicht viel anfangen deshalb kommen auch nur Teleskope in Frage die hier auch schon genannt wurden wie z.b.

Skywatcher Teleskop N 150/1200 BlackDiamond NEQ-3
welche mich von vorn herein auch begesitert haben waren die Teleskope aus der NexStar Goto Reihe.

Falls ich völlig daneben liege bitte ich um effektivere Produkte die ihr mir empfehlen könnt.
Wichtig ist noch für mich welches Zubehör ich noch benötige, denn da gibts auch ne Menge auf das man achten muss Filter Okkulare etc.

das wars erstmal von mir
gruß Martin
 
Hallo Martin,

Da Du die wichtigsten Eckdaten direkt vorbildlich nennst hast Du vermutlich schon folgende Links erarbeitet:

http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.svenwienstein.de/index.html
http://www.taunus-astronomie.de/
http://www.binoviewer.at/
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
http://www.y-auriga.de/home/home.html

Erst einmal: Gutes Budget und auch sonst sehr vielversprechende Randbedingungen. Meine persönliche Meinung: Bei 1000€ würde ich noch beim visuellen Beobachten bleiben, dafür aber etwas schönes holen mit dem Du visuell Freude hast. GoTo Geld würde ich lieber in Optik / Okulare anlegen.

Ich denke Dir wird hier in den nächsten 60Minuten ein Dobson empfohlen. Ist in diesem Forum so üblich :-)

CS
Dirk



 
Hallo Martin,

klar bekommst du fürs visuelle Beobachten einen Dobson empfohlen, warum auch nicht. Ich habe hier auch erst fast drei Jahre nur passiv mitgelesen und die einschlägigen Links der Pros verschlungen.

Parallel habe ich derweil den Himmel mit einem paralaktischen 6 Zoll f8 Newton auf einer Mittelklassemonti auf der heimischen Pferdekoppel und mäßig perfektem Dorfhimmel durchgemessen und nach und nach mit ordentlichen Okularen und dem ganzen Beikram aufgewertet.

Aber der Öffnungssucht sind irgendwann keine Kräuter mehr entgegen zu setzen und so habe ich mir dann einen 12 Zoll Dobson angeschafft, Volltubus, weil ich ihn nicht mit dem Auto transportieren muss. Wenn du dich mit dem Schubsen angefreundet hast, gibt es visuell nichts preis-/leistungsvergleichbares - es ist wahr, Öffnung ist nur durch mehr Öffnung zu schlagen. Da ich nicht vorhabe zu Fotografieren, bin ich damit vollauf glücklich. Fotos von „meinen“ Objekten sehe ich mir dann bei schlechtem Wetter wieder auf den Seiten der bekannten Cracks an.

Dobson! Bist du super mit bedient - muss ja nicht gleich ein Ozeandampferschornstein sein :-)

Viele Grüße, Olaf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, also danke erstmal für eure Hilfe, ich hab mir die restlichen obenstehenden lniks die ich noch nicht angesehen hatte gleich angeschaut.

Desweiteren hab ich mir jetzt die Dobsonreihe angesehen und bin zu dem Skywatcher Dobson Teleskop N 203/1200 GT BlackDiamond DOB gekommen.

Nun frag ich mich, ob dieser nicht ein wenig zu groß ist und ob vergleichbare Dobson mit kurzem Tubus schwächer sind als z.b. der Skywatcher Teleskop N 200/1000 BlackDiamond NEQ-5.
Mich interessiert zu dem noch was ihr nun von meiner Canon d80 haltet ob ich sie später für astrofotgrafie verwenden kann und ob sie mit den Dobson skywatchern harmoniert.

gruß Martin
 
Hi!

Ein 200/1000 ist nur 20 cm kürzer als ein 200/1200, verlangt aber nach besseren Okularen, wenn Du ein ein randscharfes Bild willst. Mit anderen Worten: der 200/1200 kommt dich billiger. Und 20 cm sind nicht so viel, gerade mal die schmale Seite eines A4-Blatts.

Zu deiner Kamera: Ich glaube, die existiert nicht - Entweder hast Du eine Nikon D80 oder eine andere Canon, im Netz finden weder die Suchen von Google noch von Canon etwas zur Canon d80 :gutefrage: Allerdings ist Fotografie am Dobson nicht wirklich praktikabel, mangels automatischer Nachführung. Mond durchs Okular knipsen sollte aber mit jeder Knipse gehen.

Für ernsthafte Deep-Sky-Fotografie durchs Teleskop (außer Webcam für Planeten) ist dein Budget aber zu klein, wenn Du das Frustpotential gering halten und mehr als den Mond fotografieren willst. Eventuell kannst Du die Kamera huckepack (piggyback) auf's parallaktisch montierte Teleskop setzen und mit Weitwinkel bis moderatem Tele fotografieren, ohne mit zu viel NAchführproblemen zu kämpfen.

Gruß,
Alex
 
Hallo Martin,

zu deinen Fragen Fotos und Visuelles.
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** Fotos **
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch? Ist das die Nikon D80? Du deutest an, dass es eine Digiknipse von Canon ist. Keine Spiegelreflex? Spiegelreflex kann man immer adaptieren. Mit feststehenden Objektiven kann man zwar die sogenannte "Okularprojektion" durchführen. Das wird aber wenig gemacht, die Qualität ist gar nicht so gut.

Das Problem dieser Canon-Spiegelreflex ist die mangelnde Rotempfindlichkeit. Hier muss man einen Filter modifizieren. Einfache Fragen kann man auch hier im Forum beantworten, sonst ist es besser, du stellst solche Fragen separat im Foto-Forum.

Allgemein kann man sich in den Links verirren. Daher noch mal einführendes zu den Fotos:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Workshop, viele Praxis-Tips:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html
Elementar:
http://www.astroplatz.de/einsteigerteleskop.htm#foto

Ein Riesen-Newton 200/1200 gehört auf eine Losmandy-Montierung Preisklasse von 2000 Euro aufwärts. Dann macht es Spass, sonst eher nicht.

Obwohl die Frage nach kombinierem Einstieg Foto/Visuell immer wieder gestellt wird: In mindestens 90% der Fälle empfiehlt sich eine Trennung.
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** Visuelles **
Der meist empfohlene Dob ist der 200/1200. Und das hat seine guten Gründe. Er ist recht pflegeleicht und ein Allrounder. Er ist auch gut an den menschlichen Körperbau angepasst, mit Hocker oder Astrostuhl kann man bequem sitzen und beobachten. Immer vorausgesetzt, man kann ihn mit Auto zum Beobachtungsplatz transportieren. Der Aufbau dauert ja höchstens 2 Minuten.

Wenn du die Brennweite verkürzt, dann ....
1)der Hauptspiegel erzeugt, wenn er sein Bild erzeugt, einen stumpferen Kegel
2)die Okulare müssen mehr leisten, sie werden teurer
3)das Justieren wird diffiziler, beim 200/1200 kann man sich für den Anfang einfach auf die werksseitige Justage verlassen
4)das Fokussieren wird diffiziler
5)also insgesamt: nicht mehr so pflegeleicht, wenn möglich, nimmt man lieber ein Öffnungsverhältnis (freie Öffnung / Brennweite) von 1/6 anstatt von 1/5 oder gar 1/4

Du wirst eine Wahl treffen müssen: Dob oder Parallaktisch. Alles mal in Natura sehen, hilft natürlich. Kontakte gibt es immer. Z.B.:
http://www.astronomie.de/gad/astronomische_Vereine.htm

Das wärs fürs erste. Mit Grüssen,
Joachim

PS: Alex war schneller als ich, seine Kommentare gehen aber in die gleiche Richtung
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also, ich hab jetzt erstmal den unterschied zwischen parallaktischer und Dobsonmontierung herausgelesen und dabei festgestellt, dass wie ihr das schon beschrieben habt, für die visuelle Beobachtung (weniger Budget ohne Astrofotografie)ich mit einem Dobosn besser wegkommen werde.

Nach diesem Vergleich kann ich auch näher erläutern was ich anfangs überhaupt möchte.
Das wäre die Planetenbeobachtung mit dem Mond ( in erster Linie) genauso wie sonne Jupiter Saturn etc..
Weiterhin Interessieren mich zudem Nebel, Galaxien und Sternhaufen nur in dem Maße, dass ich sie durch das Teleskop beobachten kann.
Auf deutsch, Planeten Fotografieren und Deepskyobjekte beobachten.

Das sollte doch mit dem Dob 203/1200 drin sein oder ?
nachdem du mir den Tubusvergleich in der Länge so gut aufgelistet hast alex, kann ich jetzt auch nachvollziehen das ich mir eher den 203/1200 hole anstatt einem kürzeren.

Alles in allem scheint vorallem die Deepskyfotografie zurzeit noch mein Budget zu sprengen, von daher vergnüge ich mich mit den näheren Objekten.

Die Canon D80 ist die Kamera die ich derzeit besitze ( ist ja klar das es die d80 nicht gibt :))

aber so wie ich es den letzten beiden Beiträgen entnehmen konnte, dürfte ich mit der D80 meine Planeten gerade noch so Fotografieren können mit dem Dob 203/1200.

gibt es noch vergleichbare Teleskope für mein vorhaben ?

gruß Martin

 
Zitat von Gravity:
Die Canon D80 ist die Kamera die ich derzeit besitze ( ist ja klar das es die d80 nicht gibt :))

Na was nu, es gibt weder eine Canon d80 noch Canon D80, es gibt
aber eine Nikon D80. Zur Planetenfotografie wird i.d.R. zu
Webcams geraten. Über die Thematik findest du etliche Einträge
im Forum.

CS,
Peter
 
Nochmals hallo Martin,

>>..ich hab .. und festgestellt, dass ich mit einem Dobosn [200/1200] besser wegkommen werde.

Das sehe ich auch so. Die Kombi Scope-Monti-Okulare macht erst die Grundausrüstung aus. Okulare sind mehr als nur Zubehör. Aus den Links genauer zu den Okularen für dein Scope:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html
Da du selbst deine Vorlieben und Interessen noch nicht genau kennst, brauchen es für den Anfang nicht die allerbesten Okulare zu sein. Ein 32mm Weitwinkel (ca.70 Euro) mit einem hellen Bild muss dabei sein. Dann noch etwas in der Mitte und etwas für hohe Vergrösserungen. Darüber kann sich vielleicht jemand anderes äussern.

>>Weiterhin Interessieren mich zudem Nebel, Galaxien und Sternhaufen nur in dem Maße, dass ich sie durch das Teleskop beobachten kann.

Hier glaube ich dir kein Wort. Wo deine Interessen liegen, zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Löse deinen ersten Kugelsternhaufen auf, schaue dir die Sternhaufen h+chi Persei an, dann urteile. Bei Fotos hat man (z.B. bei Schwarz/Weiss) gerade mal 5 Blendenstufen oder so. Das Auge aber verarbeitet beim visuellen Eindruck eine grössere Dynamik. Sowas kriegt man über Fotos kaum hin, schon gar nicht am Bildschirm. Und man soll ja bei Fotos nicht über die Sättigung hinausgehen. Das Auge ist schon ein ganz eigener Detektor.

>>gibt es noch vergleichbare Teleskope für mein vorhaben ?

Es gibt den kleineren Bruder, den Newton 150/900. Der ist leichter zu transportieren. Ist aber kaum preiswerter. Dann gibt es grösseres, aber für dich führt wahrscheinlich kein Weg vorbei am F/6 Newton. Andere Systeme sind eher teurer, spezieller oder weniger leistungsfähig.

Du hast mit dem Standard-Dob genug Auflösungsvermögen und Potential. Bis etwa 150-fach Vergrösserung wird alles weitgehend glatt verlaufen. Danach kommen einige Tücken des Objekts, das ist aber eher etwas für Fortgeschrittene.

Mit Gruss, Joachim

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@ Peter
tut mir leid wegen der falschen info, ich meine natürlich die Nikon D80, ich weis auch nicht wie ich auf Canon komme.

@ Joachim

danke, dein link hilft mir nochmals sehr, um mich dem Zubehör mit Preislage zu widmen, von daher ist meine Entscheidung mir ein f/6 Newton zu kaufen schon fast gefallen.


< Löse deinen ersten Kugelsternhaufen auf, schaue dir die Sternhaufen h+chi Persei an, dann urteile. Bei Fotos hat man (z.B. bei Schwarz/Weiss) gerade mal 5 Blendenstufen oder so. Das Auge aber verarbeitet beim visuellen Eindruck eine grössere Dynamik. Sowas kriegt man über Fotos kaum hin, schon gar nicht am Bildschirm. Und man soll ja bei Fotos nicht über die Sättigung hinausgehen. Das Auge ist schon ein ganz eigener Detektor. >

allerdings kann ich mit dem Teil hier nicht ganz so viel anfangen. Ich verstehe das jetzt in sofern, dass ich mir erst einmal Deepskyobjekte anschauen soll, bevor ich der Meinung bin das ich mich auf dies später nicht zu "spezialisieren".
Und den 2. Teil verstehe ich so, dass ich im Teleskop das Objekt besser erkenne, als es auf Fotos möglich ist.

gruß Martin



 
@Martin,

ich wollte genauer sagen:
Man kann auch im kleinen 70mm Refraktor einen Kugelsternhaufen grob identifizieren, oder einen Blick darauf werfen. Man hat ihn dann zwar beobachtet, aber man kann sich noch kein Urteil bilden. Ob es sich lohnt, ein Okular für 200 Euro für plantarische Nebel, und ein weiteres für Galaxien zu kaufen, das kann man allein vom Schreibtisch aus nicht entscheiden.

>>Und den 2. Teil verstehe ich so, dass ich im Teleskop das Objekt besser erkenne, als es auf Fotos möglich ist.

Ja, bei offenen Sternhaufen und bei Kugelsternhaufen unterschreibe ich das. Bei ausgedehnten Nebeln (Nordamerika-Nebel usw.) sieht das anders aus. Fotos und Visuelles ergänzen sich gegenseitig sehr oft.

Mit Gruss, Joachim
 
Gut wenn es so soweit ist, werd ich mich mal von den Deepskyobjekten überraschen lassen.

nochwas, was hälst bzw.haltet ihr von dem Skywatcher Teleskop N 200/1000 BlackDiamond NEQ-5 im Vergleich zu dem Dobson 120/1200, für meine Zwecke auch angebracht ?

gruß Martin
 
Hallo Martin.

Ich selbst habe mir einen 10" Dobson gekauft und mich bei der Okularwahl am "Höherwertigen Allround-Setup" von Sven Wienstein orientiert. Da ich nur circa 1000€ eingeplant hatte, stand meine Wahl zwischen einem "komplett" (was auch immer das heissen mag) ausgestatteten 8" Dobson oder einem 10" Dobson mit budgedbedingten Lücken. So habe ich mich dazu entschieden, mit Lücken einzusteigen und mir vorerst diese Teile gekauft. Werde nach und nach die Okularsammlung ausbauen, jedoch wenn überhaupt nur das günstige Übersichts-ERFLE ersetzen. Den Rest werde ich wohl behalten (Nagler/Ethos auf Astrotreffen vermeiden vorausgesetzt).
Denk vielleicht mal darüber nach, welchen Weg du wählen willst. Mein Ziel war es, nur ein Mal kaufen zu müssen und möglichst wenig Material in Zukunft ersetzen zu müssen.

Für mich als Student kam die oben verlinkte Auswahl nur in Frage, da ich bis auf den Dobson sämtliches Zubehör aus den USA (Liste) bestellt habe. Wenn Du gegen Importe nicht abgeneigt bist, könnte sich auch für Dich die Möglichkeit geben, einiges zu Sparen. Bei meiner Auswahl belief sich der Unterschied zum deutschen Markt auf circa 400€ - das Geld, welches ich in 10" mit Friktionslagerung und Nebelfilter gesteckt habe und mir sonst nicht zur Verfügung gestanden hätte.

Das mitgelieferte Zubehör vom Dobson versuche ich derzeit im Bieteforum zu verkaufen. Für das mitgelieferte ERFLE habe ich 40€ bekommen, 8x50 Sucher und 9mm Plössl habe ich noch hier liegen. Ich tue mir diesen Verkaufsaufwand an, da der Preisnachlass vom Händler bei Weglassen des mitgelieferten Materials (sprich die 3 Teile beim Händler in Zahlung geben) nur circa die Summe betragen hätte, die ich für den Verkauf des ERFLE-Okulars erhalten habe.
Da Du oben von einem Preisrahmen bis 1000€ (eventuell) mehr schreibst, könnte es auch für Dich eine Option sein, auf die mitgelieferten Gegenstände zu verzichten - das würde Dir dann bei der Auswahl des Teleskops ersparen, mitgelieferte Sachen vergleichen zu müssen, denn der eine liefert einen Mondfilter mit, der andere nicht, usw. Da ein Filter nur circa 30€ in den USA kostet kannst Du dir diesen Vergleichssress vom Leibe halten und Dich auf wesentliche Dinge wie Höhenlager/Azimuthlager, Fangspiegelspinnendicke, Okularauszug und all die Dinge konzentrieren, die das Vergleichen schon schwer genug machen.
Kurz angemerkt: Ich habe circa 3 Monate damit verbracht zu überlegen, was ich mir denn kaufen soll. Würd es also nicht vom Zaun brechen und auf jeden Fall mal Astrotreffen aufsuchen. Dies ist vor allem sinnvoll, damit Du dir Okulare aus dem Ausland bestellen kannst mit vorherigem Wissen darüber, ob sie Dir überhaupt liegen. Auf der anderen Seite, halt auch Deine Ohren steif. Beim ersten Anblick durch einen 8" Dobson war ich sehr angetan und der Besitzer des Dobsons war natürlich auch von seinem spezifischen Gerät überzeugt - also wenn möglich mehrere Dinger vergleichen, da die meisten doch das Gerät preisen, welches ihnen selbst gute Dienste leistet, i.e. auch andere Marken/Lagerungen können brauchbar sein.

Viele Grüße,
Bernd.
 
Hallo Martin,

In welcher Gegend wohnst Du? Vielleicht kann Dir einer aus dem Forum einmal einen Abend am Teleskop spendieren. Das öffnet Augen und hilft bei der Einschätzung zu Objekten & Ausrüstung.

Ich hatte z.B. noch nie das Dobson Vergnügen. Würde mich auch mal interessieren.

Schon mal geschaut wo die nächste öffentliche Sternwarte für Dich ist?

Gruß
Dirk
 
@ Bernd
danke für den Ratschlag mit dem Budget eines 8 oder 10 Dobson, von der Seite hab ich das noch gar nicht betrachtet, dass ich mir einen vollständigen 8" Dob kaufe oder einen 10" und nach und nach Zubehör kaufe und das man im Ausland mit dem Kauf von Zubehör billiger wegkommt wusst ich auch nicht, ich werde auf jeden Fall mal auf die Seite schauen.

Wie du schon sagst, am besten mehrere Teleskope Zubehör vergleichen, ich möchte ja später auch in die Astrofotgrafie einsteigen, wenn mich das Hobby richtig begeistert.
Deswegen wollt ich auch nochmal wissen was du / ihr von dem Teleskop N 200/1000 BlackDiamond NEQ-5 haltet ?

@ Dirk
gute Idee mit dem "Abend am Teleskop"
Ich komme aus Sachsen-Anhalt genauer Mücheln einem kleinen Örtchen nähe Halle/Merseburg
vielleicht findet sich ja jemand.

Die nächste Sternwarte befindet sich in Halle selber ca. 30km entfernt von mir
 
Hi Zusammen!

Hallo Martin...
Da Du schon einge nette Summe für die Ausrüstung einplanst, wollte ich Dich eher dazu anhalten, dass mitgelieferte Zubehör in Deiner Auswahl zu vernachlässigen! Die mitgelieferten Sachen sind bestimmt nicht schlecht. Wenn Du jedoch so viel ausgeben kannst, dass Du sowieso bessere Okulare/Filter kaufen kannst, dann kannst Du dir den Stress ersparen, die mitgelieferten Gegenstände zu vergleichen.
Im Nachbarforum habe ich mich damals auch zu Beginn beraten lassen und immer wieder von diesem und jenem Angebot gelesen und davon, dass der eine dies und der andere jenes Zubehör mitliefert. Davon ausgehend, dass man sich sowieso für besseres Zubehör entscheidet, kann man sich den Vergleich ersparen, bzw. er ist nur insofern relevant, um zu überlegen, ob sich durch den Verkauf des mitgelieferten Zubehör der Kaufpreis drücken lässt, indem man selbst verkauft oder die Gegenstände beim Händler in Zahlung gibt.
Schließlich gibt es genug wichtigere Dinge zu vergleichen.
Auf jeden Fall solltest Du alles mögliche vergleichen und Dich nicht ablenken lassen. Mir wurde z.B. damals von mancher Seite von einem Gerät abgeraten, weil es ein Rollenlager besitzt. Lass es auf jeden Fall nicht zu, dass solche Kleinigkeiten entscheidungsrelevant werden. Ich z.B. bin mit dem Rollenlager zufrieden, finde es weder zu leichtgängig noch sonstwas. Wenn es anders wäre: ein Austausch gegen Teflon/Ebony würde nichtmal 40€ kosten - also ein Betrag der bei der Geldmenge eh nicht mehr wirklich entscheidungsbeeinflussend ist. Schau also getrost nach Dingen wie Abschattung, Okularauszug undsoweiter.

Ich wollt Dir jetzt nicht zum 10" oder 8" Gerät raten, sondern nur auf beide Entscheidungsmöglichkeiten hinweisen, namentlich "Vollausstattung" oder "Größer oder hochwertiger - jedoch mit Lücken".

Die Sache mit den Preisen in den USA wird selten erwähnt. Dies ist sehr von Nachteil wie ich finde, denn gerade für Einsteiger ist diese Information ja sehr wesentlich und bei der Zubehörauswahl absolut entscheidungsrelevant. In vielen Beiträgen im Nachbarforum wird schonmal versucht, Leuten dieses oder jenes Komplettangebot schmackhaft zu machen, da ein Mikrofokussierer schon enthalten ist, der nochmal 50€ mehr kosten würde und weitere Kleinigkeiten. Das wirkt fast klanglos im Vergleich zu den Preisdifferenzen, die zwischen dem deutschen und amerikanischen Markt herrschen, da es dort um richtig viel Geld geht. Beispiele an US-Preisen, um Dein Interesse zu wecken: Speers Waler 13,4mm für 100 Dollar statt für 170 Euro. Antares MER30 für 90 Dollar statt für 160€. Justierlaser für 33 Dollar statt für 60 Euro.
Deshalb meine ich ja, kannst Du einen Vergleich des mitgelieferten Zubehörs bei Astrohändlern getrost verschmähen und Dir den Kopf freihalten von irgendwelchen Verkaufsargumenten.

Zusatz: Um Deine Anfrage hier nicht vollkommen auf USA/Deutschland zu lenken, hier ein Link zum "Preise und Markt - Forum", in dem vor kurzer Zeit einige Meinungen zum Thema Import aufgeführt wurden. Ist zwar ein langer Beitrag, aber er bringt einige Sichtweisen, auch was Rückgabe oder Service anbelangt. Link

EDIT: Zusatz eingefügt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

nicht unerwähnt sollte aber auch der Nachteil bleiben, dass beim Einkauf im Ausland nicht das deutsche Verbraucherschutzgesetz gilt.
Z.B. Rückgaberecht bei Online-Bestellung binnen 14-Tagen wird nicht gelten, es sei denn der Händler bietet es an. Man muss sich also sicher sein, was man haben möchte.

CS
Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja das ist alles so ne sache, ich muss mich erst einmal für ein teleskop entscheiden, dann muss ich zusehen was ich für zubehör brauch (die aufgabe ist die schwierigste :D) und dann noch vergleichen zwischen USA und Deutschland...

gruß Martin
 
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