Neuling braucht Beratung

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Martin81
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Martin81

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

hier wird mal wieder euer Rudelwissen und Beratung benötigt.

Ich bin in dem Feld absoluter Beginner ohne auch nur einen Hauch Erfahrung in Sachen Sternebeobachtung zu haben (außer paar mal im Planetarium gewesen) Da das interesse aber immer weiter wächst und auch mein Sohn mit sechs Jahren sehr begeistert von Sternen, Planeten, Galaxien ist und sämtliche Informationen aufsaugt wollte ich ein Teleskop anschaffen.

Zu den Anforderungen:

Es wäre schön, wenn man von Planeten ein bisschen was erkennen könnte (Musste meinem Sohn aber schon klar machen, dass es mit Neptun wohl nichts wird ;) )
Es sollte nicht zu kompliziert in der Handhabung und vielleicht auch transportabel sein
Einsatzort wäre wohl die Terasse und auf den Feldwegen um die Ecke
Budget: 300 - max. 400 Euro

Ich habe nun auch selbst recherchiert und bin bei zwei alternativen hängengeblieben und hätte gerne eure Meinung dazu gehört ob diese was taugen und für den Einstieg okay sind bzw welche Vor- und Nachteile es zu bedenken gibt:

Omegon Teleskop N 150/750 EQ-4
Bresser Dobson Teleskop N 150/750 Messier DOB

Mit ist klar, dass das Omegon vom Aufbau natürlich komplizier als das Dobson sein wird, aber man doch sicher auch irgendwann Routine bei der Ausrichtung des Teleskopes erlangt. Auch wollte ich mir nicht gleich ein riesiges Kanonenrohr auf die Terasse stellen. Es sollte aber trotzdem natürlich auch was liefern sonst ist ja nichts gewonnen. Also was kann ich von den beiden Geräten erwarten bzw. was gibt es noch für Alternativen in dem Preissegment welche ich berücksichtigen sollte. Braucht es auch zwingend Zubehör um Spaß zu haben oder reicht das Paket als Basis erstmal aus?

Schon mal besten Dank für eure Meinung und viele Grüße
Martin
 
Hi Martin
und willkommen.
Ganz viel von der Zufriedenheit beim Beobachten hängt davon ab, was man erwartet. Ohne Erfahrungen stellen sich das viele Leute anders vor als es dann ist. Insofern können wir dir hier in Ansätzen vermitteln was Du erwarten kannst, aber wie das dann live erlebst kann Dir hier keiner sagen.
Deshalb rate ich immer Leute zu suchen die aktiv beobachten und Dich mal mitnehmen.
2 3 Stunden da draußen und erste eigene Erfahrungen helfen ungemein auf dem Weg zum eigenen Gerät.

Grundsätzlich ist neben dem Teleskop immer auch das "Zubehör" wichtig. Zubehör ist hier aber was anderes als nur ein nice to have, sondern hier geht es um notwendige Komponenten die massgeblich am Ergebnis beteiligt sind. Hier zu sparen ist sich selbst Leistung zu nehmen.
Angesichts des genannten Budgets, wird es nicht einfach, wenn es für alles zusammen gilt.
Damit scheidet aus meiner Sicht eine EQ Montierung direkt aus, weil die allein so sie halbwegs vernünftig ist, Dein Budget sprengt. Es bleibt der Dobson bzw. ein Gerät mit Dobsonmontierung, was zudem den Vorteil hat dass es intuitiver zu handhaben ist - was für Kinder hilfreich ist.

Was braucht man neben dem Teleskop?
Meist sind die Pakete so ausgelegt, dass man damit was machen kann, aber sehr schnell auf den Trichter kommt, dass z.B. die Beigabeokulare mehr Beigabe als sonst was sind. Auch hier würden praktische Erlebnisse vorab helfen um dann auf der Basis über Zukäufe entscheiden zu können.
In jeden Fall gehört für mich noch dazu: Stuhl, Sternatlas in Papier, Rotlichtlampe, Peilsucher und ein Zubehörköffer.
CS
 
Vielen Dank für die schnelle Antwort und Tipps
Ja die Erwartung... Also ich erwarte schon mit diesen Geräten vom Mond einige Details zu sehen und auch den Jupiter ohne viel Fantasie erkennen zu können. In klaren Nächten erhoffe ich auch auf dem freien Feld ein paar hübsche Deep-Sky Beobachtungen machen zu können. Aber mir ist klar, dass es in diesem Preissegment natürlich nicht ins kleine Detail gehen kann. Es soll aber halt auch nicht in Frust enden weil man so gar nichts ordentlich einfangen kann. Also wenn es das Dobson werden soll (kostet so um die 280 Euro) wäre ja noch Luft im Budget für sinnvolles Zubehör. Denke aber auch nach allem was ich gesehen habe, dass mit Kind ein Dobson Sinn macht und er da leichter selbst einfach drauf los suchen kann.
 
Was ist denn von diesem Gerät zu halten:

Skywatcher Dobson Teleskop MC 90/1250 Heritage Virtuoso DOB
 
Hallo zusammen
Hoffe ihr werde das Richtige Teleskop finden.
ich hab mich für 20 cm Spiegel entschieden. hatte zwei Teleskope 90 +114 mm Spiegel mit denen erkannte ich Saturn nur als Tasse wenn über haupt sonnst war waren die echt mist ( Milde ausgedrückt!)! mit dem jetzigen sah ich den Planeten mit der Teilung der Doppelringen. für letzten beiden Planeten Uranus und Neptun müsste ich leider auch auf 40 cm- 1 M Spiegel zurückgreifen da ich aber den Platz und das Geld nicht habe, kann ich das auch vergessen. naja mit den 20 cm ist schon ordentlich was zusehen. bis Hellichkeit Von 14.0 Mag.
Den 20 cm Spiegel hab noch immer nur der rest fehlt mir da ich ein system wechsel mache. das Profilbild ist nicht mehr aktuell.
über legt euch die Wahl der Okulare ich hab nicht nur die mitgelieferte ich schaffte mir die Hyperion Okulare an.
grüsst und bleibt gesund
*entfernt*
 
@ale
Du hast ein 8" SCT, das ist aber hier keine Option! Da sind einfach Welten dazwischen was das Budget angeht.

Was ist denn von diesem Gerät zu halten:
Skywatcher Dobson Teleskop MC 90/1250 Heritage Virtuoso DOB

Nix!

Das ist ein reines Planeten- und Mondbeoboachtungsgerät! Von wegen Allrounder...

Ich hätte Dir spontan für den Einstieg den 130er Heritage vorgeschlagen:

Der hat mehr Öffnung und vor allem ein besseres Öffnungverhältnis. Er ist unter dunklem Himmel für die hellen DSO geeignet. Und das Gerät kannst Du dann, wenn Du dann das Hobby ausbauen und mehr investieren willst ist das auch ein Gerät was Du gut Deinem Sohn weitergeben kannst. Das wäre halt ein günstiger Einstieg, wo Ihr erstmal probieren könnt und trotzdem ne halbwegs vernünftige Optik zur Verfügung habt.

Ansonsten ist der bereits vorgeschlagene 150 / 750 auch ein tolles Gerät, aber bitte nicht auf einer wackeligen Montierung als Set kaufen, sondern entweder als Dobson oder mit einer vernünftigen Montierung, die aber Dein Budget sprengt. Eine Dobson Montierung kann man übrigens recht einfach selbst bauen. Anleitungen gibts im Netz und das wäre ja auch ein Projekt für Dich und Deinen Sohn. Und Teleskope gibt es hier im Marktplatz auch günstiger als wenn man im Laden neu kauft.

CS.Oli
 
Hallo Martin,

ich empfehle dir auch einen Dobson. Bei einem Dobson mit 8 Zoll (= 200 mm) bekommst du aus meiner Sicht den besten Gegenwert für dein Geld. Z.B.:

Das Gerät ist zudem noch einfach zu transportieren und schnell aufzubauen. Der von dir verlinkte 150 mm Dobson ist auch O.K., du musst jedoch bedenken, dass zwischen 150 mm und 200 mm gerade bei Deep Sky ein großer Unterschied liegt. Du solltest also in Betracht ziehen, ob dir der Vorteil das mehr an Geld und Platzbedarf wert ist.

Übrigens: Uranus kannst du mit beiden Geräten schon als flächiges Scheibchen sehen. Er ist also ganz klar als Planet von Sternen zu unterscheiden.

Neptun ist auch sichtbar. Da wird's dann aber schon grenzwertig, wenn du ihn wirklich von einem Stern unterscheiden willst.

Und der wichtigste Tip zum Schluss: Man kann solche Geräte in aller Regel ohne Risiko und mit guter Qualität gebraucht kaufen.

Gruß
Wolfgang

Nachtrag: Habe gerade den Beitrag von Oli gelesen. Den Heritage 130er wollte ich eigentlich auch noch empfehlen.
 
von Nix war nie die Rede. ich hatte meine Erfahrungen mit zwei schlechten Spiegelteleskopen gemacht. da die Spiegel nicht sauber geschliffen waren. (liess sie testen mein 90 + 114 mm.) möchte da nicht weiter eingehen. je mehr Öffnung = mehr licht kommt an. ein 150 mm oder ein 200 mm Spiegel finde ich am sinnvollsten. das entscheidet ihr selbst. ein 90 mm könnte gut sein oder ihr kauft ein gerät zwei mal. überlegtes euch gut. natürlich immer mit der Berücksichtigung des Geldes.

1: die sind noch transportabel ( Dobson version, den die EQ Montierungen lassen es kaum zu; noch Mobil zu sein.)
2: sehr schöne Objekte zusehen ohne gleich gefrustet zu sein ( war bei mir der Fall )
3: die Okulare können gut sein im Set. würde hier im Forum nach lesen welche noch in Frage kommen könnten.

grüsst
*entfernt*
 
Hallo Wolfgang
hab zu deiner Aussage eine Frage:? "Uranus kannst du mit beiden Geräten schon als flächiges Scheibchen sehen" ist das nicht das gleiche als würde ich einen Stern beobachten, hast du Fotos von Uranus oder Neptun? Sorry blöde frage, hab bis jetzt immer Uranus und Neptun weggelassen weil die Spiegel grösse nicht ausreichte. mit 14 Mag. reicht es nicht.
ich warte noch auf die Öffnung des Ladens und bis ich den Rest zusammen gespart habe. will die Avalon M- Uno abholen gehen.
so hab ich meine Ausrüstung zusammen.

grüsst
*entfernt*
 
Vielen lieben Dank euch, bin begeistert wie schnell man hier Hilfe bekommt in dem erstmal sehr verwirrenden Angebot an Teleskopen.

Also dann bin ich jetzt schon mal soweit mich auf die Dobson-Art festzulegen. Denke da werden wir am schnellsten dran unseren Spaß haben.

Die Entscheidung wird dann wahrscheinlich zwischen dem

+ Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage Flex Tube und dem
+ Bresser Dobson Teleskop N 150/750 Messier

fallen.

Da ich bei beiden dann noch bisschen was von dem festgelegten Budget übrig habe wäre ja noch das ein oder andere sinnvolle Zubehör drin um eventuell die Leistung nochmals signifikant zu erhöhen und den Spaß zu steigern.
Antares hat ja schon einiges aufgezählt... Sind zusätzliche Okulare, Mondfilter oder Stadtlichtfilter gleich etwas was auch berücksichtigt werden sollte?
 
Hi Ale!

:unsure:

Warum 14 mag? Ich verstehe nicht, was du meinst. Uranus hat ca. 5,5 bis 6 mag. Neptun hat ca. 7,8 bis 8 mag. Beide kann ich ohne Probleme mit einem Fernglas sehen. Aber "sehen" heißt mit dem Fernglas natürlich nur als Punkt. Mit meinem 114er Newton sehe ich Uranus schon als kleines Scheibchen. Bei Neptun wird's schwierig aber nicht unmöglich.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Zusammen
gute Entscheidung für eine Grössere Version.
ich selber hab keine Erfahrung mit Filtern. da ich keine besitze. ihr könnt im Forum "Lupe Suche" Filter eingeben und die richtigen Tweeds lesen. oder ihr schreibt einen eigenen Beitrag und findet so den richtigen Filter der zu euren vorhaben passt.

grüsse und viel erfolg wünscht
*entfernt*
 
Hallo Martin,

bei dem Budget bleibt nur der Dobson.
Da würde für mich der 8"/1200-er in Frage kommen.
Alles andere wird zu teuer.
Mit der Anschaffung des Teleskopes, egal wie jetzt montiert, ist es ja nicht getan.
Es entstehen Folgekosten.
Du hast selbst schon Filter und weitere Okulare angesprochen.

Was mich interessiert, was verstehst Du unter Deep Sky und erwartest Du zu sehen?
Auch würde mich interessieren was Du an Mond und Planten erwartest zu sehen?

Hast Du auch schon mal durch ein Teleskop Sterne gesehen?
Vor dem Kauf, folge dem Rat von Antares und versuche mal bei anderen mit zu schauen.
 
Hallo Wolfgang
danke für die Aufklärung. ich dachte immer das ich beide Planeten Uranus und Neptun nur mit einem 40 cm oder grösser sehr gut zu sehen sind; daher kam ich auch auf die 14 Mag. Helligkeit. das bei Uranus 5,5 bis 6 Mag. und Neptun bei ca. 7,8 bis 8 Mag. liegen wusste ich nicht. danke nochmals für die Aufklärung.

Deep Sky sind nichts anderes als Nebel und Galaxien, nur auf Fotos sind sie die Farbe zusehen, im Okular Schwarz weiss, da die Farben zu schwach sind um mit blossem Auge zu sehen. das berühmte Sprichwort: alle Katzen sehen Grau, stimmt wenn wir den Nacht himmel beobachten wollen. das verstehe ich darunter.

Planeten wie Saturn und sein Ring sehr schön zusehen im Okular ist es wichtig das die Öffnung am Teleskop gross ist. ab. ca 15-> cm

ein ganz wichtiger Punkt!!!! Finger weg von Okular Sonnenfilter !! den die liegen im Brennpunkt des Instrumentes!! benutz nur Sonnen Filter die vor der Hauptöffnung liegen. Merkur Beobachtung zu nah an der Sonne!
Venus ist am morgen / am Abend OHNE filter gefahrlos zu beobachten

liest mal die Geschichte von Galileo Galilei der sah mit seinem Teleskop Saturn und so sah ich ihn auch mit meinen beiden Teleskope sehr schlechte Qualität. die Sterne sehen wir egal mit welchen Teleskop auch immer nur als Punkte.

Grüsst und bleib gesund
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sind zusätzliche Okulare, Mondfilter oder Stadtlichtfilter gleich etwas was auch berücksichtigt werden sollte?
Zusätzliche Okulare: Ja!
Mondfilter: Nicht unbedingt. In einem 150er ist das Bild nicht übermäßig hell. Da braucht man nicht unbedingt einen Mondfilter. (außer wenn Geld übrig ist :)) Auch helles Mondlicht schadet dem Auge übrigens nicht. Man sieht auch mit Mondfilter nicht mehr als ohne. Einziger Vorteil: Es ist angenehmer für's Auge, vor allem bei großen Teleskopen.
Filter: Anfangs auch nicht unbedingt notwendig. Fangt mal mit Planeten, Mond und Sternhaufen an. Später irgendwann könnt ihr euch dann einen UHC-Filter zulegen. Auch hier gilt: Am besten Geduld aufbringen und gebraucht kaufen.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Martin,

bei dem Budget bleibt nur der Dobson.
Da würde für mich der 8"/1200-er in Frage kommen.
Alles andere wird zu teuer.
Mit der Anschaffung des Teleskopes, egal wie jetzt montiert, ist es ja nicht getan.
Es entstehen Folgekosten.
Du hast selbst schon Filter und weitere Okulare angesprochen.

Was mich interessiert, was verstehst Du unter Deep Sky und erwartest Du zu sehen?
Auch würde mich interessieren was Du an Mond und Planten erwartest zu sehen?

Hast Du auch schon mal durch ein Teleskop Sterne gesehen?
Vor dem Kauf, folge dem Rat von Antares und versuche mal bei anderen mit zu schauen.

Also ich erwarte jetzt nicht alle Ringe des Saturn oder jedes Band des Jupiters zu sehen. Ich erwarte, dass ich ohne viel Fantasie die Planeten erkenne und nicht nur als helle verwaschene Scheiben sehen kann. Bei Mond denke ich schon den einen oder anderen Krater erkennen zu können und unter Deep Sky erwarte ich in der Preisklasse nur unter Topbedingungen auf dem freien Feld etwas zu sehen. Ich denke meine Erwartungshaltung ist nicht überzogen. Viel mehr geht es ja darum zu schauen ob man (oder der Sohn) hier mal tiefer einsteigen möchte. Klar muss man ddafür auch was inverstieren um nicht schon an der Technik die Freude an dem Hobby zu pulverisieren.
 
Ich erwarte, dass ich ohne viel Fantasie die Planeten erkenne und nicht nur als helle verwaschene Scheiben sehen kann.
Mathias hat diese Frage aus Erfahrung mit anderen Anfängern gestellt, da er sicher weiß, dass die Erwartungen meistens zu hoch sind. Deine Erwartungen in Sachen Planetenbeobachtung sind aber eher zu niedrig. Bei Saturn kannst du sehr schön den Ring inkl. Cassini-Teilung sehen. Die meisten Anfänger sind auch begeistert, wenn sie den Mond zum ersten Mal mit einem kleinen Teleskop sehen. Die Enttäuschung kommt meistens bei Deep Sky im kleinen Gerät.
Kugelsternhaufen: verwaschener Fleck
Galaxie: verwaschener Fleck
Emissionsnebel: verwaschener Fleck
Planetarischer Nebel: wie ein Stern, also "gar nix"

Ich selber habe zuerst mit einem Fernglas und dann mit einem 114er Newton angefangen. Ich hatte einige Jahre sehr viel Spaß und habe ausgiebig vor allem alles beobachten, was das Sonnensystem so hergibt - auch Uranus, Neptun und Asteroiden. Dann habe ich mehr und mehr Deep Sky-Objekte beobachtet, bis ich genug von den verwaschenen Flecken hatte. Ich habe dann auf 235 mm aufgerüstet. Mittlerweile bin ich bei 18 Zoll (450 mm) angekommen. Das nennt man "Öffnungsfieber". Trotzdem schaue ich immer wieder gerne auch durch kleine Optiken.

Die Entscheidung über die für euch passende Teleskopgröße musst du treffen. Die positive Nachricht: Weder 150 mm noch 200 mm sind eine falsche Entscheidung. Du musst aber bedenken, dass Deep Sky eigentlich erst bei 200 mm so richtig anfängt, soll heißen: einige wenige Objekte hören langsam auf, nur "verwaschene Flecken" zu sein.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo,

Wolfgang sagt es (y).
Mathias hat diese Frage aus Erfahrung mit anderen Anfängern gestellt, da er sicher weiß, dass die Erwartungen meistens zu hoch sind.
Auch aus Erfahrung meiner Anfänge, noch gar nicht so lange her.

Ich sehe nicht das Problem bei den Standard-Planeten, Saturn und Jupiter und dem Mond, bei einer Öffnung von 150 (6") bis 200mm (8"), eher bei den Deep Sky Objekten.
Nicht falsch verstehen, viele Deep Sky Objekte sind mit diesen Öffnungen zu finden und zu sehen.
Deep Sky Beobachten will geübt werden, sonst bleiben es die erwähnten verwaschenen Fleckchen.
Man muss erfahren was man zu sehen bekommt, wie so ein Nebel, so eine Galaxie im Teleskop aussieht.
Man sollte sich darüber bewusst sein, dass da Oben alles schwarz/weiß ist.
Da sind ein paar Stichworte die Dunkeladaption der Augen, die Länge der Beobachtung eines Objektes, indirektes Sehen... ...
Offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen sind noch "relativ leicht" zu beobachten.
Das andere von Wolfgang erwähnte wird da kniffeliger.
Kurzum die Übung machts!

Mittlerweile sehe ich in meinen Refraktoren FH Objekte die ich anfangs nur erahnt habe oder gar nicht gesehen habe.
Da hat mir die Anschaffung eines C8 (Schmidt-Cassegrain Teleskop) auf die Sprünge geholfen. Mit dem habe ich erfahren, was mich erwartet zu sehen/beobachten.
Jetzt sehe ich etwas mehr mit meinen Refraktoren FH, aber die haben halt auch ihre Grenzen, da leistet so ein C8 einfach mehr.

So ein Dobson kommt einem "Allrounder" recht nahe. Aber grundsätzlich, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
Auch wenn ich Dobson persönlich nicht mag (kann ich aber nicht objektiv begründen ;)), sind es stabil montierte Teleskope und Du bekommst für moderates Geld viel Öffnung.
Einfach zu bedienen und bis ca. 10" noch ganz gut zu transportieren, obwohl da die Meinungen weit auseinander gehen, was noch transportabel ist :cool:.

Wenn Dich das Fieber gepackt hat, mehr Erfahrung da ist, wird es eh nicht bei dem einen Teleskop bleiben ;).
Der hier bekannte Heiko hat in einem ähnlichen Thread folgendes geschrieben:
">>
Hör auf damit xyz! Steig' nicht ein! Du ruinierst Dich! ...... Oder geh' sehenden Auges in Dein Verderben und hab' Spaß dabei
<<"
 
Hallo,

Wolfgang sagt es (y).

Auch aus Erfahrung meiner Anfänge, noch gar nicht so lange her.

Ich sehe nicht das Problem bei den Standard-Planeten, Saturn und Jupiter und dem Mond, bei einer Öffnung von 150 (6") bis 200mm (8"), eher bei den Deep Sky Objekten.
Nicht falsch verstehen, viele Deep Sky Objekte sind mit diesen Öffnungen zu finden und zu sehen.
Deep Sky Beobachten will geübt werden, sonst bleiben es die erwähnten verwaschenen Fleckchen.
Man muss erfahren was man zu sehen bekommt, wie so ein Nebel, so eine Galaxie im Teleskop aussieht.
Man sollte sich darüber bewusst sein, dass da Oben alles schwarz/weiß ist.
Da sind ein paar Stichworte die Dunkeladaption der Augen, die Länge der Beobachtung eines Objektes, indirektes Sehen... ...
Offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen sind noch "relativ leicht" zu beobachten.
Das andere von Wolfgang erwähnte wird da kniffeliger.
Kurzum die Übung machts!

Mittlerweile sehe ich in meinen Refraktoren FH Objekte die ich anfangs nur erahnt habe oder gar nicht gesehen habe.
Da hat mir die Anschaffung eines C8 (Schmidt-Cassegrain Teleskop) auf die Sprünge geholfen. Mit dem habe ich erfahren, was mich erwartet zu sehen/beobachten.
Jetzt sehe ich etwas mehr mit meinen Refraktoren FH, aber die haben halt auch ihre Grenzen, da leistet so ein C8 einfach mehr.

So ein Dobson kommt einem "Allrounder" recht nahe. Aber grundsätzlich, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
Auch wenn ich Dobson persönlich nicht mag (kann ich aber nicht objektiv begründen ;)), sind es stabil montierte Teleskope und Du bekommst für moderates Geld viel Öffnung.
Einfach zu bedienen und bis ca. 10" noch ganz gut zu transportieren, obwohl da die Meinungen weit auseinander gehen, was noch transportabel ist :cool:.

Wenn Dich das Fieber gepackt hat, mehr Erfahrung da ist, wird es eh nicht bei dem einen Teleskop bleiben ;).
Der hier bekannte Heiko hat in einem ähnlichen Thread folgendes geschrieben:
">>
Hör auf damit xyz! Steig' nicht ein! Du ruinierst Dich! ...... Oder geh' sehenden Auges in Dein Verderben und hab' Spaß dabei
<<"

Ja vor dem Effekt im letzten Absatz "fürchte" ich mich tatsächlich ;) Naja ich riskiere es jetzt mit dem
Bresser Dobson Teleskop N 150/750 Messier und freue mich über schöne Beobachtungen des Mondes, Planeten und darauf zu experimentieren. Mal schauen was dann noch kommt. Nach allem was ich jetzt rausgelesen habe ist das Gerät gut genug um einen ordentlichen Einblick zu bekommen und mit 280 Euro kann ich gut leben falls ich Neuware kaufen möchte. Würdet ihr für eine bessere Leistung eventuell gleich ein anderes Okular mit bestellen?
 
Hallo Martin,

rein vom 150/750 Newton Tubus ist nicht mehr viel zu sagen.
Wie Wolfgang schon vorher gesagt hat:
"150er Dobson, Skywatcher 150er Dobson und GSO 150er Dobson: Die tun sich nicht viel."

Ich hab mir den Bresser Dobson Teleskop N 150/750 Messier mal angeschaut.
Was mich etwas irritiert ist, dass das eine Einarm-Rockerbox ist.
Ich kenne das Gerät jetzt nicht aus eigener Anschauung.
Was ich mir da vorstellen könnte, ist, dass das ganze nicht ganz so stabil ist wie eine "normale" Rockerbox.
Kann mich auch täuschen, aber so mein Eindruck.
Vielleicht kann jemand was genaueres dazu sagen.
 
Hallo Martin,

ich möchte nochmal drauf hinweisen, dass man eine Rockerbox leicht selbst bauen kann, wenn man einigermassen handwerklich geschickt ist. Das hat den Vorteil, dass man sich die Höhe so anpassen könnte wie man sie braucht - beim 150/750 entweder als Tischversion oder auch als Bodenversion mit entsprechender Höhe. Leider gibt es das Gerät aufgrund der Abmessungen nur von Bresser mit dieser unglücklichen Einarm-Rockerbox. Die anderen Hersteller liefern entweder ein Set mit unzureichender EQ-Montierung oder ein OTA.

Also: Etwas Geduld haben, ein 150/750 hier auf dem Marktplatz gebraucht kaufen und ein paar Bastelabende investieren. Das schont den Geldbeutel und überbrückt auch die Sommersaison mit den White-Nights wo man sowieso nur eingeschränkt beobachten kann.

CS.Oli
 
Hallo Martin,

Bei bis 400€ Budget für den Anfang wäre aber auch ein 200/1200 Skywatcher Flex Dobson drinnen. https://teleskop-austria.at/Flex200#m
Vorteile mehr Öffnung und Stabilere Rockerbox als der Bresser und vor allem nimmt er für Lagerung und Transport nicht so viel Platz weg.
Von den Einarm Dobsons halte ich nicht viel hatte auch mal so einen am Anfang das wurde aber mit der zeit recht wackelig.

Lg
Danny
 
Hallo Rudi,

scheine ich ja mit meinem Bauchgefühl bei der Einarm-Rockerbox nicht ganz so falsch gelegen zu haben.
Ich tendiere, wie wohl auch Danny, mehr zu einem 200/1200-er Dobson in klassischer RockerBox. Die Teile stehen "bombenfest".
Ja, in der Anschaffung teurer, aber der Mehrpreis rechnet sich meines Erachtens dadurch das Du ein sehr stabiles System bekommst und auch eine schöne Öffnung mit den 8" hast.
Transportabel sind die obendrein auch noch gut. Dreimal hin und her laufen zum Auto, Tubus, RockerBox und Zubehörkoffer/-tasche. Das ist bei "Stativ-Montierungen" schon aufwendiger.

Was man nicht vergessen darf zu sagen ist, dass ein Newton (Dobson ist ja nichts anderes als ein Newton in einer Holzkiste ;) aufgehängt) das Verlangen hat, regelmäßig justiert zu werden, steigt auch mit der Anzahl der Transporte.
Was auch nicht vergessen werden darf, ein Newton muss so ca. eine halbe Stunde Temperaturausgleich (warme Wohnung nach draußen) haben, egal auf welcher Montierung.
Kein Vergleich zu Maksutow-Cassegrain (MC) und Schmidt-Cassegrain (SC) die so nach 1,5 bis 2,5 Stunden Auskühlzeit verlangen, je nach Öffnungsgröße.
Einzig, so weit ich weiß, Refraktoren haben kurze Zeiten. 10 Minuten bis so ca. 20 Minuten. Die Teile sind fast sofort einsetzbar.
Das muss halt in die Planung des Beobachtungsabend/-nacht einfließen.

Aber mei, jede Teleskopbauform hat seine spezifischen Eigenheiten, die man kennenlernen muss und sich mit auseinander setzen muss.
 
Da die Grunsatzfrage ja geklärt zu sein scheint,bin ich mal so frei und verweise auf (m)einen Eintrag im Marktplatz.
Vielleicht besteht ja Interesse....
 
Ja das mit der Einarm-Rockerbox ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, da glaube ich auch von anderen Herstellern die Konstruktionen erst bei einem 200er "klassisch", also beidseitig, sind. Bin also davon ausgegangen, dass die Einarm-Konstruktion für den leichteren Tubus ausreichen und das keine wacklige Angelegenheit ist. Aber okay dann überlege ich nochmal weiter ;) Selber bauen war auch ein guter Vorschlag. Da schau ich mir mal die Anleitungen an ob das auch mit zwei linken Händen machbar ist ;) Zur Aufbewahrung... Würde das Teleskop in der Garage aufbewahren. Dann wäre es ja immer sofort Einsatzbereit wenn ich das richtig verstanden habe.
 
Hi Martin
hier habe ich mal vor Jahren nieder geschrieben was an Deepsky mit einem 130mm Newton geht.
Evtl hilft Dir das ein wenig zur Einordnung:
CS
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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